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Archive for the ‘Working Mum’ Category

Wenn ich mich an das letzte Jahr zurückerinnere, an den Wiedereinstieg in meinen Beruf, die Umstellung darauf, eine gewisse Zeit des Tages ohne das Olivchen zu verbringen, dann ist ein Gefühl, das in mir aufsteigt, Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass meine Tochter so problemlos den Sprung von „24 Stunden täglich Mama“ zu 6 oder 7 Stunden KiTa-Trubel geschafft hat. Dankbarkeit für das gute Gefühl, mit dem ich sie dort immer abgegeben habe. Dankbarkeit für das Vertrauen, dass ich immer in die Betreuung dort setzen konnte. Ein Vertrauen, ohne das ich nicht jeden Tag beruhigt zur Arbeit hätte fahren und mich dort voll und ganz meinen Aufgaben widmen können, ohne ständig zu grübeln, wie es meinem Kind wohl gerade geht.

Warum ich darüber nachdenke? Weil genau dieses Vertrauen, dieses beruhigende Gefühl, derzeit nicht mehr in dem Maße gegeben ist, wie ich es mir wünschen würde und für mein Wohlbefinden bräuchte. Weil ich derzeit morgens im Auto die Monate zähle, bis meine Tochter in den Kindergarten wechseln kann und ich das bei einer Betreuung, die mich und den Vater meines Kindes rund 460 Euro jeden Monat kostet, mehr als traurig finde.

In den ersten 11 Betreuungsmonaten durfte das Olivchen seine KiTa-Stunden in einer überschaubaren und sehr behaglichen Umgebung  verbringen. Die KiTa war in einer Vier-Zimmer-Altbauwohnung untergebracht, in der eine sehr warme und einladende Atmosphäre herrschte. Die Kinder fanden sich dort wunderbar zurecht und das Olivchen lebte sich in der heimeligen Umgebung sehr schnell ein. Bald wurde bekannt, dass der Träger der Kita einen Umzug in ein großes Gebäude, in welchem dann mehrere Krippen- und Kindergartengruppen untergebracht sein würden, plante. Nun gut, das würde zwar einige Organisation erfordern, da mit dem Umzug auch eine gewisse Schließzeit und eine erneute Eingewöhnungsphase verbunden sein würden, trotzdem klang alles wunderbar- ein großzügiger Außenbereich, Inklusion in den Gruppen, große Sport- und Kunsträume und eine moderne und funktionale Ausstattung der neuen Räumlichkeiten. Dass sich die Öffnungszeiten nach hinten verschieben sollten, so dass ich das Olivchen an meinen frühen Tagen statt wie gewohnt um 6.50 erst um 7 Uhr abgeben können würde, war ein erster Wermutstropfen für mich (zumal ich in den neuen Räumlichkeiten mehr Betreuungskosten zahlen musste), der jedoch einfach nicht zu ändern war. Bei einer Fahrtzeit von 30 Minuten und einem starren Arbeitsbeginn um 7.45 bedeutet das nun Stress an jedem meiner frühen Tage. Aber damit muss ich mich wohl oder übel abfinden. Die täglichen Challenges im Working Mum Alltag, sozusagen. Dennoch war ich hinsichtlich des Umzugs positiv gestimmt.

Das neue Kinderhaus zu sehen, als ich das Olivchen nach der Eingewöhnungswoche zum ersten Mal selbst in der Krippengruppe abgab, war dann doch… überraschend. Die Erzieherinnen und die Leitung hatten alles sehr nett und einladend dekoriert. Dennoch war der Unterschied zu den behaglichen Räumen der bisherigen Krippe krass. Statt einladender Gemütlichkeit kühles Grau, nackter PVC, im Eingangsbereich blanke Betonwände. Nun ja. Dafür eine wirklich tolle Ausstattung in den Räumen, ein Kunstraum mit Staffeleien, ein Bällebad, Haba-Spiele, die mein Mutterherz höherschlagen ließen. Und ein Olivchen, das sich wohlzufühlen schien. Also schluckte ich das ungute Gefühl hinunter. Aber die nächsten Bauchpikser kamen direkt im Anschluss: Die Gruppe des Olivchens ist im zweiten Stock. Eine Krippengruppe mit Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren im zweiten Stock unterzubringen, finde ich schon „spannend“. Dass dieser zweite Stock durch eine geradeläufige, lange Treppe, die weder durch einen Absatz, noch durch eine Wendung einen Sturz abbremsen kann, erreicht wird, finde ich als Mutter beunruhigend. Dasss diese Holztreppe jedoch in einem nackten Betonabsatz endet, DAS halte ich in einer Einrichtung für (Klein)Kinder für grob fahrlässig. Jeden Tag wenn ich das Gebäude über diese verdammte Treppe verlasse, habe ich einen Klumpen im Magen und versuche, mir NICHT vorzustellen, wie der (ja nun durchaus im Bereich des Möglichen liegende) Sturz eines kleinen Kindes auf dieser Treppe wohl ausgehen würde.  Das Gespräch mit der KiTa-Leitung , in dem ich entgeistert nachfragte, wann dieser Absatz mit Teppich oder Ähnlichem verkleidet werde,  ergab, dass das „so sein solle“. („Das ist nun mal der Stil des Architekten, die Wände sind ja genauso!“ -Ähm, hallo?) Ich bestand darauf, dass dies noch einmal mit dem Architekten besprochen und neu gestaltet werden müsse. Aktueller Stand: Der Architekt sieht kein Problem in diesem Absatz. Und mehr könne man nun nicht tun. Die Leiterin gab mir nun seine E-Mail-Adresse, nachdem sie nach eigener Aussage auf Granit biss. Als Elternbeirätin werde ich mich nun zuerst mit den anderen Eltern in Verbindung setzen, ehe ich ich mit diesem Architekten in Verbindung setze. Aber es muss sich etwas tun. Und die laxe Haltung der Kita-Leitung á la „Der Archtekt hat immer Recht“ stört mich sehr. Es geht hier um Kinder und um grundsätzliche Sicherheitsfragen. Da scheint mir das zweifelhafte ästhetische Konzept des Architekten doch eher zweitrangig.

