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Archive for November 2011

Noch zwei Tage, dann ist er da, der große Tag. Ein Jahr ist es dann her, dass mein kleines, großes Mädchen zum ersten Mal blinzelnd das Kreissaallicht Licht der Welt erblickte.

Und ich werde sicher bereits am Freitag sehr, sehr wehmütig und voller Erinnerungen sein. Erinnerungen an diesen eisig kalten Winterabend im letzten Dezember, an dem ich mehr ahnte, als es wirklich zu wissen, dass mich nur wenige Stunden vom größten Glück und schönsten Wunder meines Lebens trennten. Erinnerungen an diese Wehen, die in so seltsamen Abständen kamen, dass ich mir trotz stärker werdender Schmerzen einfach nicht sicher war, ob dies wirklich schon der „Ernstfall“ sein konnte.

Doch wieder einmal schweife ich ab. Denn heute möchte ich ein wenig über mein erstes Jahr als Mama nachdenken. Möchte schöne Erinnerungen und anstrengende hervorkramen und mit euch teilen. Möchte mit wehmütigem Lächeln an das kleine Baby zurückdenken, das in dieser Zeit zu einem Kleinkind herangereift ist, ebenso wie ich von einer Frau, die noch nie eine Windel gewechselt hatte, zu einer Mama wurde.

Der ein oder andere mag sich über den seltsamen Titel dieses Posts wundern. Doch ich habe in den letzten Tagen ein paarmal darüber nachgedacht, dass es gar nicht so einfach ist, zu sagen, wann das Mamasein denn anfängt. Und ich finde es nicht ganz richtig, zu behaupten, ich sei an diesem Samstag ein Jahr Mama gewesen. Denn mein Muttersein fing viel früher an. Schließlich lebte das Herzensmädchen bereits viele Monate in und mit mir, ehe sie sich entschloss, ihr warmes Bauchzuhause gegen die kalte Winterwelt draußen zu tauschen. Und bereits in diesen Monaten sprach ich jeden Tag mit meiner Tochter, erzählte ihr, wie es werden würde, wenn sie erst einmal da wäre. Träumte von unserem gemeinsamen Leben. Rückblickend ist es schwer für mich zu sagen, wann genau ich von der ungeplant Schwangeren zur Mama wurde. Ich erinnere mich jedoch noch genau, dass ich drei Tage nach dem Test und der ersten Untersuchung im Krankenhaus den ersten Frauenarzttermin hatte. Ich hatte all das noch nicht realisiert, von Freude war noch nichts zu spüren und ich hatte einfach nur Angst vor der Zukunft und all den Entscheidungen, die auf mich zukommen würden. Jedenfalls fragte ich die Ärztin, wie es denn nun weitergehe und ich erinnere mich noch genau an ihre Worte: „Frau Herzmama, die wenigsten Frauen testen so früh wie sie. In der ersten Phase der Schwangerschaft gehen viele Babys einfach ab, oft ohne dass die Frauen das merken. Wie hoch der Prozentsatz ist, sage ich ihnen lieber nicht. Aber machen sie sich bewusst, dass in diesen ersten Wochen noch viel passieren kann.“ Ich erinnere mich, wie ich mich anzog. Wie betäubt, wie vor den Kopf gestoßen. Verlieren? Dieses Baby? Oh nein!

Es war beileibe nicht so, dass ich als glücklich Schwangere die Praxis verließ. Aber die Warnung der Ärztin hatte mir gezeigt, dass ich das Leben, das ich in mir trug, bereits zu diesem Zeitpunkt schützen und festhalten wollte. Vielleicht begann er also dort, mein Weg als Mama.

Ganz sicher war ich eine Mama, als ich später, Im Laufe der Schwangerschaft,zu all den Untersuchungen fuhr, die mir aus verschiedenen Gründen sehr wichtig waren. Immer wieder die Angst, ob es dem kleinen Menschen in mir auch gut ging. Waren die Organe gesund? Schlug das Herz?

