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Archive for the ‘Allgemein’ Category

Bücher. Schon immer, immer, immer sind sie meine große Liebe. Seit ich alt genug war, um in den Welten zu versinken, die sich beim Lesen eines Buches öffneten, musste man mir oft genug die Bücher aus den Händen nehmen und meine Lesezeit limitieren. Denn freiwillig hätte ich oft einfach nicht aufgehört. Ich erinnere mich noch gut, wie meine Eltern vor Urlauben mit mir in den Buchladen gingen und mir dort zwei oder drei Bücher als Urlaubslektüre spendierten. Weil es nicht nur einmal vorkam, dass ich mindestens eines der Bücher zu Reisebeginn bereits ausgelesen hatte, ging meine Mutter dazu über, die Bücher zu verstecken, woraufhin ich meist wie ein kleines Trüffelschwein auf die Suche machte… Später stellten mich Flugreisen vor ein riesiges Problem, denn bei einer Gewichtsbegrenzung für mein Reisegepäck konnte ich einfach nicht so viel Lesefutter einpacken, wie ich für zwei Wochen gebraucht hätte (und nein, ich lag nicht nur lesend im Liegestuhl 😉 ). So musste ich oft genug nach eineinhalb Wochen mit meinen Büchern von vorne anfangen.

Seit der Olivchengeburt hat meine Leidenschaft tatsächlich ein wenig nachgelassen. Mir fehlen einfach die Zeit und Muße, mich völlig in die Handlung eines Buches fallenzulassen und mich ganz in den neuen Horizonten zu verlieren. Ein Buch muss mich bereits zu Anfang völlig fesseln, um den Zeitaufwand zu verdienen und tatsächlich (in einer für mich fast schon beschämenden Zeit) ausgelesen zu werden.

Heute möchte ich trotzdem die Gelegenheit nutzen, ein paar meiner all time favourites mit euch zu teilen. Weil das Schöne an der Bücherliebe ja ist, dass sie die Menschen verbindet. Und dass man in die geliebten neuen Welten auch andere Menschen einladen kann.

Vielleicht findet sich ja das ein oder andere Lieblingsbuch auch in eurem Bücherschrank? Oder findet seinen Weg in den euren, weil ihr neugierig wurdet? Welches sind eure liebsten Lieblinge?

(Ich habe übrigens immer zur Verlagsseite verlinkt, wenn dies möglich war. )

 

Herzensbücherliste (unvollständig):

 

Kleinkinder:

 

Markus Osterwalder – Bobo Siebenschläfer

Einfache, reduziert illustrierte Geschichten um den kleinen Siebenschläfer Bobo. Große Olivchenliebe!

Die lieben Sieben feiern Geburtstag

Die lieben Sieben räumen auf

Wir haben die Mini Lino Ausgaben der Lieben Sieben Bücher und das Olivchen liebt sie sehr. Liebevoll illustrierte, einfache Geschichten, die Spaß machen.

Axel Scheffler, Julia Donaldson – Der Grüffelo

Axel Scheffler, Julia Donaldson – Das Grüffelokind

Rotraut Susanne Berner – Karlchen geht einkaufen

Rotraud Susanne Berner  – Gute Nacht, Karlchen!

Die Karlchen Bücher sind Dauerbrenner bei uns. Seit sicherlich 8 Wochen lesen wir fast täglich Gute Nacht Karlchen vor dem Schlafengehen. Und untertags gerne noch Karlchen geht einkaufen. Schöne, detailreich und witzig gezeichnete Bücher von der Wimmelbuchautorin.

Gunilla Hansson – Klara sagt nein

Ein Überbleibsel aus dem Bücherschrank meiner Schwester. Eine ganz einfache, süß illustrierte Geschichte über Klara, die an diesem Tag irgendwie alles doof findet.

