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Archive for the ‘Monatsgeburtstag’ Category

… kaut man Mama täglich fast das Ohr ab mit „Sau mal, Mama!! Guck!“

… saugt man alle Wörter, die man hört, in sich auf und merkt sie sich. Unglücklicherweise auch die, die Mama im Auto schreit, wenn man ihr die Vorfahrt nimmt. Seiße. Asos.

… freut man sich auf die Weihnachtszeit mit dem Mickilaus

… hört man im Auto am liebsten das „leine Dambedia“ und will von Mama täglich Baby Ganggump (Pippi Langstrumpf) vorgesungen bekommen

… isst man am allerliebsten Pfannkuchen und Brezel. Noch lieber Kuchen, Igel (Fruchtriegel) und die seltene Schokolade 😉

… trinkt man am liebsten Apfelsaftschorle (Abbelsolle) und den geliebten Sobbi

… liebt man Wimmelbücher und kann in der Welt darin versinken

… liebt man Handtaschen und nimmt auch jede sogleich in Besitz (Nein! Olibia meines!)

… fährt man mit dem Pukywutsch so rasant durch die Wohnung, dass es in den Kurven manchmal fast aus der Bahn kippt und Mama einen halben Herzkasper bekommt

… würde man für einen Keks seine Großmutter verkaufen und nutzt es schamlos aus, wenn man mit Mama in der Konferenz sitzt und sie nicht hart bleiben kann (Keks haben? Kekshaben! Keks HABEN! Mama! KEKS!)

… erzählt man Mama morgens auch mal, was man nachts geträumt hat: „Oma Ama-A!“ – „Hast du von der Oma A. geträumt?“ – „Jaa! Kulen essen! Papa auch!“

… liebt man seine kleine Cousine und genießt es sehr, sie im Urlaub um sich zu haben: „Fofia lieb!“ – „Fofia baden!“ – „Breda Cridan lopfen? Fofia?“

… singt man das Kita-Morgenkreislied auch seinen Lieben zuhause vor: „Mama? Söööön da du da bist!“

…wird man mit jedem Tag verschmitzter und liebt es, Quatsch zu machen:

„Mama? Tsüüüüs! Bäter! Olibia eintaufen ghehn! Momate taufe! Guake taufe!“

„Mama?“ – „Ja?“ – „Beiße!“ – Soll ich dich beißen? Bist du eine Tomate? Soll ich dich aufessen?“ – „Jaaa, Momate ässe!“ (dabei werden die Ärmchen ausgestreckt und losgegiggelt, sobald Mama rein“beisst“) 😉

…kann man seit einer Woche Purzelbäume wie ein Weltmeister schlagen

… isst man ein belegtes Brötchen mit Gürkchen, Wurst und Käse („Olibia leine!„) ganz alleine und stolz wie Bolle mit beiden Händen

… nimmt man manchmal morgens im Bett Mamas Gesicht in ihre Hände und knutscht sie ab (kann ein Tag besser beginnen????)

… liebt man es, zum Einschlafen Mamas Haare in den Händen zu halten

… schläft man am liebsten auf dem Eulenkissen mit Tsaaaly im Arm

… ist man ein richtig großes Mädchen und bleibt trotzdem Mamas Baby, wenn man abends in ihren Armen schläft

… wird man mit jedem Tag süßer, lustiger und besonderer und ist Mamas ganzer Stolz

Ich liebe dich, du Sonnenschein!

Mama

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Mein Mädchen,

heute vor 18 Monaten lag ich im Kreißsaal und war noch etwas mehr als eine Stunde davon entfernt, dich kennenzulernen. Es war die schlimmste, anstrengendste Phase dieser Geburt. Presswehen, immer wieder Presswehen und nichts tat sich, so schien es mir. Immer wieder wartete ich darauf, das erlösende „Jetzt kommt das Köpfchen“ zu hören, aber das sollte noch eine ganze Weile dauern…

Achtzehn Monate, eineinhalb Jahre. Eine kleine Ewigkeit. Wie lange das her ist, wurde mir gestern klar, als wir uns mit deiner frischgeschlüpften Großcousine zum Spazierengehen trafen. Fünf Wochen ist sie alt und lag friedlich schlafend und winzigklein in ihrem Wagen. Und daneben du, mein großes, großes Mädchen.

Du bist gerade etwa 82 cm groß und wiegst ca 10 Kilo. Das ist gar nicht so schwer, wenn man bedenkt, dass du am Liebsten den ganzen Tag lang essen würdest.. Morgens in der Kita bist du zufrieden, wenn du mit deiner Vesperbox in den Frühstücksraum marschieren darfst. Mittags beim Abholen höre ich meist „Sie hat wieder 2 (3) Portionen gegessen!“. Und zuhause ist das erste, was ich von dir höre: „NANANE!!“ – in einem Kasernenbefehlston, der mich immer wieder zum Lachen bringt. Meist isst du also eine Banane oder ein Müsli mit Erdbeeren und Banane. Gehen wir noch in die Stadt, so isst du dort noch ein Einback oder ein Rosinenbrötchen und abends oft noch ein oder zwei Brote und eine Tomate. Wenn du zuhause ferühstückst, dann dürfen es gerne zwei bis zweieinhalb Brote sein (das esse ich auch!). Du siehst, wenig ist das nicht 😉

Es gibt fast nichts, was dir nicht schmeckt und das ist wirklich toll. Es macht darum auch riesigen Spaß, für dich zu kochen und dir Neues anzubieten, denn du probierst ganz furchtlos und spuckst nur selten etwas aus.

