Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Februar 2012

…sind die einzige halbwegs verlockende Süßigkeit in meinem ansonsten gut bestückten Süßigkeitenkörbchen. Der Knaller sind die nicht. Aber der Typ hat sie während der Eingewöhnung des Olivenkindes hier deponiert und jetzt ess ich sie in der Not eben auf.

Hmpf. Ganz ehrlich, es wäre gerade Zeit für alle möglichen Süßigkeiten oder Leckereien: Ben&Jerrys Eis, Pistazien, die leckeren Salz- und Pfeffer-Chips von A.ldi, Knisterschokolade – ich könnte stundenlang so weitermachen 🙂 Und ich esse? SCHOKOROSINEN!!!! In dieser Woche, in der ich mir nur das Leckerste verdient hätte, denn so toll lief´s bisher nicht.

Der Anfang war nichtmal so schlecht: Montagmorgen war der erste Tag, an dem wir richtig früh ranmussten. Um halb sechs klingelte der Wecker (hab´ ich schon erwähnt, wie sehr ich frühes Aufstehen hasse?), denn um halb sieben mussten wir zwei Mädels gestylt das Haus verlassen. Hat erstaunlich gut und auch recht entspannt geklappt, was mit daran lag, dass ich genügend Pufferzeit für verschlafenes Vesperdosenrichten und müdes Kaffeeschlürfen eingeplant hatte. Somit konnte ich ein zufriedenes, wenn auch müdes Olivenkind rechtzeitig und ganz in Ruhe in der Kita abgeben und danach zufrieden, wenn auch müde, im Auto weiterdüsen, um etwas für mein Geld zu tun (oder so ähnlich, denn es war einer dieser Tage, an denen man sich doch sehr fragt, wozu man sich überhaupt in Richtung Arbeitsplatz bewegt hat…).

Mittags konnte ich die Vorzüge der Kinderbetreuung genießen, denn während ich ausnahmsweise bereits um halb zwölf zuhause war, musste ich die Püppi erst um 14 Uhr abholen, so dass mir zweieinhalb wunderbare Stunden ganz für mich blieben. Yeah!! Entspannt essen, bisschen aufräumen und sogar *Trommelwirbel und Lichtshow*: ein NICKERCHEN machen!! Auf der Couch, beim Sturm der Liebe auf dem Notebook schauen. Hach! Tiefenentspannt konnte ich anschließend zur Kita fahren, um dort gleich zweimal zu erschrecken: 1. Mein Mäuschen hatte eine riesige (na gut, übertrieben), blutige Schramme über der Augenbraue. Sie war wohl im Hof gegen ein Spielgerät gelaufen- AUA!!! Mamaherzächzen! Heuli!! 2. Das Kind hustet. Und zwar so richtig. Klar, dass die Krankheiten früher oder später auch auf uns zukommen, trotzdem hätte sie sich damit noch ein wenig Zeit lassen können.

Zuhause befragte ich während ihres zweiten Mittagsschlafes (schon das gab mir zu denken- ein Schläfchen in der Kita und noch EINE Stunde Schlaf zuhause? ) die lieben Twitterdamen zum Thema Husten, da ich nicht wegen ner Kleinigkeit zum Kinderarzt rennen wollte. Leider hörte sich jedoch nach dem Aufwachen der Husten so bedenklich an, dass ich kurzentschlossen zum Kinderarzt fuhr. Wir bekamen Hustensaft verschrieben und ich den Rat, das Olivenkind zuhause zu lassen, falls sie am nächsten Tag fiebrig und/oder schlapp wäre. Nach einer unruhigen Nacht bleib ich also mit schlappem, weinerlichem Kind zuhause. Eigentlich war ich sicher, heute wieder arbeiten zu können, doch leider kam gestern abend auch noch Fieber dazu. Noch ein Tag zuhause. Und auch heute wieder: Fieber. Ganz klar, die Gesundheit meines Kindes gibt vor, aber: mir stehen nur 5 Krankentage für sie zu (und vermutlich nochmal 5 Tage, weil ich alleinerziehend bin). Viel ist das nun eben nicht, und wir haben erst Februar. Hoffentlich kommen wir hin damit. Morgen habe ich zum Glück meinen freien Tag, so dass ich die Kleine problemlos noch einmal zuhause lassen kann  und am Freitag kann sie zur Not bei ihrem Papa bleiben, der übers Wochenende da ist. Ich hoffe allerdings, sie Freitag wieder in die Kita geben zu können, um sie nicht zu sehr in der Eingewöhnung zurückzuwerfen.

