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Archive for the ‘Mama’ Category

Heute, als wir vom Einkaufen nach Hause fuhren und du hinten im Auto „Zu lauter machen, Mama!“ verlangtest, weil eines deiner Lieblingslieder im Radio lief, da hatte ich auf einmal das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Plötzlich sitzt da hinten im Kindersitz ein richtiges, großes Kind. Eines, das „Den Nuni lass´mer da,“ sagt, wenn wir aus dem Auto steigen. Eines das „Is will aussteigen“ brüllt, wenn es keine Lust mehr hat, im Buggy zu sitzen. Natürlich ist das Quatsch, dieses „Zeitsprung-Gefühl“. Schließlich hat sich all das langsam entwickelt. Aber wir sind einfach gerade an einem Punkt angelangt, von dem ich vor allem in der ersten Zeit mit Baby, so schön sie auch war, sehnsüchtig geträumt habe. Davon, ein Kind zu haben, mit dem man reden kan. Das sagen kann, WO es nun gerade wehtut, nachdem es hingefallen ist. Eines, mit dem man gemeinsam den Tisch decken und auch wieder abräumen kann. Das erzählt, was es nachts geträumt hat (Lenno spielen!). Mit dem man sich an den Tisch setzen und malen kann. Oder ein Buch lesen. Oder den Sandmann gucken.

Ein Kind, mit dem man sich auch mal eine Runde unterhalten kann:

„Wie heißt denn die große Puppi?“

„Wursalat!“

„Und die kleine Puppi?“

„Kleine Wursalat!“

Was ich mit all dem sagen will? Dass ich dieses Alter gerade unheimlich genieße. Das sage ich zwar in jedem Alter (und so soll das ja auch sein! 🙂 ), aber es stimmt. Jeden Tag lache ich mich kaputt über irgendetwas, was du sagst oder tust oder ich schmelze dahin, weil du etwas so unheimlich niedliches gesagt hast.  Das wiegt die Wutanfälle beim Abholen aus der KiTa (Frisse Windel machen! – NEIIIN! Frisse Windel NIST! NEIIIIIIN! Hose anziehn NIST!), die Quengelnachmittage, weil du in der KiTa wieder nicht in den Mittagsschlaf gefunden hast und die Trotzanfälle, bei denen du nicht mehr Treppe laufen/im Buggy fahren/ auf dem Arm sein/ selba laufen/ an der Hand gehen/ Puppenwagen schieben… willst, mehr als auf.

Und weil es so schön ist, hier noch ein kleines Best of deiner Plaudereien aus der letzten Zeit:

„Hab is lieb, du tleiner Mamihase!“

Morgens im Bett (in mein Ohr geflüstert, ich schlafe noch): „Mamaaa? Woll´n ma Fernseh gucken??“

Beim Frühstück, als ich es wage, deine Toastbrotwürfel mit der Hand auf deinen Teller zu schieben: „MAMA (Teenietonfall)!! Mit den Fingern nist! Mit dem Messa!“

„Mama? Wie heißt du, Mama? „-  „Ich heiße … . Und wie heißt du?“ „Oliiiibia. Wie heißt du, Olibia? *pruuuust*“

„Wo geh´ ma hin, Mama?“

Als wir an einem unserer Lieblingsrestaurants vorbeikommen (geniale Burger und Pommes): „Da geh´ma rein! Pommef essen!“

„Mama, Krade nie mea Sorgen um Geld hören?“ „Mama, Hababibi hören?“

„Woll´n ma aufstehn, Mama? Woll´n ma Toastbrot essen gehn?“

Und, unspektakulär, aber einer meiner Lieblingssätze: „Mama, Pipi machen? Mama, Windel wechseln?“ Damit hast du nämlich in den letzten Tagen immer öfter rechtzeitig darum gebeten, auf die Toilette gesetzt zu werden. Erste Anzeichen von Stubenreinheit, sozusagen. Yeah!

Hach, kleine Maus, ich kann dir kaum sagen, wie stolz ich jeden Tag auf dich bin. Einfach nur, weil du bist, wie du bist. Wild, neugierig, lustig, liebevoll, immer in Bewegung. Mein Wirbelwind. Mein Mädchen.

Es ist unendlich schön, dass es dich gibt mein Schatz. Ich liebe dich so sehr.

Deine Mama

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Wenn ich mich an das letzte Jahr zurückerinnere, an den Wiedereinstieg in meinen Beruf, die Umstellung darauf, eine gewisse Zeit des Tages ohne das Olivchen zu verbringen, dann ist ein Gefühl, das in mir aufsteigt, Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass meine Tochter so problemlos den Sprung von „24 Stunden täglich Mama“ zu 6 oder 7 Stunden KiTa-Trubel geschafft hat. Dankbarkeit für das gute Gefühl, mit dem ich sie dort immer abgegeben habe. Dankbarkeit für das Vertrauen, dass ich immer in die Betreuung dort setzen konnte. Ein Vertrauen, ohne das ich nicht jeden Tag beruhigt zur Arbeit hätte fahren und mich dort voll und ganz meinen Aufgaben widmen können, ohne ständig zu grübeln, wie es meinem Kind wohl gerade geht.