Ich war auf jeden Fall eine Mama, als ich in der elften Woche das Blut- so viel Blut entdeckte. Es war ein schöner, entspannter Tag gewesen und ich wollte nur noch einen gemütlichen Abend auf der Couch verbringen. Und dann das. Ich war wie erstarrt und in meinem Kopf hämmerte es: Du verlierst es. So viel Blut ist nicht normal. Nichtnormalnichtnormalnichtnormal… Der Typ ging nicht ans Handy, aber er hätte mir ohnehin nur psychische Unterstützung leisten können, schließlich war er 200 km weit weg. Ich rief meine Mutter an und sagte ihr mit falscher, hysterischer Ruhe (ohja, die gibts), dass ich vermutlich eine Fehlgeburt habe und sie mit mir ins Krankenhaus fahren müsse. Iss ruhig erst fertig, sagte ich ihr. Dann begann ich, in der Küche das Geschirr zu spülen. Ich konnte nicht einmal weinen. Wie eine Verrückte spülte ich die Teller, um nicht, gar nicht, auf keinen Fall, irgendetwas  denken zu müssen. Dann kam meine Mutter an und wir fuhren los. Abend, Notaufnahme. Anmeldung. „Ich bin in der elften Woche schwanger und habe starke Blutungen. Ich glaube, ich habe eine Fehlgeburt.“ Die Frau in der Notaufnahme gab mir ein Formular und schickte uns in den Wartebereich. Mama füllte die Formulare aus, wir warteten, wie es schien ewig. Ich sah nach, wieso niemand kam, denn außer uns wartete niemand. Ich sah, dass die Schwestern mit einem „Notfall“ beschäftigt waren- ein Kollege hatte sich am Finger (!!) verletzt und beide Schwestern nahmen nun mit ihm den Unfallhergang auf. Während ich im Gang saß und blutete. Normalerweise ist es in unserer Familie so, dass meine Mutter diejenige ist, die sich beschwert. Ob in Hotels, Restaurants, Geschäften- meine Mutter hat kein Problem damit, ihre Meinung deutlich kundzutun. Oftmals war es meiner Schwester und mir peinlich. An diesem Tag kam sie nicht dazu, sich zu beschweren, denn ich flippte fast aus. Fragte die Schwester, wann ich verdammt noch mal untersucht werde.

Sie: Das geht hier der Reihe nach.

Ich: Normalerweise behandelt man Patienten nach ihrer Dringlichkeit! Wenn ich nicht gleich drankomme, fahre ich selbst in die Gynäkologie hoch.

Sie: Jetzt werden sie mal nicht unverschämt, ich mache hier nur meinen Job!

Ich: Dann MACHEN sie ihn  gefälligst! JETZT! Sonst passiert was!

Sie, genervt, zum Kollegen: Es tut mir sehr leid, die Dame kann offenbar nicht warten, ist es sehr schlimm, wenn wir später weitermachen?

Dann endlich, ENDLICH eine Ärztin, die unglaublich nett war, mich lange untersuchte und mir schließlich den erlösenden Ultraschall zeigte- ein schlagendes Herz und ein munter turnendes Püppichen. Heute wie damals Tränen in meinen Augen vor Erleichterung.Drei Tage strenge Bettruhe im Krankenhaus. Drei Tage, die mein Bauch nutzte, ein wenig Platz für seine Bewohnerin zu schaffen, indem er kräftig wuchs. Hach!