Was du am liebsten isst und trinkst: Pfannkuchen, Reis-Gemüse-Pfanne, Spätzle, Spargel, Bananen, Marmeladenbrote, Erdbeeren, Trauben, Tomaten, Karotten, frischgepressten Orangensaft, Wasser, deinen Schoppi, Apfelsaftschorle, Rotbäckchensaft…

Dass du trotz deiner Esserei doch recht zart bist, liegt sicher daran, dass du ein solcher Wirbelwind bist. Kleine Maus, manchmal wünschte ich mir wirklich, du könntest einmal für fünf Minuten still sitzen. Vielleicht ein Buch mit mir ansehen oder ein Puzzle machen. Aber von wegen. Action, action, action. Es gibt Tage, da bist du pausenlos in Bewegung, wie aufgezogen. Da wird überall gesucht, entdeckt und ausprobiert. Schranktüren geöffnet, Schubladen aufgezogen, Bücher aus dem Regal geworfen- das volle Programm eben.

Im Moment ist zu meinem Leidwesen dein liebstes Spiel, auf der Couch zu hüpfen zu klettern und sich über irgendwelche Kissen zu werfen. Dabei bist du so wild und ungestüm, dass ich nur darauf wartem dass du irgendwann herunterfällts. Und zwar mit Schwung. Heute war ich glücklicherweise daneben und konnte dich gerade noch festhalten, als du mit dem Gesicht voran hinbter einem Kissen her rutschtest. Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, wie dein Gesichtchen sonst ausgesehen hätte. Ich versuche immer wieder, dir beizubringen, dass auf der Couch nicht gehüpft wird, aber das ist schwierig. Denn du scheinst mein Schimpfen und ernstes „Nein“überhaupt nicht als erst zu empfinden, sondern kreischst und lachst meist vor Vergnügen und kriegst dich kaum noch ein. Ich hoffe sehr, ich finde einen Weg, dir das klarzumachen, ehe du wirklich einmal von der Couch fällst.

Furchtlos bist du nicht nur zuhause, auch auf dem Spielplatz tobst du wie eine Große. Diese Woche bist du zum ersten Mal alleine gerutscht und hast durch stundenlanges „Üben“ auch entdeckt, wie du am besten alleine die Leiter zur Rutsche bezwingst. Auch die Schaukel liebst du sehr und manchmal, wenn ich ganz viel Glück habe, kannst du auch versunken eine Weile mit deinem Eimerchen, Schäufelchen und Förmchen im Sand spielen und ganz ruhig sitzenbleiben. Manchmal…

Beim Spielen zuhause liebst du vor allem deine Puppen. „Pubba, Pubba“, höre ich immer wieder und oft muss die kleine Puppe, deine Mimi, auch mit ins Bett. Tagsüber wird sie im Puppenwagen umhergefahren, geküsst, mit „Eias“ bedacht und darf „Backe backe“ machen, wobei du sie in die Hände klatschen lässt. Richtige Mädchenspiele eben ;-). Neben den Puppen ist jedoch vor allem der „Baj“ angesagt. Du liebst Bälle und entdeckst sofort, wenn irgendwo einer herumliegt. Und du spielst auch ganz toll mit ihnen, kickst wie eine kleine Fußballerin, im Stand, aus dem Laufen und mit richtig viel Schwung. (Und wenn du ein „Tor“ schießt, klatschst du dir selbst Applaus. 😉 ). Wer weiß, wie sich das noch entwickelt… 😉

Deine Sprachentwicklung hat in den letzten Wochen einen riesigen Sprung gemacht. Auf Fragen kannst du mit Ja oder Nein antworten, du verstehst vieles und kannst langsam einige der Gegenstände um dich herum benennen. Eine Auswahl:

dinda – trinken

Booo – Brot

Nunu – Schnuller

biddee – bitte

dangeee – danke

ja

nei/ nein

allo – Hallo

dada – tschüss

Wawa – Hund

MMa – Oma

Tande – Tante

Buba – Opa

Dinda –  Kinder

Mama

Papa

Miau – Katze

Pubba – Puppe

Bajj – Ball

Bambampe – Bauchnabel

Nanane – Banane

Waaah – Tiger, Löwe

Muh – Kuh

Mäh – Schaf

Uume – Blume

Bam – Baum (kurioserweise auch Leberfleck, Mamas B.rust und Bauch)

Am – Arm (als Antwort auf die Frage “Willst du auf den Arm?)

Running Gag ist nach wie vor der “Küsschen – Dialog” : “Kriegt die Mama (der Opa, die Oma…) einen Kuss?” – “NEINNN!”. Lustigerweise bist du bei anderen Kindern, Puppen und Spielzeug eine große Küsserin und auch ich muss den Lieblingsspielsachen immer wieder meine Liebe beweisen. Mehrmals am Tag streckst du mir kleine Legotiere, Stofftierchen oder Pubbas entgegen, damit ich sie küsse oder “Eia” mache. Zum Glück bekomme ich mein tägliches Küsschen beim Verabschieden in der Kita und wenn ich viiiiiel Glück habe, streckst du mir auch mal am Nachmittag dein kleines Schnütchen entgegen und gibst mir einen Schmatz.