Und sonst so? Ach ja. Ich bin selbst nicht wirklich fit, weshalb mir die Tage zuhause einerseits sicher guttaten, ich andererseits aber auch wirklich Mühe hatte, das krankheitsbedingte Quengeln des Olivenkindes geduldig hinzunehmen (wobei ich zu ihrer Verteidigung sagen muss, dass sie nur morgens nölig war) . Denn nein, Krankentage mit Kind sind KEIN Urlaub. So.

Außerdem sei festgestellt, dass es Telefongespräche gibt, bei denen man KEINE Frauenstimmen im Hintergrund hören möchte und dass man sich mit einem fiebernden Kind alleinerziehender als sonst fühlt. Ich habe derzeit teeniemäßige Anwandlungen, die sich hoffentlich schnell verziehen. Grr.

Sonst noch erwähnenswert? Mein „erstes Mal“ heute: zum ersten Mal die Wohnung fremdputzen lassen. Ein Traum, ich sag es euch! Ich würde diese Frau heiraten, so schön ist das, wenn die Wohnung blitzt, ohne dass man selbst den Lappen schwingen musste! Hach! 🙂

Ansonsten hab ich gerade schlimmen Heißhunger auf Süßes, aber vergesse beim Einkaufen, etwas Leckeres mitzunehmen, so dass ich abends lauter doofe Süßigkeiten essen muss. Gnaaaaaah!!!

Und ich glaube, damit wären wir wieder am Anfang angelangt…  die Schokorosinen…

Naja, besser als nix, hm?

Advertisements

Read Full Post »

Heute morgen war der erste Tag, an dem ich dich in die Krippe brachte. Zweimal war ich zu Gesprächen und Besichtigungen mit dir dort gewesen. Einmal hatte ich dich in der Eingewöhnung begleitet und eine Stunde dort verbracht. Zwei Wochen lang hatte ich mich jeden Morgen von dir verabschiedet und das Haus verlassen, um arbeiten zu gehen. Alles kein Problem also, dachte ich. Alles wie gehabt: Aufwachen, kuscheln, anziehen, Schoppi für dich, Frühstück für mich, Vesper richten, Zähneputzen und los. Aber ganz so einfach war es dann eben doch nicht.

Heute sollten wir gegen halb zehn beginnen, ein wirklich gemütlicher Start für uns beide, konnten wir doch fast „ausschlafen“. Abgesehen davon, dass wir doch ein Stückchen länger brauchten, als ich dachte (bin wohl schon im Ferienmodus) klappte -natürlich- alles gut. Machen wir ja schließlich jeden Tag.

Du wurdest tatsächlich erst mit dem Wecker (um zehn nach acht!) wach und nach einer Runde morgendlichem Kuscheln konnten wir aufstehen und den Tag begrüßen. Gegen halb zehn kamen wir in der Kita an. Dass du schon zu lächeln begannst, als du das Haus von weitem sahst, war für mich ein gutes Zeichen. Wie schon in der Eingewöhnung begrüßte uns deine Bezugserzieherin ganz herzlich. Im Gegensatz zum letzten Mal bliebst du jedoch heute bei mir stehen, bis ich meine Schuhe ausgezogen hatte und gingst an meiner Hand mit hinein. Die anderen Kinder waren, bis auf einen Jungen, Timmi,  der mit Frau W. auf dich gewartet hatte, alle im Hof.