Warum ich darüber nachdenke? Weil genau dieses Vertrauen, dieses beruhigende Gefühl, derzeit nicht mehr in dem Maße gegeben ist, wie ich es mir wünschen würde und für mein Wohlbefinden bräuchte. Weil ich derzeit morgens im Auto die Monate zähle, bis meine Tochter in den Kindergarten wechseln kann und ich das bei einer Betreuung, die mich und den Vater meines Kindes rund 460 Euro jeden Monat kostet, mehr als traurig finde.

In den ersten 11 Betreuungsmonaten durfte das Olivchen seine KiTa-Stunden in einer überschaubaren und sehr behaglichen Umgebung  verbringen. Die KiTa war in einer Vier-Zimmer-Altbauwohnung untergebracht, in der eine sehr warme und einladende Atmosphäre herrschte. Die Kinder fanden sich dort wunderbar zurecht und das Olivchen lebte sich in der heimeligen Umgebung sehr schnell ein. Bald wurde bekannt, dass der Träger der Kita einen Umzug in ein großes Gebäude, in welchem dann mehrere Krippen- und Kindergartengruppen untergebracht sein würden, plante. Nun gut, das würde zwar einige Organisation erfordern, da mit dem Umzug auch eine gewisse Schließzeit und eine erneute Eingewöhnungsphase verbunden sein würden, trotzdem klang alles wunderbar- ein großzügiger Außenbereich, Inklusion in den Gruppen, große Sport- und Kunsträume und eine moderne und funktionale Ausstattung der neuen Räumlichkeiten. Dass sich die Öffnungszeiten nach hinten verschieben sollten, so dass ich das Olivchen an meinen frühen Tagen statt wie gewohnt um 6.50 erst um 7 Uhr abgeben können würde, war ein erster Wermutstropfen für mich (zumal ich in den neuen Räumlichkeiten mehr Betreuungskosten zahlen musste), der jedoch einfach nicht zu ändern war. Bei einer Fahrtzeit von 30 Minuten und einem starren Arbeitsbeginn um 7.45 bedeutet das nun Stress an jedem meiner frühen Tage. Aber damit muss ich mich wohl oder übel abfinden. Die täglichen Challenges im Working Mum Alltag, sozusagen. Dennoch war ich hinsichtlich des Umzugs positiv gestimmt.

Das neue Kinderhaus zu sehen, als ich das Olivchen nach der Eingewöhnungswoche zum ersten Mal selbst in der Krippengruppe abgab, war dann doch… überraschend. Die Erzieherinnen und die Leitung hatten alles sehr nett und einladend dekoriert. Dennoch war der Unterschied zu den behaglichen Räumen der bisherigen Krippe krass. Statt einladender Gemütlichkeit kühles Grau, nackter PVC, im Eingangsbereich blanke Betonwände. Nun ja. Dafür eine wirklich tolle Ausstattung in den Räumen, ein Kunstraum mit Staffeleien, ein Bällebad, Haba-Spiele, die mein Mutterherz höherschlagen ließen. Und ein Olivchen, das sich wohlzufühlen schien. Also schluckte ich das ungute Gefühl hinunter. Aber die nächsten Bauchpikser kamen direkt im Anschluss: Die Gruppe des Olivchens ist im zweiten Stock. Eine Krippengruppe mit Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren im zweiten Stock unterzubringen, finde ich schon „spannend“. Dass dieser zweite Stock durch eine geradeläufige, lange Treppe, die weder durch einen Absatz, noch durch eine Wendung einen Sturz abbremsen kann, erreicht wird, finde ich als Mutter beunruhigend. Dasss diese Holztreppe jedoch in einem nackten Betonabsatz endet, DAS halte ich in einer Einrichtung für (Klein)Kinder für grob fahrlässig. Jeden Tag wenn ich das Gebäude über diese verdammte Treppe verlasse, habe ich einen Klumpen im Magen und versuche, mir NICHT vorzustellen, wie der (ja nun durchaus im Bereich des Möglichen liegende) Sturz eines kleinen Kindes auf dieser Treppe wohl ausgehen würde.  Das Gespräch mit der KiTa-Leitung , in dem ich entgeistert nachfragte, wann dieser Absatz mit Teppich oder Ähnlichem verkleidet werde,  ergab, dass das „so sein solle“. („Das ist nun mal der Stil des Architekten, die Wände sind ja genauso!“ -Ähm, hallo?) Ich bestand darauf, dass dies noch einmal mit dem Architekten besprochen und neu gestaltet werden müsse. Aktueller Stand: Der Architekt sieht kein Problem in diesem Absatz. Und mehr könne man nun nicht tun. Die Leiterin gab mir nun seine E-Mail-Adresse, nachdem sie nach eigener Aussage auf Granit biss. Als Elternbeirätin werde ich mich nun zuerst mit den anderen Eltern in Verbindung setzen, ehe ich ich mit diesem Architekten in Verbindung setze. Aber es muss sich etwas tun. Und die laxe Haltung der Kita-Leitung á la „Der Archtekt hat immer Recht“ stört mich sehr. Es geht hier um Kinder und um grundsätzliche Sicherheitsfragen. Da scheint mir das zweifelhafte ästhetische Konzept des Architekten doch eher zweitrangig.

