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Archive for September 2012

… tönt es hier von morgens bis abends. Du siehst alles, hörst alles und kommentierst alles- es ist einfach wahnsinnig goldig! Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, will ich bei jedem Bagger „Schau mal!“ rufen, bis mir einfällt, dass du ja längst mit deinen kleinen Kita-Freunden beim Frühstück sitzt.

Überhaupt, das Autofahren mit dir ist wirklich ein Erlebnis. Dich von der Kita abzuholen, pure Unterhaltung. Es gibt kaum etwas, das du nicht siehst und du berichtest darüber so akribisch wie ein Fernsehreporter:  „Sau mal, Mama! Wauwau! Sau mal, Lullelum! Mama! Maaamaa! Sue aus! Ocken aus! Sau mal, Bagger!“ Mit dir sehe ich Dinge, die ich früher nicht beinmal wahrgenommen habe. Ich kann mich wieder für Traktoren und Bagger begeistern. Baustellen finde ich richtig spannend, seitdem ich miterleben darf, wie sehr du dich an ihnen freust. Wenn wir mittags zuhause ankommen, du ohne Schuhe und Socken, ein wenig k.o. vom Vormittag, aber voller Mitteilungs- und Tatendrang, dann freue ich mich schon auf die Zeiten, wenn du mir beim gemeinsamen Jogu-Essen von deinem Tag in der Kita erzählen kannst.

Schauen wir mittags gemeinsam ein Wimmelbuch an, dann zeigst du mir die Babyenten, Beine (weinendes Mädchen), Heee! Handtuch! (ein Junge, der zum Anderen „Hey, das ist mein Handtuch!“ sagt) und Krieggich (Fangen spielende Kinder, die „Ich krieg dich“ sagen).

Abends singst du derzeit noch ein wenig im Bett, ehe du einschläfst. Und ich sitze vorm Babyphone, grinse in mich hinein und möchte am Liebsten jedem auf der Welt zeigen, was für ein wundervoller kleiner Mensch hier in meiner Wohnung lebt.

Du liebst es, Enten zu füttern und wirfst ihnen mit Schwung und „Bitte! Appetit!“ trockenes Brot zu. BobbyCar (Bukaki!)fähst du wie eine Wilde und schaffst es, mit deiner Fahrweise ein neues Paar Schuhe („Für die 15 Minuten brauchen wir doch die Schoner nicht!“) innerhalb kürzester Zeit zu ruinieren.

Du kannst sagenhaft wütend werden und weißt manchmal kaum, wohin mit all den Gefühlen, die dich da gerade umtreiben. Dann trittst du um dich, kneifst dich selbst in die Wange und schreist wie eine wilde Katze. Wenn wir beide Glück haben, lässt du dich durch ein Lied, ein Spielzeug oder die Bitte, mir bei etwas zu helfen, von deinem Zorn ablenken. Aber leider klappt das nicht immer.

Mittlerweile verstehst du nahezu alles, was man dir sagt und freust dich riesig, wenn man dich in alles Mögliche einbezieht. Du kannst deine Socken in deinen Schrank räumen, wenn ich dich dazu auffordere, wirfst deine Windel selbst weg und bringst manchmal sogar unaufgefordert frische Windeln mit ins Bad. Außerdem liebst du es, Müll wegzuwerfen, den Tisch zu decken und dir oder mir die Haare zu kämmen.

Du reihst selbstverständlich zwei, manchmal auch drei Wörter aneinander und kannst ganz genau sagen, was du willst. „Couch sitzen! Sandia! (Sandmann)“ ist nur ein Beispiel dafür.

Heute wurde mir zum ersten Mal seit ganz langer Zeit gesagt, du sähest mir ähnlich, was mich unendlich stolz machte.Du bist nämlich der hübscheste Mensch, den ich kenne. Aber besonders objektiv bin ich da wohl nicht 😉

Wenn ich dir abends beim Schlafen zusehe, werde ich oft so von Liebe überwältigt, dass mir Tränen in die Augen steigen. Wir zwei. Eine Familie. Pure Liebe.