Christa Kempter, Natascha Rosenberg – Alle sind wach

Wunderhübsche Gutenacht-Geschichte über eine Familie, die – alle aus verschiedenen Gründen- nicht schlafen kann. Besonders die „Lösung“, dass im Familienbett endlich alle einschlafen können, mögen wir sehr 😉

Guido van Genechten – Kleiner weißer Fisch

Ein Lieblingsbuch des Olivchens. Sehr schönes Buch über den kleinen Fisch, der seine Mama sucht und nebenbei die Farben des Regenbogens entdeckt.

 

Jugendliche:

 

Barbara Robinson – Hilfe, die Herdmanns kommen

Ein lustiges und sehr freches Buch über die Herdmanns, die das Krippenspiel aufmischen und allen Beteiligten ganz nebenbei die Bedeutung von Weihnachten klarmachen.

John Marsden – Liebe Tracey, liebe Mandy

Eine Brieffreundschaft zwischen einem Mädchen im Jugendgefängnis und einem „normalen“ Teenager. Großartig geschrieben und ein sehr nachdenklich stimmendes Ende.

Klaus Kordon – Der erste Frühling

Deutschland kurz vor und nach dem Ende des zweiten  Weltkriegs.

Judith Kerr – Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Eine deutsche, jüdische Familie flieht vor den Nazis in die Schweiz und später nach England.

Myron Levoy – Drei Freunde

Ein Roman über das Erwachsensein, erste Liebe und s.exuelle Orientierungssuche. Tiefgründig und einfühlsam.

Myron Levoy – Adam und Lisa

Erste Liebe zwischen Lisa aus einer einer Mittelschichtsfamilie und dem „seltsamen“ Adam, der ein großes Geheimnis bewahrt.

Myron Levoy – Der gelbe Vogel

Zwei Jugendliche, ein Trauma und eine ungewöhnliche Freundschaft.

Christine Nöstlinger – Wir pfeifen auf den Gurkenkönig

Lustige Erzählung über Schulsorgen und Familiendinge. Und den Gurkenkönig.

Christine Nöstlinger – Rosa Riedel Schutzgespenst

Ein verschüchtertes, ängstliches Mädchen erhält unerwartete Unterstützung von Rosa Riedel, einem Gespenst.

Christine Nöstlinger – Maikäfer, flieg

Eine wunderbare Geschichte über das Kriegsende, erzählt aus Kindersicht.

Christine Nöstlinger – Geschichten vom Franz

Franz ist einfach wunderbar und ich freue mich heute schon darauf, seine Geschichten auch dem Olivchen vorlesen zu können.

Gudrun Mebs – Oma schreit der Frieder

Hach, die Frieder Geschichten. Der kleine Frieder lebt bei seiner Oma. Und mit dieser Oma ist immer etwas gebiten, denn Oma macht auch die langweiligsten Alltagsdinge zu einem Erlebnis.

Sydney Taylor – Die Mädchenfamilie

Ein so schönes Buch um eine jüdische Familie im New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Andreas Steinhöfel – Rico, Oskar und die Tieferschatten

Ein Jugendbuch über zwei ungleiche Freunde, eine Detektivgeschichte und gleichzeitig ein kluger Blick auf das leben aus Sicht eines „tieferbegabten“ Kindes. Tollst!

Andreas Steinhöfel – Die Mitte der Welt

Ein Roman über das Erwachsensein und -werden, über Liebe und Verletzungen, die Suche nach dem eigenen Weg und dem Glück. Poetisch und wunderschön.

 

Erwachsene:

 

Gioconda Belli – Bewohnte Frau

Widerstand in Nicaragua. Und in der Protagonistin, die ihr behütetes Leben hinter sich lässt und für das zu kämpfen beginnt, was wichtig ist.

Gioconda Belli – Tochter des Vulkans

Donna Tartt – Die geheime Geschichte

Ein wunderschön (ja!) geschriebener Roman über fünf junge Studenten, die einen Mord begehen, der ihr Leben völlig verändert.

