Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for März 2013

Es ist 5. 42. Der Wecker klingelt. Todmüde widerstehe ich dem Drang, meine Augen noch einmal zu schließen und stehe auf.  Noch ehe ich das Bett verlassen kann, quiekt schon das Olivenkind, das über einen eingebauten Mama-Sensor zu verfügen scheint. Die Tage, an denen mir eine einsame Tasse Kaffee und ein kurzes Nachrichten lesen vergönnt ist, kann ich übers Jahr an einer Hand abzählen. Tja, so ist das nunmal.

Ich richte Honig- und Marmeladenbrote für das Olivchen und mich, mache mir Kaffee und für die Püppi einen „Babykaffee“ (Tasse warme Milch mit etwas Honig und einem „Stohlhalm“). Nach dem Frühstück machen wir uns zu den Klängen von „Bibi Blocksberg“ fertig und verlassen -mal wieder ein paar Minuten zu spät- um 6.50 das Haus. Dass ich das Auto freikratzen muss, kostet uns ein paar weitere kostbare Minuten. Ich übe mich in Gelassenheit, indem ich mir ins Gedächtnis rufe, dass eine mögliche Verspätung auch kein Beinbruch ist und wir fahren in die Kita. Der Musikwunsch des Morgens meiner Tochter ist „Gimmulo“ („Gimme Love“ von Ed Sheeran), womit ich gut leben kann- auch wenn ich bei einem mantraartig vorgetragenen „Gimmulo hören,Mama? Gimmulo? Mamaaaaa, GIMMULO H-Ö-R-E-N!!“ ohnehin nicht viele Wahlmöglichkeiten habe. Ein Glück, dass unser Musikgeschmack eigentlich nur bei „Die Türen vom Bus“ und Heidi“ auseinandergeht 😉

In der KiTa gibt gerade eine andere Mutter ihren bitterlich weinenden Sohn ab, als wir ankommen. Nach einigen Minuten verlässt sie- selbst mit den Tränen kämpfend- das Gebäude, während ich mein Kind in den Gruppenraum begleite. Ich ringe dem Olivchen noch einen Abschiedskuss ab, ehe es sich begeistert auf den Puppenwagen stürzt. Als ich gehe, hat sich der weinende Kleine schon komplett beruhigt. Schnell verlasse ich das Gebäude und hoffe, seine Mama zu sehen, um ihr dies noch sagen zu könne, aber leider erwische ich sie nicht mehr. Schade.

Nach einer stockenden Autofahrt, die durch Schnee und Kälte länger dauert, als dies normalerweise um diese Uhrzeit der Fall ist, laufe ich um Punkt 7.45 im Klassenzimmer ein. Ich hatte nicht einmal Zeit, meinen Mantel auszuziehen. Zum Glück ist die Klasse an diesem Tag pflegeleicht und arbeitet toll mit. So macht das Spaß 🙂

Der Vormittag vergeht wie im Flug und ich habe das Glück, in einer Freistunde noch ein wenig Schreibtischarbeit erledigen zu können. An diesem Tag kann ich bereits um 12.50 gehen, so dass ich schon um 13.30 an der KiTa bin. Diesmal muss ich Überzeugungsarbeit leisten, um das Olivchen zu bewegen, mit mir nach Hause zu gehen. Doch da meine Putzperle an diesem Tag um 14 Uhr vor der Türe stehen wird, und ich vorher noch gerne etwas essen würde, treibe ich die Maus zur Eile an. Zuhause schaffe ich es noch, ein wenig aufzuräumen und hastig einen Teller Schupfnudeln zu essen, ehe es – zur großen Freude des Olivchens- an der Türe klingelt. Sie liebt Frau B. nämlich heiß und innig, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Frau B. und ich trinken einen Kaffee, dann beginnt sie sauber zu machen, während ich eine riesige H&M- Bestellung sichte. Um 15 Uhr verabschieden wir uns und brechen zu unserem wöchentlichen Spieldate mit dem besten Freund des Olivchens und seiner Mama auf. Da sie aufgrund extremer Schwangerschaftsübelkeit kaum das Haus verlassen kann, treffen wir uns heute bei ihnen zu Hause und das Olivchen ist vor Aufregung und Vorfreude ganz aus dem Häuschen. Zu süß! Vorher fahren wir noch bei der Sparkasse vorbei, wo ich 1000 Euro einzahlen und überweisen muss, die ich in der Schule für ein Förderprogramm eingesammelt habe. Ein gutes Gefühl, die viele Kohle wieder los zu sein! Dann halten wir bei unserem Lieblingsbäcker und kaufen ein gigantisches Kuchenpaket.