Mein kleines, großes Wunder du. Mein Mädchen. Ich liebe dich.

Deine Mama

 

 

 

 

 

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Und dann gibt es diese Wochen, da geht einfach alles schief. Den ersten Tag wieder arbeiten und das Kind liegt am Vorabend fiebernd, weinend, nichtessenwollend in meinen Armen. Am ersten langen Arbeitsfreitag ist die gesamte Familie außer Landes, so dass niemand für mich das Olivenkind aus der Kita holen kann. Die Doppelbelastung (haha) zwischen Kind und Job (und den dreihundertvierundsiebzig Sachen, die drumherum zu erledigen sind) ist schon in den ersten Tagen so anstrengend und zermürbend, dass heute Morgen meine Tränen fast schon in der Kita und endgültig auf dem Weg zur Arbeit flossen.

Doch diese Wochen haben auch etwas Gutes, denn sie zeigen mir einmal mehr etwas ganz Wunderbares: Welch wahrhafte Herzensmenschen wir in unserem Leben haben, das Olivenkind und ich.

♥ Da ist meine Mama, die Dienstag ohne zu zögern frei nahm, damit das kranke Olivchen nicht in die Krippe musste und sie versorgte, damit ich nicht noch auch am zweiten Arbeitstag zuhause bleiben musste. (Und mich nachmittags mit den Worten „Jammer NIE wieder über die Betreuungskosten. Man müsste diesen Leuten noch viel mehr zahlen! Dein Kind macht mich fertig!“ empfing… *gg*)

♥ Da ist meine Schwester, die mir vor meinem Mammut-Zahnarzttermin eine Tüte mit köstlichsten Leckereien vorbeibrachte.  O-Ton: „Nervennahrung für hinterher- das kann man alles auch zahnlos essen!“ 😉

♥ Da ist die Chefin, die mir (da sie um die meine wenig familienfreundlichen Arbeitszeiten weiß, die die Mitchefs zu verantworten haben) jegliche Unterstützung zusagt und mir erklärt, ich solle morgens auf keinen Fall rasen, sie habe vollstes Verständnis, wenn ich es morgens nicht pünktlich schaffe.

♥ Da ist die Frau meines Cousins, die eine wunderbare Freundin ist und die mir das Vertrauen schenkt, ihrer kleinen Tochter eine gute Patentante zu sein.

♥ Da ist die Herzfreundin, die sofort und ohne zu zögern zusagte, das Olivenkind heute in der Kita abzuholen und mit ihm auf den Spielplatz zu gehen. Die mir in die Arbeit Spielplatzfotos schickte, um mir zu zeigen, dass alles wunderbar klappte und die beim Abschied sagte, wie dankbar SIE mir sei, weil es solchen Spass gemacht habe.

♥ Da ist der beste Freund, der schon immer alle Computersachen für mich macht und mir bei der Suche nach einem neuen Notebook sagt: „Bestell es am Besten gleich, dann kann ich es dir direkt einrichten und wir haben einen Anlass, uns nächste Woche endlich wieder zu sehen.“

Nur ein paar Beispiele aus den vergangenen beiden Wochen, die mir wieder einmal zeigten, wie viel Glück wir doch mit diesem Netzwerk haben, das uns Halt gibt, in schwierigen Situationen auffängt und uns immer wieder unterstützt.

Und schon allein der Gedanke an all diese Menschen lässt eine trübe Woche schon viel heller werden.

Herzensmenschen eben, wie ich sie jedem wünschen würde. Mit Gold nicht aufzuwiegen.

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… war heute Morgen Teil deines zweiten Dreiwortsatzes:

„Oibibia Guigoite haben!“

Der erste lautete: „Bibia Bajer tringe!“

Wenn mir vor zweieinhalb Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mich über Sätze wie diese tagelang freuen würde… was hätte ich gelacht 😉

 

 

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