Nele Neuhauss – Schneewittchen muss sterben

Tess Gerritsen – alle Bücher der Rizzoli und Isles Reihe (Band eins: Die Chirurgin)

Stieg Larsson – Millenium Trilogie

Hape Kerkeling  – Ich bin dann mal weg

Tana French – Grabesgrün

Tana French – Totengleich

John Irving – Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

John Irving – Gottes Werk und Teufels Beitrag

Mascha Kaléko – Das lyrische Stenogrammheft

Einfach nur ♥

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Im Drogeriemarkt, meine Mutter und ich „streiten“ darüber, ob sie die Windeln für die KiTa bezahlen darf.

NEIN, Mama! (erhobener Zeigefinger) Du darfst nicht mit der Oma simpfen! Das darfst du nist!

Nach Streichelzoo mit Oma:

Hab is die Tiere gefüttert! Hab ist de Esel gefüttert. Hat de Ziege de Hand abgesleckt, Mama! Aba des is net slimm!

Im Supermarkt, Hand aufs Band legend:

Solln ma die Hand auch zahlen, Mama?

Schaut mir beim Anziehen im Badezimmer zu, ich ziehe gerade eine Jeans an:

Packst du de Popo ein, Mama? Hast du de Busen auch eingepackt?

Sieht im Wäschekeller im Korb der Nachbarn einen BH.

Is des ein Buse, Mama?

Hört „Wenn Worte meine Sprache wären“

Hat der Mann die Warze nicht, Mama?

Bei JEDEM Einkauf im Drogeriemarkt:

Darf is bitte ein Traubensucker haben? ♥

Abends, als sie im großen Bett wartet, bis ich mich auch hinlege:

Mama, was MACHST du denn??

Olivchen, abends, als ich mich umziehe: „Da is dein Bauch, Mama! Der is nackig!“ -Ich, spaßend: „Ja, den pack ich jetzt ein! Den will ja keiner sehn!“ Am nächsten Morgen, mein Schlafanzug rutscht hoch. Olivchen:

„Is zieh des runter Mama! Des will doch keiner sehn!“

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Wer, wie ich vor einiger Zeit, auf der Suche nach dem ultimativen Rezept für super leckere, saftige und vor allem MEGASCHOKOLADIGE Muffins ist, der hat zwei Möglichkeiten: Entweder, ihr sucht (wie ich) gefühlte Stunden im Internet nach DEM Rezept, verliert euch im Lesen der wunderbaren Food-Blogs, über die ihr bei eurer Suche stolpert und seid anschließend unfähig, euch für ein Rezept zu entscheiden.  Oder aber, ihr nehmt direkt dieses. Und ich garantiere euch, ihr werdet es nicht bereuen. Diese Muffins sind der Hammer! Ich habe dieses Rezept verwendet und es ein wenig nach meinem Geschmack abgewandelt.

Ihr braucht für 12-14 große Muffins:

150g zartbittere Schokolade

100g Vollmilchschokolade

100g weiße Schokolade

65 g Kakaopulver

325 g Mehl

125 g Zucker

350 ml Milch

100 ml Pflanzenöl (ich verwende Rapsöl)

1/2 Päckchen Backpulver

3 Eier

1 Päckchen Vanillezucker (ich verwende das von Alnatura)

Und so gehts:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die zartbittere Schokolade im Wasserbad schmelzen, die weiße Schoki und die Vollmilchschokolade grob in Stücke hacken. Alle trockenen Zutaten außer der Schokolade in einer Schüssel vermengen. Dann die Eier in einer separaten Schüssel verquirlen und mit Milch und Planzenöl vermischen. Nun alles zu den trockenen Zutaten geben und gut verrühren. Die geschmolzene Schokolade unterrühren und anschließend die Schokostückchen unter die Masse heben. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig darin verteilen. Dann ab damit in den Ofen und für 20-22 Minuten backen (Stäbchenprobe machen, wie lange die Muffins brauchen hängt davon ab, wieviel Teig ihr in die Förmchen gebt).

Die Muffins aus dem Ofen nehmen und nach etwa 10 Minuten auf zum Abkühlen auf ein Gitter geben.

