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Zum allerersten Mal

Heute morgen machte ich das Olivenkind wie üblich für die Kita fertig. Wir genießen beide diese Zeit, ehe wir aus dem Haus müssen und so wird zwischen Anziehen, Zähneputzen, Haarekämmen und Co. auch immer fleißig gekuschelt und umarmt. Da gibt es minutenlange Umarmungen, bei denen mir das Olivenkind den Rücken streichelt, ausgiebiges Bauchnabelbestaunen (wobei der Olivenbauchnabel natürlich auch mit dem von Mama verglichen werden muss, was das Olivenkind jeden Tag aufs Neue begeistert), Bäckchengestreichel und Bauchpusten. Schön ist das, vor allem an Tagen wie diesem, an denen ich nicht den Zeitdruck im Nacken habe, weil ich dringend zur Arbeit muss. Heute Morgen, nachdem ich dem Mäuselchen ihre Schuhe angezogen hatte und sie beinebaumelnd auf der Wickelkommode saß, begann sie auf einmal, mit gespitztem Schnütchen Kussgeräusche zu machen. Ich musste lachen und drückte ihr einen dicken Kuss auf die Nase. Nach einem kurzen Überlegen beugte sie sich vor, drückte ihre Nase an meine und gab mir schnell hintereinander drei Küsse. Richtige, wunderbare, zuckersüße Schmatzküsse. Zum allerersten Mal.

Besser kann ein Tag gar nicht beginnen, finde ich.

 

Mit 16 Monaten…

… isst man sein Abendbrot nicht mehr mit den Händen oder lässt sich füttern. Die Dame von Welt speist mit einem Gäbelchen.

Hier der Beweis:

(Weil ich so ein Trottel schusseliger Mensch bin, liegt das Video “auf der Seite”. Ich stell die Tage noch ein hochformatiges ein, wenn alles klappt ;-) )

Weitere 16-Monatsfeatures?

  • seit Sonntag: Handküsschen schicken
  • wie ein Löwe “grollen” (waaah)
  • Miamia zu Katzen und Wawa zu Hunden sagen
  • In allen möglichen Tonlagen Mama? MAMA! sagen und sich tierisch freuen, wenn Mama gleich antwortet.
  • Mit dem Sandschäufelchen Sand in den Eimer schippen.
  • den ganzen Tag in einer eigenen (und so wunderbaren) Sprache erzählen und ganz deutlich zeigen, was man möchte

Und natürlich unendlich viel mehr…

♥-Moment des Tages

Heute, beim Abholen aus der Kita: Weil unsere Brotdose im Kühlschrank lag, musste die Erzieherin des Olivenkindes sie noch schnell aus der Küche holen. Die kleine C., die sie auf dem Arm hatte, setzte sie kurzerhand auf dem Boden ab, was diese mit lautem Weinen quittierte. Während die Erzieherin in der Küche hantierte, kniete ich mich ein Stückchen vor vor C. auf den Boden und redete beruhigend auf sie ein (was sie leider nicht im Geringsten beeindruckte ;-) ) Während ich also kniend auf Klein-C einmurmelte, begann das Olivenkind, sich unruhig auf meinem Schoß zu winden. Schließlich ließ ich sie los undsie kletterte herunter und lief zu C. hinüber. Und dort angekommen? Hob sie die Hand und streichelte C. über die Wange.

Und ich konnte kaum fassen, wie “groß” und empathisch mein Mädchen mittlerweile ist. Und platzte innerlich fast vor Stolz und Freude über dieses Kind.

*C. fand das Gesichtstreicheln übrigens weniger schön, es brachte sie eher noch mehr zum Weinen. Aber toll fand ich´s trotzdem. Schließlich ist es die Geste, die zählt. ;-)

Mihihi

Sagt der Mann der hochschwangeren Bekannten am Wochenende zu seiner Frau: “Also, wenn unser Kind nicht so süß wie das Olivenkind wird, dann muss es die Hebamme wieder reinstopfen.”

Geschützt: Zeitreise

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… dann liegt das zumindest in diesem Fall daran, dass kleine Olivenkinder unheimlich schnell groß werden.

Heute morgen in der Kita, das übliche Spiel: Wir laufen hinein, das Olivenkind winkt von meiner Hand aus den Erzieherinnen zu und wandert mit mir den Flur entlang zu den Holzkisten, in denen die Straßen- und Hausschuhe verstaut werden. Während ich der kleinen Dame die einen Schuhe aus- und die anderen anziehe, holt sie sich schonmal ihre Brotdose aus meiner Handtasche, um direkt los in den Frühstücksraum zu laufen, sobald sie “freie Füße” hat.

Ich räume noch schnell die Straßenschuhe auf und gehe ebenfalls ins Frühstückszimmer, um mich zu verabschieden (Nicht dass das für mein Kind zwingend notwendig wäre- die Brotdose in die Hand zu nehmen heißt für das Olivenkind, der Kita-Tag hat begonnen- Tschüss, Mama!). Was ich dort sehe, bringt mich zum schmunzeln. Die Püppi hat bereits eines der kleinen Stühlchen zurechtgerückt und sich, ihre Brotdose vor sich, an den Tisch gesetzt. In diesem Moment sieht eine der Erzieherinnen auf und sagt: “Olivenkind, so kannst du noch nicht essen. Hol dir erstmal einen Teller, ja?” Das Olivenkind sieht sie an, steht von seinem Stühlchen auf, läuft hinüber zum Regal, nimmt einen kleinen Plastikteller heraus und stellt ihn vor sich auf den Tisch, ehe es sich wieder setzt.

Und ich? Hab´ Tränen in den Augen vor Stolz und Liebe und Rührung.

Du großes Mädchen, du. Hach!

 

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