Leider ist das Schlafen tagsüber gerade ein wenig problematisch. Du schläfst zwar nach wie vor alleine ein, wachst aber nach ca. 40 Minuten wieder auf. Und das ist zu wenig für uns beide. Du wirst unheimlich früh wieder müde und möchtest am liebsten um 18 Uhr wieder schlafen und ich schaffe es in dieser Zeit kaum, das Chaos in der Wohnung zu lichten, geschweige denn mal ein paar Minuten für mich zu haben. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, wenn morgen wieder die Kita beginnt.

Was sich in den letzten Wochen definitiv weiterentwickelt hat, ist dein eigener Wille. Nicht, dass du den nicht schon vorher gehabt hättest, aber er äußert sich nun auch gerne mal in einem handfesten Trotzanfall. Von auf-den-Boden-werfen bis hin zu steif-machen-und-schreien ist wirklich alles dabei. Treten, heulen, weinen… Das Wickeln artet oft in riesiges Geschrei aus, das die Nachbarn sicher vermuten lässt, du würdest gerade geschlachtet. Ääähm, nö, eigentlich nicht. Besonders nach anstrengenden Kita und Spielplatztagen bist du abends oft richtig müde und fertig, was die Stimmung beim Wickeln und bettfertig machen nicht gerade verbessert. Dann kann es schonmal vorkommen, dass du das gesamte Fertigmachen über durchbrüllst. Und ich gebe zu, manchmal möchte ich einfach mitbrüllen oder antworte schon mal mit einem gereizten “Das Windelwechseln mach MIR gerade auch nicht mehr Spaß als dir, das musst du nicht meinen!!”. Mamas sind eben auch nur Menschen.

Zum Glück bessert sich die Laune beim anschließenden Booo essen und dem Schoppi immer wieder, so dass unsere Abende immer sehr ruhig und schön ausklingen. Den Schoppi trinkst du immer auf einem Kissen auf der Couch, über die ich dann immer eine kleine Decke lege, falls mal etwas Milch danebenläuft. Seit du selbst auf die Couch klettern kannst, kommt es schon mal vor, dass du bereits rüberläufst, die Decke ausbreitest und dich bereits in Position begibst, während ich die Milch warmmache. Beim ersten Mal habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich dich da liegen sah!

Nach dem Schoppi bekommst du deinen Schnuller und dann liegst du noch eine Weile bei mir, den Kopf in meine Halsbeuge gekuschelt und döst vor dich hin oder schläfst schon mal ein. So sitzen wir dann und können beide zur Ruhe kommen. Später trage ich dich dann in dein Zimmer. Bist du noch wach, dann beten wir, ich decke dich zu und sage dir gute Nacht. Und wenn ich dann später ins Bett gehe, dann hole ich dich rüber ins große Bett. Erstens ist es einfach schön, dich bei mir zu haben, zum anderen erleichtert es das nächtliche Schnullersuchen oder das Trösten nach einem schlechten Traum unheimlich, denn so schläfst du ratzfatz wieder ein und in vielen Nächten weiß ich hinterher gar nicht, ob du überhaupt einmal wachwurdest, weil wir so schnell wieder eingeschlafen sind.

Während ich gestern abend diesen Eintrag schrieb, hörte ich dich plötzlich aus dem Babyphone weinen. Ich ging schnell hinüber in dein Zimmer und fand dich weinend im Bett sitzen. Als ich dich aus dem Bettchen hob, wirktest du völlig wach und wolltest dich auch nicht wieder hinlegen lassen. “Nein, nein!” war die entschiedene Reaktion auf meine Versuche. Also nahm ich dich mit hinüber und legte dich ins mein Bett. Das war ok, jedoch nur, solange ich daneben lag. Als ich vorsichtig aus dem Schlafzimmer schlich, um die Lichter ausschalten und mich bettfertig machen zu gehen, hörte ich es hinter mir sofort rascheln und tapsen- du kamst hinterher. Na gut, nahm ich dich eben mit (auch wenn ich befürchtete, du könntest so wach werden, dass die nächsten Stunden an Schlaf nicht mehr zu denken sei…). Gemeinsam machten wir die Lichter aus und gingen ins Bad, wo ich mich fertigmachte und dir noch eine frische Windel verpasste. Dann legten wir uns gemeinsam ins Bett. Im Dunkeln konnte ich die Digitalanzeige des Videorecorders sehen. 00:30. Während du auf mich klettertest und deinen Kopf in meine Halsbeuge legtest, erzählte ich dir, dass 18 Monate zuvor gerade die allerletzten Minuten deiner Geburt angebrochen waren. Ganz still lagst du da und hörtest mir zu. Und so kam es, dass wir um 00:38 Uhr, auf die Minute genau 18 Monate, nachdem du geboren und mir auf die Brust gelegt wurdest, beieinander lagen wie damals. Ganz still und friedlich und voller Liebe.

Mein Mädchen. Zum 18-Monatsgeburtstag wünsche ich dir alles Gute und gebe dir einen dicken Kuss.

Ich liebe dich, mein Schatz!

