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Archive for März 2012

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… dann liegt das zumindest in diesem Fall daran, dass kleine Olivenkinder unheimlich schnell groß werden.

Heute morgen in der Kita, das übliche Spiel: Wir laufen hinein, das Olivenkind winkt von meiner Hand aus den Erzieherinnen zu und wandert mit mir den Flur entlang zu den Holzkisten, in denen die Straßen- und Hausschuhe verstaut werden. Während ich der kleinen Dame die einen Schuhe aus- und die anderen anziehe, holt sie sich schonmal ihre Brotdose aus meiner Handtasche, um direkt los in den Frühstücksraum zu laufen, sobald sie „freie Füße“ hat.

Ich räume noch schnell die Straßenschuhe auf und gehe ebenfalls ins Frühstückszimmer, um mich zu verabschieden (Nicht dass das für mein Kind zwingend notwendig wäre- die Brotdose in die Hand zu nehmen heißt für das Olivenkind, der Kita-Tag hat begonnen- Tschüss, Mama!). Was ich dort sehe, bringt mich zum schmunzeln. Die Püppi hat bereits eines der kleinen Stühlchen zurechtgerückt und sich, ihre Brotdose vor sich, an den Tisch gesetzt. In diesem Moment sieht eine der Erzieherinnen auf und sagt: „Olivenkind, so kannst du noch nicht essen. Hol dir erstmal einen Teller, ja?“ Das Olivenkind sieht sie an, steht von seinem Stühlchen auf, läuft hinüber zum Regal, nimmt einen kleinen Plastikteller heraus und stellt ihn vor sich auf den Tisch, ehe es sich wieder setzt.

Und ich? Hab´ Tränen in den Augen vor Stolz und Liebe und Rührung.

Du großes Mädchen, du. Hach!

 

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… wenn ich nicht ganz schnell anfange, wieder einmal aufzuschreiben, was bei dir gerade so los ist, dann komme ich vor lauter Neuem gar nicht mehr hinterher. Du machst riesige Entwicklungssprünge, die überraschen, freuen, herausfordern und vor allem die Herzen deiner Lieblingsmenschen immer wieder schneller schlagen lassen.

Jeden Tag erfreue ich mich an dem wundervollen Charakter, an der Persönlichkeit, die sich mir offenbart. Keine Frage, eine Persönlichkeit warst DU von Anfang an. Bereits in meinem Bauch, bereits zu einer Zeit, als ich noch gar nichts von dir wusste. Hast dich gegen alle Widrigkeiten ins Leben gekämpft, hast in meinem Bauch gepoltert, hast dir, sobald du auf dieser Welt warst, die Herzen aller Menschen um dich herum im Sturm erobert. Hast deine Bedürfnisse, deine Wut und alles, was dich bewegte in die Welt hinausgeschrien. Hast deinen eisernen Willen gezeigt, wenn es darum ging, Schläfchen zu verweigern oder dich vom Fleck zu bewegen. Ja, eine Persönlichkeit bist du schon immer. Und was für eine… ♥

Aber mittlerweile treten die Facetten deines Charakters viel deutlicher hervor. Es gibt so vieles, das dich ausmacht, besonders macht, zum meinem wundervollen Mädchen macht. Das Neueste in Kürze:

Essen:

  • Du isst wie ein Scheunendrescher. Abends und morgens kannst du locker zwei Brote mit Belag verputzen, mittags forderst du oft eine zweite Portion ein. Schön ist das! Besonders liebst du Trauben, Erdbeeren und Joghurt.

Sprache/ Verstehen:

  • Du liebst Katzen und erkennst sie in Natura, als Kuscheltier und in Bilderbüchern. Siehst du eine, beginnst du zu strahlen und sagst „Miamia“.
  • Wenn Hunde bellen, sagst du „Wawa“
  • Du verstehst mittlerweile unglaublich viel. Frage ich: „Wo ist Mamas Bauchnabel?“, so beginnst du, mein Shirt hochzuziehen, um auf ihn zeigen zu können. Habe ich eine Bluse an, willst du diese aufknöpfen, um zum Bauchnabel zu gelangen. Auch die Nase zeigst du auf Aufforderung.
  • Reiche ich dir ein Taschentuch und sage: „Putz mal Mamas Nase!“, so wischst du strahlend mit dem Tuch meine Nase ab.
  • Du sprichst unglaublich viel- leider noch immer in keiner mir bekannten Sprache. Trotzdem verstehen wir dich ganz gut. Minga minga ist essen und wird von so eindeutigen Gesten begleitet, dass kein Zweifel offenbleibt, was denn nun das „Minga“ deiner Wahl ist. Deine „Zweiwortsätze“ aus „Minga bittera“, begleitet von heftigem Deuten auf die Trauben bringt mich immer wieder zum Losprusten.
  • Dauerbrenner: Das Wechselspiel aus „Mama?“ – „Jaaa?“ – „MAma!“ – „JAAAAaa?“ – „MAMA!!“ – „Jahaaaaaa??!!“ (….) Ich, Mama- immer wieder hachzig, immer wieder toll!
  • Zur Puppe (und kurioserweise auch vielen anderen Dingen) sagst du „Beeebiiiiii“

Temperament:

  • Du kannst mittlerweile richtig bilderbuchmäßig zornig werden. Wenn dir etwas nicht passt, machst du dich steif und schreist wütend los. Gerne rollst du dich dann auf dem Boden auf den Bauch und weinst vor Wut. Beliebt ist auch festes mit-den-Füßen-treten auf dem Wickeltisch.
  • Andererseits bist du sehr liebevoll. Auch wenn du wütend heulst, weil ich dir zum Beispiel gerade die Nägel schneide, kann es passieren, dass du währenddessen mit der anderen Hand meinen Rücken streichelst. ♥
  • Außerdem habe ich vor einer Woche das erste Küsschen von dir bekommen. Hach!!

Spielen:

  • Bücher anschauen macht dir noch immer viel Spaß. Neu ist, dass du nun auch einmal ein Buch bringst, dich auf meinen Schoß setzt und es dort mit mir ansehen willst. Die Tiere in den Büchern sind dabei natürlich das schönste.
  • Gestern hast du dir auf dem Balkon die Gieskanne geschnappt und ganz sorgfältig alle Blumen, die da standen, „gegossen“ (die Gieskanne war leer ;-))
  • Deine Duplotiere lässt du über den Boden laufen und du magst es sehr, wenn ich sie bewege und die entsprechenden Tiergeräusche mache.

Kita:

  • In der Kita schnappst du dir morgens direkt nach dem Hausschuhe anziehen deine Brotdose und läufst in den Frühstücksraum. Dort beginnst du dann, deinen Stuhl zurechstzurücken und bist so eifrig bei der Sache, dass du meist nicht mehr mitbekommst, wenn ich dir tschüss sage.
  • Nach der Kita bist du oft so fertig (und schläfst trotzdem nicht mehr..), dass ich dich gegen abend nur noch in die Tragehilfe nehmen kann. Die Nähe tut uns beiden gut und oft bist du völlig zufrieden, wenn du eng an mich geschmiegt einfach nur getragen wirst.

Motorik:

  • Du winkst zur Zeit wieder sehr gerne und strahlst dabei vor Freude.
  • Du läufst vorwärts, rückwärts, rennst, fährst wie eine wilde den Puppenwagen durch die Wohnung und hast es heute zum ersten Mal geschafft, alleine auf die Couch zu steigen (DAS hätte gerne noch warten können, bis du drei oder vier bist, oder so 😉 )
  • Beim Kinderarzt hast du heute auf einer Art „Zaubertafel“ zum ersten Mal gemalt und ich war verblüfft, wie toll du den Stift gehalten und wildes Gekritzel aufs „Papier“ gezaubert hast.

Mein Mädchen, es ist einfach wunderbar, dir beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen.

Ich liebe dich! Deine Mama.

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Es gibt wohl für jeden Menschen gewisse Lieblingsmomente, die er im Verlauf eines Tages erleben darf. Ob es sich dabei  um den ersten Kaffee, den Morgenkuss des Mannes, die heiße Dusche oder das abendliche Joggen handelt, ist eigentlich völlig egal. Wichtig ist nur, diese Momente auch als solche erkennen und genießen zu können- schließlich sind sie es, die unseren Alltag erhellen und uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern, auch wenn der restliche Tag vielleicht stressig, trist oder einfach nur alltäglich ist.