Dass mir an diesem ersten Tag auf mein Nachfragen hin ganz nebenbei eröffnet wurde, man werde die ersten beiden Wochen gar nicht (!!) mit den Kindern ins Freie gehen, weil so viele Eingewöhnungskinder da seien und nach der Eingewöhnung wegen des noch unfertigen Außengeländes auch nicht regelmäßig hinauskönnen, war da noch die Sahnehaube. Zum Glück zahlte sich zumindest in diesem Fall meine Hartnäckigkeit aus, so dass nach intensiven Gesprächen mit KiTa-Leitung die Kinder zumindest an ein paar Tagen der Woche vormittags Sauerstoff tanken können. Auch das für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn die vielen Eingewöhnungskinder das nicht zulassen, müssen sie versetzt aufgenommen werden, meine ich. Aber auf Kosten der anderen betreuten Kinder darf und kann diese Intensivphase nicht gehen. Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe: wieso Eltern, deren Kind dort den ganzen Tag betreut wird, nicht auf die Barrikaden gehen. Mein Kind kommt nachmittags auch noch einmal „raus“, schließlich hole ich sie fast immer um 14 Uhr ab und habe dann meist Gelegenheit, mit ihr noch etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Und trotzdem ist mir Bewegung im Freien in der KiTa wichtig.  Aber ich scheine die einzige Querulantin zu sein, die ständig nachhakt, fragt, fordert.

Fest steht: mein Bauchgefühl ist im Moment bezüglich der Olivchenbetreuung nicht das Beste. Zum Glück habe ich nach wie vor Vertrauen in die Erzieherinnen unserer Gruppe, die einen wirklich tollen Job machen. Aber die Rahmenbedingung, das „Drumherum“ sollte eben auch stimmen, denke ich. Und das ist derzeit einfach nicht zu 100%  gegeben.

Was denkt ihr? Glucken-Mama oder berechtigte Sorgen?

 

 

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Heute bist du ganze 22 Monate alt. Das heißt, in 2 (nur noch ZWEI??!!) Monaten wirst du deinen 2. Geburtstag feiern. Der Wahnsinn! Derzeit habe ich fast das Gefühl, als müsste ich dich nächste Woche in den „richtigen“ Kindergarten und übernächste Woche in die Schule schicken. Die Zeit rennt!

Es ist ein wirklich phantastisches Alter, in dem du gerade bist. Klar, jedes Alter war/ ist toll, aber im Moment kann ich die Zeit mit dir einfach in vollen Zügen genießen. Keine Frage, das ist nicht immer so (dazu vielleicht mehr in einem anderen Post 😉 ), aber die meiste Zeit bist du einfach sonnig und es macht riesigen Spaß, meine Zeit mit dir zu verbringen.  Sicherlich liegt das auch mit daran, dass ich durch die Arbeit leider weniger Zeit für dich bzw. mit dir habe, als ich mir das wünschen würde und deshalb jede Minute mit dir genieße. Aber größtenteils liegt es an dir. Du bist einfach ein kleiner Sonnenschein. Wenn du nicht gerade einen filmreifen Wutanfall bekommst, weil irgendetwas nicht nach deinem Köpfchen geht, dann bist du einfach nur herzig. Du bist nicht mehr ganz zu ruhelos, stellst nicht alles auf den Kopf, sobald ich für fünf Minuten beschäftigt bin, sondern spielst oder genießt es, bei mir zu sein. Du singst selbsterfundene Lieder (Lalilalala…; Dudidudidu…), in denen ich manchmal Fragmente mir bekannter Lieder (…wohnen, unden oda oben??/ Dambedia…) wiedererkenne, du läufst, nein, du tanzt durch die Welt, du quatschst mir von der ersten wachen Minute an die Ohren voll (Mama? Mami? Sau mal! …) und lächelst mich mit betörenden Augenaufschlägen an oder bringst mich mit Versteckspielen und lustigen Grimassen zum Lachen. Du hörst alles und siehst alles und du merkst dir alles. Wenn ich dich beim Nachhausekommen frage, ob du heute noch in die Badewanne möchtest, dann brauche ich dich eine halbe Stunde später nicht duschen zu wollen, denn du erinnerst dich genau: „Badeanne!!“. Wenn es am Vortag bei Oma Kuchen gab, dann forderst du beim nächsten Besuch „Kuhen holen?“! So ist das.

Heute hatten deine Großeltern Hochzeitstag. Wir waren spazieren, haben Kuchen gegessen und sind abends essen gegangen. Ich hatte ein paar Bedenken, ob du das Abendessen im Restaurant durchhalten würdest, denn langes Sitzen im Hochstuhl gehört bekanntlich nicht zu deinen Stärken. Entsprechend überrascht war ich, wie entspannt dieser Abend verlief. Du hast deinen Kinderteller fast völlig aufgegessen und danach komplett zufrieden mit Opa gemalt und den ganzen Tisch unterhalten. Dein absolutes Highlight war jedoch das Eis, das dir die nette Bedienung spendierte. Eine Kugel Erdbeereis mit Waffel UND Smarties! Selten habe ich dich so konzentriert gesehen wie beim Verputzen des Eisbechers. Bereits nach wenigen Minuten hattest du dir Technik perfektioniert, mit der du den Becher am besten leer essen konntest. Es blieb tatsächlich nicht das kleinste Restchen mehr übrig. Wir anderen amüsierten uns köstlich darüber, wie du geschickt das Schälchen schräg hieltst, um alle Reste herauslöffeln zu können und genauso über dein verzücktes und gleichzeitig hochkonzentriertes Gesicht. Es war ein wirklich schöner Abschluss eines gelungenen Tages.

