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Archive for the ‘Kita’ Category

Wenn ich mich an das letzte Jahr zurückerinnere, an den Wiedereinstieg in meinen Beruf, die Umstellung darauf, eine gewisse Zeit des Tages ohne das Olivchen zu verbringen, dann ist ein Gefühl, das in mir aufsteigt, Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass meine Tochter so problemlos den Sprung von „24 Stunden täglich Mama“ zu 6 oder 7 Stunden KiTa-Trubel geschafft hat. Dankbarkeit für das gute Gefühl, mit dem ich sie dort immer abgegeben habe. Dankbarkeit für das Vertrauen, dass ich immer in die Betreuung dort setzen konnte. Ein Vertrauen, ohne das ich nicht jeden Tag beruhigt zur Arbeit hätte fahren und mich dort voll und ganz meinen Aufgaben widmen können, ohne ständig zu grübeln, wie es meinem Kind wohl gerade geht.

Warum ich darüber nachdenke? Weil genau dieses Vertrauen, dieses beruhigende Gefühl, derzeit nicht mehr in dem Maße gegeben ist, wie ich es mir wünschen würde und für mein Wohlbefinden bräuchte. Weil ich derzeit morgens im Auto die Monate zähle, bis meine Tochter in den Kindergarten wechseln kann und ich das bei einer Betreuung, die mich und den Vater meines Kindes rund 460 Euro jeden Monat kostet, mehr als traurig finde.

In den ersten 11 Betreuungsmonaten durfte das Olivchen seine KiTa-Stunden in einer überschaubaren und sehr behaglichen Umgebung  verbringen. Die KiTa war in einer Vier-Zimmer-Altbauwohnung untergebracht, in der eine sehr warme und einladende Atmosphäre herrschte. Die Kinder fanden sich dort wunderbar zurecht und das Olivchen lebte sich in der heimeligen Umgebung sehr schnell ein. Bald wurde bekannt, dass der Träger der Kita einen Umzug in ein großes Gebäude, in welchem dann mehrere Krippen- und Kindergartengruppen untergebracht sein würden, plante. Nun gut, das würde zwar einige Organisation erfordern, da mit dem Umzug auch eine gewisse Schließzeit und eine erneute Eingewöhnungsphase verbunden sein würden, trotzdem klang alles wunderbar- ein großzügiger Außenbereich, Inklusion in den Gruppen, große Sport- und Kunsträume und eine moderne und funktionale Ausstattung der neuen Räumlichkeiten. Dass sich die Öffnungszeiten nach hinten verschieben sollten, so dass ich das Olivchen an meinen frühen Tagen statt wie gewohnt um 6.50 erst um 7 Uhr abgeben können würde, war ein erster Wermutstropfen für mich (zumal ich in den neuen Räumlichkeiten mehr Betreuungskosten zahlen musste), der jedoch einfach nicht zu ändern war. Bei einer Fahrtzeit von 30 Minuten und einem starren Arbeitsbeginn um 7.45 bedeutet das nun Stress an jedem meiner frühen Tage. Aber damit muss ich mich wohl oder übel abfinden. Die täglichen Challenges im Working Mum Alltag, sozusagen. Dennoch war ich hinsichtlich des Umzugs positiv gestimmt.

Das neue Kinderhaus zu sehen, als ich das Olivchen nach der Eingewöhnungswoche zum ersten Mal selbst in der Krippengruppe abgab, war dann doch… überraschend. Die Erzieherinnen und die Leitung hatten alles sehr nett und einladend dekoriert. Dennoch war der Unterschied zu den behaglichen Räumen der bisherigen Krippe krass. Statt einladender Gemütlichkeit kühles Grau, nackter PVC, im Eingangsbereich blanke Betonwände. Nun ja. Dafür eine wirklich tolle Ausstattung in den Räumen, ein Kunstraum mit Staffeleien, ein Bällebad, Haba-Spiele, die mein Mutterherz höherschlagen ließen. Und ein Olivchen, das sich wohlzufühlen schien. Also schluckte ich das ungute Gefühl hinunter. Aber die nächsten Bauchpikser kamen direkt im Anschluss: Die Gruppe des Olivchens ist im zweiten Stock. Eine Krippengruppe mit Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren im zweiten Stock unterzubringen, finde ich schon „spannend“. Dass dieser zweite Stock durch eine geradeläufige, lange Treppe, die weder durch einen Absatz, noch durch eine Wendung einen Sturz abbremsen kann, erreicht wird, finde ich als Mutter beunruhigend. Dasss diese Holztreppe jedoch in einem nackten Betonabsatz endet, DAS halte ich in einer Einrichtung für (Klein)Kinder für grob fahrlässig. Jeden Tag wenn ich das Gebäude über diese verdammte Treppe verlasse, habe ich einen Klumpen im Magen und versuche, mir NICHT vorzustellen, wie der (ja nun durchaus im Bereich des Möglichen liegende) Sturz eines kleinen Kindes auf dieser Treppe wohl ausgehen würde.  Das Gespräch mit der KiTa-Leitung , in dem ich entgeistert nachfragte, wann dieser Absatz mit Teppich oder Ähnlichem verkleidet werde,  ergab, dass das „so sein solle“. („Das ist nun mal der Stil des Architekten, die Wände sind ja genauso!“ -Ähm, hallo?) Ich bestand darauf, dass dies noch einmal mit dem Architekten besprochen und neu gestaltet werden müsse. Aktueller Stand: Der Architekt sieht kein Problem in diesem Absatz. Und mehr könne man nun nicht tun. Die Leiterin gab mir nun seine E-Mail-Adresse, nachdem sie nach eigener Aussage auf Granit biss. Als Elternbeirätin werde ich mich nun zuerst mit den anderen Eltern in Verbindung setzen, ehe ich ich mit diesem Architekten in Verbindung setze. Aber es muss sich etwas tun. Und die laxe Haltung der Kita-Leitung á la „Der Archtekt hat immer Recht“ stört mich sehr. Es geht hier um Kinder und um grundsätzliche Sicherheitsfragen. Da scheint mir das zweifelhafte ästhetische Konzept des Architekten doch eher zweitrangig.