Der Nachmittag bei den Freunden vergeht wie im Flug und wir alle genießen die Stunden sehr. Es ist so schön zu sehen, wie die beiden Kinder miteinander blödeln, spielen, Quatsch machen. Beste Freunde, seit ihrer Geburt. Haach!

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns unter wütendem Gekreische und Weinen des Olivchens, dass komplett überdreht ist und nicht gehen möchte. Ich bin nassgeschwitzt, bis wir endlich in Jacken und Schuhen die Wohnung verlassen können. Auf dem Heimweg fahren wir noch am Supermarkt vorbei, wo ich schnell die Zutaten für Spinatlasagne und ein paar andere Kleinigkeiten einkaufe, denn an diesem Abend kommen mein bester Freund und zwei andere Freundinnen vorbei.

Zuhause angekommen, mache ich das müde Olivchen bettfertig. Während sie ihren abendlichen Schoppi trinkt, lese ich ein wenig die Twittertimeline nach und halte mich über die Papstwahl auf dem Laufenden. Wir kuscheln noch ein wenig, dann bringe ich die Maus um halb acht in ihr Bett. Nach diesem langen Tag schläft sie bereits, als sie die Matratze berührt, so dass das übliche „Alle sind wach“-vorlesen und unser abendliches Gebet heute ausfallen. Ich ziehe mich um, stelle Weißweingläser bereit und zünde Kerzen an. Um 20 Uhr 20 klingelt mein Handy- der Besuch ist da. Während wir Mädels plaudern und niedrige Küchendienste verrichten dürfen, kocht der beste Freund eine phantastische Spinatlasagne. Gegen halb elf verlassen uns die Mädels, der beste Freund und ich sitzen noch ein wenig länger beisammen, trinken Wein und unterhalten uns. Um 1 Uhr ruft er sich ein Taxi, denn im Gegensatz zu mir muss er am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen.  Ich räume noch schnell die Spülmaschine ein und beseitige die Spuren des Abends und mache mich bettfertig.

Gegen 1.15 wechsle ich dem Olivchen die Windel und falle völlig erschöpft neben ihr ins Bett. Licht aus, komatöser Schlaf an.

Alle weiteren Tagebuchblogger gibt es hier.

Advertisements

Read Full Post »

Ich erwache um 8.15 vom Weckton meines Handys. Da ich es schaffe, beim Ausschalten des Alarms das Handy zu Boden zu werfen, sitzt auch das Olivchen senkrecht neben mir im Bett. Ich öffne die Jalousien und sehe Sonnenschein. Die Sonnenstrahlen können zwar die Müdgkeit nicht vertreiben, trotzdem wärmen sie die Seele. Das Olivchen erklärt mir, dass sie ein Honigbrot essen möchte und wir gehen zusammen in die Küche. Nach einem wirklich üppigen Frühstück (zwei große Honigbrote für das Olivenkind!) machen wir uns fertig und ich fahre das Olivchen in die KiTa. Normalerweise schaffen wir es an meinem freien Tag meist gegen halb neun aus dem Haus, aber nach dem langen Abend gestern tat es unendlich gut, ein halbes Stündchen länger zu schlafen und den Tag entspannt zu beginnen. So sind wir um halb zehn die letzten, die an der KiTa ankommen. Ich verabschiede mich und fahre nach Hause. Im Keller räume ich Waschmaschine und Trockner ein und aus, in der Wohnung geht es mit der Spülmaschine weiter. Anschließend schreibe ich der besten Freundin eine WhatsApp und frage, ob sie mich im April zu einem Vortrag von Michael Winterhoff begleiten möchte- sie will, juchhu! Zeitgleich trudeln ein paar WhatsApps des Typs ein, die mich ärgern und nerven, also lege ich das Handy beiseite,  mache mir einen neuen Kaffee und telefoniere eine halbe Stunde mit meiner Mutter.