Heute erzähle ich euch von einem immer wiederkehrenden Glücksmoment in meinem Alltag.

Jeden Tag, wenn ich zur Kita des Olivenkindes fahre, packt mich schon im Auto die Vorfreude. Vorfreude darauf, mein Kind wieder sehen, umarmen und mit nach Hause nehmen zu können. Und Vorfreude auf den Moment, wenn ich den Altbau betrete, in dem die Kita untergebracht ist.Auf unser Wiedersehen.

Das läuft nämlich an den meisten Tagen nämlich ganz gleich ab:

Ich komme um 14 Uhr und klingle. Wenn ich das Treppenhaus betrete, schaut bereits eine Erzieherin aus der Türe und ruft:

„Olivenkind, deine Mama ist da!“

Während ich mir draußen die Schuhe ausziehe, schaue ich in den Flur und da sehe ich sie schon. Sehe mein Mädchen, das jedes Mal auf einer Art riesigem Kissen oder Sitzsack liegt, der wohl als „Weglaufsperre“ in dem Zimmer dient, in dem gerade gespielt wird. Laut Erzieherin flitzt das Olivenkind bei jedem Türklingeln ganz aufgeregt in Richtung Tür, weil sie sehen will, wer da kommt und liegt dann eben auf diesem Sitzsack und beobachtet. (Zuhause ist sie beim Türklingeln auch jedesmal hin und weg, strahlt und rennt „MMMa“ (Oma) flüsternd zur Türe. Wenn dann auch noch wirklich die Oma vor der Türe steht: unermessliche Freude auf beiden Seiten der Tür 😉)

Und dann, sobald sie mich sieht, ist er da, der Mamaglückherzexplosionsmoment. Dann fängt nämlich das ganze Kind an zu strahlen, Freudengeräusche auszustoßen und wie wild über den Sitzsack zu klettern, um so schnell wie möglich zur Mama zu kommen. Und dann klettert sie wie ein kleines Äffchen an mir hoch, schlingt die weichen Ärmchen um meinen Hals und legt ihr Gesicht in meine Halsbeuge. Und wir umarmen uns ganz fest und freuen uns, dass wir uns wiederhaben. Wenn ich mich danach noch mit der Bezugserzieherin über ihren Morgen unterhalte, sitzt sie ganz eng an mich gekuschelt auf meinem Schoß und lächelt. Und dann gehen wir nach Hause und unsere Zeit beginnt. Aber über die schreibe ich ein anderes Mal.

Diese Minuten in der Kita jedenfalls, gehören zu meinen Liebsten des Tages. Die sind ganz wunderbar.

Pure, reine und konzentrierte Mama-Tochterliebe. Herzmomente eben.

PS: Zum Glück freut sich das Olivenkind auch morgens sehr, wenn sie in die Kita darf und lächelt schon, wenn sie das Gebäude sieht. Sobald sie ihre Hausschuhe anhat und ich ihr die Brotdose reiche, flitzt sie auf und davon. Wäre das nicht so, ich würde mir doch ein wenig Gedanken machen, ob sie sich dort wohlfühlt..

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Es gibt ja diese Phasen des Elternseins, da darf dich keiner fragen, wie es dir gerade so geht, denn die Antwort wäre ein stundenlangesr Gejammer Monolog über Schlafmangel, die fehlende Möglichkeit zu duschen und essen und blankliegende Nerven.

Dann gibt es diese Phasen, in denen dich besser auch wieder niemand fragen sollte, denn jeder, der selbst Kinder im Alter deines Herzblatts hat, müsste bei deiner Antwort in neidbedingte Depression verfallen. Das sind die Phasen, in denen einfach alles fließt. Das Kind hat einen guten Schlafrhythmus, ist kuschelig, spielt auch mal ein wenig alleine, du darfst essen, duschen und die Nächte durchschlafen und wenn ihr miteinander unterwegs sind, erliegen alle Leute quietschend dem Charme deines wunderbaren Kindes. Rosazuckerwattewölkchenzeiten.Was die anderen tröstet und du lieber verdrängst: diese Zeiten währen nicht ewig. (spätestens in der Pubertät sind sie vorbei *chrchrchr*)

In den letzten Wochen waren wir hier ziemlich nahe dran am Plüschzuckeralltag und ich gebe zu, ich traute mich kaum, es irgendwo zu erzählen, aus Angst, dieser wunderbare Zustand könne verschwinden, sobald ich darüber spreche.