Dass mir an diesem ersten Tag auf mein Nachfragen hin ganz nebenbei eröffnet wurde, man werde die ersten beiden Wochen gar nicht (!!) mit den Kindern ins Freie gehen, weil so viele Eingewöhnungskinder da seien und nach der Eingewöhnung wegen des noch unfertigen Außengeländes auch nicht regelmäßig hinauskönnen, war da noch die Sahnehaube. Zum Glück zahlte sich zumindest in diesem Fall meine Hartnäckigkeit aus, so dass nach intensiven Gesprächen mit KiTa-Leitung die Kinder zumindest an ein paar Tagen der Woche vormittags Sauerstoff tanken können. Auch das für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn die vielen Eingewöhnungskinder das nicht zulassen, müssen sie versetzt aufgenommen werden, meine ich. Aber auf Kosten der anderen betreuten Kinder darf und kann diese Intensivphase nicht gehen. Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe: wieso Eltern, deren Kind dort den ganzen Tag betreut wird, nicht auf die Barrikaden gehen. Mein Kind kommt nachmittags auch noch einmal „raus“, schließlich hole ich sie fast immer um 14 Uhr ab und habe dann meist Gelegenheit, mit ihr noch etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Und trotzdem ist mir Bewegung im Freien in der KiTa wichtig.  Aber ich scheine die einzige Querulantin zu sein, die ständig nachhakt, fragt, fordert.

Fest steht: mein Bauchgefühl ist im Moment bezüglich der Olivchenbetreuung nicht das Beste. Zum Glück habe ich nach wie vor Vertrauen in die Erzieherinnen unserer Gruppe, die einen wirklich tollen Job machen. Aber die Rahmenbedingung, das „Drumherum“ sollte eben auch stimmen, denke ich. Und das ist derzeit einfach nicht zu 100%  gegeben.

Was denkt ihr? Glucken-Mama oder berechtigte Sorgen?

 

 

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Nächste Woche Freitag schließt unsere Kita die Pforten. Bis Donnerstag werden die Kinder wie gewohnt betreut, dann heißt es Abschied nehmen. Da die Kita in ein größeres Gebäude zieht, findet zunächste eine Woche lang keine Betreuung statt, in der die Erzieherinnen den Umzug betreuen. Daran anschließend beginnt dann die ca. einwöche Eingewöhnungsphase in der neuen Kita, die von einem Elternteil übernommen werden muss.

Lustigerweise findet all dies fast genau ein Jahr nach der Eingewöhnung des Olivchens in die Kita statt. Und lustigerweise wird auch in diesem Jahr der Typ die Eingewöhnung des Olivchens betreuen und sich in der freien Woche vormittags um sie kümmern, da ich ja nicht einfach frei nehmen kann. Ich bin sehr gespannt, wie alles klappt. Einerseits bin ich ganz froh um die zusätzliche Entlastung, die das für mich bedeute. Ich weiß, dass die Püppi gut versorgt ist und kann so auch Nachmittags- und Abendtermine ohne schlechtes Gewissen oder Betreuungsengpass planen. (Und mit der besten Freundin ins Theater gehen 🙂 )

Andererseits erinnere ich mich noch gut, welche Konflikte die viele Anwesenheit des Typs in meiner Wohnung im letzten Jahr heraufbeschwor. Es krachte ganz gewaltig zwischen uns. Dies lag aber auch daran, dass sich beide viel in meiner Wohnung aufhielten, was zu typischen „Paarstreitereien“ („Kannst du nicht wenigstens das Frühstücksgeschirr deiner Tochter wegräumen, wenn ihr um 10!!! das Haus verlasst??“) führte, die wir eben als „Nichtpaar“ und ohne die entsprechenden emotionalen Puffer klären mussten. Sprengstoff, man kann es sich vorstellen.  Derzeit haben wir einen recht entspannten Umgang miteinander und schaffen es, Streitigkeiten nicht ausufern zu lassen. Das tut uns und vor allem dem Olivchen sehr gut. Klare Absprachen, gegenseitiger Respekt und das klipp und klare Abstecken und Einhalten der persönlichen Grenzen helfen dabei. Dennoch bin ich gespannt, wie das laufen wird in diesen beiden Wochen.