Ja, auch damals war ich schon eine Mama. Und ich wurde immer mehr zu einer.In den ersten Wochen nach der Geburt war ich eine ständig übermüdete, oft verunsicherte Mama. Diese Verantwortung! Dieses zarte kleine Wesen, dass komplett auf mich angewiesen war! Diese Hilflosigkeit! Es machte mich völlig fertig. Dazu kam: Ich hatte kein Anfängerbaby bekommen. Mein Kind wachte nachts auf, klar, wie alle Kinder. Allerdings war sie nach dem Stillen gerne ein oder zwei Stunden wach. Ich schlief also keine Nacht. Ich nahm jeden Mist auf, der im Fernsehen kam und sah während dem Stillen stundenlang fern. Ich las schreckliche Bücher ohne jede Handlung. Manchmal weinte ich ein wenig. Ich hatte ganz zu Anfang Angst, mein Kind zu wickeln, weil sie immer so weinte, wenn sie umgezogen wurde. Im Krankenhaus weinte ich an einem Abend einfach mit. Mein Baby lag vor mir und ließ sich nicht beruhigen und ich stand vorm Wickeltisch und schluchzte, was das Zeug hielt.  Ich hatte großen Respekt davor, alleine mit dem Baby nach Hause zu kommen. Nicht einfach klingeln zu können, wenn irgendetwas nicht klappte. Doch wir schafften das. Meine Familie hatte eingekauft, die Wohnung geputzt und alles wunderschön zu unserer Ankunft vorbereitet. Und wir gewöhnten uns jeden Tag mehr aneinander.

Nach einigen Wochen begann die Schreierei. Meine Püppi schrie oft mehrere Stunden am Tag, scheinbar grundlos. Vielleicht war ihr diese Welt am Anfang einfach zu viel. Vielleicht kompensierte sie so den Stress, den ich in der Schwangerschaft auf sie übertragen hatte. Vielleicht schlief sie zu wenig. Manchmal hatte ich Angst, irgendwann die Nerven zu verlieren. Manchmal war ich bereits in Tränen aufgelöst, ehe ich das Haus verließ, weil meine Kleine das komplette Fertigmachen hindurch geschrien hatte. Doch auch diese Zeit ging vorbei.

Mein Sonnenschein wurde größer. Sonniger. Unkomplizierter. Und ich sicherer. Wir entdeckten gemeinsam unseren kleinen Bereich dieser Welt. Jeden Tag ein wenig mehr. Gingen spazieren, ins Freibad, zur Stillgruppe. Ins PEKiP und lernten neue Freunde und viele nette Menschen kennen. Und uns. Immer besser.

Wir lachen gemeinsam, essen gemeinsam, wir kuscheln, toben, spielen gemeinsam. Jeden Tag.

Und hier sitze ich nun heute. Fast ein Jahr Mama und doch soviel länger, soviel mehr. Es gäbe noch so vieles zu schreiben, zu erzählen. Von schlaflosen Nächten, von Glückstränen in meinen Augen, von Stolz, Ungeduld, Freude, Ärger, Wut, Rührung, Glück.GLÜCK!!

Mamasein. Es hat mich verändert, irgendwie. Mein Fokus hat sich verändert. Und ich habe das Gefühl, dass die Randbereiche etwas unschärfer wurden. So vieles ist unwichtig, seit ich mein Kind habe. Vieles hat an Bedeutung verloren. Zum Glück. Verrückt ist, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es war, so ohne Kind. Ohne dieses Gefühl.

Mamasein. Einfach unbeschreiblich. Unbeschreiblich groß, unbeschreiblich schön. Wie dankbar ich doch dafür bin, es leben zu dürfen. Mamasein, Glücklichsein.

Danke dafür!

 

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7 Sachen

Immer wieder sonntags (manchmal auch erst montags)… 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig.

Heute mal mit einem Hauch Vorweihnachtsstimmung…

Advents“kranz“ geschmückt und die erste Kerze angezündet.

Engelchen aufgehängt.

Kleinen Snack für kranke Mägen gerichtet und weggeknabbert.

Weihnachtsstern im Püppizimmer aufgehängt.

Püppi-Brotaufstrich á la Bauchherzklopfen gezaubert

Endlich die lauten Durstschreie der Pflanzen erhört und ein Kännchen Wasser verteilt

Mehr 7 Sachen gibts wie immer heute oder morgen bei Frau Liebe.