Und wie es so oft ist an diesen Tagen, kommt man ins Nachdenken. An die vergangenen Jahre. Ich dachte daran, wie schön wir es haben und wie gut es uns geht und stellte gleichzeitig fest, wie sehr sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert hat…

Heute vor zwei Jahren…

… stand ich einen knappen Monat vor dem Mutterschutz. Ich arbeitete noch, war aber nur noch sporadisch eingesetzt. Psychisch war ich schwer angeschlagen. Es war einerseits anstrengend, mir in der Arbeit nichts anmerken zu lassen, andererseits hielt mich genau das aufrecht. Ich wusste, mit meinen Kollegen über meine Situation zu sprechen, wäre über meine Kräfte gegangen. Ich wollte mich und meine Situation niemandem erklären müssen, daher war es leichter, alle in dem Glauben zu lassen, es liefe alles normal bei uns. Wenn mich Kollegen fragten, ob es mir keine Angst mache, dass der Vater so weit entfernt arbeite, denn es sei schließlich viel zu tun mit so einem Baby, dann musste ich mich schon sehr beherrschen, um nicht laut zu lachen. Das war wirklich meine geringste Sorge. Der Bauch wurde größer und deine Ankunft immer greifbarer. Ich freute mich riesig,war aufgeregt und hatte Angst. Die Tage wurden immer kürzer und das trübe Herbstwetter schlug mir stark aufs Gemüt. Der Geburtsvorbereitungskurs hatte begonnen und dein Geburtstermin rückte näher. Im Schwangerschaftsyoga versuchte ich, ein wenig Ruhe und Kraft zu tanken.Ich lauschte deinen Herztönen am CTG und überlegte mir, was ich für das Wochenbett vorkochen wollte. Babykleidung wurde gewaschen und mit klopfendem Herzen in den Schrank gelegt, nur um sie einen Tag später mit verliebtem Blick wieder in die Hand zu nehmen.

Und: ich freute mich auf dich. Neben der Traurigkeit, der Angst und dem Gefühl von Einsamkeit, weil eben kein zweites Elternteil mit mir auf deine Ankunft hinfieberte, war da eine riesige Freude auf dich. Auf das Leben mit Baby und das Mamasein. Freude darauf, den süßen Duft deines Köpfchens zu riechen und stolz den Kinderwagen zu schieben. Freude darauf, dich stundenlang in den Armen zu halten und nachts deinen Atem zu hören. Vorfreude, dieses Zappeln, das wie Wellen meinen kompletten Bauch bewegte, endlich ohne Hindernisse beobachten zu können. Dich zu halten, zu küssen und deine Mama zu sein.
Und heute weiß ich: ich hatte keine Ahnung davon, was mich erwartete. Welche Aufgabe und welches Glück auf mich wartete.

Heute vor einem Jahr…

…warst du genau zehn Monate alt. Wir verbrachten die Woche um den 03. Oktober im Urlaub. Du hattest in der Woche zuvor begonnen durchzuschlafen und ich genoss das ungemein. Nach einem dreiviertel Jahr mit teils wirklich höllischen Nächten war dies eine unglaubliche Erholung für mich. Und auch abends hattest du mehr Ruhe gefunden. Es gab Abende, da wachtest du kein einziges Mal auf. Die gute Bergluft und die vielen neuen Eindrücke, die du den Tag über genießen durftest, schienen dir sehr gut zu tun. Es war ein toller Urlaub., zumal ich immer wieder daran dachte, wie ich im November des Vorjahres genau hier hochschwanger Urlaub gemacht hatte. Wie vieles hatte sich doch verändert, seit du da warst! Zehn Monate war ich deine Mama und ich war es mit vollem Herzen. Auch wenn mich diese zehn Monate mich oft genug an meine Grenzen gebracht hatten- sie waren wunderschön.

Noch hatte ich vier volle Monate mit dir zu Hause und ich konnte mir nicht vorstellen, wie es werden würde, wenn ich wieder anfangen musste zu arbeiten. Wir hatten uns so aufeinander eingespielt. Morgens gegen acht trankst du deinen Schoppi im Laufstall, während ich frühstückte. Dann ging ich ins Badezimmer, duschte und zog mich an, bevor ich dich holte und dich tagfein machte. Anschließend wurschtelten wir meist ein wenig in der Wohnung herum, gingen einkaufen oder spielten, ehe es Mittagessen gab. Manchmal machten wir gemeinsamen Mittagsschlaf, manchmal legte ich dich alleine hin (wobei du alleine immer vieeeel kürzer schliefst…). An den Nachmittagen trafen wir uns zum Spazierengehen mit anderen Mamas und ihren Babys oder mit meinen Freundinnen, besuchten deine Oma oder gingen einkaufen. Montagnachmittags trafen wir uns jede Woche mit deinem Freund P. und seiner Mama zum gemeinsamen Spazierengehen. Mittwochs hatten wir Babyschwimmen, nach dem wir beide immer völlig platt und reif für den Mittagsschlaf waren. Donnerstags war PeKip und Freitagmorgen der Musikgarten. Es war eine wunderbare und intensive Zeit. Das Gefühl von Langeweile, vor dem ich mich im Mutterschutz manchmal gefürchtet hatte, kam niemals auf. Statt dessen: Leben. Neue Menschen, neue Unternehmungen, neue Erfahrungen. Und du! Meine Sonne, meine Herausforderung, meine große Liebe. Manchmal hast du mich wahnsinnig gemacht, mit deiner Schlaferei, mit deiner kurzen Aufmerksamkeitsspanne, damit, dass ich immer gefragt war und du dich außer der halben Stunde morgens nie alleine beschäftigen wolltest. Damit, dass ich abends nicht einfach sagen konnte: „Geh du bitte, ich KANN nicht mehr!“ Ich musste können.