Außerdem stimmt es mich ein wenig sentimental, dass mit dem Schließen der Krippentore auch ein Abschnitt im Leben meines Olivchens zuende geht. In dieser Kita verbrachte mein kleines Mädchen die ersten Stunden „fern“ der Familie. Sie fand neue Freunde, gewöhnte sich an neue Rituale und wurde selbstständiger, jeden Tag ein kleines Stückchen. Sie lernte neue Spiele kennen, testete sich und ihre Grenzen aus, stritt und versöhnte sich. Sie lernte, ihr Spielzeug gegen andere zu verteidigen und setzte sich gegen größere Kinder durch. Für all diese Erfahrungen boten die kleinen und behaglichen Räume unserer Kita einen geschützen Rahmen. Mit dem Umzug wird nun alles größer werden. Moderner, besser ausgestattet und sicherlich toll für die Kinder. Mit Matschraum, großem Garten und vielen neuen Möglichkeiten, sich kreativ und motorisch zu betätigen. Aber eben auch weniger familiär und beschaulich.

Zum Glück bin ich mir jedoch sicher, dass es dem Olivchen auch in der neuen Kita sehr gut gefallen wird- zumal nur drei Kinder mit umziehen, so dass es in der ersten Zeit eine 1:1 Betreuung geben wird- wahrer Luxus also. Deshalb heißt es nun die letzten Tage in der alten Kita genießen und gespannt darauf warten, wie es in der „neuen“ Kita weitergeht…

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Mein Mädchen,

heute vor 18 Monaten lag ich im Kreißsaal und war noch etwas mehr als eine Stunde davon entfernt, dich kennenzulernen. Es war die schlimmste, anstrengendste Phase dieser Geburt. Presswehen, immer wieder Presswehen und nichts tat sich, so schien es mir. Immer wieder wartete ich darauf, das erlösende „Jetzt kommt das Köpfchen“ zu hören, aber das sollte noch eine ganze Weile dauern…

Achtzehn Monate, eineinhalb Jahre. Eine kleine Ewigkeit. Wie lange das her ist, wurde mir gestern klar, als wir uns mit deiner frischgeschlüpften Großcousine zum Spazierengehen trafen. Fünf Wochen ist sie alt und lag friedlich schlafend und winzigklein in ihrem Wagen. Und daneben du, mein großes, großes Mädchen.

Du bist gerade etwa 82 cm groß und wiegst ca 10 Kilo. Das ist gar nicht so schwer, wenn man bedenkt, dass du am Liebsten den ganzen Tag lang essen würdest.. Morgens in der Kita bist du zufrieden, wenn du mit deiner Vesperbox in den Frühstücksraum marschieren darfst. Mittags beim Abholen höre ich meist „Sie hat wieder 2 (3) Portionen gegessen!“. Und zuhause ist das erste, was ich von dir höre: „NANANE!!“ – in einem Kasernenbefehlston, der mich immer wieder zum Lachen bringt. Meist isst du also eine Banane oder ein Müsli mit Erdbeeren und Banane. Gehen wir noch in die Stadt, so isst du dort noch ein Einback oder ein Rosinenbrötchen und abends oft noch ein oder zwei Brote und eine Tomate. Wenn du zuhause ferühstückst, dann dürfen es gerne zwei bis zweieinhalb Brote sein (das esse ich auch!). Du siehst, wenig ist das nicht 😉

Es gibt fast nichts, was dir nicht schmeckt und das ist wirklich toll. Es macht darum auch riesigen Spaß, für dich zu kochen und dir Neues anzubieten, denn du probierst ganz furchtlos und spuckst nur selten etwas aus.

Was du am liebsten isst und trinkst: Pfannkuchen, Reis-Gemüse-Pfanne, Spätzle, Spargel, Bananen, Marmeladenbrote, Erdbeeren, Trauben, Tomaten, Karotten, frischgepressten Orangensaft, Wasser, deinen Schoppi, Apfelsaftschorle, Rotbäckchensaft…

Dass du trotz deiner Esserei doch recht zart bist, liegt sicher daran, dass du ein solcher Wirbelwind bist. Kleine Maus, manchmal wünschte ich mir wirklich, du könntest einmal für fünf Minuten still sitzen. Vielleicht ein Buch mit mir ansehen oder ein Puzzle machen. Aber von wegen. Action, action, action. Es gibt Tage, da bist du pausenlos in Bewegung, wie aufgezogen. Da wird überall gesucht, entdeckt und ausprobiert. Schranktüren geöffnet, Schubladen aufgezogen, Bücher aus dem Regal geworfen- das volle Programm eben.

Im Moment ist zu meinem Leidwesen dein liebstes Spiel, auf der Couch zu hüpfen zu klettern und sich über irgendwelche Kissen zu werfen. Dabei bist du so wild und ungestüm, dass ich nur darauf wartem dass du irgendwann herunterfällts. Und zwar mit Schwung. Heute war ich glücklicherweise daneben und konnte dich gerade noch festhalten, als du mit dem Gesicht voran hinbter einem Kissen her rutschtest. Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, wie dein Gesichtchen sonst ausgesehen hätte. Ich versuche immer wieder, dir beizubringen, dass auf der Couch nicht gehüpft wird, aber das ist schwierig. Denn du scheinst mein Schimpfen und ernstes „Nein“überhaupt nicht als erst zu empfinden, sondern kreischst und lachst meist vor Vergnügen und kriegst dich kaum noch ein. Ich hoffe sehr, ich finde einen Weg, dir das klarzumachen, ehe du wirklich einmal von der Couch fällst.

