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Archive for Mai 2012

Deine Lieblingswörter seit etwa zwei Wochen: bidde und dagee. Manchmal wild durcheinandergemischt, meist aber genau richtig verwendet. Und mir geht das Herz auf, wenn du mit lautem biddeeeeee nach deinem Brot verlangst.

♥ Wenn du mir ein Spielzeug reichst: „bidde“

♥ Abends, wenn ich deinen Schoppi aufwärme und du es mal wieder kaum erwarten kannst: „biddebiddebidde“

♥ Mittags nach der Kita, wenn es mit der „Nanane“ mal wieder nicht schnell genug geht: BIDDEBIDDEBIDDE!!!

♥ Wenn ich dir etwas reiche: „Daggee“ (okay, manchmal auch „bidde“, aber da wollen wir mal nicht so sein ;-))

♥ Wenn du deinen Schoppi fertig getrunken hast, dann schnappst du dir die leere Flasche und streckst sie mir mit einem „dageeee“ entgegen. –  („Danke, sie dürfen dann abräumen. 🙂 „)

Deine „Tante“ M. ist übrigens der Meinung, dies sei nur durch gute Erziehung nach dem Motto „Du bekommst die Brezel, wenn du bitte gesagt hast.“ zu erreichen. Jaaaaaaa, genau…  Thihi.

 

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1 Jahr, 5 Monate, 2 Wochen

 

Mein Schatz,

im Moment hast du es ziemlich eilig. Ich habe das Gefühl, täglich zu sehen, wie du wächst und dich entwickelst. Ganz wunderbar ist das, denn mit jedem kleinen Entwicklungsschub, den du durchmachst, verstehst du mehr und kannst dich mir immer besser  verständlich machen. Sprachlich machst du gerade eine riesige Entwicklung durch. Bereits seit zwei, drei Wochen beobachte ich, wie du immer mehr von dem verstehst, was ich dir sage. Seit etwa einer Woche antwortest du ganz gezielt mit „ja“ und „nein“ auf meine Fragen. Vorher war ein „ja“ die Standardantwort, wenn du eine Frage verstanden hattest (und manchmal auch dann, wenn nicht 😉 ). Mittlerweile sagst du ganz genau, was du möchtest. Dauerlacher ist derzeit der beliebte Dialog: „Spatzl, kriegt die Mama einen Kuss?“, woraufhin du erst überlegst, dann energisch den Kopf schüttelst und mit einem entschiedenen „Nei“ oder „Nein“ antwortest. Das sind die Momente, in denen ich dich einfach auffressen könnte. Frage ich dich dann, ob ich dir denn einen Kuss geben dürfe, so antwortest du (wenn ich Glück habe) meist mit „Ja“ und streckst mir dein Bäckchen entgegen. Morgens, beim Verabschieden in der Kita bekomme ich immer einen Abschiedskuss, der mir den ganzen Morgen versüßt.

Überhaupt, die Kita. Wohl gefühlt hast du dich ja von Anfang an, aber mittlerweile bist du wirklich vollständig angekommen. Mittags schläfst du im Schnitt eine Stunde und manchmal sogar noch länger. Das zeigt mir deutlich, wie heimisch du dort geworden bist. Mit den anderen Kindern verstehst du dich sehr gut und du hast auch schon einige kleine Freunde gefunden. C., die zwar etwas älter, aber genauso groß wie du ist, hat es dir besonders angetan. Oft winkt sie dir noch nach, wenn ich dich mittags abhole und auch du möchtest dich oft noch extra von ihr verabschieden, wenn wir gehen. Vor kurzem brachtest du sie zum Weinen, weil du sie so stürmisch umarmtest und sie einfach nicht mehr loslassen wolltest. Bei diesem Anblick musste ich laut losprusten. Dieses Bild, wie C. durch den Flur der Kita lief, während du sie von hinten umarmtest, dabei mit einer Hand ihren Kopf streicheltest und „Eia Eia“ riefst. Als sie zu weinen begann, ließ dich das nur noch stürmischer „Eia“ machen, schließlich musstest du sie ja trösten. Zu zweit mussten wir euch trennen. Meine wilde, Liebe-volle Püppi!

Wenn wir morgens aus dem Haus gehen und ich dir sage „Jetzt gehts in den Kindergarten, wir fahren zu den Kindern!“, rufst du strahlend „Dinda, Dinda!“ Dein glückliches Lächeln, wenn wir dort ankommen und du mit deiner Vesperbox zufrieden in den Frühstücksraum läufst, sagt mir jeden Tag, dass du gut aufgehoben bist, bis ich dich wieder abholen komme. Aber du freust dich auch sehr, wenn du mittags abhgeholt wirst. Als diese Woche eine andere Mama einige Minuten vor mir klingelte, um ihr Kind abzuholen, warst du wohl schon erwartungsfreudig in den Flur gelaufen. Die Erzieherin erzählte mir, die Enttäuschung, nicht deine Mama in der Tür stehen zu sehen, sei dir ins Gesicht geschrieben gewesen. Und umso größer die Freude, als ich dich ein paar Minuten später dann tatsächlich abholen kam. Auch für mich ist das Abholen jeden Tag eine riesige Freude, weil ich es kaum erwarten kann, dich mittags endlich wieder bei mir zu haben.