Aber: all das machtest du mehr als wett. Mit deinem Wesen, deinem Lächeln, deiner Liebe. Deinem Mamamamama. Dem Duft deiner Haut und deinem zuckersüßen Lächeln. Damit, dass es dich gab. Mein Kind, meine große Liebe.

Heute…

… bist du also 22 Monate alt. Manchmal machst du mich immer noch wahnsinnig und ich dich vermutlich auch. Wenn du beim Kürbissuppe essen auf einmal anfängst zu grinsen und mit dem Löffel in der Luft herum wedelst, zum Beispiel. Oder wenn du beim Wechseln einer wirklich grausamen Windel mittendrin die Zusammenarbeit verweigerst und mich mit den Füßen wegtrittst, zum Beispiel. Wenn du nicht mehr Treppe laufen möchtest, während ich drei Taschen, einen Wäschesack und einen Korb in den dritten Stock trage, zum Beispiel.

Ansonsten ist es einfach wunderbar mit dir. Du lernst jeden Tag neue Wörter, saugst sie auf wie ein Schwamm und bringst mich zum Lachen, wenn du auf einmal Worte wie „Quatschnudel“ nachsprichst. Du zählst von 5 bis zehn und ich habe keine Ahnung, woher du das kannst.

Zwei Tage in der Woche sehe ich dich erst gegen 17 Uhr wieder. Das ist für dich insofern schön, weil du an diesen Nachmittagen, während ich arbeite, exklusive Oma- und manchmal auch Opa-Zeit hast. Aber es macht mich manchnmal traurig, dass uns, dir und mir, diese Zeit fehlt. Als ich vergangene Woche außerplanmäßig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen so spät nach Hause kam, hingst du am dritten Tag nachmittags wie ein Äffchen an mir und suchtest meine Nähe. Wir haben beide daran zu knabbern, wenn wir uns so lange nicht sehen. Ohnehin bist du viel kuscheliger geworden. Abends bekomme ich einen Gutenachtkuss, du umarmst mich täglich mehrmals stürmisch und oft wirfst du dich lachend auf meinen Rücken, wenn ich gerade auf dem Boden sitze oder mich herunterbücke.

Du schläfst seit einem Jahr durch und schläfst abends und mittags ohne Probleme alleine ein. Dein Heiabett, wie du es selbst nennst, liebst du heiß und innig. Du gehst gerne in die KiTa und magst deine Erzieherinnen und Spielkameraden. Du bist immer noch ein wilder kleiner Wirbelwind, der ständig in Bewegung ist. Bist älter geworden, kleinkindlicher. Hast dich verändert, weiterentwickelt und bist doch ganz DU geblieben.

Und wenn ich so zurückschaue auf die vergangenen beiden Jahre, dann bin ich unendlich froh und dankbar. Dankbar um dieses Wunder in meinem Leben. Darum, wie schön mein Leben mit dir ist. Unser Familienleben. Wie sehr ich dich liebe und wie aufregend es ist, dich beim Aufwachsen zu begleiten und zu unterstützen, Deine Mama zu sein. Manchmal fühle ich mich wie der größte Versager, manchmal habe ich das Gefühl, gar nicht so schlecht in dem zu sein, was ich tue. Letzteres besonders dann, wenn ich dich bei etwas beobachte und heimlich vor Stolz auf dich fast platze. Wenn du anderen Kindern auf dem Spielplatz zum Beispiel ihre Sandspielsachen mit einem „Bitte“ überreichst. Oder du deinen besten Freund zur Begrüßung umarmst und seinen Rücken streichelst. Dann denke ich, dass ich gar nicht so viel falschmachen kann, so wunderbar, wie du bist.

Ich liebe dich, mein Mädchen!

Deine Mama

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Netzwerk

Und dann gibt es diese Wochen, da geht einfach alles schief. Den ersten Tag wieder arbeiten und das Kind liegt am Vorabend fiebernd, weinend, nichtessenwollend in meinen Armen. Am ersten langen Arbeitsfreitag ist die gesamte Familie außer Landes, so dass niemand für mich das Olivenkind aus der Kita holen kann. Die Doppelbelastung (haha) zwischen Kind und Job (und den dreihundertvierundsiebzig Sachen, die drumherum zu erledigen sind) ist schon in den ersten Tagen so anstrengend und zermürbend, dass heute Morgen meine Tränen fast schon in der Kita und endgültig auf dem Weg zur Arbeit flossen.

Doch diese Wochen haben auch etwas Gutes, denn sie zeigen mir einmal mehr etwas ganz Wunderbares: Welch wahrhafte Herzensmenschen wir in unserem Leben haben, das Olivenkind und ich.