Schmecken lassen 🙂

PS: Nicht vom wenig aussagekräftigen Foto entmutigen lassen! In echt sahen sie vieeeel besser aus 🙂

Muffins

 

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Wenn ich mich an das letzte Jahr zurückerinnere, an den Wiedereinstieg in meinen Beruf, die Umstellung darauf, eine gewisse Zeit des Tages ohne das Olivchen zu verbringen, dann ist ein Gefühl, das in mir aufsteigt, Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass meine Tochter so problemlos den Sprung von „24 Stunden täglich Mama“ zu 6 oder 7 Stunden KiTa-Trubel geschafft hat. Dankbarkeit für das gute Gefühl, mit dem ich sie dort immer abgegeben habe. Dankbarkeit für das Vertrauen, dass ich immer in die Betreuung dort setzen konnte. Ein Vertrauen, ohne das ich nicht jeden Tag beruhigt zur Arbeit hätte fahren und mich dort voll und ganz meinen Aufgaben widmen können, ohne ständig zu grübeln, wie es meinem Kind wohl gerade geht.

Warum ich darüber nachdenke? Weil genau dieses Vertrauen, dieses beruhigende Gefühl, derzeit nicht mehr in dem Maße gegeben ist, wie ich es mir wünschen würde und für mein Wohlbefinden bräuchte. Weil ich derzeit morgens im Auto die Monate zähle, bis meine Tochter in den Kindergarten wechseln kann und ich das bei einer Betreuung, die mich und den Vater meines Kindes rund 460 Euro jeden Monat kostet, mehr als traurig finde.

In den ersten 11 Betreuungsmonaten durfte das Olivchen seine KiTa-Stunden in einer überschaubaren und sehr behaglichen Umgebung  verbringen. Die KiTa war in einer Vier-Zimmer-Altbauwohnung untergebracht, in der eine sehr warme und einladende Atmosphäre herrschte. Die Kinder fanden sich dort wunderbar zurecht und das Olivchen lebte sich in der heimeligen Umgebung sehr schnell ein. Bald wurde bekannt, dass der Träger der Kita einen Umzug in ein großes Gebäude, in welchem dann mehrere Krippen- und Kindergartengruppen untergebracht sein würden, plante. Nun gut, das würde zwar einige Organisation erfordern, da mit dem Umzug auch eine gewisse Schließzeit und eine erneute Eingewöhnungsphase verbunden sein würden, trotzdem klang alles wunderbar- ein großzügiger Außenbereich, Inklusion in den Gruppen, große Sport- und Kunsträume und eine moderne und funktionale Ausstattung der neuen Räumlichkeiten. Dass sich die Öffnungszeiten nach hinten verschieben sollten, so dass ich das Olivchen an meinen frühen Tagen statt wie gewohnt um 6.50 erst um 7 Uhr abgeben können würde, war ein erster Wermutstropfen für mich (zumal ich in den neuen Räumlichkeiten mehr Betreuungskosten zahlen musste), der jedoch einfach nicht zu ändern war. Bei einer Fahrtzeit von 30 Minuten und einem starren Arbeitsbeginn um 7.45 bedeutet das nun Stress an jedem meiner frühen Tage. Aber damit muss ich mich wohl oder übel abfinden. Die täglichen Challenges im Working Mum Alltag, sozusagen. Dennoch war ich hinsichtlich des Umzugs positiv gestimmt.