Furchtlos bist du nicht nur zuhause, auch auf dem Spielplatz tobst du wie eine Große. Diese Woche bist du zum ersten Mal alleine gerutscht und hast durch stundenlanges „Üben“ auch entdeckt, wie du am besten alleine die Leiter zur Rutsche bezwingst. Auch die Schaukel liebst du sehr und manchmal, wenn ich ganz viel Glück habe, kannst du auch versunken eine Weile mit deinem Eimerchen, Schäufelchen und Förmchen im Sand spielen und ganz ruhig sitzenbleiben. Manchmal…

Beim Spielen zuhause liebst du vor allem deine Puppen. „Pubba, Pubba“, höre ich immer wieder und oft muss die kleine Puppe, deine Mimi, auch mit ins Bett. Tagsüber wird sie im Puppenwagen umhergefahren, geküsst, mit „Eias“ bedacht und darf „Backe backe“ machen, wobei du sie in die Hände klatschen lässt. Richtige Mädchenspiele eben ;-). Neben den Puppen ist jedoch vor allem der „Baj“ angesagt. Du liebst Bälle und entdeckst sofort, wenn irgendwo einer herumliegt. Und du spielst auch ganz toll mit ihnen, kickst wie eine kleine Fußballerin, im Stand, aus dem Laufen und mit richtig viel Schwung. (Und wenn du ein „Tor“ schießt, klatschst du dir selbst Applaus. 😉 ). Wer weiß, wie sich das noch entwickelt… 😉

Deine Sprachentwicklung hat in den letzten Wochen einen riesigen Sprung gemacht. Auf Fragen kannst du mit Ja oder Nein antworten, du verstehst vieles und kannst langsam einige der Gegenstände um dich herum benennen. Eine Auswahl:

dinda – trinken

Booo – Brot

Nunu – Schnuller

biddee – bitte

dangeee – danke

ja

nei/ nein

allo – Hallo

dada – tschüss

Wawa – Hund

MMa – Oma

Tande – Tante

Buba – Opa

Dinda –  Kinder

Mama

Papa

Miau – Katze

Pubba – Puppe

Bajj – Ball

Bambampe – Bauchnabel

Nanane – Banane

Waaah – Tiger, Löwe

Muh – Kuh

Mäh – Schaf

Uume – Blume

Bam – Baum (kurioserweise auch Leberfleck, Mamas B.rust und Bauch)

Am – Arm (als Antwort auf die Frage “Willst du auf den Arm?)

Running Gag ist nach wie vor der “Küsschen – Dialog” : “Kriegt die Mama (der Opa, die Oma…) einen Kuss?” – “NEINNN!”. Lustigerweise bist du bei anderen Kindern, Puppen und Spielzeug eine große Küsserin und auch ich muss den Lieblingsspielsachen immer wieder meine Liebe beweisen. Mehrmals am Tag streckst du mir kleine Legotiere, Stofftierchen oder Pubbas entgegen, damit ich sie küsse oder “Eia” mache. Zum Glück bekomme ich mein tägliches Küsschen beim Verabschieden in der Kita und wenn ich viiiiiel Glück habe, streckst du mir auch mal am Nachmittag dein kleines Schnütchen entgegen und gibst mir einen Schmatz.

Leider ist das Schlafen tagsüber gerade ein wenig problematisch. Du schläfst zwar nach wie vor alleine ein, wachst aber nach ca. 40 Minuten wieder auf. Und das ist zu wenig für uns beide. Du wirst unheimlich früh wieder müde und möchtest am liebsten um 18 Uhr wieder schlafen und ich schaffe es in dieser Zeit kaum, das Chaos in der Wohnung zu lichten, geschweige denn mal ein paar Minuten für mich zu haben. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, wenn morgen wieder die Kita beginnt.

Was sich in den letzten Wochen definitiv weiterentwickelt hat, ist dein eigener Wille. Nicht, dass du den nicht schon vorher gehabt hättest, aber er äußert sich nun auch gerne mal in einem handfesten Trotzanfall. Von auf-den-Boden-werfen bis hin zu steif-machen-und-schreien ist wirklich alles dabei. Treten, heulen, weinen… Das Wickeln artet oft in riesiges Geschrei aus, das die Nachbarn sicher vermuten lässt, du würdest gerade geschlachtet. Ääähm, nö, eigentlich nicht. Besonders nach anstrengenden Kita und Spielplatztagen bist du abends oft richtig müde und fertig, was die Stimmung beim Wickeln und bettfertig machen nicht gerade verbessert. Dann kann es schonmal vorkommen, dass du das gesamte Fertigmachen über durchbrüllst. Und ich gebe zu, manchmal möchte ich einfach mitbrüllen oder antworte schon mal mit einem gereizten “Das Windelwechseln mach MIR gerade auch nicht mehr Spaß als dir, das musst du nicht meinen!!”. Mamas sind eben auch nur Menschen.

