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Archive for Oktober 2013

Ich bin ein fürchterlicher Schlamper. PUNKT. Deshalb hat es natürlich suuuper geklappt, den Menüpunkt „101 Dinge“ auch mal auf den neuesten Stand zu bringen. Nicht. Und das ist wirklich schade, denn als ich dieses Blogstiefkind (was für ein doofes Wort, wenn man es genau betrachtet…) vor einigen Tagen erneut unter die Lupe nahm, da fiel mir auf, dass ich einige Punkte schon angegegangen habe. Und alleine das Durchlesen der Liste machte mir ein ganz wohliges Bauchkribbeln. Hach ♥

Und um all diese schönen Pläne, Wünsche und Ideen nicht gleich wieder zu vergessen, kommt nun das erste Update:

 

 

Beginn des Projekts: 22.04.2012

 

Ende: 18.01.2016

 

Erledigt: 13/101

 

Und hier nun meine 101 Dinge:

 

  1. Kleider bei ebay einstellen oder zum Container bringen
  2. Bücher “ausmisten”
  3. mit dem Olivchen in den Zoo gehen
  4. mit dem Olivchen in den Zirkus gehen
  5. in einer lauen Sommernacht die Sterne anschauen und mich fühlen, als läge mein ganzes Leben noch vor mir
  6. erste Weihnachtsplätzchen mit dem Olivchen backen
  7. auf dem Balkon Weißwein trinken, Erdbeeren essen und ein Buch lesen
  8. Mama-Tochter Picknick
  9. an den Bodensee fahren, zum Affenberg gehen und eine Bootsfahrt machen
  10. zum Speeddating gehen und darüber bloggen
  11. Stuhlkissen für die Kinderstühle nähen
  12. Erdbeertiramisu machen
  13. eine Shelly für mich nähen -> Werde ich wohl in etwas Anderes ändern. Den Shelly-Schnitt finde ich eigentlich gar nicht sooo schön.
  14. zur Massage gehen
  15. ein Kleid fürs Olivchen
  16. eine Tasche für die Sandelsachen nähen
  17. eine Tasche fürs Kinderturnen nähen
  18. zur Pediküre gehen
  19. im Bayrischen Hof übernachten
  20. Schuhschrank ausräumen (und nur noch Lieblingsschuhe darinlassen)
  21. meine Eltern zum Essen auf den Balkon einladen
  22. Abstellraum aus- und neu einräumen  Mottenplage sei dank *hust*
  23. eine tolle, wilde Ausgehnacht erleben
  24. mindestens alle zwei Monate ein Buch lesen, das mich beruflich “weiterbildet”
  25. mindestens einmal pro Woche Sport machen. Kleine Übungen sind ein Anfang. (0/142)
  26. einen Fahrradsitz für das Olivchen kaufen und sie in den Ferien mindestens zweimal in der Woche mit dem Rad zur KiTa fahren. War wohl nix…
  27. helle Strähnchen machen lassen
  28. mindestens ein tolles Sommerkleid kaufen, das ich liebe.
  29. Schminksachen aussortieren
  30. Dachfenster putzen
  31. neue Schultasche gönnen
  32. zur Kosmetikerin gehen
  33. einen Pizzastein für den Backofen kaufen
  34. das Leben genießen- genau so, wie es ist
  35. mindestens einmal pro Woche bloggen (1/142) *hust*
  36. Tim Bendzko-Konzert besuchen
  37. Küssen. Mit Schmetterlingen.
  38. das Meer sehen und mit nackten Füßen durch den Sand laufen.
  39. Fotoalbum mit Olivchens erstem Jahr kleben
  40. Fotoalbum mit Olivchens zweitem Jahr kleben
  41. Blog in “Privatform” bringen und drucken (herausfinden, wie am besten)
  42. für mich Fotobücher vom Olivchen fertigmachen
  43. Kamera einschicken War nicht nötig- dafür neues Objektiv gekauft und alles läuft wieder, juhuuuu
  44. Grundlagen des Fotografierens lernen
  45. neues Geschirr
  46. ersten Kindergeburtstag für mein Kind ausrichten
  47. Paris
  48. Erziehungsverhalten reflektieren. Immer wieder.
  49. neue Patchworkdecke nähen
  50. Nähschrank neu organisieren
  51. langer Spaziergang nur für mich alleine
  52. Adventskalender für meine Schwester machen
  53. Adventskalender fürs Olivchen
  54. im Dezember ein großes Geburtstagsfest feiern
  55. Apfelbrei selbst machen und einfrieren
  56. Erdbeer-Rhabarber-Marmelade kochen
  57. Pfirsichmarmelade kochen
  58. Nektarinenmarmelade kochen
  59. ins Museum gehen
  60. nach Metzingen fahren
  61. öfter backen
  62. wieder mehr auf meine Ernährung achten
  63. Gefrierschrank von Altlasten befreien und abtauen
  64. Kühlschrank abtauen und auswaschen
  65. viele schöne Abende mit Freunden bei mir zuhause
  66. Übernachtungsparty mit dem Patenkind, seiner Mama, dem Olivchen und mir
  67. einen Beratungstermin ausmachen
  68. Yoga machen
  69. Fortbildung besuchen
  70. mit dem Olivchen nach Heidelberg fahren, bummeln und den Nachmittag auf der Neckarwiese verbringen
  71. Gitarre spielen lernen
  72. Die Schöne und das Biest anschauen (Film)
  73. Die Schöne und das Biest als Musical sehen
  74. Fitnessstudio mit Kinderbetreuung
  75. Schneckennudeln backen
  76. Dampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce machen
  77. Nespresso Maschine kaufen
  78. ins Schwimmbad gehen
  79. Hautarzt-Termin ausmachen
  80. mit dem Olivchen in den Zirkus gehen -> doppelt, ich ersetze durch „Puppentheater besuchen“(check!)
  81. externe Festplatte entrümpeln
  82. Schulmaterial aussortieren
  83. Keller aufräumen
  84. tolle Fotos von mir und dem Olivchen machen lassen
  85. Singleleben genießen
  86. Ausflug ins Elsass
  87. Eis essen gehen
  88. zu Primark fahren
  89. Kinder Weihnachtsgottesdienst besuchen
  90. Open Air Kino
  91. in Holland am Strand Pommes essen
  92. mich versetzen lassen (beruflich)
  93. einmal im Monat Brot backen (0/33) hmpf.
  94. so oft wie möglich im Freien frühstücken
  95. stricken lernen
  96. nach vorne sehen
  97. neue Rezepte für lange Arbeitstage finden
  98. Arbeitszimmer aufräumen
  99. im Kinderzimmer Fotos aufhängen
  100. neue Bücher lesen
  101. einen Traum wahr werden lassen
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Mein Mädchen, du bist nun 2 Jahre und zehneinhalb Monate alt. Fast drei. Und es wird Zeit, wieder einige der großen Entwicklungsschritte festzuhalten, die du in der letzten Zeit mit Siebenmeilenstiefeln zurückgelegt hast. Wenn ich mir überlege, dass wir bald deinen dritten Geburtstag feiern, dann wechseln sich Stolz, Freude und eine Art Geschwindigkeitsrausch ab- wie konnten drei Jahre so vorbeifliegen? War ich nicht eben noch schwanger? Noch einmal so lange, und du gehst zur Schule! Das ist unglaublich. Und auch wieder wahnsinnig schön, denn ich genieße es unheimlich, meine Zeit mit dir großem Kind, meiner Tochter, zu verbringen.