Das neue Kinderhaus zu sehen, als ich das Olivchen nach der Eingewöhnungswoche zum ersten Mal selbst in der Krippengruppe abgab, war dann doch… überraschend. Die Erzieherinnen und die Leitung hatten alles sehr nett und einladend dekoriert. Dennoch war der Unterschied zu den behaglichen Räumen der bisherigen Krippe krass. Statt einladender Gemütlichkeit kühles Grau, nackter PVC, im Eingangsbereich blanke Betonwände. Nun ja. Dafür eine wirklich tolle Ausstattung in den Räumen, ein Kunstraum mit Staffeleien, ein Bällebad, Haba-Spiele, die mein Mutterherz höherschlagen ließen. Und ein Olivchen, das sich wohlzufühlen schien. Also schluckte ich das ungute Gefühl hinunter. Aber die nächsten Bauchpikser kamen direkt im Anschluss: Die Gruppe des Olivchens ist im zweiten Stock. Eine Krippengruppe mit Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren im zweiten Stock unterzubringen, finde ich schon „spannend“. Dass dieser zweite Stock durch eine geradeläufige, lange Treppe, die weder durch einen Absatz, noch durch eine Wendung einen Sturz abbremsen kann, erreicht wird, finde ich als Mutter beunruhigend. Dasss diese Holztreppe jedoch in einem nackten Betonabsatz endet, DAS halte ich in einer Einrichtung für (Klein)Kinder für grob fahrlässig. Jeden Tag wenn ich das Gebäude über diese verdammte Treppe verlasse, habe ich einen Klumpen im Magen und versuche, mir NICHT vorzustellen, wie der (ja nun durchaus im Bereich des Möglichen liegende) Sturz eines kleinen Kindes auf dieser Treppe wohl ausgehen würde.  Das Gespräch mit der KiTa-Leitung , in dem ich entgeistert nachfragte, wann dieser Absatz mit Teppich oder Ähnlichem verkleidet werde,  ergab, dass das „so sein solle“. („Das ist nun mal der Stil des Architekten, die Wände sind ja genauso!“ -Ähm, hallo?) Ich bestand darauf, dass dies noch einmal mit dem Architekten besprochen und neu gestaltet werden müsse. Aktueller Stand: Der Architekt sieht kein Problem in diesem Absatz. Und mehr könne man nun nicht tun. Die Leiterin gab mir nun seine E-Mail-Adresse, nachdem sie nach eigener Aussage auf Granit biss. Als Elternbeirätin werde ich mich nun zuerst mit den anderen Eltern in Verbindung setzen, ehe ich ich mit diesem Architekten in Verbindung setze. Aber es muss sich etwas tun. Und die laxe Haltung der Kita-Leitung á la „Der Archtekt hat immer Recht“ stört mich sehr. Es geht hier um Kinder und um grundsätzliche Sicherheitsfragen. Da scheint mir das zweifelhafte ästhetische Konzept des Architekten doch eher zweitrangig.

Dass mir an diesem ersten Tag auf mein Nachfragen hin ganz nebenbei eröffnet wurde, man werde die ersten beiden Wochen gar nicht (!!) mit den Kindern ins Freie gehen, weil so viele Eingewöhnungskinder da seien und nach der Eingewöhnung wegen des noch unfertigen Außengeländes auch nicht regelmäßig hinauskönnen, war da noch die Sahnehaube. Zum Glück zahlte sich zumindest in diesem Fall meine Hartnäckigkeit aus, so dass nach intensiven Gesprächen mit KiTa-Leitung die Kinder zumindest an ein paar Tagen der Woche vormittags Sauerstoff tanken können. Auch das für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn die vielen Eingewöhnungskinder das nicht zulassen, müssen sie versetzt aufgenommen werden, meine ich. Aber auf Kosten der anderen betreuten Kinder darf und kann diese Intensivphase nicht gehen. Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe: wieso Eltern, deren Kind dort den ganzen Tag betreut wird, nicht auf die Barrikaden gehen. Mein Kind kommt nachmittags auch noch einmal „raus“, schließlich hole ich sie fast immer um 14 Uhr ab und habe dann meist Gelegenheit, mit ihr noch etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Und trotzdem ist mir Bewegung im Freien in der KiTa wichtig.  Aber ich scheine die einzige Querulantin zu sein, die ständig nachhakt, fragt, fordert.

