Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Gedanken’ Category

Ich bin ein fürchterlicher Schlamper. PUNKT. Deshalb hat es natürlich suuuper geklappt, den Menüpunkt „101 Dinge“ auch mal auf den neuesten Stand zu bringen. Nicht. Und das ist wirklich schade, denn als ich dieses Blogstiefkind (was für ein doofes Wort, wenn man es genau betrachtet…) vor einigen Tagen erneut unter die Lupe nahm, da fiel mir auf, dass ich einige Punkte schon angegegangen habe. Und alleine das Durchlesen der Liste machte mir ein ganz wohliges Bauchkribbeln. Hach ♥

Und um all diese schönen Pläne, Wünsche und Ideen nicht gleich wieder zu vergessen, kommt nun das erste Update:

 

 

Beginn des Projekts: 22.04.2012

 

Ende: 18.01.2016

 

Erledigt: 13/101

 

Und hier nun meine 101 Dinge:

 

  1. Kleider bei ebay einstellen oder zum Container bringen
  2. Bücher “ausmisten”
  3. mit dem Olivchen in den Zoo gehen
  4. mit dem Olivchen in den Zirkus gehen
  5. in einer lauen Sommernacht die Sterne anschauen und mich fühlen, als läge mein ganzes Leben noch vor mir
  6. erste Weihnachtsplätzchen mit dem Olivchen backen
  7. auf dem Balkon Weißwein trinken, Erdbeeren essen und ein Buch lesen
  8. Mama-Tochter Picknick
  9. an den Bodensee fahren, zum Affenberg gehen und eine Bootsfahrt machen
  10. zum Speeddating gehen und darüber bloggen
  11. Stuhlkissen für die Kinderstühle nähen
  12. Erdbeertiramisu machen
  13. eine Shelly für mich nähen -> Werde ich wohl in etwas Anderes ändern. Den Shelly-Schnitt finde ich eigentlich gar nicht sooo schön.
  14. zur Massage gehen
  15. ein Kleid fürs Olivchen
  16. eine Tasche für die Sandelsachen nähen
  17. eine Tasche fürs Kinderturnen nähen
  18. zur Pediküre gehen
  19. im Bayrischen Hof übernachten
  20. Schuhschrank ausräumen (und nur noch Lieblingsschuhe darinlassen)
  21. meine Eltern zum Essen auf den Balkon einladen
  22. Abstellraum aus- und neu einräumen  Mottenplage sei dank *hust*
  23. eine tolle, wilde Ausgehnacht erleben
  24. mindestens alle zwei Monate ein Buch lesen, das mich beruflich “weiterbildet”
  25. mindestens einmal pro Woche Sport machen. Kleine Übungen sind ein Anfang. (0/142)
  26. einen Fahrradsitz für das Olivchen kaufen und sie in den Ferien mindestens zweimal in der Woche mit dem Rad zur KiTa fahren. War wohl nix…
  27. helle Strähnchen machen lassen
  28. mindestens ein tolles Sommerkleid kaufen, das ich liebe.
  29. Schminksachen aussortieren
  30. Dachfenster putzen
  31. neue Schultasche gönnen
  32. zur Kosmetikerin gehen
  33. einen Pizzastein für den Backofen kaufen
  34. das Leben genießen- genau so, wie es ist
  35. mindestens einmal pro Woche bloggen (1/142) *hust*
  36. Tim Bendzko-Konzert besuchen