Deine Mama

 

 

 

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1 Jahr, 5 Monate, 2 Wochen

 

Mein Schatz,

im Moment hast du es ziemlich eilig. Ich habe das Gefühl, täglich zu sehen, wie du wächst und dich entwickelst. Ganz wunderbar ist das, denn mit jedem kleinen Entwicklungsschub, den du durchmachst, verstehst du mehr und kannst dich mir immer besser  verständlich machen. Sprachlich machst du gerade eine riesige Entwicklung durch. Bereits seit zwei, drei Wochen beobachte ich, wie du immer mehr von dem verstehst, was ich dir sage. Seit etwa einer Woche antwortest du ganz gezielt mit „ja“ und „nein“ auf meine Fragen. Vorher war ein „ja“ die Standardantwort, wenn du eine Frage verstanden hattest (und manchmal auch dann, wenn nicht 😉 ). Mittlerweile sagst du ganz genau, was du möchtest. Dauerlacher ist derzeit der beliebte Dialog: „Spatzl, kriegt die Mama einen Kuss?“, woraufhin du erst überlegst, dann energisch den Kopf schüttelst und mit einem entschiedenen „Nei“ oder „Nein“ antwortest. Das sind die Momente, in denen ich dich einfach auffressen könnte. Frage ich dich dann, ob ich dir denn einen Kuss geben dürfe, so antwortest du (wenn ich Glück habe) meist mit „Ja“ und streckst mir dein Bäckchen entgegen. Morgens, beim Verabschieden in der Kita bekomme ich immer einen Abschiedskuss, der mir den ganzen Morgen versüßt.

Überhaupt, die Kita. Wohl gefühlt hast du dich ja von Anfang an, aber mittlerweile bist du wirklich vollständig angekommen. Mittags schläfst du im Schnitt eine Stunde und manchmal sogar noch länger. Das zeigt mir deutlich, wie heimisch du dort geworden bist. Mit den anderen Kindern verstehst du dich sehr gut und du hast auch schon einige kleine Freunde gefunden. C., die zwar etwas älter, aber genauso groß wie du ist, hat es dir besonders angetan. Oft winkt sie dir noch nach, wenn ich dich mittags abhole und auch du möchtest dich oft noch extra von ihr verabschieden, wenn wir gehen. Vor kurzem brachtest du sie zum Weinen, weil du sie so stürmisch umarmtest und sie einfach nicht mehr loslassen wolltest. Bei diesem Anblick musste ich laut losprusten. Dieses Bild, wie C. durch den Flur der Kita lief, während du sie von hinten umarmtest, dabei mit einer Hand ihren Kopf streicheltest und „Eia Eia“ riefst. Als sie zu weinen begann, ließ dich das nur noch stürmischer „Eia“ machen, schließlich musstest du sie ja trösten. Zu zweit mussten wir euch trennen. Meine wilde, Liebe-volle Püppi!

Wenn wir morgens aus dem Haus gehen und ich dir sage „Jetzt gehts in den Kindergarten, wir fahren zu den Kindern!“, rufst du strahlend „Dinda, Dinda!“ Dein glückliches Lächeln, wenn wir dort ankommen und du mit deiner Vesperbox zufrieden in den Frühstücksraum läufst, sagt mir jeden Tag, dass du gut aufgehoben bist, bis ich dich wieder abholen komme. Aber du freust dich auch sehr, wenn du mittags abhgeholt wirst. Als diese Woche eine andere Mama einige Minuten vor mir klingelte, um ihr Kind abzuholen, warst du wohl schon erwartungsfreudig in den Flur gelaufen. Die Erzieherin erzählte mir, die Enttäuschung, nicht deine Mama in der Tür stehen zu sehen, sei dir ins Gesicht geschrieben gewesen. Und umso größer die Freude, als ich dich ein paar Minuten später dann tatsächlich abholen kam. Auch für mich ist das Abholen jeden Tag eine riesige Freude, weil ich es kaum erwarten kann, dich mittags endlich wieder bei mir zu haben.

Motorisch hast du in der letzten Zeit einen großen Sprung gemacht. Spiele und Spielzeuge, die dich zuvor kaum reizten, machen dir jetzt großen Spaß. Morgens, während ich mich im Bad fertigmache, sitzt du gerne im Laufstall und spielst mit deiner Ringpyramide. Ganz sorgfältig steckst du die Ringe auf den Stab und freust dich riesig, wenn alle richtig darauf sitzen. Und auch die Sortierbox steht derzeit hoch im Kurs. Hast du dann eine Form richtig hineingesteckt, klatschst du dir vor Begeisterung selbst Applaus und bringst mich damit jedesmal zum Lachen.

Was das Sprechen angeht, so wächst dein Wortschatz jeden Tag. Hier eine Auswahl deiner aktuellen Wörter und Laute:

Nanane – Banane

Baj – Ball

ja – ja

nei/ nein – nein

Dande – Tante

Oma – Oma

Mama

Papa

Emi

dinde – trinken

Dinda – Kinder

die da – das da (meist mit energischer Gestik, weil du genau DAS DA haben möchtest…)

Kikeki – Hahn

Ihiiiii (+Kopfschütteln) – Pferd

Wawa – Hund

Mia – Katze

Bot – Brot

bitte – bitte

dage – danke

 

Und was mich noch mehr freut: du verstehst auch so vieles. Morgens kletterst du meist über mich aus dem Bett und signalisierst mir durch lautes Spielen mit allen Gegenständen auf dem Nachttisch, dass das Dösen jetzt mal ein Ende haben sollte. Sage ich dann: „Läufst du schon mal zur Türe?“, dann antwortest du mir mit einem begeisterten „Jaaa!“ und rennst los. Auf mein „Soll ich dir einen Schoppi machen?“, bekomme ich meist ein „Jajajaja, biddee! Dinde!“ zu hören. Während ich die Milch warmmache, flippst du oft schon völlig aus und rufst „Biddebiddebidde!“, als wärst du am Verdursten. Kleine Dramaqueen 😉