Zum Glück bessert sich die Laune beim anschließenden Booo essen und dem Schoppi immer wieder, so dass unsere Abende immer sehr ruhig und schön ausklingen. Den Schoppi trinkst du immer auf einem Kissen auf der Couch, über die ich dann immer eine kleine Decke lege, falls mal etwas Milch danebenläuft. Seit du selbst auf die Couch klettern kannst, kommt es schon mal vor, dass du bereits rüberläufst, die Decke ausbreitest und dich bereits in Position begibst, während ich die Milch warmmache. Beim ersten Mal habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich dich da liegen sah!

Nach dem Schoppi bekommst du deinen Schnuller und dann liegst du noch eine Weile bei mir, den Kopf in meine Halsbeuge gekuschelt und döst vor dich hin oder schläfst schon mal ein. So sitzen wir dann und können beide zur Ruhe kommen. Später trage ich dich dann in dein Zimmer. Bist du noch wach, dann beten wir, ich decke dich zu und sage dir gute Nacht. Und wenn ich dann später ins Bett gehe, dann hole ich dich rüber ins große Bett. Erstens ist es einfach schön, dich bei mir zu haben, zum anderen erleichtert es das nächtliche Schnullersuchen oder das Trösten nach einem schlechten Traum unheimlich, denn so schläfst du ratzfatz wieder ein und in vielen Nächten weiß ich hinterher gar nicht, ob du überhaupt einmal wachwurdest, weil wir so schnell wieder eingeschlafen sind.

Während ich gestern abend diesen Eintrag schrieb, hörte ich dich plötzlich aus dem Babyphone weinen. Ich ging schnell hinüber in dein Zimmer und fand dich weinend im Bett sitzen. Als ich dich aus dem Bettchen hob, wirktest du völlig wach und wolltest dich auch nicht wieder hinlegen lassen. “Nein, nein!” war die entschiedene Reaktion auf meine Versuche. Also nahm ich dich mit hinüber und legte dich ins mein Bett. Das war ok, jedoch nur, solange ich daneben lag. Als ich vorsichtig aus dem Schlafzimmer schlich, um die Lichter ausschalten und mich bettfertig machen zu gehen, hörte ich es hinter mir sofort rascheln und tapsen- du kamst hinterher. Na gut, nahm ich dich eben mit (auch wenn ich befürchtete, du könntest so wach werden, dass die nächsten Stunden an Schlaf nicht mehr zu denken sei…). Gemeinsam machten wir die Lichter aus und gingen ins Bad, wo ich mich fertigmachte und dir noch eine frische Windel verpasste. Dann legten wir uns gemeinsam ins Bett. Im Dunkeln konnte ich die Digitalanzeige des Videorecorders sehen. 00:30. Während du auf mich klettertest und deinen Kopf in meine Halsbeuge legtest, erzählte ich dir, dass 18 Monate zuvor gerade die allerletzten Minuten deiner Geburt angebrochen waren. Ganz still lagst du da und hörtest mir zu. Und so kam es, dass wir um 00:38 Uhr, auf die Minute genau 18 Monate, nachdem du geboren und mir auf die Brust gelegt wurdest, beieinander lagen wie damals. Ganz still und friedlich und voller Liebe.

Mein Mädchen. Zum 18-Monatsgeburtstag wünsche ich dir alles Gute und gebe dir einen dicken Kuss.

Ich liebe dich, mein Schatz!

Deine Mama

 

 

 

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1 Jahr, 5 Monate, 2 Wochen

 

Mein Schatz,

im Moment hast du es ziemlich eilig. Ich habe das Gefühl, täglich zu sehen, wie du wächst und dich entwickelst. Ganz wunderbar ist das, denn mit jedem kleinen Entwicklungsschub, den du durchmachst, verstehst du mehr und kannst dich mir immer besser  verständlich machen. Sprachlich machst du gerade eine riesige Entwicklung durch. Bereits seit zwei, drei Wochen beobachte ich, wie du immer mehr von dem verstehst, was ich dir sage. Seit etwa einer Woche antwortest du ganz gezielt mit „ja“ und „nein“ auf meine Fragen. Vorher war ein „ja“ die Standardantwort, wenn du eine Frage verstanden hattest (und manchmal auch dann, wenn nicht 😉 ). Mittlerweile sagst du ganz genau, was du möchtest. Dauerlacher ist derzeit der beliebte Dialog: „Spatzl, kriegt die Mama einen Kuss?“, woraufhin du erst überlegst, dann energisch den Kopf schüttelst und mit einem entschiedenen „Nei“ oder „Nein“ antwortest. Das sind die Momente, in denen ich dich einfach auffressen könnte. Frage ich dich dann, ob ich dir denn einen Kuss geben dürfe, so antwortest du (wenn ich Glück habe) meist mit „Ja“ und streckst mir dein Bäckchen entgegen. Morgens, beim Verabschieden in der Kita bekomme ich immer einen Abschiedskuss, der mir den ganzen Morgen versüßt.