  37. Küssen. Mit Schmetterlingen.
  38. das Meer sehen und mit nackten Füßen durch den Sand laufen.
  39. Fotoalbum mit Olivchens erstem Jahr kleben
  40. Fotoalbum mit Olivchens zweitem Jahr kleben
  41. Blog in “Privatform” bringen und drucken (herausfinden, wie am besten)
  42. für mich Fotobücher vom Olivchen fertigmachen
  43. Kamera einschicken War nicht nötig- dafür neues Objektiv gekauft und alles läuft wieder, juhuuuu
  44. Grundlagen des Fotografierens lernen
  45. neues Geschirr
  46. ersten Kindergeburtstag für mein Kind ausrichten
  47. Paris
  48. Erziehungsverhalten reflektieren. Immer wieder.
  49. neue Patchworkdecke nähen
  50. Nähschrank neu organisieren
  51. langer Spaziergang nur für mich alleine
  52. Adventskalender für meine Schwester machen
  53. Adventskalender fürs Olivchen
  54. im Dezember ein großes Geburtstagsfest feiern
  55. Apfelbrei selbst machen und einfrieren
  56. Erdbeer-Rhabarber-Marmelade kochen
  57. Pfirsichmarmelade kochen
  58. Nektarinenmarmelade kochen
  59. ins Museum gehen
  60. nach Metzingen fahren
  61. öfter backen
  62. wieder mehr auf meine Ernährung achten
  63. Gefrierschrank von Altlasten befreien und abtauen
  64. Kühlschrank abtauen und auswaschen
  65. viele schöne Abende mit Freunden bei mir zuhause
  66. Übernachtungsparty mit dem Patenkind, seiner Mama, dem Olivchen und mir
  67. einen Beratungstermin ausmachen
  68. Yoga machen
  69. Fortbildung besuchen
  70. mit dem Olivchen nach Heidelberg fahren, bummeln und den Nachmittag auf der Neckarwiese verbringen
  71. Gitarre spielen lernen
  72. Die Schöne und das Biest anschauen (Film)
  73. Die Schöne und das Biest als Musical sehen
  74. Fitnessstudio mit Kinderbetreuung
  75. Schneckennudeln backen
  76. Dampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce machen
  77. Nespresso Maschine kaufen
  78. ins Schwimmbad gehen
  79. Hautarzt-Termin ausmachen
  80. mit dem Olivchen in den Zirkus gehen -> doppelt, ich ersetze durch „Puppentheater besuchen“(check!)
  81. externe Festplatte entrümpeln
  82. Schulmaterial aussortieren
  83. Keller aufräumen
  84. tolle Fotos von mir und dem Olivchen machen lassen
  85. Singleleben genießen
  86. Ausflug ins Elsass
  87. Eis essen gehen
  88. zu Primark fahren
  89. Kinder Weihnachtsgottesdienst besuchen
  90. Open Air Kino
  91. in Holland am Strand Pommes essen
  92. mich versetzen lassen (beruflich)
  93. einmal im Monat Brot backen (0/33) hmpf.
  94. so oft wie möglich im Freien frühstücken
  95. stricken lernen
  96. nach vorne sehen
  97. neue Rezepte für lange Arbeitstage finden
  98. Arbeitszimmer aufräumen
  99. im Kinderzimmer Fotos aufhängen
  100. neue Bücher lesen
  101. einen Traum wahr werden lassen
Advertisements