♥ Da ist meine Mama, die Dienstag ohne zu zögern frei nahm, damit das kranke Olivchen nicht in die Krippe musste und sie versorgte, damit ich nicht noch auch am zweiten Arbeitstag zuhause bleiben musste. (Und mich nachmittags mit den Worten „Jammer NIE wieder über die Betreuungskosten. Man müsste diesen Leuten noch viel mehr zahlen! Dein Kind macht mich fertig!“ empfing… *gg*)

♥ Da ist meine Schwester, die mir vor meinem Mammut-Zahnarzttermin eine Tüte mit köstlichsten Leckereien vorbeibrachte.  O-Ton: „Nervennahrung für hinterher- das kann man alles auch zahnlos essen!“ 😉

♥ Da ist die Chefin, die mir (da sie um die meine wenig familienfreundlichen Arbeitszeiten weiß, die die Mitchefs zu verantworten haben) jegliche Unterstützung zusagt und mir erklärt, ich solle morgens auf keinen Fall rasen, sie habe vollstes Verständnis, wenn ich es morgens nicht pünktlich schaffe.

♥ Da ist die Frau meines Cousins, die eine wunderbare Freundin ist und die mir das Vertrauen schenkt, ihrer kleinen Tochter eine gute Patentante zu sein.

♥ Da ist die Herzfreundin, die sofort und ohne zu zögern zusagte, das Olivenkind heute in der Kita abzuholen und mit ihm auf den Spielplatz zu gehen. Die mir in die Arbeit Spielplatzfotos schickte, um mir zu zeigen, dass alles wunderbar klappte und die beim Abschied sagte, wie dankbar SIE mir sei, weil es solchen Spass gemacht habe.

♥ Da ist der beste Freund, der schon immer alle Computersachen für mich macht und mir bei der Suche nach einem neuen Notebook sagt: „Bestell es am Besten gleich, dann kann ich es dir direkt einrichten und wir haben einen Anlass, uns nächste Woche endlich wieder zu sehen.“

Nur ein paar Beispiele aus den vergangenen beiden Wochen, die mir wieder einmal zeigten, wie viel Glück wir doch mit diesem Netzwerk haben, das uns Halt gibt, in schwierigen Situationen auffängt und uns immer wieder unterstützt.

Und schon allein der Gedanke an all diese Menschen lässt eine trübe Woche schon viel heller werden.

Herzensmenschen eben, wie ich sie jedem wünschen würde. Mit Gold nicht aufzuwiegen.

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…sind die einzige halbwegs verlockende Süßigkeit in meinem ansonsten gut bestückten Süßigkeitenkörbchen. Der Knaller sind die nicht. Aber der Typ hat sie während der Eingewöhnung des Olivenkindes hier deponiert und jetzt ess ich sie in der Not eben auf.

Hmpf. Ganz ehrlich, es wäre gerade Zeit für alle möglichen Süßigkeiten oder Leckereien: Ben&Jerrys Eis, Pistazien, die leckeren Salz- und Pfeffer-Chips von A.ldi, Knisterschokolade – ich könnte stundenlang so weitermachen 🙂 Und ich esse? SCHOKOROSINEN!!!! In dieser Woche, in der ich mir nur das Leckerste verdient hätte, denn so toll lief´s bisher nicht.

Der Anfang war nichtmal so schlecht: Montagmorgen war der erste Tag, an dem wir richtig früh ranmussten. Um halb sechs klingelte der Wecker (hab´ ich schon erwähnt, wie sehr ich frühes Aufstehen hasse?), denn um halb sieben mussten wir zwei Mädels gestylt das Haus verlassen. Hat erstaunlich gut und auch recht entspannt geklappt, was mit daran lag, dass ich genügend Pufferzeit für verschlafenes Vesperdosenrichten und müdes Kaffeeschlürfen eingeplant hatte. Somit konnte ich ein zufriedenes, wenn auch müdes Olivenkind rechtzeitig und ganz in Ruhe in der Kita abgeben und danach zufrieden, wenn auch müde, im Auto weiterdüsen, um etwas für mein Geld zu tun (oder so ähnlich, denn es war einer dieser Tage, an denen man sich doch sehr fragt, wozu man sich überhaupt in Richtung Arbeitsplatz bewegt hat…).

Mittags konnte ich die Vorzüge der Kinderbetreuung genießen, denn während ich ausnahmsweise bereits um halb zwölf zuhause war, musste ich die Püppi erst um 14 Uhr abholen, so dass mir zweieinhalb wunderbare Stunden ganz für mich blieben. Yeah!! Entspannt essen, bisschen aufräumen und sogar *Trommelwirbel und Lichtshow*: ein NICKERCHEN machen!! Auf der Couch, beim Sturm der Liebe auf dem Notebook schauen. Hach! Tiefenentspannt konnte ich anschließend zur Kita fahren, um dort gleich zweimal zu erschrecken: 1. Mein Mäuschen hatte eine riesige (na gut, übertrieben), blutige Schramme über der Augenbraue. Sie war wohl im Hof gegen ein Spielgerät gelaufen- AUA!!! Mamaherzächzen! Heuli!! 2. Das Kind hustet. Und zwar so richtig. Klar, dass die Krankheiten früher oder später auch auf uns zukommen, trotzdem hätte sie sich damit noch ein wenig Zeit lassen können.