Leider musste ich dein Vesper wieder mitnehmen, da eure Frühstückszeit bereits vorüber war. Gar nicht gut, hattest du doch zuhause nur einen Schoppen getrunken, denn ich war davon ausgegangen, dass du-wie in der vergangenen Woche auch- dort vespern würdest. Mein Mamaherz tat weh bei dem Gedanken, dass du bis zum Mittagessen sicher Hunger hättest, auch wenn mir Frau W. versicherte, dass ihr um 11.15 bereits gemeinsam Essen würdet. Trotzdem. Schon da musste ich etwas schlucken und hätte dich am liebsten einfach wieder mitgenommen. Gluckenmama, ich. Da ihr gleich zu den anderen Kindern hinaus in den Hof wolltet, schlug Frau W. vor, ich solle mich zuerst verabschieden, da es für dich sicher irritierend sei, wenn wir alle gemeinsam nach draußen gingen, du aber nicht mit mir gehen könntest. Also hieß es „Tschüss“ sagen. Ich nahm dich nochmal auf den Arm, gab dir einen vier dicke Küsse, wünschte dir viel Spaß und verabschiedete mich. Nie hätte ich gedacht, dass es mir so schwer fallen könnte, mich dann umzudrehen und zu gehen. Dabei weintest du nicht einmal. Weh tat es trotzdem. Ehe ich dir Türe hinter mir zu zog, sah ich, wie du zu Timmi hinübergingst und ihm ganz lieb übers Gesicht streicheltest („Eia“ machen wird von dir gerade täglich geübt und ich bin jedesmal gerührt und entzückt). Dann drehtest du dich nochmal nach mir um. Ich winkte dir schnell zu und schloss die Türe hinter mir. Draußen horchte ich noch einen Moment, hörte dich jedoch -zum Glück- nicht weinen.

Dafür stiegen mir die Tränen in die Augen, noch ehe ich das Gebäude verlassen hatte. Loslassen ist eben doch nicht so einfach, wie ich dachte. Auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.

PS: Mittlerweile bist du wieder zuhause und schläfst in deinem Bettchen. Auch beim Abholen musste deine Heulimama ein paar Tränchen wegblinzeln. Laut Frau W. hattest du aber einen schönen Morgen und hast auch nicht geweint. Gegessen hast du leider auch nur wenig- dafür dann zuhause umso mehr :-). Und das Schlafen, dass will noch nicht so ganz klappen. Aber immerhin lässt du dich jedoch hinlegen und döst zumindest ca. 20 Minuten mit geschlossenen Augen. Und das ist ein guter Anfang, finde ich. Du meisterst alles so gut, dass du dir mit manchem gerne noch ein wenig Zeit lassen darfst.

Wie stolz ich auf dich bin. Mein großes Kita-Mädchen…

Read Full Post »

7 Sachen

Heute endlich mal wieder 7 Sachen, für die ich heute meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Mehr 7 Sachen gibt es wie immer Sonntagabend oder Montag bei Frau Liebe.

Habt einen schönen Sonntagabend!

Read Full Post »

In meinem letzten Post berichtete ich, wie das Olivenkind mit Vorliebe in mein, äääääh *hüstel* unser Schlafzimmer stürmt, um mit der Fernbedienung zu telefonieren. Um hier nicht den Eindruck zu erwecken, dies sei dann unter Olivenkinderquatsch zu verstehen, erzähle ich euch hier mal, wie das so aussieht, wenn das Olivenkind in Scheißelkramlaune ist (*zu Wolliboswelt rübergrins*…)

Zunächst muss ich vielleicht erwähnen, dass sich das Scheißelkrampotential nach Zimmern unterscheidet. Jeder Raum bietet seine ganz eigenen Möglichkeiten, innerhalb von Sekunden ein unsägliches Chaos zu veranstalten richtig viel Spaß zu haben.