Danach sollte ich eigentlich an den Schreibtisch, aber langsam machen sich Schlafmangel und der leckere Weißwein vom Vorabend bemerkbar, so dass ich mein schlechtes Gewissen ignoriere, mich auf die Couch werfe und ein wenig Mädchenfernsehen schaue-ein seltener Luxus. Danach schaffe ich es, einen Schwung Hefte zu korrigieren und etwas vorzubereiten. Langsam ist Land in Sicht!

Später brate ich mir schnelle Käsespätzle. Dann räume ich auf, gehe duschen und fahre um viertel nach zwei zur Kita, um das Olivchen abzuholen. Mit der Zauberformel „heute gehen wir Fofia besuchen“ kann ich sie schnell zum Mitkommen bewegen, puh. Nach einem kurzen Boxenstopp zuhause- Hände und Gesicht waschen, Windel wechseln, neue Zöpfe flechten, brechen wir wieder auf. Aus dem Auto rufe ich bei der besten Freundin an, die diese Woche nach einer OP krankgeschrieben ist, und fahre noch schnell  bei ihr vorbei. Wir gehen eine kurze Runde miteinander spazieren, dann müssen das Olivchen und ich weiter.

Um 15 Uhr 45 klingeln wir an der Tür meines Cousins und seiner Frau, die eine wahre Herzensfreundin und Mama meines Pateninds „Fofia“ ist. Die Mädchen begrüßen sich begeistert und spielen trotz des Altersunterschieds von fast 1,5 Jahren einträchtig mit- und nebeneinander. Wir Mamas versuchen, uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und fangen vermutlich 25 Themen an, die wir durch Unterbrechungen wie „Mama, Kuchen haben?“ nie zu Ende bringen. Es gibt köstliche Joghurttörtchen und Latte Macchiato und ich bin im Mamahimmel. Ein wunderbarer Nachmittag.

Um 18 Uhr verabschieden wir uns von unseren Gastgeberinnen und brechen auf. Zum Glück sehen wir uns ja bereits am Sonntag wieder, wenn wir uns zum Brunchen treffen- ich freue mich riesig darauf! Auf dem Heimweg halte ich noch kurz an der Tankstelle ums Eck, wo ich uns eine Brezel und ein Laugenbrötchen kaufe. Zuhause angekommen, essen wir gemeinsam zu Abend- das Olivchen glücklich eine „Blyioner-Brezel“, ich mein Brötchen.

Um 18 Uhr 30 macht das Olivchen stolz noch ein Pipi in die Toilette. Dann darf sie mit der gelben Badeente duschen. Unter singen und erzählen putzen wir Zähne, die Maus wird eingecremt und angezogen und freut sich auf ihren Schoppi.

Während sie trinkt, verschicke ich ein paar Geburtstagseinladungen an Freunde. Auch heute schläft mein Kind nach dem Shoppi in meinem Arm ein- ein wunderschönes Gefühl. Ich frage mich kurz, wie sehr mir das wohl eines Tages fehlen wird, wenn sie dafür zu groß ist.

Um 19 Uhr liegt das kleine große Mädchen im Bett. Ich räume ein wenig auf und versuche, drei Familienmitglieder anzurufen, erreiche jedoch niemanden. Das hartnäckige Rufen des Bügelkorbs ignorierend, setze ich mich um 19.15 ans Notebook.

Um 20.15 schalte ich die Topmodels ein und amüsiere mich über die Zickereien beim Umstyling. Nebenbei verblogge ich meinen Mittwoch und den heutigen Tag.

Endlich Feierabend! Schnell ein paar Pistazien holen und Füße hoch- geschafft!

 

Alle weiteren Tagebuchblogger findet ihr hier.

Read Full Post »