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Ich bin ja jemand, der gerne zurückschaut, einsortiert, sich erinnert, reflektiert und leider oft auch grübelt. An den „Harry Potter“-Büchern beeindruckten mich immer besonders die Denkarien (hießen die so?), in denen man mit Hilfe des Zauberstabs Gedanken „auslagern“ konnte- wie gerne hätte ich manchmal so ein Teil gehabt! Auf, bzw. in meinem Nachttisch liegt immer ein Notizbuch, mit dem ich Dinge, die mir in den Sinn kommen, festhalten kann- ob Einkaufslisten, To-DO-Listen oder einfach meine Gedanken, Hauptsache, ich hab es „aus dem Kopf“.  Vermutlich macht dies zum Teil auch den Reiz des Bloggens für mich aus, denn hier habe ich die Möglichkeit, meine Gedanken tatsächlich ein Stück weit zu konservieren- nicht, weil sie für die Um- und Nachwelt unbedingt spannend sein mögen, sondern weil ich immer ein wenig ruhiger werde, wenn ich das, was mich gerade umtreibt, zu (virtuellem) Papier gebracht habe. Und natürlich auch weil ich die Entwicklung meines Herzensmädchens für sie und mich ein wenig dokumentieren möchte.

Deshalb fand ich die Idee ganz nett, freitags oder samstags einen kleinen Rückblick auf die Woche zu werfen und so ein paar Erinnerungsschnipselchen in mein Blogerinnerungsalbum zu kleben. Und los geht´s…

Wochenrückblick #1

 

Bestes Essen: Spätzle, Spargel, Lende made by Mama; Kürbissuppe heute made by Herzmama 🙂

Glücksmoment: Extremkuschelndes Püppichen gestern abend in meinem Bett, das versuchte, auf meinen Rücken zu klettern und dort schlafen wollte. Heute morgen dann davon geweckt zu werden, dass sich die Minimadame über mich beugt, mich anstrahlt und ihr Gesicht auf meines legt. Hach!Außerdem schön: der Minimadame heute morgen beim genussvollenVerspeisen eines Marmeladenbrotes zuzusehen und dann auch noch von ihr gefüttert zu werden- ein Biss für Püppi, einer für Mama, einer Püppi, einer Mama…

Begegnung der Woche: Montag mit der Cafébekanntschaft.

Ärgerlich: Mehrere Nächte ewig wachzuliegen und morgens kaum geradeaus schauen zu können.

Erfreulich: Gestern meine neue, gewonnene Bettwäsche von T.chibo bekommen, dazu noch zwei Pakete Kaffee und ein nettes Kärtchen- schön!

Termin der Woche: U6.

Gefühle der Woche: Dankbarkeit, Glück, Anspannung

Offene TO-DO´s der Woche: Restliche Wäsche, Steuer (immer noch, grmpf), Antrag ausfüllen, bügeln, fertig dekorieren (morgen!), Biskuitrolle probebacken (morgen)

Bücher: Biss zum Morgengrauen. Mein liebstes Fühl- und Streichelbuch: Gute Nacht, liebe Tiere.

Musik: Tim Bendzko – Wenn Worte meine Sprache wären. Coldplay- Mylo Xyloto.

 

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Wenn man…

… bereits strahlend auf der Liege sitzt, als der Arzt das Sprechzimmer betritt

… mit bezauberndem Lächeln zum Herrn Doktor aufblickt, während der einen gerade mit dem Stethoskop abhört

… munter erzählt und dabei immer lauter wird

… den Arzt nicht aus den Augen lässt, solange die Untersuchung dauert

… sich diebisch über das Holzstäbchen freut, das man während der Untersuchung haben darf

… zwar froh ist, dass Mama dabei ist, aber eigentlich kein bißchen schüchtern mit dem Onkel Doc schäkert

dann hat man das Herz des Kinderarztes im Sturm erobert.