Zuhause befragte ich während ihres zweiten Mittagsschlafes (schon das gab mir zu denken- ein Schläfchen in der Kita und noch EINE Stunde Schlaf zuhause? ) die lieben Twitterdamen zum Thema Husten, da ich nicht wegen ner Kleinigkeit zum Kinderarzt rennen wollte. Leider hörte sich jedoch nach dem Aufwachen der Husten so bedenklich an, dass ich kurzentschlossen zum Kinderarzt fuhr. Wir bekamen Hustensaft verschrieben und ich den Rat, das Olivenkind zuhause zu lassen, falls sie am nächsten Tag fiebrig und/oder schlapp wäre. Nach einer unruhigen Nacht bleib ich also mit schlappem, weinerlichem Kind zuhause. Eigentlich war ich sicher, heute wieder arbeiten zu können, doch leider kam gestern abend auch noch Fieber dazu. Noch ein Tag zuhause. Und auch heute wieder: Fieber. Ganz klar, die Gesundheit meines Kindes gibt vor, aber: mir stehen nur 5 Krankentage für sie zu (und vermutlich nochmal 5 Tage, weil ich alleinerziehend bin). Viel ist das nun eben nicht, und wir haben erst Februar. Hoffentlich kommen wir hin damit. Morgen habe ich zum Glück meinen freien Tag, so dass ich die Kleine problemlos noch einmal zuhause lassen kann  und am Freitag kann sie zur Not bei ihrem Papa bleiben, der übers Wochenende da ist. Ich hoffe allerdings, sie Freitag wieder in die Kita geben zu können, um sie nicht zu sehr in der Eingewöhnung zurückzuwerfen.

Und sonst so? Ach ja. Ich bin selbst nicht wirklich fit, weshalb mir die Tage zuhause einerseits sicher guttaten, ich andererseits aber auch wirklich Mühe hatte, das krankheitsbedingte Quengeln des Olivenkindes geduldig hinzunehmen (wobei ich zu ihrer Verteidigung sagen muss, dass sie nur morgens nölig war) . Denn nein, Krankentage mit Kind sind KEIN Urlaub. So.

Außerdem sei festgestellt, dass es Telefongespräche gibt, bei denen man KEINE Frauenstimmen im Hintergrund hören möchte und dass man sich mit einem fiebernden Kind alleinerziehender als sonst fühlt. Ich habe derzeit teeniemäßige Anwandlungen, die sich hoffentlich schnell verziehen. Grr.

Sonst noch erwähnenswert? Mein „erstes Mal“ heute: zum ersten Mal die Wohnung fremdputzen lassen. Ein Traum, ich sag es euch! Ich würde diese Frau heiraten, so schön ist das, wenn die Wohnung blitzt, ohne dass man selbst den Lappen schwingen musste! Hach! 🙂

Ansonsten hab ich gerade schlimmen Heißhunger auf Süßes, aber vergesse beim Einkaufen, etwas Leckeres mitzunehmen, so dass ich abends lauter doofe Süßigkeiten essen muss. Gnaaaaaah!!!

Und ich glaube, damit wären wir wieder am Anfang angelangt…  die Schokorosinen…

Naja, besser als nix, hm?

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Gerade mal eine Woche gearbeitet und der Alltag hat mich gnadenlos im Griff. Bisher hielt sich der Stress am Arbeitsplatz zwar in wirklich bescheidenen Grenzen, dennoch war und ist es eine große Umstellung von den letzten, im Vergleich doch eher beschaulichen Monaten:

Weckerklingeln um 5.55. Morgendliche Klammeräffchenverabschiedungen vom Olivenkind, die in mir nur einen Wunsch wecken, nämlich mich wieder ins warme Bett zu kuscheln und mit dem ruhig atmenden, sich ankuschelnden Mäuschen noch ein wenig liegenzubleiben. Das Haus bei völliger Dunkelheit verlassen und in eisiger Kälte zum Auto zu flitzen. An zwei Tagen der Woche erst gegen halb fünf wieder nach Hause zu kommen. Heute erst um kurz vor sechs. Seufz. Beim Nachhausekommen sofort im Keller vorbeiflitzen, um die Wäsche mit nach oben zu nehmen. Wäsche aufhängen, noch bevor man das Kind begrüßt, damit es gemacht ist und nicht wieder wie neulich einen ganzen Tag lang nass im Wäschekorb liegt. Aufräumen. Spülmaschine einräumen. Staubsaugen. Nach dem Arbeiten noch schnell kochen. Sich fragen, was man mit dem müden und knatschigen Mädchen und den zwei verbleibenden Stunden des Tages noch anfangen kann.

Andererseits:

Im Auto zweimal jeden Tag eine halbe Stunde lang Musik hören, so laut ich möchte. Morgens bereits mit mehreren erwachsenen Menschen gesprochen haben. Komplett andere Gesprächsthemen. Sich erinnern, warum man sich dereinst für DIESEN Job entschieden hat und spüren: es macht immer noch Spaß. Eingerostet, aber es wird. Kaffee trinken und lange Gespräche mit den lieben Kollegen führen, ohne einen kleinen Menschen mit Reiswaffeln, Einback oder Brezel bestechen zu müssen, weil dieser gerade aus dem Hochstuhl aussteigen/laufen/ningeln/ein wenig Bröselei veranstalten… will. Frau sein. Kleider nicht nach ihrer Praktikabilität beim durch-den-Raum-tanzen im Musikgarten aussuchen. Sich gefordert fühlen. Mit anderen Menschen austauschen. Essen, ohne vorher gekocht zu haben und ohne gleichzeitig zu füttern. Lachen und reden.

Jaa, all das gehört dazu zum Alltag mit Kind UND Job. Und ich muss sagen, ich finde es anstrengend. Und schade, dass ein so großer Teil meiner Energie nicht mehr ausschließlich für das Olivenkind reserviert ist, sondern mein Akku im Laufe des Tages bereits anderweitig gehörig beansprucht wird. Aber es tut auch unheimlich gut, wieder etwas Zeit für mich zu haben. Ein wenig „Freiheit“ zu schnuppern. Die Nase aus dem Fenster zu halten. Es ist schön, schöner als gedacht, wieder zu arbeiten.