Read Full Post »

Als ich diese Woche meinen Schreibtisch aufräumte und ein paar alte Ordner ausmistete, fielen mir zwei linierte Blätter in die Hände, die mich schon seit Jahren begleiteten. Als ich vor 10 Jahren mit meiner damals besten Freundin für eine Woche in den Urlaub flog, stolperte ich in einer Zeitschrift über einige „Lebensregeln“, die mich tief berührten. Es handelt sich hierbei um die Lebensregeln des 14. Dalai Lama. Viele Menschen haben ein Lebensmotto oder ein Sprichwort, dass sie begleitet. Bei mir sind es diese Regeln, die ich immer wieder hervornehme, versuche zu verinnerlichen  und die mir sehr viel bedeuten. So viel, dass mich die Fresszettel, auf denen ich mir diese 19 Punkte damals notierte, bis heute nicht verlassen und 3 Umzüge überlebt hat. Einige von euch kennen sie sicher schon, für die anderen habe ich sie hier noch einmal aufgeschrieben.

 

Lebensregeln

 

Read Full Post »

Ruhig ist es hier geworden in der letzten Zeit. Entgegen meinem Vorsatz in der 101-Dinge Liste, schaffte ich es nichtmal, einmal in zwei WOCHEN zu bloggen, von wöchentlichem Schreiben gar nicht zu reden.Woran das liegt? Es fließt gerade einfach nicht. So viele Themen brennen mir auf der Seele, beschäftigen mich und wären einen Artikel wert, aber es fluppt einfach nicht so, wie ich das bräuchte. Mein Entwürfeordner quillt über von all den angefangenen Artikeln, die ich nach fünf frustrierenden Minuten wieder wegklicken musste, weil das Schreiben SO zäh war.

Trotzdem bin ich sicher, dass bald wieder bessere, blogintensivere Zeiten kommen werden. Denn wenn mir eines bewusst wurde in der letzten Zeit, dann war es die Tatsache, dass ich unendlich dankbar für dieses Medium hier bin. Nicht, weil ich so selbstdarstellerisch oder beifallheischend wäre. Sondern weil es unheimlich gut tut, hier meine Gedanken fließen zu lassen. Weil es SO schön ist, Erinnerungen auf diesem Wege konservieren zu können und als Sahnehaube darauf eure Erfahrungen oder Meinungen dazu zu hören. Manchmal stimmt es mich nach wie vor traurig, dass ich erst so „spät“ entdeckt habe, was für eine wunderbare Welt sich hier abseits von Urbia-Foren und Stillgruppen auftut. Dass ich auf diese Möglichkeit, mir Dinge vom Herzen zu schreiben und sie virtuell zu teilen- in mehr als einer Hinsicht – nicht schon zu einer Zeit aufmerksam wurde, in der ich dieses Ventil dringend nötig gehabt hätte. Aber die Freude darüber, hier eine – MEINE Nische des Internets gefunden zu haben, überwiegt.

Und heute möchte ich einmal ganz kitschig danke sagen. Für die wunderbaren Menschen hier und bei Twitter, die ich in den letzten eineinhalb Jahren kennen lernen durfte. Diejenigen, die mich durch ein Schlüsselloch in ihr Leben und ihren Alltag spicken lassen. Diejenigen, die mich inspirieren und meinen Alltag erhellen, ob mit schönen Ideen, Bildern oder Rezepten. Diejenigen, die über Themen schreiben, die mich bewegen und meinen Horizont erweitern. Die herzlich sind und offen. Die zuhören, Ratschläge geben oder sich einfach mitfreuen. Diejenigen, mit denen ich Sorgen teilen durfte und bei denen ich offene Ohren und Erfahrungen fand, die ich in einer solchen Bandbreite, Vielzahl und Schnelligkeit in der „wirklichen“ Welt (haha) niemals hätte erwarten können.

Danke euch, liebe Twittertimeline. Liebe Blogleser und -kommentatorinnen. Liebe Bloggerinnen, die ihr mir einen Einblick in eure Leben, Familien, Träume, Wünsche und Weltsicht gewährt.

Es ist schön, dass es euch gibt.

Read Full Post »

Heute, als wir vom Einkaufen nach Hause fuhren und du hinten im Auto „Zu lauter machen, Mama!“ verlangtest, weil eines deiner Lieblingslieder im Radio lief, da hatte ich auf einmal das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Plötzlich sitzt da hinten im Kindersitz ein richtiges, großes Kind. Eines, das „Den Nuni lass´mer da,“ sagt, wenn wir aus dem Auto steigen. Eines das „Is will aussteigen“ brüllt, wenn es keine Lust mehr hat, im Buggy zu sitzen. Natürlich ist das Quatsch, dieses „Zeitsprung-Gefühl“. Schließlich hat sich all das langsam entwickelt. Aber wir sind einfach gerade an einem Punkt angelangt, von dem ich vor allem in der ersten Zeit mit Baby, so schön sie auch war, sehnsüchtig geträumt habe. Davon, ein Kind zu haben, mit dem man reden kan. Das sagen kann, WO es nun gerade wehtut, nachdem es hingefallen ist. Eines, mit dem man gemeinsam den Tisch decken und auch wieder abräumen kann. Das erzählt, was es nachts geträumt hat (Lenno spielen!). Mit dem man sich an den Tisch setzen und malen kann. Oder ein Buch lesen. Oder den Sandmann gucken.