Heute hatte ich das Gefühl, der gute Mann wollte das Zimmer kaum verlassen, weil er so von dir bezirzt wurde, du kleiner Charmebolzen. Und mein Mamaherz lachte natürlich, als deine Unkompliziertheit und dein offenes, auf die Welt neugieriges Wesen und deine ausgeglichene Art gelobt wurde. Hach, was war und bin ich stolz auf dich wunderbare kleine Person!

Und mindestens genauso gefreut habe ich mich darüber, wie prächtig du dich entwickelst. Zwar hast du mit neun Kilo etwas weniger zugenommen, als ich gedacht hätte, andererseits ist dies bei deinem riesigen Bewegungsdrang auch keine große Überraschung. Und bei einer Größe von 75 cm liegst du mit deinem Gewicht gut in der Kurve. Dein Kopfumfang ist um stolze zehn Zentimeter größer geworden, als er noch bei deiner Geburt war (Gottseidank:-) ) Was deine sonstige Entwicklung angeht, da war mir auch schon  vor der U6 klar, dass du sehr gut und altersgemäß entwickelt bist, was ich vom Kinderarzt auch genau so bestätigt bekam. Den Impftermin haben wir noch etwas verschoben, weil mir bei einer möglichen Impfreaktion nach drei bis zehn (!!) Tagen das Risiko zu hoch war, nächste Woche ein fieberndes Geburtstagskind zu haben.

Und was den Geburtstag angeht, so haben wir heute Mittag die Punkte Servietten und Dekoschnickschnack von meiner langen Liste abgehakt. -> Tischdeko, Servietten, Kerzen, Luftballons, Happy-Birthday-Girlande und Luftschlangen: CHECK!

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Im Moment rasen die Tage nur so dahin. Stunden, Tage, Wochen fliegen nur so vorbei, was sicherlich auch daran liegt, dass wir im Moment wirklich viel vorhaben, so dass das Gefühl von langsam verrinnender Zeit gar nicht erst aufkommen kann.

Die Stunden, die das Herzensmädchen und ich zuhause verbringen, genieße ich dafür umso mehr, denn es ist auch immer wieder etwas Besonderes, mein Kind beim Entdecken seiner kleinen großen Welt zu beobachten und begleiten. Dass es dabei auch öfter mal Tränen gibt, gehört dazu. Schließlich will gelernt sein, dass Küchenschränke auch mal zugehen können (auch wenn Mamas Herz bricht, wenn dabei ein kleines Fingerchen eingeklemmt wird…) Auf die ein oder andere Herzinfarktsituation hätte ich dabei aber gut verzichten können. Beispiel? Wenn kleine Püppis das Klettern für sich entdecken, auf ihren Lauflern-Puppenwagen steigen, sich dann nach vorne lehnen, am Griff festhalten, mit dem Wagen vornüberkippen und sich die Finger einklemmen. Selbst Igor hatte seine Mühe, die kleine Maus da zu trösten.

Doch zum Glück gab es diese Woche viel mehr wirklich schöne Momente, Herzmomente, in denen ich ganz still in mich hineinhorchte und einfach nur pure Freude und pures Glück fand. Es sind diese kleinen Momente, die so vollkommen und wunderschön sind, dass es mir manchmal den Atem raubt und Tränen der Dankbarkeit über meine Wangen laufen. Klingt kitschig, ist aber genauso. Wenn ich abends das weinende Püppichen mit in mein Bett nehme und sie sich in meinen Arm kuschelt, um mit dem Kopf auf meiner Brust einzuschlafen, zum Beispiel. Wenn sie neben mir im Bett liegt und sich immer wieder durch anfassen vergewissern muss, dass ich in ihrer Nähe bin und schließlich, den Ärmel meines Schlafoberteils festhaltend, einschläft. Wenn sie morgens „Mamamamama“ singend im Laufstall hüpft und strahlt, wenn ich darauf mit „ja mein Schatz“ antworte. Wenn mein kleines großes Mädchen voller Konzentration ein Fühlbuch durchblättert,und sich jede Seite ganz in Ruhe ansieht, während einzelne Teile voller Freude befühlt werden. Wenn sie sich lachend im Schwimmbad vom Beckenrand in meine Arme wirft. Wenn sie im PEKiP beim Lied „Zehn kleine Zappelmänner“ auf einmal auch mit den Händen zu zappeln beginnt. Wenn sie abends nach dem Fläschchen auf meiner Brust liegt und fünf Minuten lang immer wieder den Kopf hebt, mich anstrahlt, mein Gesicht befühlt und den Kopf wieder ablegt. Hach!