Motorisch hast du in der letzten Zeit einen großen Sprung gemacht. Spiele und Spielzeuge, die dich zuvor kaum reizten, machen dir jetzt großen Spaß. Morgens, während ich mich im Bad fertigmache, sitzt du gerne im Laufstall und spielst mit deiner Ringpyramide. Ganz sorgfältig steckst du die Ringe auf den Stab und freust dich riesig, wenn alle richtig darauf sitzen. Und auch die Sortierbox steht derzeit hoch im Kurs. Hast du dann eine Form richtig hineingesteckt, klatschst du dir vor Begeisterung selbst Applaus und bringst mich damit jedesmal zum Lachen.

Was das Sprechen angeht, so wächst dein Wortschatz jeden Tag. Hier eine Auswahl deiner aktuellen Wörter und Laute:

Nanane – Banane

Baj – Ball

ja – ja

nei/ nein – nein

Dande – Tante

Oma – Oma

Mama

Papa

Emi

dinde – trinken

Dinda – Kinder

die da – das da (meist mit energischer Gestik, weil du genau DAS DA haben möchtest…)

Kikeki – Hahn

Ihiiiii (+Kopfschütteln) – Pferd

Wawa – Hund

Mia – Katze

Bot – Brot

bitte – bitte

dage – danke

 

Und was mich noch mehr freut: du verstehst auch so vieles. Morgens kletterst du meist über mich aus dem Bett und signalisierst mir durch lautes Spielen mit allen Gegenständen auf dem Nachttisch, dass das Dösen jetzt mal ein Ende haben sollte. Sage ich dann: „Läufst du schon mal zur Türe?“, dann antwortest du mir mit einem begeisterten „Jaaa!“ und rennst los. Auf mein „Soll ich dir einen Schoppi machen?“, bekomme ich meist ein „Jajajaja, biddee! Dinde!“ zu hören. Während ich die Milch warmmache, flippst du oft schon völlig aus und rufst „Biddebiddebidde!“, als wärst du am Verdursten. Kleine Dramaqueen 😉

Aber diese Dramatik legst du ja auch beim Essen an den Tag 😉 Du isst im Moment wieder einmal wie ein kleiner Scheunendrescher. In der Krippe isst du oft zwei Portionen vom Mittagessen und auch die Vesperbox ist meist komplett leergegessen. Nachmittags bist du eigentlich fast nur am Essen. Wenn wir nach Hause kommen, mache ich dir meist Obstsalat aus Banane und Erdbeeren, mit etwas Müsli und Joghurt. Das verschlingst du wie eine Verhungernde, nur um eine Stunde später lautstark nach Essen zu verlangen. Sind wir in der Stadt unterwegst, isst du meist noch ein ganzes Hefeteilchen. Manchmal lässt du dann das Abendessen ausfallen, im Moment jedoch hast du auch abends einen wirklich guten Appetit. Vorgestern hieß das zwei Frischkäsebrote mit einer ganzen großen Tomate. Dir beim Essen zuzusehen ist eine wahre Freude. Mit deiner Gabel spießt du ganz glücklich die Brot und Tomatenstückchen auf und schaufelst in einem Affenzahn den ganzen Teller leer. Aufpassen  muss ich nur, dass du nicht ein halbes Brot auf einmal in den Mund steckst, denn manchmal kann es dir gar nicht schnell genug gehen, alles aufzuessen…

Es ist wirklich toll, wie du jeden Tag weiter wächst, dich entwickelst und Neues aufnimmst. Die Freude, mit der du die Welt entdeckst, überträgt sich auf alle, die bei dir sind. Dein lautes Lachen, die strahlenden Augen und deine stürmische, wilde Art, mit der du Zärtlichkeiten verteilst und tobst- ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass es dich gibt, kleine Sonne.

Ich liebe dich. Deine Mama

 

Heute mittag hast du mir auf deine ganz spezielle Art eine Liebeserklärung gemacht, die mir das Herz übergehen ließ. Nach dem Mittagessen legte ich mich mit dir zusammen zu einem Mittagsschläfchen hin. Zuerst wolltest du einige Minuten auf mir liegen, legtest dich dann jedoch neben mich, den Kopf in meine Armbeuge gekuschelt. Weil du zum Einschlafen gerne deine oder meine Haare in der Hand hältst, suchte deine Hand auch heute wieder meinen Pferdeschwanz und strich mir immer wieder durchs Haar. Ganz ruhig lagen wir da, die Gesichter einander zugewand. Du sahst mich an und flüstertest ganz versunken und zufrieden: „Mama“ .

Liebe pur.

 

 

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