Überhaupt, die Kita. Wohl gefühlt hast du dich ja von Anfang an, aber mittlerweile bist du wirklich vollständig angekommen. Mittags schläfst du im Schnitt eine Stunde und manchmal sogar noch länger. Das zeigt mir deutlich, wie heimisch du dort geworden bist. Mit den anderen Kindern verstehst du dich sehr gut und du hast auch schon einige kleine Freunde gefunden. C., die zwar etwas älter, aber genauso groß wie du ist, hat es dir besonders angetan. Oft winkt sie dir noch nach, wenn ich dich mittags abhole und auch du möchtest dich oft noch extra von ihr verabschieden, wenn wir gehen. Vor kurzem brachtest du sie zum Weinen, weil du sie so stürmisch umarmtest und sie einfach nicht mehr loslassen wolltest. Bei diesem Anblick musste ich laut losprusten. Dieses Bild, wie C. durch den Flur der Kita lief, während du sie von hinten umarmtest, dabei mit einer Hand ihren Kopf streicheltest und „Eia Eia“ riefst. Als sie zu weinen begann, ließ dich das nur noch stürmischer „Eia“ machen, schließlich musstest du sie ja trösten. Zu zweit mussten wir euch trennen. Meine wilde, Liebe-volle Püppi!

Wenn wir morgens aus dem Haus gehen und ich dir sage „Jetzt gehts in den Kindergarten, wir fahren zu den Kindern!“, rufst du strahlend „Dinda, Dinda!“ Dein glückliches Lächeln, wenn wir dort ankommen und du mit deiner Vesperbox zufrieden in den Frühstücksraum läufst, sagt mir jeden Tag, dass du gut aufgehoben bist, bis ich dich wieder abholen komme. Aber du freust dich auch sehr, wenn du mittags abhgeholt wirst. Als diese Woche eine andere Mama einige Minuten vor mir klingelte, um ihr Kind abzuholen, warst du wohl schon erwartungsfreudig in den Flur gelaufen. Die Erzieherin erzählte mir, die Enttäuschung, nicht deine Mama in der Tür stehen zu sehen, sei dir ins Gesicht geschrieben gewesen. Und umso größer die Freude, als ich dich ein paar Minuten später dann tatsächlich abholen kam. Auch für mich ist das Abholen jeden Tag eine riesige Freude, weil ich es kaum erwarten kann, dich mittags endlich wieder bei mir zu haben.

Motorisch hast du in der letzten Zeit einen großen Sprung gemacht. Spiele und Spielzeuge, die dich zuvor kaum reizten, machen dir jetzt großen Spaß. Morgens, während ich mich im Bad fertigmache, sitzt du gerne im Laufstall und spielst mit deiner Ringpyramide. Ganz sorgfältig steckst du die Ringe auf den Stab und freust dich riesig, wenn alle richtig darauf sitzen. Und auch die Sortierbox steht derzeit hoch im Kurs. Hast du dann eine Form richtig hineingesteckt, klatschst du dir vor Begeisterung selbst Applaus und bringst mich damit jedesmal zum Lachen.

Was das Sprechen angeht, so wächst dein Wortschatz jeden Tag. Hier eine Auswahl deiner aktuellen Wörter und Laute:

Nanane – Banane

Baj – Ball

ja – ja

nei/ nein – nein

Dande – Tante

Oma – Oma

Mama

Papa

Emi

dinde – trinken

Dinda – Kinder

die da – das da (meist mit energischer Gestik, weil du genau DAS DA haben möchtest…)

Kikeki – Hahn

Ihiiiii (+Kopfschütteln) – Pferd

Wawa – Hund

Mia – Katze

Bot – Brot

bitte – bitte

dage – danke

 

Und was mich noch mehr freut: du verstehst auch so vieles. Morgens kletterst du meist über mich aus dem Bett und signalisierst mir durch lautes Spielen mit allen Gegenständen auf dem Nachttisch, dass das Dösen jetzt mal ein Ende haben sollte. Sage ich dann: „Läufst du schon mal zur Türe?“, dann antwortest du mir mit einem begeisterten „Jaaa!“ und rennst los. Auf mein „Soll ich dir einen Schoppi machen?“, bekomme ich meist ein „Jajajaja, biddee! Dinde!“ zu hören. Während ich die Milch warmmache, flippst du oft schon völlig aus und rufst „Biddebiddebidde!“, als wärst du am Verdursten. Kleine Dramaqueen 😉

Aber diese Dramatik legst du ja auch beim Essen an den Tag 😉 Du isst im Moment wieder einmal wie ein kleiner Scheunendrescher. In der Krippe isst du oft zwei Portionen vom Mittagessen und auch die Vesperbox ist meist komplett leergegessen. Nachmittags bist du eigentlich fast nur am Essen. Wenn wir nach Hause kommen, mache ich dir meist Obstsalat aus Banane und Erdbeeren, mit etwas Müsli und Joghurt. Das verschlingst du wie eine Verhungernde, nur um eine Stunde später lautstark nach Essen zu verlangen. Sind wir in der Stadt unterwegst, isst du meist noch ein ganzes Hefeteilchen. Manchmal lässt du dann das Abendessen ausfallen, im Moment jedoch hast du auch abends einen wirklich guten Appetit. Vorgestern hieß das zwei Frischkäsebrote mit einer ganzen großen Tomate. Dir beim Essen zuzusehen ist eine wahre Freude. Mit deiner Gabel spießt du ganz glücklich die Brot und Tomatenstückchen auf und schaufelst in einem Affenzahn den ganzen Teller leer. Aufpassen  muss ich nur, dass du nicht ein halbes Brot auf einmal in den Mund steckst, denn manchmal kann es dir gar nicht schnell genug gehen, alles aufzuessen…

Es ist wirklich toll, wie du jeden Tag weiter wächst, dich entwickelst und Neues aufnimmst. Die Freude, mit der du die Welt entdeckst, überträgt sich auf alle, die bei dir sind. Dein lautes Lachen, die strahlenden Augen und deine stürmische, wilde Art, mit der du Zärtlichkeiten verteilst und tobst- ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass es dich gibt, kleine Sonne.