Aber diese Dramatik legst du ja auch beim Essen an den Tag 😉 Du isst im Moment wieder einmal wie ein kleiner Scheunendrescher. In der Krippe isst du oft zwei Portionen vom Mittagessen und auch die Vesperbox ist meist komplett leergegessen. Nachmittags bist du eigentlich fast nur am Essen. Wenn wir nach Hause kommen, mache ich dir meist Obstsalat aus Banane und Erdbeeren, mit etwas Müsli und Joghurt. Das verschlingst du wie eine Verhungernde, nur um eine Stunde später lautstark nach Essen zu verlangen. Sind wir in der Stadt unterwegst, isst du meist noch ein ganzes Hefeteilchen. Manchmal lässt du dann das Abendessen ausfallen, im Moment jedoch hast du auch abends einen wirklich guten Appetit. Vorgestern hieß das zwei Frischkäsebrote mit einer ganzen großen Tomate. Dir beim Essen zuzusehen ist eine wahre Freude. Mit deiner Gabel spießt du ganz glücklich die Brot und Tomatenstückchen auf und schaufelst in einem Affenzahn den ganzen Teller leer. Aufpassen  muss ich nur, dass du nicht ein halbes Brot auf einmal in den Mund steckst, denn manchmal kann es dir gar nicht schnell genug gehen, alles aufzuessen…

Es ist wirklich toll, wie du jeden Tag weiter wächst, dich entwickelst und Neues aufnimmst. Die Freude, mit der du die Welt entdeckst, überträgt sich auf alle, die bei dir sind. Dein lautes Lachen, die strahlenden Augen und deine stürmische, wilde Art, mit der du Zärtlichkeiten verteilst und tobst- ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass es dich gibt, kleine Sonne.

Ich liebe dich. Deine Mama

 

Heute mittag hast du mir auf deine ganz spezielle Art eine Liebeserklärung gemacht, die mir das Herz übergehen ließ. Nach dem Mittagessen legte ich mich mit dir zusammen zu einem Mittagsschläfchen hin. Zuerst wolltest du einige Minuten auf mir liegen, legtest dich dann jedoch neben mich, den Kopf in meine Armbeuge gekuschelt. Weil du zum Einschlafen gerne deine oder meine Haare in der Hand hältst, suchte deine Hand auch heute wieder meinen Pferdeschwanz und strich mir immer wieder durchs Haar. Ganz ruhig lagen wir da, die Gesichter einander zugewand. Du sahst mich an und flüstertest ganz versunken und zufrieden: „Mama“ .

Liebe pur.

 

 

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… isst man sein Abendbrot nicht mehr mit den Händen oder lässt sich füttern. Die Dame von Welt speist mit einem Gäbelchen.

Hier der Beweis:

(Weil ich so ein Trottel schusseliger Mensch bin, liegt das Video „auf der Seite“. Ich stell die Tage noch ein hochformatiges ein, wenn alles klappt 😉 )

Weitere 16-Monatsfeatures?

  • seit Sonntag: Handküsschen schicken
  • wie ein Löwe „grollen“ (waaah)
  • Miamia zu Katzen und Wawa zu Hunden sagen
  • In allen möglichen Tonlagen Mama? MAMA! sagen und sich tierisch freuen, wenn Mama gleich antwortet.
  • Mit dem Sandschäufelchen Sand in den Eimer schippen.
  • den ganzen Tag in einer eigenen (und so wunderbaren) Sprache erzählen und ganz deutlich zeigen, was man möchte

Und natürlich unendlich viel mehr…

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… hört man dieser Tage immer wieder ein „Dade„, wenn man dir etwas in die Hand gibt, oder etwas von dir bekommt. Auch, wenn man sich dir mit der Zahnbürste nähert.

… klopfst du leidenschaftlich gerne mit deiner kleinen Faust an alle Türen.

…umarmst du deine Herzensmenschen gerade sehr gerne (zu unser aller Freude!!)

…habe ich heute deinen 12. Zahn entdeckt und befürchte, du zahnst schon wieder (wo soll das nur enden??)

…liebst du es, Kissen durch die Gegend zu tragen, um dich darauf fallen zu lassen und glücklich zu strahlen

… erzählst du unglaublich lange und komplizierte Geschichten (oft am „Telefon“), die aus „Ja? Draidrai! Dra. Ja? Dodo. …“ bestehen und von vielfältiger Mimik und eifrigem durchs Zimmer laufen begleitet werden. Zum Fressen ist das!

… sitzt du total zufrieden und glücklich im neuen, vorwärtsgerichteten Kindersitz, genannt „der Thron“.

… sind Pfannkuchen mit Spinat oder Marmelade eines deiner absoluten Lieblingsessen.

… hast du diese Woche deine erste „richtige“ Puppe bekommen und trägst sie mit Freude (recht unsanft) durchs Wohnzimmer.

…liebst du es, auf dem Bobbycar zu sitzen und dabei ein Bilderbuch zu lesen.

…kannst du jetzt Duplo-Steine aufeinanderstecken und tust es ganz lässig, als könntest du das schon seit Ewigkeiten.

…ist Legospielen ein Riesenspaß für uns beide: ich baue ein Haus und du baust systematisch, Stein für Stein, alles wieder ab und wirfst die Steine dann in den Legoeimer oder auf den Boden.

… findest du auf die Frage  „Wo ist die Mama?“ hin auch auf zehn Jahre alten Bildern zielsicher deine Mama.

… wirst du langsam auch mal ein bisschen „wütig“, wenn etwas nicht nach deinem Kopf geht und du kannst dann empört und verzweifelt weinen, strampeln und dich bemitleiden. Herzig. (Nicht immer.)