Jeden Tag kann ich sehen, wie du wächst, innerlich und äußerlich. Ich wundere  mich immer wieder aufs Neue darüber, wie schnell von Begriff du doch bist und wie sehr dich deine Umwelt doch beschäftigt. Alles willst du wissen, verstehen, begreifen. Dein  Wissensdurst ist ebenso wie deine Kommunikationsfreude- ungebremst. Wenn wir morgens aufwachen, dann bist du mit einem Fingerschnipsen da. Völlig egal, ob die Uhr 6 Uhr oder halb neun anzeigt- du bist wach und schießt meist sofort ein Feuerwerk an Fragen oder Feststellungen auf mich ab. („Mama, wo gehen wir heute hin? Kommt heute die Oma? Wo ist die Oma jetzt? Warum ist die zuhause? Wo geht sie dann hin? ...“)

Seit einigen Wochen brauchst du tagsüber keine Windel mehr. Das klappt nicht immer 100 prozentig, ist aber eine riesige Erleichterung- zumal du dich ganz alleine dafür entschieden hast, nun ohne Windel sein zu wollen. Und durch die Kita hast du auch schnell gelernt, all das komplett selbstständig zu machen. Du gehst ins Badezimmer, holst dir deinen Hocker, gehst alleine auf die Toilette, spülst und wäschst dir die Hände. Manchmal alles ein wenig schneller, als mir lieb ist, aber voller Stolz und mit so viel Spaß an der Sache, dass ich dich fressen könnte 😉