Ich liebe dich. Deine Mama

 

Heute mittag hast du mir auf deine ganz spezielle Art eine Liebeserklärung gemacht, die mir das Herz übergehen ließ. Nach dem Mittagessen legte ich mich mit dir zusammen zu einem Mittagsschläfchen hin. Zuerst wolltest du einige Minuten auf mir liegen, legtest dich dann jedoch neben mich, den Kopf in meine Armbeuge gekuschelt. Weil du zum Einschlafen gerne deine oder meine Haare in der Hand hältst, suchte deine Hand auch heute wieder meinen Pferdeschwanz und strich mir immer wieder durchs Haar. Ganz ruhig lagen wir da, die Gesichter einander zugewand. Du sahst mich an und flüstertest ganz versunken und zufrieden: „Mama“ .

Liebe pur.

 

 

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Heute, beim Abholen aus der Kita: Weil unsere Brotdose im Kühlschrank lag, musste die Erzieherin des Olivenkindes sie noch schnell aus der Küche holen. Die kleine C., die sie auf dem Arm hatte, setzte sie kurzerhand auf dem Boden ab, was diese mit lautem Weinen quittierte. Während die Erzieherin in der Küche hantierte, kniete ich mich ein Stückchen vor vor C. auf den Boden und redete beruhigend auf sie ein (was sie leider nicht im Geringsten beeindruckte 😉 ) Während ich also kniend auf Klein-C einmurmelte, begann das Olivenkind, sich unruhig auf meinem Schoß zu winden. Schließlich ließ ich sie los undsie kletterte herunter und lief zu C. hinüber. Und dort angekommen? Hob sie die Hand und streichelte C. über die Wange.

Und ich konnte kaum fassen, wie „groß“ und empathisch mein Mädchen mittlerweile ist. Und platzte innerlich fast vor Stolz und Freude über dieses Kind.

*C. fand das Gesichtstreicheln übrigens weniger schön, es brachte sie eher noch mehr zum Weinen. Aber toll fand ich´s trotzdem. Schließlich ist es die Geste, die zählt. 😉

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… dann liegt das zumindest in diesem Fall daran, dass kleine Olivenkinder unheimlich schnell groß werden.

Heute morgen in der Kita, das übliche Spiel: Wir laufen hinein, das Olivenkind winkt von meiner Hand aus den Erzieherinnen zu und wandert mit mir den Flur entlang zu den Holzkisten, in denen die Straßen- und Hausschuhe verstaut werden. Während ich der kleinen Dame die einen Schuhe aus- und die anderen anziehe, holt sie sich schonmal ihre Brotdose aus meiner Handtasche, um direkt los in den Frühstücksraum zu laufen, sobald sie „freie Füße“ hat.

Ich räume noch schnell die Straßenschuhe auf und gehe ebenfalls ins Frühstückszimmer, um mich zu verabschieden (Nicht dass das für mein Kind zwingend notwendig wäre- die Brotdose in die Hand zu nehmen heißt für das Olivenkind, der Kita-Tag hat begonnen- Tschüss, Mama!). Was ich dort sehe, bringt mich zum schmunzeln. Die Püppi hat bereits eines der kleinen Stühlchen zurechtgerückt und sich, ihre Brotdose vor sich, an den Tisch gesetzt. In diesem Moment sieht eine der Erzieherinnen auf und sagt: „Olivenkind, so kannst du noch nicht essen. Hol dir erstmal einen Teller, ja?“ Das Olivenkind sieht sie an, steht von seinem Stühlchen auf, läuft hinüber zum Regal, nimmt einen kleinen Plastikteller heraus und stellt ihn vor sich auf den Tisch, ehe es sich wieder setzt.

Und ich? Hab´ Tränen in den Augen vor Stolz und Liebe und Rührung.

Du großes Mädchen, du. Hach!

 

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… wenn ich nicht ganz schnell anfange, wieder einmal aufzuschreiben, was bei dir gerade so los ist, dann komme ich vor lauter Neuem gar nicht mehr hinterher. Du machst riesige Entwicklungssprünge, die überraschen, freuen, herausfordern und vor allem die Herzen deiner Lieblingsmenschen immer wieder schneller schlagen lassen.