Die wahre Herausforderung kommt zwar erst, schließlich ist hier gerade alles noch im Anfängermodus. Der Typ bringt das Olivenkind morgens in die KiTa, ich werde noch nicht voll eingesetzt und muss deshalb auch zuhause recht wenig für die Arbeit tun. Nächste Woche habe ich erstmal frei und hoffe, durch die KiTa in den Genuss einiger freier Vormittage zu kommen (welch LUXUS!!), die ich mit Frisörbesuch, gemütlichem Arbeitszimmeraufräumen und Faulenzen zu verbringen gedenke. Danach allerdings geht es rund. Dann heißt es morgens um zwanzig vor sieben das Püppelinchen in der KiTa abgeben und hoffen, dass alles klappt. Arbeiten. Vorbereiten. Und die siebentausendvierhundertfünfundachzig Dinge erledigen, die nebenher anfallen.

Aber: ich bin zuversichtlich. Wird schon. Schließlich hat sich bisher auch alles gefunden. Spannend bleibt es allerdings in jedem Fall. Alles anders eben.

 

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…sehe ich in unseren neuen Lebensabschnitt, der nächste Woche beginnt. Ab Mittwoch startet die Eingewöhnung für das Olivenkind und Freitag ist mein erster Arbeitstag. Hatte ich bis vor wenigen Wochen noch Bauchschmerzen, wenn ich nur an Arbeit und KiTa-Start  dachte, bin ich mittlerweile recht positiv gestimmt.

Ganz sicher war dafür auch der Kita/Kindergarten-Hickhack verantwortlich, der mich in den Wochen vor Weihnachten einige Nerven kostete. Zunächst die Entscheidung, ob Kindergarten oder Kita. Dann, nach dieser Entscheidung für die (deutlich teurere, dafür aber nähergelegene und sehr viel länger geöffnete) Kita plötzlich eine Absage durch derenVerwaltung, dass der Platz bereits intern vergeben sei. Da war ich erstmal baff. Gar kein Betreuungsplatz, und das 8 Wochen vor meinem Wiedereinstieg?? Glücklicherweise zeigte man sich in der Verwaltung nach einer (sehr deutlichen)  E-Mail meinerseits so entgegenkommend, mir einen Platz in einer anderen Kita ihrer Trägerschaft (nur 2 Häuser weiter) anzubieten. Der Besichtigungstermin in der anderen Kita offenbarte freundliche Räume, nette Betreuerinnen, aber auch zwei Kinder, die auf „stillen Stühlen“ saßen und das Geschimpfe einer Erzieherin, das ich während der Wartezeit mithören durfte. Hm. Ganz klar, ich finde es wichtig, dass mein Kind in der Kita auch „erzogen“ wird, aber so etwas beim ersten Termin mitzuerleben war befremdlich und ließ mich mit gemischten Gefühlen und flauem Magen nach Hause gehen. Als die Betreuungsveträge unter Dach und Fach waren, war ich dennoch erleichtert, schließlich war die Betreuung für das Olivenkind damit zuverlässig gewährleistet. Und – oh Wunder- es gab eine weitere Änderung: Vor zwei Wochen wurde mir mitgeteilt, dass sich außerplanmäßig doch ein Platz in Kita Nr.1 (blickt noch irgendein Leser durch?? Wer´s bis hierhin geschafft hat: Kompliment!) ergeben hatte und die Püppi damit in der Kita untergebracht würde, in der ich ein wirklich erfreuliches Erstgespräch gehabt hatte. Erleichterung!

Nach all diesem Hin und Her war es ein gutes Gefühl, letzte Woche zum Vorgespräch zu gehen, um die Eingewöhnung und grundsätzliche Fragen zu besprechen. Eine Stunde saßen Frau W. und ich mit der Püppi im kleinen Büro der Einrichtung zusammen. Für mich gab es Kaffee und liebevoll angerichtete Schokolade (damit hatten sie mich ja schon im Sack), für das Olivenkind eine Spieldecke mit verschiedenen Spielsachen (nette Idee, aber ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass alles im Büro interessanter war für mein wildes Mädchen, oder?). Das Gespräch war herzlich, aufschlussreich und zeigte mir vor allem, dass die Betreuerinnen ihren Job offensichtlich sehr ernst nehmen und bereit sind, auf die Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Kinder einzugehen. Und auch das Gesamtkonzept kommt meinen Wünschen für mein Kind sehr entgegen. Insgesamt also ein durchweg positiver Eindruck und ein wirklich gutes Bauchgefühl- jaaaaaa!!! Das Olivenkind schien sich pudelwohl zu fühlen, stromerte beim Verabschieden gleich mal durch alle Räume und strahlte Frau W., die auch die Bezugsbetreuerin sein wird, begeistert an.

Jetzt muss nur die Eingewöhnung noch klappen, die der Typ mit unserem Mädelchen machen wird. (Außer am zweiten Tag, da will ich mit ihr hin- ich glaube, ich muss sie dort mal gesehehn haben, um mit gutem Gefühl arbeiten gehen zu können. Mittwochs habe ich leider noch nen Zahnarzttermin <örks> und Freitag arbeite ich bereits <Megaörks>. Aber der Donnerstag, der ist meiner.)  Achja, mein Jobstart am nächsten Freitag… Arbeitszeiten habe ich immer noch keine und wie es aussieht, werde ich auf jeden Fall zwei Nachmittage haben- das heißt, ich sehe das Olivenkind erst gegen 17 Uhr an diesen Tagen- das wird hart. Ich hoffe nur, ich komme um den dritten Nachmittag herum und es läuft alles halbwegs glatt mit dem Wiedereinstieg. Falls ihr also ein paar Däumchen übrig habt: bitte jetzt einmal kräftig drücken!!