Lustigerweise zählt das Kinderzimmer nur begrenzt dazu. Spannend sind hier die Bücher im Regal, die mit großem Eifer ausgeräumt und angeschaut werden, die Mama allerdings mittlerweile ins Wohnzimmer verfrachtet hat. Außerdem übt die Entchenspieluhr einen immensen Reiz aus (leider nicht in dem Sinne, in dem sie gedacht ist – viel mehr Spaß macht es doch, die kleinen Enten in den Mund zu stecken…)

Das Schlafzimmer bietet da schon sehr viel mehr Möglichkeiten. Vor allem Mamas Nachttisch ist immer wieder super-spannend. Hat man alle Leute, die man kennt, mit den verschiedenen Fernbedienungen angerufen, so kann man versuchen, diese auch mal ihrer eigentlichen Bestimmung zuzuführen und sie auf den Fernseher richten- hat man ja bei Mama das ein oder andere Mal beobachten können. (Dabei läuft bei uns tagsüber so gut wie NIE der Fernseher. Trotzdem weiß die Püppi, dass man die Fernbedienung auf das Gerät richten und draufdrücken muss- kann mir das bitte mal jemand erklären??) Außerdem toll: Hand- und Nachtcremetuben, sowie das Nasensprayfläschchen…

Mamas Arbeitszimmer ist zur Zeit extrem hoch im Kurs. Das ist nämlich gerade irgendwie zum Abstellraum mutiert, in dem sämtliche ausrangierten Dinge zwischengelagert werden, die in den Keller oder auf den Sperrmüll müssen (den ich btw noch nicht angemeldet habe *räusper*). Der Leidensdruck ist durch das überschaubare Arbeitspensum leider nicht allzuhoch gerade, trotzdem wär´s Zeit, dass sich hier mal etwas tut, denn es wird langsam etwas eng. Neben dem typischen Inventar bietet das Arbeitszimmer: einen Wäscheständer, den Glascouchtisch aus dem Wohnzimmer, den ich aus Sicherheitsgründen erstmal durch ein Ikea-Tischchen ersetzt habe, einen kaputten Stuhl, eine halbvolle Kiste mit Kinderkleidern, die zu klein geworden sind und (die größte Freude des Olivenkindes) *Trommelwirbel*: meine alte Matratze. Ein Riesenspaß! War es früher die größte Freude überhaupt, in meinem Büro sämtliche Bücher aus den Regalen zu werfen, halbherzig durchzublättern und zum nächsten Regal überzugehen, wird nun über die Matratze gerobbt, sich gekugelt und königlich amüsiert. Leider haben die Aktivitäten „Schachteln ausschütten“, „Schränke ausräumen“ und „Lesen“ dadurch nicht an Attraktivität verloren… 😉

Das Wohnzimmer/die Küche. Glücklicherweise sind in unserer Wohnung beide Bereiche miteinander verbunden, da wir eine offene Küche haben. Somit hab ich das Olivenkind immer (naja) im Blick, wenn ich am Kochen, aufräumen, spülen usw. bin, und die Maus kann im Wohn- Esszimmer spielen, toben und Quatsch machen. Doch auch in einem offenen Wohnbereich gibt es diese verdächtig stillen Momente, in denen du das Kind nicht siehst und lieber schnell mal nachsehen gehst. In unserem Fall bedeutet das entweder:

  • der Schrank mit den Tupper-Schüsseln wird ausgeräumt. Immer wieder lustig, zumal in diesem Schrank mittlerweile das blanke Chaos regiert. Ordentlich einräumen lohnt sich einfach nicht, wenn er mehrmals wöchentlich geplündert wird. So passiert es eben, dass mir ständig irgendwelche Schüsseln und Deckel fehlen, die dann wundersamerweise auf dem Wickeltisch (?!?), im Laufstall oder einer Spielzeugkiste auftauchen – wenn ich Glück habe…
  • Meine Vorrats-/ Geschirrtücheschublade wird ausgeräumt. Scheißelkramalarm hoch 10!! In dieser Schublade bewahre ich Gewürze, Soßenbinder und ähnliches auf. Bisher konnte ich noch immer rechtzeitig intervenieren, aber der Tag wird kommen, an dem das Olivenkind irgendein Pulver in der Küche verteilt. Ich ahne das…
  • Der Schrank mit Müsli, Haferflocken, Babygeschirr usw. wird gestürmt. Zweischneidig. Harmloses Spiel und totales Chaos liegen hier nahe beieinander. Schüsselchen, Brotdosen und Co. sind beim Ausräumen naturgemäß unproblematisch. Frühstücksflocken, Müsli etc. hingegen machen auch Mama richtig viel Spaß, wenn sie gleichmäßig in der Küche verteilt werden. Küchenparty olé!
  • Schrank im Wohnzimmer mit tiefen Tellern, Weingläsern (!!!!!!!), Servietten und Co. Gnaaaaaaaaa!!

Das Badezimmer, Raum der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich gebe zu, am Liebsten dusche ich, wenn das Olivenkind im Laufstall oder im Bett ist. Vor einigen Monaten las ich in einem Blog, dass sich eine Mama vormittags in die Badewanne legte, während ihr leider weiß ich es nicht mehr genau) 10 oder 12- mönatiges Kind gemütlich im Badezimmer umherkrabbelte und spielte. Sie gönnte sich das mal, weil man im Alltag mit Kind einfach zu wenig für sich tut (OH JA! Recht hatte sie!) Aber ich gebe zu, mich packte ein wenig der Neid. U-N-V-O-R-S-T-E-L-L-B-A-R für mich!! Never ever könnte ich mit meinem Kind ein entspanntes Bad genießen, während sie sich außerhalb der Wanne tummelt. Ich glaube, selbst wenn ich das Badezimmer komplett lerrräumen, Badematten, Schränke und Handtücher in den Flur verbannen würde, selbst dann würde mein Kind noch eine Möglichkeit finden, sich wehzutun oder Chaos zu veranstalten. Ich bin schon froh, wenn sie es schafft, die Zeit einer kurzen Dusche meinerseits zu überstehen, ohne irgendwo zu bluten. Wenn im Badezimmer anschließend keine größere Renovierung nötig ist, dann ist das ein wahrlich guter Tag.

Scheißelkrammöglichkeiten im Badezimmer:

  • Klobürste (gnaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!)
  • Toilettenpapier
  • die Box mit den Papiertüchern
  • die Badematte
  • der Mülleimer (gnaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!)
  • das Täschchen mit Cremes und Co. (steht auf dem Fenstersims, da neben der Wickelauflage, leider reichen kleine Püppis da mittlerweile dran)
  • die Dusche per se (reinlehnen, fast reinfallen, Sachen reinwerfen…)
  • alles, was über der Badewanne hängt
  • Bürsten
  • in die Windel greifen wollen, während man gewickelt wird (GNAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!)
  • den Türstopper mit einer Hand hochheben und fast auf das andere Händchen fallen lassen (arggggggggggggghhhh!)

To be continued…

Read Full Post »

… geht jeden Tag mit Freude in die Krippe und scheint sich dort pudelwohl zu fühlen. Gestern gab es dort zum ersten Mal auch Mittagessen für dich, das du laut deiner Bezugserzieherin komplett aufgegessen hast. Heute wird der erste Mittagsschlaf-Versuch gestartet und ich bin schon sehr gespannt, wie es klappt. Aber so souverän, wie du bisher alles Neue gemeistert hast, habe ich da eigentlich gar keine Bedenken. Du großes Mädchen!

… wird mit jedem Tag kuscheliger und verschmuster. Du umarmst, machst „Eia“, indem du hochkonzentriert mit deiner kleinen Hand mein Gesicht streichelst und drückst deine weiche Wange an meine.