Du schläfst seit einiger Zeit alle zwei Wochen für eine Nacht bei deinem Vater. Ein Schritt, der mir zunächst unendlich schwer fiel, den du jedoch mit einer Leichtigkeit gemeistert hast, die mir zeigte, dass die Zeit wohl reif war. Seitdem freust du dich riesig auf diese Übernachtungen und erzählst schon Tage vorher, dass du bald bei deinem Papa schlafen darfst. Dass du mit so viel Begeisterung auf diese Neuerung reagierst, hat mir das Loslassen sehr erleichtert. Und auch ich fange an, diese Zeit als Freiraum für mich zu genießen und das Beste daraus zu machen. Etwa zeitgleich mit den Übernachtungen begannst du leider auch zu aktiv begreifen, dass dein Papa nur alle zwei Wochen hier ist und es gab bereits an einigen Abenden bittere Tränen, „Weil mein Papa in … ist.“. Dich so leiden zu sehen tut mir in der Seele weh und ich versuche mein Bestes, dir diesen Schmerz zu erleichtern.

Du schaffst dir mittlerweile ganz bewusst Auszeiten und forderst diese Zeiten ganz für dich alleine entschieden ein. Es kam in den letzten Wochen immer öfter vor, dass du dich in dein Zimmer zurückzogst, um dort alleine Kassette zu hören, Lego zu spielen, oder in deinen kleinen Poäng-Sessel gekuschelt in einem Buch zu versinken. Auch im Badezimmer bekam ich diese Woche zum ersten Mal die Worte: „Geh raus, jetzt! Ich will alleine sein!“ zu hören (begleitet von passenden Wegscheuch-Handbewegungen- hallo??!). Ich finde diese Entwicklung unheimlich spannend, denn manchmal kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich es kaum schaffte, uns eine Kleinigkeit zu kochen, weil du an meinem Rockzipfel hingst. Nun kann es vorkommen, dass du eine halbe Stunde in deinem Zimmer spielst, während ich koche, aufräume oder telefoniere.

Heute hatten wir Schnuppertag im „großen“ Kindergarten. In eineinhalb Wochen, direkt nach unserem Urlaub beginnt für dich die Eingewöhnung und ich bin wahnsinnig gespannt darauf, wie schnell du dich dort einleben wirst. Es war auf jeden Fall schön zu sehen, wie offen du auf alles zugingst und wie schnell du Kontakt zu den anderen Kindern knüpfen konntest. Nach den eineinhalb Stunden heute Morgen warst du sehr angetan und wolltest morgen am Liebsten wiederkommen, warst aber auch sehr erschöpft und sehr nähebedürftig. Wie wird dann wohl erst sein, wenn du 6 oder sieben Stunden ohne Mittagsschlaf dort sein wirst? Mal sehen, wie sich unser Tagesrhthmus dann einspielt!

Abschließend noch einige schöne Zitate aus der letzten Zeit:

Olivchen, möchtest du auch irgendwann mal ein Geschwisterchen haben?“ – „Ähm, nein. Ich will ein Hund, der heißt Lupi und eins, zwei, drei Katzen.“

„Is will in ein Haus ziehen, in dem die Mama und die Oma nist wohnen, damit is das Geschimpfe nist hören muss!“ (Fürs Protokoll: Nein, ich schimpfe NICHT dauernd!)

„Schlaf gut, meine Süße!“  –  „Gute Nacht, mein Satz!“

Beim Anblick des Kleids, das ich für dich genäht habe: „Oh Mama, das hast du wunderschen gemacht!“

Mama? Du bist eine alte Lebawuast!“

„Och Maaaaaaaaaaaaama!“ (Wo kommt das jetzt schon her??)

„Mama? Kannst du mich mal kurz ansmusen?“ ♥

Gerne laut beim Einkaufen in der Kassenschlange: „Ist das (Person vor/neben/hinter uns) ein Mann oder eine Frau?“ – (Ich, im Boden versinkend) „Eine FRAU!“ – „Warum ist das eine Frau?“ – Schweigen.

„Mamaaa?“ – „Ja?“ – „Du bist mein Satz!“

Nach dem Spielplatz: „Wenn wir zuhause sind, dusche ich dich gleich.“ – „Warum?“ – „Weil du so sandig bist.“ – (guckt an sich runter) „Jaaa, da hat der Sandmann viel Sand gesmeist!“

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