Insgesamt hoffe ich, es läuft mal ausnahmsweise alles nach Plan. Was wäre das für eine schöne Überraschung.

Aber wie gesagt, ich bin (noch) zuversichtlich…

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… macht die Uhr und scheint im Moment schneller und schneller zu gehen. Die Tage fliegen nur so vorbei und mit ihnen rückt auch der Tag näher, an dem die ruhigen und schönen Tage meiner Elternzeit endgültig der Vergangenheit angehören. Keine drei Wochen bleiben uns mehr und der Gedanke daran erfüllt mich mit Unruhe und einem Gefühl der Panik.

Panik, dass ich diese letzten Tage und Wochen nicht genügend ausnutzen, genießen, mit Leben füllen könnte. Das ist bescheuert, ich weiß. Und so versuche ich, die Gedanken zu verdrängen und einfach weiterhin unseren Alltag, jeden Tag anders und doch von so viel Vertrautem erfüllt, zu genießen.  Leicht ist das nicht immer, denn so vieles will erledigt und abgehakt werden. Kuscheln, aufstehen, frühstücken, anziehen. Die Püppi tagfein machen, dabei knuddeln, küssen und sich an der meist unverschämt guten Laune dieses wunderbaren Kindes freuen. Schnell das Telefon holen, weil da ja noch ein paar Anrufe zu erledigen waren. Und dann, schwuuups, ist fünf Telefonate und ein gekochtes Essen später auch schon der Vormittag vorüber. Und wenig später ist der Abend da, ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu und mit ihm rücken auch die Gedanken und Befürchtungen näher, gegen die ich mich tapfer zu wehren versuche. Aber so ganz gelingt leider doch nicht immer…

Gerade die Kita wirft immer wieder viele Frage und Überlegungen auf. Zum Glück haben wir nun doch einen vollen Platz angeboten bekommen, denn alles andere hätte mir Bauchschmerzen bereitet- jede Woche auf die Anwesenheit des Typs oder alternativ auf meine Eltern angewiesen sein, das muss ich nicht haben. Zumal vier Tage genauso teuer (und zwar wirklich sehr, sehr teuer) sind, wie fünf. Aber bisher haben wir noch keinen Termin für eine Vorbesprechung. Ich hoffe, es geht nun wirklich alles glatt, schließlich hat mich diese Kita schon einmal in Angst und Schrecken versetzt, indem sie mir den fest zugesagten Platz lapidar absagte…

Und dann all die Mama-Herzschmerz-Gedanken:

Wird die Eingewöhnung gelingen? War es die richtige Entscheidung, ihrem Vater die Eingewöhnung zu überlassen? (Eigentlich schon. Ich bin mir sicher, dass er leichter loslassen und ihr so unterschwellig signalisieren kann, dass sie sich dort „wohlfühlen darf“. Außerdem denke ich, dass die starke Bindung zwischen der Püppi und mir ein Ankommen in der Kita nicht unbedingt leichter machen würde.) Kann sich mein Mädchen so ohne weiteres in diesen so ganz anderen und neuen Tagesablauf integrieren? Kann sie in der neuen Umgebung schlafen? Wird sie schnell Vertrauen zu den Betreuerinnen fassen? Wird es ihr Vertrauen in mich erschüttern, auf einmal viel weniger Zeit mit mir und dafür mehr Zeit mit Papa und in der Kita zu verbringen? Wie wird es für mich sein, einen großen Teil des Tages getrennt von meinem Töchterchen zu verbringen? Und für sie, mich erst nachmittags wieder zu sehen?

Zusätzlich natürlich das Gedankenkarussel zum Themenkreis „Wiedereinstieg in den Job“:

Wie schnell werde ich mich wieder einfinden? Wieviel habe ich „verlernt“? Und wie lange wird es dauern, wieder anzukommen? Werden meine Arbeitszeiten so gelegen sein, dass sie erlauben , auch weiterhin die Nachmittage mit ihr zu verbringen? Und schaffe ich es auch, ein wenig Zeit für mich freizuschaufeln? Abends? Oder muss ich die Abende komplett für Haushalt und Vorbereitungen opfern? 

Man kennt das alles. Und auch wenn ich mir die letzten Wochen nicht von all den Fragen verderben lassen will, zumal grübeln noch nie irgendetwas besser gemacht hat, bleiben all die Gedanken in meinem Hinterkopf.

Doch neben all diesen Fragen ist da auch die Hoffnung, dass alles gut wird. Dass uns beiden diese Veränderung auch gut tut. Mir der Kontakt mit Erwachsenen, der Austausch, meine lieben Kollegen, die geistige Arbeit. Mal wieder über komplett andere Themen zu reden. Kompetent sein. Frau sein, Mensch sein. Nicht „nur“ Mama. Obwohl ich auch das liebend gerne noch eine ganze Weile länger gewesen wäre, so ist es nicht… Trotzdem. Und für mein Mädchen hoffe ich, dass ihr die Zeit mit den anderen Kindern, die intensive Betreuung durch die Erzieherinnen, die neue Selbstständigkeit und die vielen neuen Eindrücke gut tun. Sie Neues lernt und entdecken kann. Selbstvertrauen gewinnt. Dass sie Spass hat, die Zeit dort genießt und die Stunden mit mir dann als umso schöner wahrnehmen kann.

Hach ja. Wir werden sehen. Letztendlich wird es die Zeit zeigen, wie es kommt. Schneller, als gedacht, vermutlich.

Tick, tack…

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