Dass mir an diesem ersten Tag auf mein Nachfragen hin ganz nebenbei eröffnet wurde, man werde die ersten beiden Wochen gar nicht (!!) mit den Kindern ins Freie gehen, weil so viele Eingewöhnungskinder da seien und nach der Eingewöhnung wegen des noch unfertigen Außengeländes auch nicht regelmäßig hinauskönnen, war da noch die Sahnehaube. Zum Glück zahlte sich zumindest in diesem Fall meine Hartnäckigkeit aus, so dass nach intensiven Gesprächen mit KiTa-Leitung die Kinder zumindest an ein paar Tagen der Woche vormittags Sauerstoff tanken können. Auch das für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn die vielen Eingewöhnungskinder das nicht zulassen, müssen sie versetzt aufgenommen werden, meine ich. Aber auf Kosten der anderen betreuten Kinder darf und kann diese Intensivphase nicht gehen. Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe: wieso Eltern, deren Kind dort den ganzen Tag betreut wird, nicht auf die Barrikaden gehen. Mein Kind kommt nachmittags auch noch einmal „raus“, schließlich hole ich sie fast immer um 14 Uhr ab und habe dann meist Gelegenheit, mit ihr noch etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Und trotzdem ist mir Bewegung im Freien in der KiTa wichtig.  Aber ich scheine die einzige Querulantin zu sein, die ständig nachhakt, fragt, fordert.

Fest steht: mein Bauchgefühl ist im Moment bezüglich der Olivchenbetreuung nicht das Beste. Zum Glück habe ich nach wie vor Vertrauen in die Erzieherinnen unserer Gruppe, die einen wirklich tollen Job machen. Aber die Rahmenbedingung, das „Drumherum“ sollte eben auch stimmen, denke ich. Und das ist derzeit einfach nicht zu 100%  gegeben.

Was denkt ihr? Glucken-Mama oder berechtigte Sorgen?

 

 

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… das Gefühl, wenn ich dich aus der Kita abholen darf. Als die Erzieherin deinen Namen ruft, kommst du aus dem Spielzimmer. Du siehst mich in der Türe stehen und rennst mit einem Strahlen im Gesicht und lautem „Mamiiii!“ auf mich zu. Am liebsten würde ich fünf Minuten mit dir hier stehenbleiben und dich nur an mich drücken. Deinen Duft riechen und einfach das Gefühl genießen, dich wieder bei mir zu haben. Die Liebe spüren, die mein Herz überflutet. Statt dessen zappelst du los, die Erzieherin berichtet mir, wie lange du geschlafen hast und du und ich, wir diskutieren miteinander, ob Schuhe anziehen/ Jacke anziehen/ nach Hause gehen wirklich nötig ist („NAIIIN!“). Wir ziehen dich an und ich frage, ob du den anderen noch Tschüss sagen möchtest. Du rufst den anderen Kindern ein „Tschüss“ zu, ehe du dich jeder Erzieherin einzeln zuwendest. „Tüss, Dendy! Tüss, Babine! Tüss, Agnes!“- Ich stehe im Flur und platze fast vor Stolz auf dich. Draußen, an der Steintreppe, strecke ich dir meine Hand entgegen und du legst deine hinein. Liebe überflutet mich und ich drücke deine Hand. Es gibt kaum etwas Schöneres als dieses Gefühl, deine kleine, warme Hand so in meiner zu spüren. Voller Vertrauen und Nähe. Auf dem Weg zum Auto erzählst du mir, was du siehst („Oh sau, Mama! Feiawea!“) und berichtest mir kleine Bruchstücke aus deinem Kindergartentag („Linus weinen!“).  Und ich höre dir zu und freue mich unendlich, dich wieder bei mir zu haben.

So ist das wohl, mit Kindern. Dass die kleinen Alltagsdinge manchmal genau die sind, die das Herz zum Überfließen bringen.

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Staunen

Derzeit wirklich jeden Tag bringst du mich zum Staunen, kleine Püppi.

