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Archive for August 2013

Als ich diese Woche meinen Schreibtisch aufräumte und ein paar alte Ordner ausmistete, fielen mir zwei linierte Blätter in die Hände, die mich schon seit Jahren begleiteten. Als ich vor 10 Jahren mit meiner damals besten Freundin für eine Woche in den Urlaub flog, stolperte ich in einer Zeitschrift über einige „Lebensregeln“, die mich tief berührten. Es handelt sich hierbei um die Lebensregeln des 14. Dalai Lama. Viele Menschen haben ein Lebensmotto oder ein Sprichwort, dass sie begleitet. Bei mir sind es diese Regeln, die ich immer wieder hervornehme, versuche zu verinnerlichen  und die mir sehr viel bedeuten. So viel, dass mich die Fresszettel, auf denen ich mir diese 19 Punkte damals notierte, bis heute nicht verlassen und 3 Umzüge überlebt hat. Einige von euch kennen sie sicher schon, für die anderen habe ich sie hier noch einmal aufgeschrieben.

 

Lebensregeln

 

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Da das Olivchen und ich derzeit beide frei haben und die hochsommerlichen Temperaturen somit aus vollen Zügen genießen können, passen wir unseren Rhythmus komplett dem Wetter an. So auch heute. Morgens Frühstück auf dem Dachbalkon, einkaufen und Haushalt. Nach dem Mittagessen ein gemeinsamer Mittagsschlaf (himmlisch!) und anschließend ab ins Schwimmbad.  Gemeinsam mit der besten Freundin brachen wir gegen halb vier auf, kühlten uns erst eine Weile im größeren Becken ab und suchten uns später ein schattiges Plätzchen, wo wir Obst essend, plaudernd und sandelnd den Tag genossen.

Am späteren Nachmittag gingen wir noch ein wenig ins Babybecken, wo das Olivchen beglückt  mit ihren Förmchen spielte, mit den Händen Wasserfontänen zuhielt und sich schwungvoll ins Wasser warf. Ich saß derweilen mit der Herzfreundin am Beckenrand, streckte die Füße ins Wasser und genoss, wie ruhig es mittlerweile im in diesem Bereich des Schwimmbads geworden war. Plötzlich brach neben uns im Wasser ein kleiner Tumult los. Dass Olivchen hatte wohl beherzt nach dem Spielzeugboot eines älteren Jungen gegriffen, woraufhin dieser es ihr aus den Händen riss und „Hey! Das ist mein Boot! Finger weg!“, brüllte. Das Olivchen kam einigermaßen aufgelöst zu mir an den Beckenrand.

„Der Junge hat mis angesreit!“, berichtete sie, den Tränen nahe. Ich nahm sie in den Arm und erklärte ihr, dass sie das Spielzeug anderer Kinder nicht einfach so an sich nehmen dürfe, die Art und Weise des Jungen jedoch nicht nett gewesen sei. Noch einen Kuss und wieder ab zurück ins Wasser. Doch statt wieder zu ihrer vorherigen Spielstätte zurückzugehen, nahm das Olivchen zielstrebig Kurs auf ein kleineres Becken, in dem der Bootsbesitzer gerade sein zurückerobertes Spielzeug zu Wasser ließ. Gespannt beobachtete ich, was da vor sich ging, denn ich hatte keine Idee, was sie noch einmal bei dem Jungen wollte.

Bei ihm angekommen, ging mein Kind auf Augenhöhe in die Hocke, beugte sich zu dem sicherlich zwei Jahre älteren Jungen hinab und erklärte in einem Tonfall, der jeder Erzieherin Ehre gemacht hätte:

„Is mag das nist, dass du mich angeschreit hast! Das darfst du nist! Nein!“ Sprach´s und kehrte zurück in den anderen Bereich des Babybeckens.

Am Beckenrand ich, die beeindruckter nicht hätte sein können. Und der mit einem warmen Gefühl im Bauch klarwurde, dass sich dieses Kind zu behaupten weiß. Mit zwei Jahren und 8 Monaten. Angefüllt mit Mamastolz und Olivchenliebe bis obenhin. Mein Mädchen. ♥

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