Fest steht: mein Bauchgefühl ist im Moment bezüglich der Olivchenbetreuung nicht das Beste. Zum Glück habe ich nach wie vor Vertrauen in die Erzieherinnen unserer Gruppe, die einen wirklich tollen Job machen. Aber die Rahmenbedingung, das „Drumherum“ sollte eben auch stimmen, denke ich. Und das ist derzeit einfach nicht zu 100%  gegeben.

Was denkt ihr? Glucken-Mama oder berechtigte Sorgen?

 

 

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… das Gefühl, wenn ich dich aus der Kita abholen darf. Als die Erzieherin deinen Namen ruft, kommst du aus dem Spielzimmer. Du siehst mich in der Türe stehen und rennst mit einem Strahlen im Gesicht und lautem „Mamiiii!“ auf mich zu. Am liebsten würde ich fünf Minuten mit dir hier stehenbleiben und dich nur an mich drücken. Deinen Duft riechen und einfach das Gefühl genießen, dich wieder bei mir zu haben. Die Liebe spüren, die mein Herz überflutet. Statt dessen zappelst du los, die Erzieherin berichtet mir, wie lange du geschlafen hast und du und ich, wir diskutieren miteinander, ob Schuhe anziehen/ Jacke anziehen/ nach Hause gehen wirklich nötig ist („NAIIIN!“). Wir ziehen dich an und ich frage, ob du den anderen noch Tschüss sagen möchtest. Du rufst den anderen Kindern ein „Tschüss“ zu, ehe du dich jeder Erzieherin einzeln zuwendest. „Tüss, Dendy! Tüss, Babine! Tüss, Agnes!“- Ich stehe im Flur und platze fast vor Stolz auf dich. Draußen, an der Steintreppe, strecke ich dir meine Hand entgegen und du legst deine hinein. Liebe überflutet mich und ich drücke deine Hand. Es gibt kaum etwas Schöneres als dieses Gefühl, deine kleine, warme Hand so in meiner zu spüren. Voller Vertrauen und Nähe. Auf dem Weg zum Auto erzählst du mir, was du siehst („Oh sau, Mama! Feiawea!“) und berichtest mir kleine Bruchstücke aus deinem Kindergartentag („Linus weinen!“).  Und ich höre dir zu und freue mich unendlich, dich wieder bei mir zu haben.

So ist das wohl, mit Kindern. Dass die kleinen Alltagsdinge manchmal genau die sind, die das Herz zum Überfließen bringen.

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Olivenmund 2

  • Nach den Weihnachtsfeiertagen zu meiner Tante: „Oh, sööne Suhe!“
  • Im Bad, beim Fertigmachen zu mir: „Mama sönes Haare!“ – „Ach danke, Olivchen! Du hast aber auch schöne Haare!“ – Blick in den Spiegel: „Ja!“
  • „Moment, Olibia tommt gleich!“
  • „Mama, was war denn DES??“
  • „Olibia MAG net!“
  • „Ded deht net!“
  • Morgens vor der Kita:  „Nuni (Schnuller) Auto legen, hol ma später wida!“
  • „Ned negnet“ (Es regnet)
  • Mittags, wenn wir nach Hause gehen, wird jede Erzieherin einzeln verabschiedet: „Tüss, Babine! Tüss, Dendy! Tüss, Juja!“
  • „Griffolokind angucken?“
  • „Mama hilf dia!“
  • Abendlicher Dialog: „So, Maus, du darfst dich schonmal ins große Bett legen, ich gehe noch Zähne putzen und komme dann.“ – „Nein! Mama slafen jetzt!“
  • „Hab is lieb, Mama!“
  • „Tullu Titti“ (Hello Kitty)
  • Morgens, an der Türe zu mir: „Sal brauchs noch!“/ „Suhe brauchs noch!“
  • „Sööön, da du da bis, Mama!“
  • Gestern gab es neuen Frischkäse aufs Brot. Nach dem ersten Bissen entsetztes Schaudern. „Was ist denn los? Schmeckt´s dir nicht?“ – Heftiges Nicken: „Net gut!“
  • „In der Reihnachtsbäckerei, iiiiin der Reihnachtsbäckerei…“
  • An Silvester: „So, was machen wir jetzt?“ – „Party mahen!“