Ein Kind, mit dem man sich auch mal eine Runde unterhalten kann:

„Wie heißt denn die große Puppi?“

„Wursalat!“

„Und die kleine Puppi?“

„Kleine Wursalat!“

Was ich mit all dem sagen will? Dass ich dieses Alter gerade unheimlich genieße. Das sage ich zwar in jedem Alter (und so soll das ja auch sein! 🙂 ), aber es stimmt. Jeden Tag lache ich mich kaputt über irgendetwas, was du sagst oder tust oder ich schmelze dahin, weil du etwas so unheimlich niedliches gesagt hast.  Das wiegt die Wutanfälle beim Abholen aus der KiTa (Frisse Windel machen! – NEIIIN! Frisse Windel NIST! NEIIIIIIN! Hose anziehn NIST!), die Quengelnachmittage, weil du in der KiTa wieder nicht in den Mittagsschlaf gefunden hast und die Trotzanfälle, bei denen du nicht mehr Treppe laufen/im Buggy fahren/ auf dem Arm sein/ selba laufen/ an der Hand gehen/ Puppenwagen schieben… willst, mehr als auf.

Und weil es so schön ist, hier noch ein kleines Best of deiner Plaudereien aus der letzten Zeit:

„Hab is lieb, du tleiner Mamihase!“

Morgens im Bett (in mein Ohr geflüstert, ich schlafe noch): „Mamaaa? Woll´n ma Fernseh gucken??“

Beim Frühstück, als ich es wage, deine Toastbrotwürfel mit der Hand auf deinen Teller zu schieben: „MAMA (Teenietonfall)!! Mit den Fingern nist! Mit dem Messa!“

„Mama? Wie heißt du, Mama? „-  „Ich heiße … . Und wie heißt du?“ „Oliiiibia. Wie heißt du, Olibia? *pruuuust*“

„Wo geh´ ma hin, Mama?“

Als wir an einem unserer Lieblingsrestaurants vorbeikommen (geniale Burger und Pommes): „Da geh´ma rein! Pommef essen!“

„Mama, Krade nie mea Sorgen um Geld hören?“ „Mama, Hababibi hören?“

„Woll´n ma aufstehn, Mama? Woll´n ma Toastbrot essen gehn?“

Und, unspektakulär, aber einer meiner Lieblingssätze: „Mama, Pipi machen? Mama, Windel wechseln?“ Damit hast du nämlich in den letzten Tagen immer öfter rechtzeitig darum gebeten, auf die Toilette gesetzt zu werden. Erste Anzeichen von Stubenreinheit, sozusagen. Yeah!

Hach, kleine Maus, ich kann dir kaum sagen, wie stolz ich jeden Tag auf dich bin. Einfach nur, weil du bist, wie du bist. Wild, neugierig, lustig, liebevoll, immer in Bewegung. Mein Wirbelwind. Mein Mädchen.

Es ist unendlich schön, dass es dich gibt mein Schatz. Ich liebe dich so sehr.