Ihr seht, wir genießen unseren Alltag gerade sehr. Manchmal ist ein Fünkchen Wehmut dabei, denn es stehen nun einige „letzte Male“ an. Nächste Woche das letzte Mal PEKiP. Nur noch zweimal Babyschwimmen.

Und zu alledem auch der erste Geburtstag, der zwar ein ungeheuer freudiges Ereignis ist, mir aber auch deutlich macht, dass die Babyzeit tatsächlich ihrem Ende zugeht. Und für den noch einiges vorbereitet werden will. Das Bobbycar steht zwar schon bereit und ist auch schon (abgeschaut bei Frau Bauchherzklopfen) mädchenmäßig verziert, aber andere Dinge wie Deko, Kuchen und die tatsächliche „Gästeliste“ sind noch nicht komplett. Fest steht, dass es doch eine größere Runde werden wird, die am Nachmittag mit Kaffee, Tee, Sekt und Saft auf das große Ereignis mit uns anstoßen werden. Neben meiner Familie mit Eltern, Schwester, Schwesterfreund, Tanten, Cousin+Frau und eventuell meiner Oma, falls jemand in der Zeit nach Opa sehen kann, werde ich nun doch auch die Großeltern der „anderen Seite“ mitsamt Schwester und Uroma einladen. Ich denke, sie werden sich freuen, beim ersten Geburtstagsfest der Kleinen dabeisein zu dürfen und irgendwie finde ich es nur anständig, sie auch mit einzuladen. Was ich noch nicht genau weiß ist, ob ich noch zwei Freundinnen und meinen besten Freund mit dazunehme. Schön wäre es, aber so riesig ist mein Wohn-Esszimmer nun nicht, das heißt, es wird schon 0hne die drei reichlich eng. Aber das werde ich mir am Wochenende überlegen. Was den Kuchen betrifft, werde ich wohl tatsächlich einen ganz klassischen Marmorkuchen mit weniger Zucker und einer schönen Deko obendrauf für mein Mädchen backen, nur die schöne Form dafür fehlt mir noch. Die restlichen Gäste bekommen eine Bisquitrolle, Cubcakes und Käsesahne (von meiner Mutter) vorgesetzt. Man sieht, so langsam nimmt es Formen an.

Sämtliche Geburtstags-, Feier- und Gästeüberlegungen haben mir, kombiniert mit einigen anderen Sorgen, in dieser Woche übrigens einige schlafarme Nächte beschert, in welchen mein Kind wie ein Stein neben mir lag, während ich mich stundenlang von einer Seite auf die andere wälzte. Nicht einmal mein alter To-Do-Listen-Fimmel konnte meine innere Unruhe verscheuchen. Gestern war die erste Nacht, in der ich ein wenig ruhiger schlief und ich hoffe, das bleibt erstmal so, denn hier ist noch einiges zu tun, für das ich ein halbwegs fittes Hirn gut gebrauchen kann. Also drückt mir die Daumen!

Jetzt geht´s erstmal zum Check mit der Kleinen, die U6 steht an. Ich werde berichten…

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Lieber Wichtel…

… hier ein paar Infos zum Püppichen.

Sie…

  • wird im Dezember ein Jahr alt
  • trägt Kleidergröße 74/80 und Schuhgröße 19/20
  • liebt Bilderbücher (siehe Menüpunkt Bücher), Lego Duplo, aber auch vieles mehr 🙂

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