Nicht nur darüber, was du alles schon kannst- und das ist wirklich einiges. Nicht etwa darüber, dass ich schon richtige kleine Dialoge mit dir führen kann. Dass du „wenn-dann“ Zusammenhänge ganz oft begreifst (und somit empfänglich für fiese kleine Mama-Bestechungsversuche bist). Dass du es verstehst, wenn ich dir erkläre, dass der Schokomikilaus erst nach dem Mittagessen gegessen wird und so lange auf dem Tisch auf dich wartet („OK! Tüss, Mikilaus!“). Dass du schwierigere Holzpuzzles machst und mich mit deinem Blick für Formen völlig überraschst. Dass du die Freude über deinen Adventskalender auf eine Weise ausdrückst, die ich von einem älteren Kind, aber nie im Leben von einer Zweijährigen erwartet hätte („Mami, Ventskalender haben, ja?“ – „Ja, Maus, wir gehen rüber und du darfst dein Päckchen für heute aufmachen!“ – „Jaa! Ventskalender!“ und fünfmaliges stürmisches Umarmen und Strahlen war deine Reaktion).

Nein, es ist dein oft so einfühlsames und so ungeheuer liebevolles Wesen, das mich immer wieder aufs Neue staunen lässt. Hier zwei Situationen der letzten Tage:

Du lässt dich derzeit oft nur sehr ungern wickeln oder umziehen und zeigst deinen Unmut auch sehr körperlich mit starkem Treten. Ich habe mir angewöhnt, dir dann so ruhig wie möglich zu erklären, dass du nun eine frische Windel/ einen Schlafanzug/… brauchst und dass es mich sehr traurig macht, wenn du nach mir trittst, weil es weh tut. Seit etwa drei Tagen reicht es meist schon, wenn ich deinen Namen sage. Dann hältst du inne, siehst mich an und sagst fragend:“Mama traurig sein?“ Meist nehmen wir uns dann in den Arm und dein Wutanfall ist vergessen. Und mein Herz, das hüpft vor Mamastolz und Freude.

Vergangene Nacht konntest du wegen deines starken Hustens nur sehr schlecht schlafen und weintest und riefst nach mir, bis ich mich mit dir hinlegte. Wir lagen also nebeneinander im Bett, du hattest dich an mich angekuschelt und streicheltest mir durch die Haare, wie du das zum Einschlafen gerne machst. Irgendwann bliebst du mit deinem Finger an einer Strähne hängen und zogst daran. Vor Schreck und weil es weh getan hatte, begann ich ein wenig zu schimpfen („Ach Mensch, das tut mir weh! Pass bitte auf!“). Plötzlich hörte ich dich undeutlich etwas murmeln. „Mäuschen, das hab ich leider nicht verstanden. Was hast du gesagt?“ – „Suligung, Mami! Mami tsuligung“.

Staunen, jeden Tag.

 

 

 

 

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… tönt es hier von morgens bis abends. Du siehst alles, hörst alles und kommentierst alles- es ist einfach wahnsinnig goldig! Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, will ich bei jedem Bagger „Schau mal!“ rufen, bis mir einfällt, dass du ja längst mit deinen kleinen Kita-Freunden beim Frühstück sitzt.

Überhaupt, das Autofahren mit dir ist wirklich ein Erlebnis. Dich von der Kita abzuholen, pure Unterhaltung. Es gibt kaum etwas, das du nicht siehst und du berichtest darüber so akribisch wie ein Fernsehreporter:  „Sau mal, Mama! Wauwau! Sau mal, Lullelum! Mama! Maaamaa! Sue aus! Ocken aus! Sau mal, Bagger!“ Mit dir sehe ich Dinge, die ich früher nicht beinmal wahrgenommen habe. Ich kann mich wieder für Traktoren und Bagger begeistern. Baustellen finde ich richtig spannend, seitdem ich miterleben darf, wie sehr du dich an ihnen freust. Wenn wir mittags zuhause ankommen, du ohne Schuhe und Socken, ein wenig k.o. vom Vormittag, aber voller Mitteilungs- und Tatendrang, dann freue ich mich schon auf die Zeiten, wenn du mir beim gemeinsamen Jogu-Essen von deinem Tag in der Kita erzählen kannst.

Schauen wir mittags gemeinsam ein Wimmelbuch an, dann zeigst du mir die Babyenten, Beine (weinendes Mädchen), Heee! Handtuch! (ein Junge, der zum Anderen „Hey, das ist mein Handtuch!“ sagt) und Krieggich (Fangen spielende Kinder, die „Ich krieg dich“ sagen).

Abends singst du derzeit noch ein wenig im Bett, ehe du einschläfst. Und ich sitze vorm Babyphone, grinse in mich hinein und möchte am Liebsten jedem auf der Welt zeigen, was für ein wundervoller kleiner Mensch hier in meiner Wohnung lebt.