Jeden Tag erfreue ich mich an dem wundervollen Charakter, an der Persönlichkeit, die sich mir offenbart. Keine Frage, eine Persönlichkeit warst DU von Anfang an. Bereits in meinem Bauch, bereits zu einer Zeit, als ich noch gar nichts von dir wusste. Hast dich gegen alle Widrigkeiten ins Leben gekämpft, hast in meinem Bauch gepoltert, hast dir, sobald du auf dieser Welt warst, die Herzen aller Menschen um dich herum im Sturm erobert. Hast deine Bedürfnisse, deine Wut und alles, was dich bewegte in die Welt hinausgeschrien. Hast deinen eisernen Willen gezeigt, wenn es darum ging, Schläfchen zu verweigern oder dich vom Fleck zu bewegen. Ja, eine Persönlichkeit bist du schon immer. Und was für eine… ♥

Aber mittlerweile treten die Facetten deines Charakters viel deutlicher hervor. Es gibt so vieles, das dich ausmacht, besonders macht, zum meinem wundervollen Mädchen macht. Das Neueste in Kürze:

Essen:

  • Du isst wie ein Scheunendrescher. Abends und morgens kannst du locker zwei Brote mit Belag verputzen, mittags forderst du oft eine zweite Portion ein. Schön ist das! Besonders liebst du Trauben, Erdbeeren und Joghurt.

Sprache/ Verstehen:

  • Du liebst Katzen und erkennst sie in Natura, als Kuscheltier und in Bilderbüchern. Siehst du eine, beginnst du zu strahlen und sagst „Miamia“.
  • Wenn Hunde bellen, sagst du „Wawa“
  • Du verstehst mittlerweile unglaublich viel. Frage ich: „Wo ist Mamas Bauchnabel?“, so beginnst du, mein Shirt hochzuziehen, um auf ihn zeigen zu können. Habe ich eine Bluse an, willst du diese aufknöpfen, um zum Bauchnabel zu gelangen. Auch die Nase zeigst du auf Aufforderung.
  • Reiche ich dir ein Taschentuch und sage: „Putz mal Mamas Nase!“, so wischst du strahlend mit dem Tuch meine Nase ab.
  • Du sprichst unglaublich viel- leider noch immer in keiner mir bekannten Sprache. Trotzdem verstehen wir dich ganz gut. Minga minga ist essen und wird von so eindeutigen Gesten begleitet, dass kein Zweifel offenbleibt, was denn nun das „Minga“ deiner Wahl ist. Deine „Zweiwortsätze“ aus „Minga bittera“, begleitet von heftigem Deuten auf die Trauben bringt mich immer wieder zum Losprusten.
  • Dauerbrenner: Das Wechselspiel aus „Mama?“ – „Jaaa?“ – „MAma!“ – „JAAAAaa?“ – „MAMA!!“ – „Jahaaaaaa??!!“ (….) Ich, Mama- immer wieder hachzig, immer wieder toll!
  • Zur Puppe (und kurioserweise auch vielen anderen Dingen) sagst du „Beeebiiiiii“

Temperament:

  • Du kannst mittlerweile richtig bilderbuchmäßig zornig werden. Wenn dir etwas nicht passt, machst du dich steif und schreist wütend los. Gerne rollst du dich dann auf dem Boden auf den Bauch und weinst vor Wut. Beliebt ist auch festes mit-den-Füßen-treten auf dem Wickeltisch.
  • Andererseits bist du sehr liebevoll. Auch wenn du wütend heulst, weil ich dir zum Beispiel gerade die Nägel schneide, kann es passieren, dass du währenddessen mit der anderen Hand meinen Rücken streichelst. ♥
  • Außerdem habe ich vor einer Woche das erste Küsschen von dir bekommen. Hach!!

Spielen:

  • Bücher anschauen macht dir noch immer viel Spaß. Neu ist, dass du nun auch einmal ein Buch bringst, dich auf meinen Schoß setzt und es dort mit mir ansehen willst. Die Tiere in den Büchern sind dabei natürlich das schönste.
  • Gestern hast du dir auf dem Balkon die Gieskanne geschnappt und ganz sorgfältig alle Blumen, die da standen, „gegossen“ (die Gieskanne war leer ;-))
  • Deine Duplotiere lässt du über den Boden laufen und du magst es sehr, wenn ich sie bewege und die entsprechenden Tiergeräusche mache.

Kita:

  • In der Kita schnappst du dir morgens direkt nach dem Hausschuhe anziehen deine Brotdose und läufst in den Frühstücksraum. Dort beginnst du dann, deinen Stuhl zurechstzurücken und bist so eifrig bei der Sache, dass du meist nicht mehr mitbekommst, wenn ich dir tschüss sage.
  • Nach der Kita bist du oft so fertig (und schläfst trotzdem nicht mehr..), dass ich dich gegen abend nur noch in die Tragehilfe nehmen kann. Die Nähe tut uns beiden gut und oft bist du völlig zufrieden, wenn du eng an mich geschmiegt einfach nur getragen wirst.

Motorik:

  • Du winkst zur Zeit wieder sehr gerne und strahlst dabei vor Freude.
  • Du läufst vorwärts, rückwärts, rennst, fährst wie eine wilde den Puppenwagen durch die Wohnung und hast es heute zum ersten Mal geschafft, alleine auf die Couch zu steigen (DAS hätte gerne noch warten können, bis du drei oder vier bist, oder so 😉 )
  • Beim Kinderarzt hast du heute auf einer Art „Zaubertafel“ zum ersten Mal gemalt und ich war verblüfft, wie toll du den Stift gehalten und wildes Gekritzel aufs „Papier“ gezaubert hast.

Mein Mädchen, es ist einfach wunderbar, dir beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen.

Ich liebe dich! Deine Mama.

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