…bist du heute genau 14 Monate alt.

Herzlichen Glückwunsch zum Monatsgeburtstag, mein Schatz! Ich liebe dich. ♥

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Kleine Püppi, dreizehn Monate bist du heute nun alt. Dreizehn Monate… Es ist kaum zu glauben, dass es „nur “ etwas mehr als ein Jahr her ist, seit du als kleiner Bauchzwerg in mir gelebt und gezappelt hast.

Du hast eine unglaubliche Entwicklung in dieser Zeit gemacht, die mich immer wieder zum Staunen bringt. Aus einem Baby, das liegend mit großen Augen die Welt betrachtete wurde ein kleines Mädchen, dem es längst nicht mehr genügt, alles zu sehen, sondern das diese Welt entdecken, erstürmen und erobern möchte. Mit vollem Körpereinsatz und bis zur Erschöpfung bist du den ganzen Tag auf Achse, wenn man dich lässt. Dich so zu sehen, mit roten Wangen, schwitzigen Härchen und leuchtenden Augen, während du deinen Bobbycar durchs Wohnzimmer schiebst oder mit einem riesigen Buch in jeder Hand zu mir in die Küche kommst, das ist Mutterliebe pur. Deine neugewonnene Mobilität baust du jeden Tag weiter aus. Innerhalb einer Woche wurden aus wenigen kleinen  Schritten ganze Wanderungen durch die ganze Wohnung. Wenn ich dich in einem Geschäft kurz abstelle, um etwas aus dem Regal zu holen, dann läufst du schnurstracks den Gang entlang und ich muss dir hinterherlaufen, um dich wieder einzufangen (was du manchmal gar nicht lustig findest, auch wenn du „fangen“ spielen noch so sehr liebst).

Zwei Zähne hast du über die Weihnachtstage bekommen, die uns ein paar schlechte Nächte und Abende bescherten. Leider hast du so gar keine Lust, sie oder ihre Kameraden im Moment einzusetzen, denn das Essen verläuft immer noch sehr zäh . Drei Löffel mit Appetit und lautem „Namnamnam“ essen, den vierten ausspucken und sich die Reste angewidert von der Zunge klauben- ja, so macht das Spaß… und ich hoffe, das bessert sich, ehe du mir völlig vom Fleisch fällst (oder nachts eine weitere Schoppenmahlzeit einforderst, um auf deine Kalorien zu kommen) Aber auch wenn du wenig isst, bin ich doch fasziniert, wie das Stillbaby vom letzten Jahr abends mit mir am Tisch sitzt und lautstark nach Essiggürkchen verlangt, um sie mit großem Appetit zu knabbern. Einfach unglaublich, immer noch.

Und wo ist das Baby geblieben, das auf seinem Kuschelhund im Badezimmer lag, während ich duschte? Sich nicht einmal selbst drehen konnte und oftmals beim Geräusch des Föns für ein paar Minütchen einschlief? Heute steht ein begeisterter Zwerg vor der Dusche, hämmert klopft an die Glastüre und amüsiert sich königlich, wenn ich von innen meinen Mund an die Scheibe drücke.

Wenn ich dich mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es „strahlend“. Nicht, dass man dir mit diesem oder irgendeinem anderen Wort auch nur ansatzweise gerecht werden könnte! Aber das ist es, was dich so sehr auszeichnet, dein sonniges und strahlendes Wesen. Du leuchtest von innen heraus, kleine Wintersonne. Deine Freude am Leben und am Er-Leben ist so mitreissend, dass sich dir niemand entziehen kann. Oft gluckst und lachst du aus purer Lebensfreude vor dich hin, während du durchs Zimmer läufst. Sitzt du in deinem Hochstuhl, so lachst du mich gerne auf eine so spitzbübische und schelmische Weise an, dass ich dich fressen könnte. Dann kneifst du deine riesigen Augen zusammen, legst den Kopf schief und kicherst mich aus tiefstem Herzen an. Herzmomente, die mich vor Mutterliebe fast platzen lassen. Wenn du in der Badewanne mit deinen neuen Wasserspielzeugen spielst, voller Spannung die Hand unter den Hahn hältst und leuchtende Augen bekommst, wenn das Wasser durchs Zimmer spritzt, dann ist das einfach wunderbar. Und auch hier frage ich mich, wo nur all die Zeit geblieben ist. Vor einem Jahr war jedes Bad ein spannendes Erlebnis, bei dem ich Angst hatte, dich einmal versehentlich ins Wasser der kleinen Wanne rutschen zu lassen. Nun planschst du fröhlich vor dich hin, während ich daneben oder bei dir in der Wanne sitze und diese besonderen Momente mit dir genieße.

Es ist überwältigend, deine Entwicklung in diesen dreizehn Monaten Revue passieren zu lassen. Und nicht nur du hast dich verändert. Auch meine Liebe für dich wächst jeden Tag weiter, wird größer und stärker, obwohl ich nie für möglich gehalten hätte, dass zu der Liebe, die ich für dich empfinde, irgendeine Steigerung möglich wäre. Und doch ist es so, mein Schatz, mit jedem Tag liebe ich dich mehr. War es am Anfang eine überwältigende Liebe, die mein hilfloses kleines Mädchen vor allen Gefahren, Verletzungen und Enttäuschungen dieser Welt beschützen wollte, so ist es nun eine Liebe für deine ganze Person und deine Persönlichkeit, die dich so einzigartig macht und an der ich eine solche Freude habe. Mit allen Eigenheiten, Ecken und Kanten, die noch kommen werden. Mamaliebe. Unbeschreiblich eben.