Du liebst es, Enten zu füttern und wirfst ihnen mit Schwung und „Bitte! Appetit!“ trockenes Brot zu. BobbyCar (Bukaki!)fähst du wie eine Wilde und schaffst es, mit deiner Fahrweise ein neues Paar Schuhe („Für die 15 Minuten brauchen wir doch die Schoner nicht!“) innerhalb kürzester Zeit zu ruinieren.

Du kannst sagenhaft wütend werden und weißt manchmal kaum, wohin mit all den Gefühlen, die dich da gerade umtreiben. Dann trittst du um dich, kneifst dich selbst in die Wange und schreist wie eine wilde Katze. Wenn wir beide Glück haben, lässt du dich durch ein Lied, ein Spielzeug oder die Bitte, mir bei etwas zu helfen, von deinem Zorn ablenken. Aber leider klappt das nicht immer.

Mittlerweile verstehst du nahezu alles, was man dir sagt und freust dich riesig, wenn man dich in alles Mögliche einbezieht. Du kannst deine Socken in deinen Schrank räumen, wenn ich dich dazu auffordere, wirfst deine Windel selbst weg und bringst manchmal sogar unaufgefordert frische Windeln mit ins Bad. Außerdem liebst du es, Müll wegzuwerfen, den Tisch zu decken und dir oder mir die Haare zu kämmen.

Du reihst selbstverständlich zwei, manchmal auch drei Wörter aneinander und kannst ganz genau sagen, was du willst. „Couch sitzen! Sandia! (Sandmann)“ ist nur ein Beispiel dafür.

Heute wurde mir zum ersten Mal seit ganz langer Zeit gesagt, du sähest mir ähnlich, was mich unendlich stolz machte.Du bist nämlich der hübscheste Mensch, den ich kenne. Aber besonders objektiv bin ich da wohl nicht 😉

Wenn ich dir abends beim Schlafen zusehe, werde ich oft so von Liebe überwältigt, dass mir Tränen in die Augen steigen. Wir zwei. Eine Familie. Pure Liebe.

Mein kleines, großes Wunder du. Mein Mädchen. Ich liebe dich.

Deine Mama

 

 

 

 

 

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Mäuschen, nächste Woche bist du sage und schreibe 21 Monate alt. So viel Zeit, gefüllt mit Glück, ersten Malen, Angst, Spaß, Ärger- mit LEBEN!!

Und dieses Leben mit dir ist vor allem eines nie: langweilig. Die letzten Wochen haben wir unheimlich Vieles miteinander unternommen und den Sommer in vollen Zügen genossen.

Wir waren tagelang im Schwimmbad, wo du aus dem Kleinkinderbecken einfach nicht mehr herauszubekommen warst. Die ersten Tage konnte ich meinen Kaffee im Becken trinken und vor mich hin träumen, während du quietschzufrieden und von den doch etwas frischen Wassertemperaturen völlig unbeeindruckt mit deiner Gieskanne Wasser in dein Lieblingsförmchen fülltest. Gut, nicht NUR ins Förmchen- oft genug bekam auch ich eine Dusche mit dem Gießkännchen verpasst, was dich jedes Mal schelmisch grinsen ließ. Wegen dir hätten wir den kompletten Nachmittag im Becken verbringen können und ich konnte dich in der Tat nur für wenige Minuten an unseren Platz lotsen, wo du innerhalb von Sekunden eine Schüssel Obst inhaliertest und dann sofort wieder mit dem Wort „Bajer“ auf den Lippen in Richtung Wasser ranntest. Leider wurde das Babybecken nach ein paar Tagen etwas langweilig für dich, so dass du riskante Spielplatzexperimente und ausgedehnte Touren durch das gesamte Freibadgelände unternehmen musstest, was bei den tropischen Temperaturen nicht gerade die pure Freude für deine alte Mama war.

Die nächsten heißen Tage verbrachten wir deshalb bei Oma und Opa im Garten, wo du im Planschbecken schwimmen, Blumen gießen und vor allem mit ausgeklügelten Tricks alle Anwesenden nacheinander mit Wasser übergießen konntest, was nicht bei allen auf Begeisterung stieß 😉

Wir haben uns mit deinen PEKiP-Freunden getroffen, wo ihr miteinander gespielt und auch mal geschubst, gekratzt und geweint habt, während wir Mamas aus dem Staunen über unsere großen Kinder nicht mehr herauskamen. Mit P.´s Mama war ich sogar im Geburtsvorbereitungskurs und der Gedanke an unsere dicken Bäuche in diesem kalten Herbst, an die Abende, an denen wir uns im Raum schräg gegenüber saßen, war einfach unbeschreiblich für mich. Da rennt, erzählt, lacht ihr. Unsere Kinder. Damals wart ihr uns zwar unendlich nah und dennoch schien es so wenig glaubhaft wie ein Traum zu sein, dass wir euch wenige Wochen später in den Armen halten würden.