Deine Mama

Read Full Post »

Seit ich gestern Morgen bei Twitter die ersten #Aufschrei -Tweets las, kriege ich das Thema nicht mehr aus meinem Kopf. Hunderte Tweets über alltäglichen Sexismus in Form von Beleidigungen, sexuellen Anzüglichkeiten, Belästigung bis hin zu Vergewaltigungen, von unzähligen Frauen in die Welt hinaus geschrien. Wie erschüttert, angeekelt und traurig mich viele dieser Tweets machten, kann ich hier kaum beschreiben. Aber auch das hohle Gefühl des Wiedererkennen bei vielen Aussagen traf mich. Sehr. Denn ganz ehrlich: überrascht war ich nicht. Sexismus existiert, da sind wir uns wohl alle einig. Auch und gerade in unserem ach so fortschrittlichen und gleichberechtigten Land. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich überhaupt etwas zu diesem Thema schreiben „darf“. Schließlich bin ich, wie mir gestern erst wieder bewusst wurde, in vielerlei Hinsicht privilegiert aufgewachsen. Ich durfte in einem Elternhaus großwerden, in dem mir von früh auf beigebracht wurde, dass meine Grenzen wichtig und wertvoll sind und ich jedes Recht habe, diese auch einzufordern und zu verteidigen. Ein Elternhaus, in dem ich stark gemacht und aufgeklärt wurde. In dem gegenseitiger Respekt ein Grundwert war. Ich hatte noch nie eine Beziehung, ob fest oder lose, in der ich mich unterdrückt oder als Frau nicht gleichberechtigt gefühlt hätte. Ich habe noch niemals von einem Partner Gewalt erfahren.

Und dennoch sind mir viele Erfahrungen dieser Frauen nicht fremd. Trotz all dieser Privilegien wird mir erst beim genaueren Nachdenken wieder bewusst, wie vielen Einschränkungen sich Frauen (auch ich) im Alltag unterwerfen. Dazu gehören unzählige nächtliche Taxifahrten, um auf dem dunklen Heimweg nicht belästigt/ angesprochen/ vergewaltigt zu werden. Das sorgfältige Auswählen eines „sicheren Sitzplatzes“ in der nächtlichen S-Bahn. Der große Bogen um die Gruppe alkoholisierter Männer, um nicht angepöbelt/belästigt zu werden. Das bewusste Wählen der Kleidung bei der Arbeit, um keine „falschen Signale“ zu senden.

Und deshalb- weil es mich betroffen macht, betrifft und als Mutter einer Tochter wieder einmal zum Grübeln bringt –  gebe auch ich meinen Senf zu diesem Thema ab.
Die Erinnerungen, die dieser Hashtag in mir hochspült, sind sicherlich nicht traumatisch wie die vieler anderer Twitterinnen. Da habe ich wohl Glück gehabt. Und ich habe auch generell kein Problem damit, auf einen sexistischen Kommentar eine entsprechende Antwort zu geben. Nur: dass ich mich grundsätzlich wehren kann bedeutet nicht, dass ich gezwungen sein möchte, es auch zu tun. Die Antwort auf Belästigung und Sexismus kann nicht ein simples „nun wehrt euch aber mal, Mädels“ sein. Wie jetzt, wehren? Achso! Hey, schön dass wir darüber gesprochen haben! Und schwuppdiwupp haben wir den schwarzen Peter mal wieder den Frauen zugeschoben.

Wie wär´s denn einfach damit: Habt verdammt noch mal Respekt!

Verhaltet euch doch der Frau, die da neben euch in der Bahn sitzt, gegenüber mal so, wie ihr es bei eurer Schwester tätet. Oder so, wie ihr euch wünscht, dass andere eure Frauen, Mütter, Töchter, Schwestern behandeln sollen. Auch wenn sie zufällig große Brüste haben. Oder einen kurzen Rock tragen. Oder so eindeutig nicht in eurer Liga spielen, dass es euch einschüchtert und den Wunsch weckt, es „der da mal zu zeigen“.