… würde morgens lieber noch eine Weile im warmen Bett liegen bleiben- auf meine allmorgendliche Frage „Sollen wir aufstehen, Mäuschen?“ – schüttelst du grinsend den Kopf, dass deine Locken fliegen. Dass wir leider trotzdem aus dem Bett müssen, akzeptierst du trotz aller Müdigkeit klaglos. Bisher warst du noch an keinem Morgen quengelig oder nölig, sondern bist nach kurzer Anlaufzeit so sonnig, erzählfreudig und fröhlich wie immer.

… erweitert man seine Fähigkeiten um Zungenschnalzen (macht am meisten Spaß im Duett mit Mama), Kussgeräusche und wildes Zunge rausstrecken und wieder einziehen…

… ist ungeheuer wohlerzogen *grins*. Möchtest du etwas haben, so zeigst du mit dem Finger darauf und bittest mit einem „Dagne?“ darum. Bekommst du, was du willst, hört man erneut ein begeistertes „Dagne!“.

… erzählt den lieben langen Tag in ihrer eigenen Olivenkindersprache spannende Geschichten (gerne auch an der Fernbedienung am Telefon).

… versteht nun immer mehr:

  • Kommst du, es gibt Essen – Olivenkind läuft zum Hochstuhl
  • Möchtest du etwas trinken? – Olivenkind spuckt den Schnuller raus
  • Möchtest du deinen Schnuller? Such ihn mal! – Olivenkind sucht im Laufstall nach dem Schulli
  • Nein, der Schrank bleibt zu!Olivenkind öffnet den Schrank. Ähm, nee, versteht sie nicht.

… macht bei allen anderen Aussagen zumindest den Eindruck, als könne sie alles verstehen, indem sie mit großen Augen andächtig schaut und wahlweise „Ja ja“ (begleitet von energischem Nicken) oder ein wildes Kopfschütteln erwidert.

… liebt es, zu duschen und zu baden. In der Badewanne könntest du Stunden verweilen. Ob mit deinen Badespielzeugen, dem Schwamm oder einfach nur deinen kleinen Händen- es gibt so vieles zu sehen und entdecken und die Freude steht dir ins Gesicht geschrieben. Wenn du mich aus der Wanne heraus glücklich anstrahlst, dann könnte ich dich einfach auffressen…

… ist nach wie vor ein kleiner Wirbelwind. Immer in Bewegung, immer neugierig und mittlerweile erschreckend schnell. Stelle ich dich in der Diele ab, um etwa meine Schuhe anzuziehen, bist du blitzschnell verschwunden und ich muss dich suchen. Gerne telefonierst du dann in meinem Schlafzimmer mit der Fernbedienung und bist not amused, wenn ich deine Entdeckungstour beende, um dir Jacke und Schuhe anzuziehen.

… flirtet an JEDER Kasse wie eine Weltmeisterin. Zunächst wird in der Schlange vor der Kasse ein „Opfer“ ausgesucht, das offensiv angelächelt und beplaudert wird. Es erstaunt mich immer wieder, dass wirklich jeder deinem Charme erliegt, völlig egal ob halbwüchsige Jungs, junge Mädchen, ältere Damen oder mürrisch dreinblickende Herren- jeder muss dein Strahlen und Flirten erwidern. An der Kasse selbst machst du die Kassiererinnen dann durch lautes (!!) Lachen auf dich aufmerksam und grinst sie an, bis wir den Laden verlassen haben. Hach!

… scheint man mit jedem Tag herziger und unkomplizierter zu werden.

… ist man die größte Freude und der ganze Stolz seiner Mama.

Ich liebe dich, du wunderbarer kleiner Mensch!