Wir waren im Streichelzoo, wo du zuerst vor Begeisterung ganz baff warst. Leider hatte ich den Foto nicht schnell genug parat, denn das Bild, wie du inmitten der kleinen Ziegen auf dem Weg standest und dich fasziniert umsahst, wäre Gold wert gewesen. Wie du da standst und jeder Ziege auf ihr Mäh ein ganz empörtes Määääääh zurückgabst, das war einfach bezaubernd. Leider schüchterten dich die vielen Tiere ein wenig ein, so dass du für den kompletten Nachmittag nicht von Omas oder meinem Arm weichen wolltest. Aber auch vom sicheren Hafen aus konntest du unzählige neue Eindrücke sammeln. Zahme, wunderschöne Rehe, riesige Schweine, Erdmännchen, Zebras und Affen wurden mit riesigen Augen bestaunt. Aber das Schönste am ganzen Ausflug, war dein begeistertes „`Nau mal, Mama!“, sobald du etwas Neues entdecktest. Immer wieder. Und mir ging das Herz auf, während ich schaute, worauf du mich so unbedingt aufmerksam machen wolltest.

Sowieso sprichst du mit jedem Tag mehr. Die Aufgabe, deinen Wortschatz noch einmal zusammenzufassen, flösst mir bereits jetzt einen Heidenrespekt ein, denn du saugst neue Begriffe auf wie ein Schwamm. Eine kleine Auswahl meiner derzeitigen Lieblingswörter:

Guigoite – Schildkröte

(Oi)Bibia – du selbst

Nenny – die Mama deines besten Freundes

Minani – deine Bezugserzieherin

Gaukel – Schaukel

Mäne munen – Zähne putzen

Nau mal – schau mal

Sand – Sandmännchen

Kabi – Kaffee

beine – weinen

ginkungung – trinken (besonders kurios, da du das Wort „trinken“ durchaus kennst und korrekt anwenden kannst)

Kex – Keks

Teilweise bildest du bereits kleine Sätze, vor allem wenn du dich über irgendewtas ärgern musst. Als Oma dir neulich deinen Eimer wegnahm, brach eine wahre Schimpftirade los, in der wir immer wieder die Worte Oma, Oibibia und Eimel hörten. ❤ Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass du mir morgens aus deinen Träumen erzählen möchtest. Denn warum sonst solltest du mich frühmorgens um halb sechs wecken, um mir aufgeregt von den „Bande“ (Elefanten) zu erzählen?
Zum Glück warst du nach meinem nachdrücklichen Hinweis auf die Uhrzeit bereit, noch eine Runde zu schlafen, ehe du dann zwei Stunden später deinen Bobbi einfordertest.

Du bist ein kleiner Wirbelwind. Stürmisch, sonnig und sprühend in deinem ganzen Wesen. Temperamentvoll und mitreißend. Du kannst furchtbar wütend auf mich werden und streckst doch nur kurze Zeit später wieder die Arme aus, um dich von mit trösten zu lassen. Ich kann dir nie lange böse sein und du weißt schon jetzt genau, mit welchen Tricks du mich herumbekommst. Wenn ich wegen irgendetwas schimpfe, dann schielst du meist an mir vorbei, schaust dann grinsend und mit bezauberndem Aufgenaufschlag zu mir auf und schneidest Grimasen, um mich zum Lachen zu bringen. Du testest deine -und auch meine Grenzen – aus, was für uns beide oft nicht einfach ist. Du sitzt ungerne still, sondern tobst, kletterst, entdeckst lieber. Zurufe kannst du so gut ignorieren, dass deine Betreuerinnen im Kindergarten bereits einen Hörtest (!!) mit dir durchführten, weil du in der Gruppe nahezu nie auf deinen Namen reagierst, während du spielst. Diese Fähigkeit wird dir im Teenageralter sicher treue Dienste leisten… Wenn du durch die Wohnung stürmst, komme ich an manchen Tagen aus dem „Nein“ sagen gar nicht mehr heraus, weil du zielsicher genau die Dinge tun willst, bei denen ich mit Platzwunden, ausgeschlagenen Zähnen oder ähnlichem rechne. Du bist unheimlich verschmust, auch wenn du deine Schmuseeinheiten eher im Vorbeigehen abholst. Langsam hast du zu meiner großen Freude Puzzles für dich entdeckt, bei denen du zumindest eine gewisse Zeit auf der Stelle sitzen bleibst. Und auch „manen“ ist heißbeliebt. Jeder Kugelschreiber versetzt dich in Entzücken. Auch Bilderbücher liebst du heiß und innig, wenn du während des Lesens ganz stolz alle Dinge benennst, deren Namen du schon kennst. Jedes Buch hat einen eigenen Namen, benannt nach dem Inhalt oder deiner Lieblingsstelle:

„beine“ – Wimmelbuch, in dem ein Mädchen weint

„Miau“ – Ich bin die kleine Katze

„Muuuh“ – Wimmelbuch mit den Tieren

Du liebst es zu kochen und ich freue mich schon jetzt auf dein Gesicht, wenn du an deinem Geburtstag deine Spielküche auspacken wirst. Vor allem Eis wird mit Inbrunst von dir serviert, wobei es mir mein Mamaherz schon schmerzlich zusammenzog, als du einem fremden Kind ein liebevoll zubereitetes „AAaaaais???“ anbotst und als Antwort nur ein gemotztes: „Is mag kein Sandeis, is mag nur Schokoladeneis!“ erntetest. Nur mit geballten Fäusten und einem betont fröhlichen: „Machst du MIR eines, Schatz? Ich lieeeeebe Sandeis nämlich!“ konnte ich mich selbst davon abhalten, dem blöden Gör ein „Iss es gefälligst, du Blödmann!“ zuzubrüllen. So etwas tut man schließlich nicht, auch wenn das Mamaherz noch so sehr ächzt und wehtut. Vor allem, wenn ich an die Zeit denke, in der du diese Kämpfe ohne mich ausfechten musst. Auch wenn ich weiß, dass du wilde kleine Kämpferin solche Situationen vermutlich viel besser wegsteckst, als ich das jemals könnte.

Mein Mädchen, meine Große, mein „Mäushein“ – danke, dass du mich die Welt jeden Tag mit deinen Augen neu entdecken lässt. Dass du mir auf so viele Arten dein Vertrauen zeigst. Dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich so sehr.

Deine Mama

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Die erste halbe Stunde mit dir ist in meiner Erinnerung etwas verschwommen. In erster Linie liegt das sicher daran, dass ich einfach so überwältigt war. Überwältigt von dir, deinem Duft, davon, deinen kleinen Körper in meinen Armen zu halten. Deine Oma und ich, wir waren hingerissen und wir bestaunten dich kleines Wunder voller Liebe.

Nach einer Weile gab mir deine Oma das Handy und ich rief deinen Vater an, um ihm die Nachricht zu verkünden. „Wie kann das denn sein? Du hast doch erst vor zwei Stunden gesagt, dass ihr ins Krankenhaus fahrt?“ – „Tja, die Kleine hatte es wohl eilig.“

Die Ärztin fragte mich nach einigen Minuten, wie du denn heißen solltest. Ich habe keine Ahnung, war meine Antwort. Etwas entgeistert sah sie mich an, aber für diese Entscheidung musste ich dich erst noch ein wenig ansehen und entscheiden, welcher der beiden Namen, die meine Favoriten für dich waren, denn besser zu dir passte. Und schließlich, nach kurzer Rücksprache mit deiner Oma, war klar, welcher Name der deinige sein würde. Und er passt noch besser zu dir, als ich mir hätte träumen lassen.

Während ich dich noch im Arm hielt, wurde es um uns herum geschäftig. Ein Medikament zur Lösung der Plazenta wurde gespritzt, weil sich diese noch nicht gelöst hatte. Akkupunkturnadeln wurden gesetzt. All das bekam ich nur am Rande mit, denn meine Welt drehte sich nur um dich. Nach einer Weile spürte ich jedoch, wie die Atmosphäre um uns herum aufgeregter und hektischer wurde. Und ich selbst begann, unruhig zu werden. Ich hatte den Eindruck, noch immer viel Blut zu verlieren, es fühlte sich an, als fließe es nur so aus mir heraus. Als ich ängstlich nachfragte, sagte man mir, dass die Toleranzzeit, die man warten könne, bis die Plazenta sich löse, langsam zu Ende ginge. Wenn sich nicht schnell etwas täte, müsse man operieren.

Tja, leider tat sich nichts. Und so musste ich dich gerade dreißig Minuten, nachdem ich dich zur Welt gebracht hatte, in die Arme deiner Oma legen und wurde davongeschoben. Man werde mir eine kurze Narkose geben, so dass ich in etwa zwei Stunden wieder bei dir sein könne. Die Geburtsverletzungen werde man direkt unter der Vollnarkose mit vernähen. (immerhin, wenigstens das würde mir erspart bleiben) Auf dem Weg in den OP war ich schon nicht mehr ganz bei mir. Ich nehme an, die Mischung aus starkem Blutverlust und dem Adrenalinabfall nach der Geburt, hatte mich völlig außer Gefecht gesetzt. Ich erinnere mich daran, wie ich überrascht feststellte, dass meine Hände noch voller Käseschmiere von deinem Rücken waren. Mein ganzer Kopf war erfüllt von Erinnerungen an deinen Babyduft und an das Gefühl, dich im Arm zu halten. Im Laufen klärte man mich über die Risiken der OP auf und ich musste die Einverständniserklärung unterschreiben. Wie bescheuert, dachte ich noch, schließlich hab ich keine Wahl. Vielleicht habe ich es auch laut gesagt.