Und für alle Männer, die nun erschrocken innehalten und sich beschämt und betroffenm fragen, ob auch ihr Verhalten als sexistisch oder belästigend einzuordnen sei: ich persönlich kenne keine Frau, die je ein Trauma davongetragen hat, weil ihr irgendwer mal auf die Brust geschaut hat. Kann mal passieren, meine ich. Minutenlang draufzuglotzen und dabei anzügliche Geräusche zu machen, aber nicht. Und ja, es ist völlig ok, eine Frau in einem Club anzusprechen. Nicht ok ist, ihr „kein Interesse“ zu ignorieren und ihr penetrant nachzustellen. Es ist völlig in Ordnung,  einer Frau nachzublicken, die man attraktiv findet. Dass es jedoch absolut inakzeptabel ist, ihr ein „geile Titten“ hinterherzubrüllen und sie auf die entsprechende Antwort hin als „Nutte“ zu beschimpfen, erwähne ich jetzt nicht. Ihr kennt den Unterschied. Alle. Er liegt im Respekt und der Wertschätzung, die wir unserem Gegenüber zeigen. Er liegt darin, niemandem Intelligenz, Entscheidungskraft oder Selbstbestimmung aufgrund seines Geschlechts, seiner Haut- oder Haafarbe abzusprechen.

Ich möchte zufällig nicht, dass meine Tochter später von ihrem Lateinlehrer ein „die Klassenarbeit zeigt es mal wieder: Herren sind herrlich, Damen sind dämlich!“ an den Kopf geknallt bekommt. Ich möchte nicht, dass mein Kind überlegen muss, ob es die Unterführung nachmittags mit dem Fahrrad durchfahren kann, weil dort Jugendliche Blow-Job-Bewegungen nachahmen und sie verfolgen. Dass sie nachts aus der S-Bahn einen Freund anrufen muss, um sich vom Bahnhof abholen zu lassen, weil sie Angst hat, von der aufdringlichen Männergruppe, die sie während der Fahrt ungehindert belästigt, ohne dass sich irgendein anderer Fahrgast einmischt, draußen weiter belästigt oder schlimmeres zu werden. Alles selbstverständlich frei erfundene Beispiele, man kann es sich denken.

Ich möchte, dass über diese Probleme geredet wird. Dass wir uns alle etwas bewusster machen, wie alltäglich Belästigung und Sexismus leider immer noch sind. Nicht wegsehen, wenn so etwas passiert, sondern uns auch mal solidarisch zeigen. Über den doofen Witz eben mal nicht lachen. Der Kollegin zur Seite stehen, auch wenn wir sie vielleicht nicht mögen.

Schlimmer als die männlich-chauvinistischen Reaktionen auf die #Aufschrei-Tweets (die ja nun nicht überraschen dürften,  denn ohne Männer dieser Art wäre das Problem schlicht nicht existent), fand ich übrigens die Reaktionen anderer Frauen. In denen von „Wichtigtuerei“ die Rede war. Oder davon, dass Aussagen wie „Holz vor der Hütten“/… ja nun nicht schlimm seien. Nee, sind sie auch nicht. Es kommt eben immer darauf an, wer so etwas sagt. Freundin, Freund, Mann- ok. Geschäftspartner- urgs. Sex ist übrigens auch überhaupt  nicht „schlimm“. 😉 Und trotzdem will ich weder mit meinem Chef, noch einem meiner Kollegen oder gar irgendeinem Fremden schlafen. Und ich möchte gerne die Wahl haben, bittedanke.

Das heißt nicht, dass jeder Blick, jedes freundliche Ansprechen, jedes „Hallo“ auf die Goldwaage gelegt werden muss. Flirten, Aufmerksamkeiten, Blickkontakt, all das ist okay. Manchmal auch schön, aufregend oder auch nervig. Aber: ok. Alles, was Respekt verletzt und Grenzen überschreitet- nicht ok.

Eigentlich ganz einfach, oder?

Read Full Post »

Die Zeit zwischen den Jahren habe ich genutzt, um intensiv darüber nachzudenken, was ich mir für das Neue Jahr wünsche.

