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Archive for 3. Januar 2012

Kleine Püppi, dreizehn Monate bist du heute nun alt. Dreizehn Monate… Es ist kaum zu glauben, dass es „nur “ etwas mehr als ein Jahr her ist, seit du als kleiner Bauchzwerg in mir gelebt und gezappelt hast.

Du hast eine unglaubliche Entwicklung in dieser Zeit gemacht, die mich immer wieder zum Staunen bringt. Aus einem Baby, das liegend mit großen Augen die Welt betrachtete wurde ein kleines Mädchen, dem es längst nicht mehr genügt, alles zu sehen, sondern das diese Welt entdecken, erstürmen und erobern möchte. Mit vollem Körpereinsatz und bis zur Erschöpfung bist du den ganzen Tag auf Achse, wenn man dich lässt. Dich so zu sehen, mit roten Wangen, schwitzigen Härchen und leuchtenden Augen, während du deinen Bobbycar durchs Wohnzimmer schiebst oder mit einem riesigen Buch in jeder Hand zu mir in die Küche kommst, das ist Mutterliebe pur. Deine neugewonnene Mobilität baust du jeden Tag weiter aus. Innerhalb einer Woche wurden aus wenigen kleinen  Schritten ganze Wanderungen durch die ganze Wohnung. Wenn ich dich in einem Geschäft kurz abstelle, um etwas aus dem Regal zu holen, dann läufst du schnurstracks den Gang entlang und ich muss dir hinterherlaufen, um dich wieder einzufangen (was du manchmal gar nicht lustig findest, auch wenn du „fangen“ spielen noch so sehr liebst).

Zwei Zähne hast du über die Weihnachtstage bekommen, die uns ein paar schlechte Nächte und Abende bescherten. Leider hast du so gar keine Lust, sie oder ihre Kameraden im Moment einzusetzen, denn das Essen verläuft immer noch sehr zäh . Drei Löffel mit Appetit und lautem „Namnamnam“ essen, den vierten ausspucken und sich die Reste angewidert von der Zunge klauben- ja, so macht das Spaß… und ich hoffe, das bessert sich, ehe du mir völlig vom Fleisch fällst (oder nachts eine weitere Schoppenmahlzeit einforderst, um auf deine Kalorien zu kommen) Aber auch wenn du wenig isst, bin ich doch fasziniert, wie das Stillbaby vom letzten Jahr abends mit mir am Tisch sitzt und lautstark nach Essiggürkchen verlangt, um sie mit großem Appetit zu knabbern. Einfach unglaublich, immer noch.

Und wo ist das Baby geblieben, das auf seinem Kuschelhund im Badezimmer lag, während ich duschte? Sich nicht einmal selbst drehen konnte und oftmals beim Geräusch des Föns für ein paar Minütchen einschlief? Heute steht ein begeisterter Zwerg vor der Dusche, hämmert klopft an die Glastüre und amüsiert sich königlich, wenn ich von innen meinen Mund an die Scheibe drücke.

Wenn ich dich mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es „strahlend“. Nicht, dass man dir mit diesem oder irgendeinem anderen Wort auch nur ansatzweise gerecht werden könnte! Aber das ist es, was dich so sehr auszeichnet, dein sonniges und strahlendes Wesen. Du leuchtest von innen heraus, kleine Wintersonne. Deine Freude am Leben und am Er-Leben ist so mitreissend, dass sich dir niemand entziehen kann. Oft gluckst und lachst du aus purer Lebensfreude vor dich hin, während du durchs Zimmer läufst. Sitzt du in deinem Hochstuhl, so lachst du mich gerne auf eine so spitzbübische und schelmische Weise an, dass ich dich fressen könnte. Dann kneifst du deine riesigen Augen zusammen, legst den Kopf schief und kicherst mich aus tiefstem Herzen an. Herzmomente, die mich vor Mutterliebe fast platzen lassen. Wenn du in der Badewanne mit deinen neuen Wasserspielzeugen spielst, voller Spannung die Hand unter den Hahn hältst und leuchtende Augen bekommst, wenn das Wasser durchs Zimmer spritzt, dann ist das einfach wunderbar. Und auch hier frage ich mich, wo nur all die Zeit geblieben ist. Vor einem Jahr war jedes Bad ein spannendes Erlebnis, bei dem ich Angst hatte, dich einmal versehentlich ins Wasser der kleinen Wanne rutschen zu lassen. Nun planschst du fröhlich vor dich hin, während ich daneben oder bei dir in der Wanne sitze und diese besonderen Momente mit dir genieße.

Es ist überwältigend, deine Entwicklung in diesen dreizehn Monaten Revue passieren zu lassen. Und nicht nur du hast dich verändert. Auch meine Liebe für dich wächst jeden Tag weiter, wird größer und stärker, obwohl ich nie für möglich gehalten hätte, dass zu der Liebe, die ich für dich empfinde, irgendeine Steigerung möglich wäre. Und doch ist es so, mein Schatz, mit jedem Tag liebe ich dich mehr. War es am Anfang eine überwältigende Liebe, die mein hilfloses kleines Mädchen vor allen Gefahren, Verletzungen und Enttäuschungen dieser Welt beschützen wollte, so ist es nun eine Liebe für deine ganze Person und deine Persönlichkeit, die dich so einzigartig macht und an der ich eine solche Freude habe. Mit allen Eigenheiten, Ecken und Kanten, die noch kommen werden. Mamaliebe. Unbeschreiblich eben.

Wenn du morgens mit beiden Händen in mein Gesicht greifst, deine Wange an meine legst und mir feuchte Küsse gibst, dann sehe ich in deinen leuchtenden Augen die pure Freude darüber, hier bei mir zu sein. Und genauso geht es mir mit dir. Ich betrachte es als Privileg, meine Tage und Nächte mit dir zu verbringen, mein Mädchen. Egal, wie anstrengend diese Tage manchmal sind, wie müde ich oft bin und wie sehr ich mir manchmal wünsche, all dies nicht alleine meistern zu müssen- deine Mama zu sein ist der schönste Job der Welt. Mit niemandem würde ich tauschen wollen.

Es ist wunderbar, dich in meinem Leben zu haben.

Ich liebe dich, kleine Wintersonne. Deine Mama

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