Das letzte, das ich vor der Narkose denken konnte, war ein kurzes Gebet, in dem ich darum bat, die Operation gut zu überstehen und zu meinem Mädchen zurückkehren zu dürfen.

Als ich mit dir schwanger war, hatte ich ein Ritual, das ich jeden Abend vor dem Schlafengehen pflegte. Ich lag auf meinem Bett, cremte den Bauch ein, spürte, wie du dich bewegtest und ich erzählte dir etwas. Und jedesmal sagte ich dir die selben Dinge. Jeden Abemd. Ich erzählte dir, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis wir uns sehen würden. Dass die Geburt sicherlich für uns beide anstrengend und stressig würde, aber sie würde sich lohnen. Denn ich würde da sein, um dich in Empfang zu nehmen. Und ich würde dich beschützen, lieben und nicht mehr alleine lassen, wenn du erst mal bei mir wärst. Und nun musste ich dieses Versprechen brechen und dich 30 Minuten nach der Geburt bei Oma zurücklassen. Ich weiß, es gibt Schlimmeres, aber es tut dennoch weh. Diese ersten Stunden hätten uns beiden gehört.

Woran ich mich als nächstes erinnere, ist wie ein Alptraum. Ich kam zu mir, als ich durch den Flur zurück in den Kreißsaal geschoben wurde. So stelle ich mir einen schrecklichen Drogentrip vor. Ich sah die Wände auf mich zukommen, verschwimmen und wieder verschwinden. Ich hatte panische Angst, ohne dabei einen klaren Gedanken fassen zu können. Zwischendurch erschien ein Bild vor meinem Auge und verschwand wieder. Ich meinte, dich in den Armen deines Vaters gesehen zu haben, konnte das Bild jedoch nicht greifen. Es dauerte Stunden, bis ich zu mir kaum. Ich hatte Schüttelfrost und furchtbare Schmerzen von der Ausschabung, die ich in meinem weggetretenen Zustand nicht begreifen konnte. Selbst manuell hatte sich die Plazenta kaum lösen lassen, war innerlich festgewachsen. Die Ärztin hatte sich auf meinen Bauch werfen müssen, um sie lösen zu können. Ich übergab mich. Ich weinte. Meine Mutter war bei mir, wischte mir die Stirn und holte mir eine Schale, als mir schlecht wurde. Als dein Vater in den Kreißsaal kam, muss ich geschrien haben „Er soll raus gehen!“. Selbst in diesem Zustand versuchte ich, mich zu schützen vor Menschen, denen ich nicht vertraute. Er blieb draußen und hielt dich. Ich muss wirklich in einem schlimmen Zustand gewesen sein, denn ich erinnere mich, dass er später kurz an meinem Bett saß und meine Hand hielt. Meine Mutter erzählte mir später, dass er ankam, als ich im OP war. Er betrat den Kreißsaal und war schockiert, weil der ganze Raum ein einziges Blutbad war. Da sich alle um mich hatten kümmern müssen, war keine Zeit geblieben, irgendetwas wegzuräumen. Selbst deine Untersuchungen hatten warten müssen. Als er ein Tuch suchte, um dir die Händchen abzuwischen, fand er die Nabelschnur, die in einer Schale lag. Überall Blut, überall Dinge, die zeigten, was in den letzten Stunden hier geschehen war. Eine Geburt. Ein Naturereignis. Nicht vorstellbar, wenn man sie nicht miterlebt hat.

Es dauerte bis 5 Uhr, bis ich dich wieder bei mir haben durfte. Bis ich soweit bei mir war, dass man dich mir anvertrauen konnte. Laura hatte alle nach Hause geschickt, um zu schlafen. Sie legte dich mir auf die Brust und so lagen wir die nächsten Stunden beieinander. Noch heute fühle ich mich dir so am nächsten. Nachts oder morgens kletterst du manchmal auf mich, um den Kopf auf meine Brust zu legen. In den ersten Tagen im Krankenhaus und später zuhause sah man uns fast nur so. Dein Kopf auf meinem Herzen, ganz nah beieinander.

Gegen sieben Uhr fragte ich Laura, wann du denn genau geboren seist und wie deine Maße seien. All dies hatte ich überhaupt nicht mitbekommen, zumal du erst gewogen und gemessen wurdest, als ich im OP war. Es war 7.20, als ich meinen Freunden eine SMS schickte, in der ich von deiner Ankunft berichtete. Zwei meiner Freundinnen mussten auf dem Weg zur Arbeit anhalten, weil sie weinen mussten, als sie von deiner Geburt hörten.Alle freuten sich mit uns.

Und langsam konnte ich es auch fassen. Konnte begreifen, dass ich mein Bauchbaby, mein kleines Wunder gesund in den Armen hielt. Angekommen, wir beide.

Endlich warst du da, mein Mädchen. In meinen Armen, in meinem Leben.

Ich liebe dich. Deine Mama.

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