Wie soll mein 2013 werden? Ich meine jetzt nicht Vorsätze wie „mehr Sport machen“, auch wenn das natürlich eine gute Sache ist. Es ging mir vielmehr darum, wie zufrieden ich 2012 mit meinem Alltag war und ob ich 2013 in  dieser Form weiter machen will. Und ich habe festgestellt: das kann und will ich nicht. Mit Müh und Not habe ich mich in die Weihnachtsferien geschlept und die ersten Tage damit verbracht, aus vollen Zügen die Gesellschaft des Olivchens und den entschleunigten Alltag zu genießen. In den letzten Monaten empfand ich den „normalen“ Alltag als extrem stressig und die Wochenenden waren fast zu kurz, um meine leeren Akkus wieder aufzuladen. Dadurch ging mir natürlich auch einige Freude am Beruf flöten, was ich sehr schade fand. Und auch die Alltagsqualität leidet, ebenso wie die gemeinsame Zeit mit dem Olivchen. Das möchte ich nicht mehr.

Ich möchte versuchen, in 2013 mehr Ruhe in unseren Familienalltag zu bringen. Weniger Hetze, mehr Zeit für uns. Zeit zum Spielen, Basteln, Malen, Lesen. Für mich bedeutet das, mich noch besser zu strukturieren. Durchdachter einzukaufen, besser zu planen. Mehr auf mich selbst zu hören und mir weniger Druck von außen machen zu lassen. („Wir müssen uns UBEDINGT diese Woche treffen! Ich hab die Kleine EWIG nicht gesehen!“)

Es bedeutete auch, einen Versetzungsantrag zu stellen, in der Hoffnung, eine Stelle zu bekommen, die weniger Fahrzeit und hoffentlich auch bessere Arbeitszeiten mit sich bringt. Die Teilzeit nicht nur verspricht, sondern auch hält. Im Gegenzug opfere ich tolle Kollegen, ein gutes Arbeitsklima und Arbeitsbedingungen, die ich anderswo sicherlich nie mehr bekomme. Aber die Familienzeit mit dem Olivchen wiegt all das auf. Und ich hoffe, ich werde mich auch an einem neuen Arbeitsplatz schnell einleben, nette Kollegen haben und zurechtkommen.

Neben diesem Hauptziel, Entschleunigung, möchte ich im Neuen Jahr:

  • mehr backen und in der Küche Neues ausprobieren
  • einen neuen Haarschnitt wagen
  • strukturierter vorbereiten
  • systematisch alle Krimskramsecken der Wohnung ausmisten (heute gleich drei Hotspots ausgeräumt- yay!)
  • mich mehr bewegen (ja nee, is klar…)
  • mich endlich wieder verlieben
  • mir wieder mehr Zeit zum Lesen nehmen
  • immer wieder hinterfragen, ob ich die Mutter bin, die ich meinem Kind gerne sein möchte- aufmerksam, nicht abgelenkt, geduldig. (dazu wird es noch einen eigenen Blogeintrag geben)
  • früher ins Bett gehen. Habe ich im letzten Jahr schon besser geschafft (von einigen Ausreißern abgesehen), aber ich denke, da geht noch was. Vor allem das (oft) sinnlose im Internet surfen, statt einfach mal ins Bett zu gehen, möchte ich weitestgehend reduzieren.

Und jetzt: auf geht´s, 2013! Packen wir´s an!

Read Full Post »

Bye bye 2012

Das alte Jahr liegt hinter uns und eigentlich ist es fast zu spät dafür. Trotzdem möchte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, 2012 in Form eines Jahresrückblicks zu verabschieden.

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Eine 7,5 würde ich sagen. Die erste Jahreshälfte war unheimlich spannend und schön, der Sommer ein Traum. Die zweite Jahreshälfte hätte für meinen Geschmak ein wenig stressfreier sein dürfen.