Wenn du morgens mit beiden Händen in mein Gesicht greifst, deine Wange an meine legst und mir feuchte Küsse gibst, dann sehe ich in deinen leuchtenden Augen die pure Freude darüber, hier bei mir zu sein. Und genauso geht es mir mit dir. Ich betrachte es als Privileg, meine Tage und Nächte mit dir zu verbringen, mein Mädchen. Egal, wie anstrengend diese Tage manchmal sind, wie müde ich oft bin und wie sehr ich mir manchmal wünsche, all dies nicht alleine meistern zu müssen- deine Mama zu sein ist der schönste Job der Welt. Mit niemandem würde ich tauschen wollen.

Es ist wunderbar, dich in meinem Leben zu haben.

Ich liebe dich, kleine Wintersonne. Deine Mama

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Nachdem ich an deinem Geburtstag aus akuter Sentimentalität nicht in der Lage war, deinen Monatsbericht zu schreiben und in den letzten beiden Wochen immer etwas anderes zu tun, zu schreiben oder erleben war, nun eben heute ein zwölfeinhalb-Monatsbericht.

Unglaublich, dass du nun schon ein Jahr und zwei Wochen alt bist, mein Schatz. Immer wieder muss ich daran denken, wie es letztes Jahr um diese Zeit war- draußen ganz verschneit und bitterkalt und du noch so winzig und zerbrechlich. Und dann sehe ich dich an und bin immer wieder ganz fasziniert von der Persönlichkeit, die mir jeden Tag aus deinen braunen Strahleaugen entgegenblickt. Deine verschiedenen Gesichtsausdrücke begeistern mich immer wieder aufs Neue, denn sie spiegeln genau das wieder, was in deinem kleinen, großen Herzen vor sich geht. Du kannst -natürlich!- übers ganze Gesicht strahlen, ausgelassen kichern, amüsiert lächeln und versonnen in dich hinein schmunzeln. Wenn ich dich auf den Wickeltisch oder eine andere erhöhte Fläche setze, wirfst du dich mit Vorliebe in meine Arme- gerne auch dann, wenn ich dir gerade die Schuhe binde und es mein ganzes Reaktionsvermögen erfordert, dich aufzufangen. Am schönsten daran ist dein strahlendes Lächeln, dass sich kurz vorher auf deinem Gesicht ausbreitet und das jeden erkennen lässt, wir sehr dir dieses in-die-Arme-springen gefällt. Überhaupt bist du ein richtiger Wildfang, tobst und krabbelst und kletterst, ohne müde zu werden. Du liebst es, in die Luft geworfen und wieder aufgefangen zu werden, lachst begeistert, wenn man dich an den Beinen in die Luft hebt und du dann ein wenig auf deinen Händen laufen kannst.

Und so stürmisch wie dein Spiel sind auch oft deine Liebesbekundungen. Gerade morgens oder nachts im Bett sehe ich oft nur dein strahlendes Gesicht, welches -mit dem verliebten Ausdruck einer frischgebackenen Mama- das meine mustert, ehe du dein Gesichtchen so stürmisch auf das meine wirfst legst, dass ich immer wieder damit rechne, einmal ein blaues Auge davonzutragen. Seit ein paar Tagen hast du gelernt, in den Arm zu nehmen. Klar hast du auch schon vorher deine Arme um meinen Hals gelegt und dich dabei auch an mich gedrückt, dieses richtige „Drücken“ jedoch ist neu und wunderschön. Wenn du auf dem Wickeltisch sitzt und ich deine Schuhe binde, legst du manchmal die Arme um meinen Hals, beugst dich zu mir herunter und legst mit einem hohen „aaaaaaaaaah“ deinen Kopf auf meinen. Und jedesmal sprudelt mein Herz dann von neuem über.

In der vergangenen Woche hast du deine ersten freien Schritte gemacht. So ganz scheint dich diese Erfahrung jedoch nicht überzeugt zu haben, denn du zeigst kein gesteigertes Interesse, diese neue Fähigkeit ausbauen zu wollen, sondern bewegst dich munter weiter an Möbelstücken, Mamas Hand oder eben krabbelnd durch die Gegend. Falls du es doch einmal probierst, lässt du dich nach dem ersten Schritt meist schon begeistert in meine Richtung fallen. Aber immerhin, der Anfang ist gemacht und im Grunde ist es mir auch ganz egal, wann du frei zu laufen beginnst.

Das Schlafen klappt unverändert gut, auch wenn wir in der letzten Woche ein paar schlechtere Nächte hatten, in denen du fast stündlich weinend wachwurdest, glücklicherweise jedoch auch gleich wieder eingeschlafen bist. Tagsüber schläfst du etwa eine Stunde, entweder in einem „langen“ Mittagsschläfchen oder in zwei kürzeren. Das hängt von deiner Tagesform und unserem Programm ab. Morgens schläfst du meist bis halb acht oder acht, hattest jedoch in den letzten Tagen auch einige „Frühstarts“ dabei, an denen du bereits um fünf oder halb sechs nach deinem Fläschchen verlangtest, um es dann auch bis auf den letzten Tropfen zu leeren.