Seit einigen Tagen jedoch schleichen sich kleine Veränderungen ein, die mich in der Summe an einen Schub denken lassen. Seufz. Ich bin ja keine der „Ohje, ich wachse“-Anhängerinnen, deshalb habe ich keine Ahnung, ob in diesem Alter überhaupt ein Schub anstünde. Denn im Grunde ist es ja völlig egal, ob die Veränderungen nun am neuen Alltagsrhythmus und den Umstellungen auf Kita und weniger Mama als sonst oder am Schub liegen. Das ändert ja nichts daran, wie ich als Mama damit umgehe.

Fakt ist jedenfalls, dass das Olivenkind momentan einige „Schubsymptome“ zeigt, als da wären:

  • Im Laufstall bleiben ist supersupersuperdoof und es muss sofort ein dramatischer Weinkrampf gestartet werden, bei dem das ganze Kind von Schluchzern geschüttelt wird, damit Mama auch merkt, was sie mir da antut (dabei gehts doch nur um ZWEI MINUTEN, verd…!!!)
  • In der Krippe wird nach wie vor nur höchstens eine halbe Stunde geschlafen. Zuhause bin ich unglaublich müde, weine jedoch hysterisch und verzweifelt, sobald ich im Bett alleine gelassen werde- in Mamas Arm mache ich dann eine Stunde Mittagsschlaf. Aber nur da!
  • Ich weine nicht mehr „nur“, sondern stimme ein lautes Jammern an, bei dem ich in meiner eigenen Sprache mein Leid beklage, eingeleitet durch mehrfaches „Jajaja“… (was übrigens herzzerreißend niedlich klingt 😉 )
  • Ich esse wie ein Scheunendrescher. Habe ich nachmittags meine Portion verdrückt, klettere ich auf Mamas Schoß und esse ihren Joghurt weg probiere auch noch, was sie isst. Abends putze ich problemlos zwei Leberwurstbrote (ganz großes Lieblingsvesper gerade!) und einen Schoppen weg. Soviel isst Mama auch, nur ohne Schoppen. Ähm ja.
  • Alleine spielen macht wenig Spaß. Ich will auf Mamas Arm oder auf ihren Schoß, halte es dort jedoch keine drei Minuten aus, dann muss ich runter und das Spiel weinen-Arme ausstrecken-ans Bein hängen… geht von vorne los.

Alles in allem natürlich nicht dramatisch, aber doch eine Veränderung im Vergleich zu den fast schon tiefenentspannten Wochen zuvor. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Maus durch die tägliche „Trennung“ einfach mehr Mamanähe braucht gerade. Und ich bin ehrlich, ich genieße die mittäglichen Couchkuschel/Mittagsschlafrunden auch sehr. Schaun wir mal, wie sich das weiter entwickelt. Grundsätzlich bin ich nämlich schon ein Verfechter des „Mittagsschlaf-im-Kinderbett-Prinzips“, auch wenn Ausnahmen gerne die Regel bestätigen dürfen.

Und was den Rest betrifft: Solange die Nächte bleiben, wie sie sind, beschwere ich mich nicht.

Ach ja:  Murphy, du hast das jetzt nicht gehört, klar?

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Vom Glück

Da stehst du an einem anstrengenden, langen Tag gegen Abend im Aufzug der Kinderarztpraxis, das schwere Kind auf dem Arm und bist eigentlich schon reif für Couch oder Bett.

Und während du gedanklich schon das Auto aufschließt und zum Geburtstag der Schwester  fährst, spürst du auf einmal diese kleine Hand in deinem Gesicht. Du schaust auf und siehst große Augen, die dich so liebevoll ansehen, während die kleine Hand ganz konzentriert und sachte deine Wange streichelt. Und du lächelst das Goldkind an, woraufhin es sein Gesicht an deines legt und sich kurz an dich drückt.

Und da, genau in diesem Moment, da spürst du es mit jeder Faser deines Herzens, das Glück.

Glück, das bist du. ♥

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