2. Zugenommen oder abgenommen?

Anfang des Jahres durch Wiedereinstieg in den Job und wochenlang verschleppte Krankheit einiges abgenommen, danach wieder draufgefuttert- ich lande immer wieder bei meinem üblichen Normalgewicht.
3. Haare länger oder kürzer?

Auch die sind vermutlich genausolang wie vor einem Jahr. Demnächst darf aber ein ganzes Stück wieder ab- ich freu mich drauf!

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

weder  noch

5. Mehr Kohle oder weniger?

Dank Pendelei und KiTa-Kosten weniger. Hmpf.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Ich gebe zu, im Vergleich zur Elternzeit ist es der schlechtere. Ich war unheimlich gerne mit dem Olivchen zuhause. Trotzdem ist es schön, wieder zu arbeiten und ich genieße die kleinen Freiräume und Freiheiten für mich.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Auto gekauft. Eindeutig mehr ausgegeben 🙂

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Außer ein paar neuen Erkenntnissen nix.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Weniger Sport gemacht, dafür aber über den Tag sehr viel mehr Rennerei als vorher. Ich sage: mehr bewegt.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Zu viele. Kehlkopfentzündung mit Seitenstangangina, zweimal Magen-Darm und eine Erkältung am Jahresende, die sich hartnäckig bis in den Januar hält.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

Endeutig die Kehlkopfentzündung. Die Erkältung habe ich verschleppt, weil ich nicht mehr fehlen wollte und hatte über zwei Wochen Halsschmerzen. Als ich zum Arzt giubg, war es so schlimm, dass ich kaum noch essen und nachts vor Schmerzen nicht schlafen konnte. Das muss ich bittedanke nicht mehr haben.

12. Der hirnrissigste Plan?

Keiner. Sehr vernünftig gewesen dieses Jahr.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

nix.

14. Die teuerste Anschaffung?
Das neue Auto, eindeutig.

15. Das leckerste Essen?

Da gab es so einige… Genial waren die tollen Menüs beim Wochenende mit meinen Eltern.

16. Das beeindruckendste Buch?
2012 war nicht unbedingt mein bestes Lesejahr. Viel zu viel seichtes gelesen… Aber die Tribute von Panem fand ich sehr fesselnd.

17. Der ergreifendste Film?
Hm. Obwohl ich im Kino war, kann ich mich an nichts außergewöhnlich Ergreifendes erinnern.

18. Die beste CD?
Serienhits für Kinder.

19. Das schönste Konzert?
Kein Konzert für mich dieses Jahr.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Püppi.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Ganz klar, der Püppi. Ansonsten mit der Familie, meiner Schwester und meinen Freunden

22. Zum ersten Mal getan?
Nach der Elternzeit wieder angefangen zu arbeiten. Taufpatin geworden ♥. Elternbeirätin geworden. Einen Braten gekocht und an Heiligabend die Familie zum Drei-Gänge-Menü bei mir eingeladen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Wieder gearbeitet. Den Großteil eines Tages ohne das Olivchen verbracht. Bauchkribbeln gespürt.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Kehlkopfentzündung. Alltagsstress. Unsanfte Landungen auf dem Boden der Realität. Den Tod meines Opas.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Ich erinnere mich an nichts, das besonderer Überzeugungskraft bedurft hätte.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Kann ich nicht beurteilen. Aber das PukyWutsch fürs Olivchen war ein Volltreffer, denn sie liebt es heiß und innig und fährt jeden Tag wie eine Wilde in der Wohnung damit herum.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Der Herbsturlaub.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Hab ´is lieb, Mama. / Sön, da du da bist, Mama.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Müssen andere beurteilen.

30. Deine Wörter des Jahres?

Working Mum.

31. Dein Unwort des Jahres?
Kehlkopfentzündung..

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Findet ihr in der Blogroll. ;-)

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!
2011.

Read Full Post »

Older Posts »