Für mich warf das natürlich die Frage auf, ob dir dein Abendessen- Milchbrei und Schoppen- vielleicht nicht mehr die ganze Nacht ausreicht. Deshalb beschloss ich, am Samstag abend gemeisam mit dir zu vespern, um zu sehen, ob dich ein Brot vielleicht doch länger satt macht. Leider macht dir das Brotessen so viel Freude, dass du stundenlang (wirklich, wir saßen fast eine Stunde) mit deinen „Reiterchen“ zugange bist. Du betrachtest sie, beißt ab, steckst sie in den Mund, holst sie wieder heraus, schleckst den Belag (Leberwurst, Frischkäse mit Kresse)  herunter, und und und… Wieviel am Ende einer solchen Krümelparade letztendlich in deinem Magen landet, ist schwer zu beurteilen. Gestern bekamst du aus Zeitmangel nochmal einen Milchbrei und hast auch bis halb acht geschlafen, also ist es vielleicht auch Tagesnachtformabhängig, wie lange dir das jeweilige Essen reicht. Wir werden jetzt jedenfalls öfter gemeinsam vespern, dann klappt das sicher etwas schneller (morgens geht es doch auch?!). Und außerdem macht es einfach riesigen Spaß, dir beim Essen zuzusehen, zumal du meine Liebe für Essiggürkchen offensichtlich teilst…

Tagsüber ist dein Essverhalten unterschiedich. Seit zwei Wochen isst du das „Erwachsenenessen“ mit, wobei ich darauf achte, kein Salz zu verwendenm, ehe ich deine Portion beiseite gestellt habe. Meist beginnst du, mit Appetit zu essen, verweigerst jedoch nach fünf oder sechs Löffeln die weitere Nahrungsaufnahme. Zum Glück isst du in den letzten Tagen mit mehr Appetit, denn ein wenig Sorgen hat mir diese Entwicklung schon gemacht- zumal du durch deine viele Bewegung auch einige Kalorien brauchst. Schupfnudeln, Spätzle mit Brokkoli, Gemüse-Putenpfanne mit Reis und Kartoffelbrei sind derzeit deine Favoriten auf dem Küchenzettel. Ansonsten willst du alles probieren, liebst Bananen, Rosinenbrötchen, (Marmeladen-)Brot und vieles mehr. Milchschaum von meinem Löffel zu probieren, entlockt dir ein begeistertes „namnamnam“ und macht dir riesigen Spaß.

Was das Spielen angeht, so scheinst du -zumindest bisher- nicht zu der Sorte Kind zu gehören, die sich in Ruhe eingehend mit einem Spielzeug beschäftigen. Motorikschleifen und ähnliches interessieren dich nur kurz, denn du hast überhaupt keine Lust, lange an einzelnen Spielzeugen zu pfriemeln. Viel lieber räumst du schwungvoll alle Spielsachen aus und untersuchst sie einzeln nacheinander. Deine Stofftiere sind gerade auch hoch im Kurs und gerade morgens im Laufstall werden Katze und Elefant oft genaustens unter die Lupe genommen, beplaudert und gestreichelt. Und deine Bilderbücher liebst du nach wie vor- allerdings nicht auf meinem Schoß, sondern nur alleine. 🙂 Am schönsten finde ich aber, dass du seit drei Tagen begonnen hast, zu „telefonieren“. Ob das wohl bedeutet, dass ich zuviel am Telefon hänge?? Dabei telefoniere ich eigentlich gar nicht soo gerne! Angefangen mit dem Babyphone, hältst du jetzt immer öfter Gegenstände, gerne auch dein Spielzeugtelefon, ans Ohr und beginnst, zu erzählen. Zum Dahinschmelzen ist es, wenn du mir lächelnd den „Hörer“ reichst und ich auch telefonieren darf.

Lustigerweise komme ich im Moment kaum zum Telefonieren, weil du gerade mal wieder recht mamafixiert bist. Nicht immer, nicht die ganze Zeit, aber seit etwa zwei Wochen willst du wieder viel auf den Arm, was gerade beim Kochen oder Staubsaugen eine große Freude ist… Gehe ich kurz in den Keller und setze dich in den Laufstall, so kann es passieren, dass du völlig aufgelöst bist, wenn ich wiederkomme. Ich hoffe einfach mal, dass es nur ne Phase ist, denn dich und die Riesenkörbe Wäsche kann und will ich nicht jedesmal mit in den Keller schleppen. Zum Glück hindert dich all das nicht daran, auswärts genauso kontaktfreudig und offen zu sein, wie auch bisher. Manchmal vergräbst du zwar verschämt den Kopf in meiner Schulter, aber meist schäkerst und lachst du mit den Leuten, dass es eine Freude ist.  Bei Kindern kennst du ohnehin keine Scheu, sondern gehst begeistert und manchmal etwas stürmisch, wie es eben deine Art ist, auf sie zu. Zum Glück zeigst du deine Zuneigung mittlerweile auch *etwas* liebevoller, als noch zuvor- auch wenn es natürlich nicht jedermanns Sache ist, von dir mit spitzem Finger ins Gesicht gestochert zu bekommen oder sich an den Wimpern ziehen zu lassen…

Mein Mädchen, ich stelle fest, wie schwer langsam wird, dich und die Facetten deiner Persönlichkeit in Worte zu fassen, denn du bist soviel mehr als alles, was ich je schreiben könnte. Du bist der Sonnenschein, der jeden Tag für mich erhellt. Wenm ich daran denke, wie bald ich nicht mehr den ganzen Tag mit dir verbringen kann, werde ich wehmütig und möchte die Zeit noch ein wenig anhalten. Ich genieße diese Zeit mit dir zuhause in vollen Zügen. Mein großes Mädchen. Ich liebe dich.

Deine Mama

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