 

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Nächste Woche Freitag schließt unsere Kita die Pforten. Bis Donnerstag werden die Kinder wie gewohnt betreut, dann heißt es Abschied nehmen. Da die Kita in ein größeres Gebäude zieht, findet zunächste eine Woche lang keine Betreuung statt, in der die Erzieherinnen den Umzug betreuen. Daran anschließend beginnt dann die ca. einwöche Eingewöhnungsphase in der neuen Kita, die von einem Elternteil übernommen werden muss.

Lustigerweise findet all dies fast genau ein Jahr nach der Eingewöhnung des Olivchens in die Kita statt. Und lustigerweise wird auch in diesem Jahr der Typ die Eingewöhnung des Olivchens betreuen und sich in der freien Woche vormittags um sie kümmern, da ich ja nicht einfach frei nehmen kann. Ich bin sehr gespannt, wie alles klappt. Einerseits bin ich ganz froh um die zusätzliche Entlastung, die das für mich bedeute. Ich weiß, dass die Püppi gut versorgt ist und kann so auch Nachmittags- und Abendtermine ohne schlechtes Gewissen oder Betreuungsengpass planen. (Und mit der besten Freundin ins Theater gehen 🙂 )

Andererseits erinnere ich mich noch gut, welche Konflikte die viele Anwesenheit des Typs in meiner Wohnung im letzten Jahr heraufbeschwor. Es krachte ganz gewaltig zwischen uns. Dies lag aber auch daran, dass sich beide viel in meiner Wohnung aufhielten, was zu typischen „Paarstreitereien“ („Kannst du nicht wenigstens das Frühstücksgeschirr deiner Tochter wegräumen, wenn ihr um 10!!! das Haus verlasst??“) führte, die wir eben als „Nichtpaar“ und ohne die entsprechenden emotionalen Puffer klären mussten. Sprengstoff, man kann es sich vorstellen.  Derzeit haben wir einen recht entspannten Umgang miteinander und schaffen es, Streitigkeiten nicht ausufern zu lassen. Das tut uns und vor allem dem Olivchen sehr gut. Klare Absprachen, gegenseitiger Respekt und das klipp und klare Abstecken und Einhalten der persönlichen Grenzen helfen dabei. Dennoch bin ich gespannt, wie das laufen wird in diesen beiden Wochen.

Außerdem stimmt es mich ein wenig sentimental, dass mit dem Schließen der Krippentore auch ein Abschnitt im Leben meines Olivchens zuende geht. In dieser Kita verbrachte mein kleines Mädchen die ersten Stunden „fern“ der Familie. Sie fand neue Freunde, gewöhnte sich an neue Rituale und wurde selbstständiger, jeden Tag ein kleines Stückchen. Sie lernte neue Spiele kennen, testete sich und ihre Grenzen aus, stritt und versöhnte sich. Sie lernte, ihr Spielzeug gegen andere zu verteidigen und setzte sich gegen größere Kinder durch. Für all diese Erfahrungen boten die kleinen und behaglichen Räume unserer Kita einen geschützen Rahmen. Mit dem Umzug wird nun alles größer werden. Moderner, besser ausgestattet und sicherlich toll für die Kinder. Mit Matschraum, großem Garten und vielen neuen Möglichkeiten, sich kreativ und motorisch zu betätigen. Aber eben auch weniger familiär und beschaulich.

Zum Glück bin ich mir jedoch sicher, dass es dem Olivchen auch in der neuen Kita sehr gut gefallen wird- zumal nur drei Kinder mit umziehen, so dass es in der ersten Zeit eine 1:1 Betreuung geben wird- wahrer Luxus also. Deshalb heißt es nun die letzten Tage in der alten Kita genießen und gespannt darauf warten, wie es in der „neuen“ Kita weitergeht…

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