Read Full Post »

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Read Full Post »

Gerade mal eine Woche gearbeitet und der Alltag hat mich gnadenlos im Griff. Bisher hielt sich der Stress am Arbeitsplatz zwar in wirklich bescheidenen Grenzen, dennoch war und ist es eine große Umstellung von den letzten, im Vergleich doch eher beschaulichen Monaten:

Weckerklingeln um 5.55. Morgendliche Klammeräffchenverabschiedungen vom Olivenkind, die in mir nur einen Wunsch wecken, nämlich mich wieder ins warme Bett zu kuscheln und mit dem ruhig atmenden, sich ankuschelnden Mäuschen noch ein wenig liegenzubleiben. Das Haus bei völliger Dunkelheit verlassen und in eisiger Kälte zum Auto zu flitzen. An zwei Tagen der Woche erst gegen halb fünf wieder nach Hause zu kommen. Heute erst um kurz vor sechs. Seufz. Beim Nachhausekommen sofort im Keller vorbeiflitzen, um die Wäsche mit nach oben zu nehmen. Wäsche aufhängen, noch bevor man das Kind begrüßt, damit es gemacht ist und nicht wieder wie neulich einen ganzen Tag lang nass im Wäschekorb liegt. Aufräumen. Spülmaschine einräumen. Staubsaugen. Nach dem Arbeiten noch schnell kochen. Sich fragen, was man mit dem müden und knatschigen Mädchen und den zwei verbleibenden Stunden des Tages noch anfangen kann.

Andererseits:

Im Auto zweimal jeden Tag eine halbe Stunde lang Musik hören, so laut ich möchte. Morgens bereits mit mehreren erwachsenen Menschen gesprochen haben. Komplett andere Gesprächsthemen. Sich erinnern, warum man sich dereinst für DIESEN Job entschieden hat und spüren: es macht immer noch Spaß. Eingerostet, aber es wird. Kaffee trinken und lange Gespräche mit den lieben Kollegen führen, ohne einen kleinen Menschen mit Reiswaffeln, Einback oder Brezel bestechen zu müssen, weil dieser gerade aus dem Hochstuhl aussteigen/laufen/ningeln/ein wenig Bröselei veranstalten… will. Frau sein. Kleider nicht nach ihrer Praktikabilität beim durch-den-Raum-tanzen im Musikgarten aussuchen. Sich gefordert fühlen. Mit anderen Menschen austauschen. Essen, ohne vorher gekocht zu haben und ohne gleichzeitig zu füttern. Lachen und reden.

Jaa, all das gehört dazu zum Alltag mit Kind UND Job. Und ich muss sagen, ich finde es anstrengend. Und schade, dass ein so großer Teil meiner Energie nicht mehr ausschließlich für das Olivenkind reserviert ist, sondern mein Akku im Laufe des Tages bereits anderweitig gehörig beansprucht wird. Aber es tut auch unheimlich gut, wieder etwas Zeit für mich zu haben. Ein wenig „Freiheit“ zu schnuppern. Die Nase aus dem Fenster zu halten. Es ist schön, schöner als gedacht, wieder zu arbeiten.

Die wahre Herausforderung kommt zwar erst, schließlich ist hier gerade alles noch im Anfängermodus. Der Typ bringt das Olivenkind morgens in die KiTa, ich werde noch nicht voll eingesetzt und muss deshalb auch zuhause recht wenig für die Arbeit tun. Nächste Woche habe ich erstmal frei und hoffe, durch die KiTa in den Genuss einiger freier Vormittage zu kommen (welch LUXUS!!), die ich mit Frisörbesuch, gemütlichem Arbeitszimmeraufräumen und Faulenzen zu verbringen gedenke. Danach allerdings geht es rund. Dann heißt es morgens um zwanzig vor sieben das Püppelinchen in der KiTa abgeben und hoffen, dass alles klappt. Arbeiten. Vorbereiten. Und die siebentausendvierhundertfünfundachzig Dinge erledigen, die nebenher anfallen.

Aber: ich bin zuversichtlich. Wird schon. Schließlich hat sich bisher auch alles gefunden. Spannend bleibt es allerdings in jedem Fall. Alles anders eben.

 

Read Full Post »

Older Posts »