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Archive for the ‘Zuckerschnute’ Category

Da das Olivchen und ich derzeit beide frei haben und die hochsommerlichen Temperaturen somit aus vollen Zügen genießen können, passen wir unseren Rhythmus komplett dem Wetter an. So auch heute. Morgens Frühstück auf dem Dachbalkon, einkaufen und Haushalt. Nach dem Mittagessen ein gemeinsamer Mittagsschlaf (himmlisch!) und anschließend ab ins Schwimmbad.  Gemeinsam mit der besten Freundin brachen wir gegen halb vier auf, kühlten uns erst eine Weile im größeren Becken ab und suchten uns später ein schattiges Plätzchen, wo wir Obst essend, plaudernd und sandelnd den Tag genossen.

Am späteren Nachmittag gingen wir noch ein wenig ins Babybecken, wo das Olivchen beglückt  mit ihren Förmchen spielte, mit den Händen Wasserfontänen zuhielt und sich schwungvoll ins Wasser warf. Ich saß derweilen mit der Herzfreundin am Beckenrand, streckte die Füße ins Wasser und genoss, wie ruhig es mittlerweile im in diesem Bereich des Schwimmbads geworden war. Plötzlich brach neben uns im Wasser ein kleiner Tumult los. Dass Olivchen hatte wohl beherzt nach dem Spielzeugboot eines älteren Jungen gegriffen, woraufhin dieser es ihr aus den Händen riss und „Hey! Das ist mein Boot! Finger weg!“, brüllte. Das Olivchen kam einigermaßen aufgelöst zu mir an den Beckenrand.

„Der Junge hat mis angesreit!“, berichtete sie, den Tränen nahe. Ich nahm sie in den Arm und erklärte ihr, dass sie das Spielzeug anderer Kinder nicht einfach so an sich nehmen dürfe, die Art und Weise des Jungen jedoch nicht nett gewesen sei. Noch einen Kuss und wieder ab zurück ins Wasser. Doch statt wieder zu ihrer vorherigen Spielstätte zurückzugehen, nahm das Olivchen zielstrebig Kurs auf ein kleineres Becken, in dem der Bootsbesitzer gerade sein zurückerobertes Spielzeug zu Wasser ließ. Gespannt beobachtete ich, was da vor sich ging, denn ich hatte keine Idee, was sie noch einmal bei dem Jungen wollte.

Bei ihm angekommen, ging mein Kind auf Augenhöhe in die Hocke, beugte sich zu dem sicherlich zwei Jahre älteren Jungen hinab und erklärte in einem Tonfall, der jeder Erzieherin Ehre gemacht hätte:

„Is mag das nist, dass du mich angeschreit hast! Das darfst du nist! Nein!“ Sprach´s und kehrte zurück in den anderen Bereich des Babybeckens.

Am Beckenrand ich, die beeindruckter nicht hätte sein können. Und der mit einem warmen Gefühl im Bauch klarwurde, dass sich dieses Kind zu behaupten weiß. Mit zwei Jahren und 8 Monaten. Angefüllt mit Mamastolz und Olivchenliebe bis obenhin. Mein Mädchen. ♥

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… kaut man Mama täglich fast das Ohr ab mit „Sau mal, Mama!! Guck!“

… saugt man alle Wörter, die man hört, in sich auf und merkt sie sich. Unglücklicherweise auch die, die Mama im Auto schreit, wenn man ihr die Vorfahrt nimmt. Seiße. Asos.

… freut man sich auf die Weihnachtszeit mit dem Mickilaus

… hört man im Auto am liebsten das „leine Dambedia“ und will von Mama täglich Baby Ganggump (Pippi Langstrumpf) vorgesungen bekommen

… isst man am allerliebsten Pfannkuchen und Brezel. Noch lieber Kuchen, Igel (Fruchtriegel) und die seltene Schokolade 😉

… trinkt man am liebsten Apfelsaftschorle (Abbelsolle) und den geliebten Sobbi

… liebt man Wimmelbücher und kann in der Welt darin versinken

… liebt man Handtaschen und nimmt auch jede sogleich in Besitz (Nein! Olibia meines!)

… fährt man mit dem Pukywutsch so rasant durch die Wohnung, dass es in den Kurven manchmal fast aus der Bahn kippt und Mama einen halben Herzkasper bekommt

… würde man für einen Keks seine Großmutter verkaufen und nutzt es schamlos aus, wenn man mit Mama in der Konferenz sitzt und sie nicht hart bleiben kann (Keks haben? Kekshaben! Keks HABEN! Mama! KEKS!)

… erzählt man Mama morgens auch mal, was man nachts geträumt hat: „Oma Ama-A!“ – „Hast du von der Oma A. geträumt?“ – „Jaa! Kulen essen! Papa auch!“

… liebt man seine kleine Cousine und genießt es sehr, sie im Urlaub um sich zu haben: „Fofia lieb!“ – „Fofia baden!“ – „Breda Cridan lopfen? Fofia?“

… singt man das Kita-Morgenkreislied auch seinen Lieben zuhause vor: „Mama? Söööön da du da bist!“

…wird man mit jedem Tag verschmitzter und liebt es, Quatsch zu machen:

„Mama? Tsüüüüs! Bäter! Olibia eintaufen ghehn! Momate taufe! Guake taufe!“

„Mama?“ – „Ja?“ – „Beiße!“ – Soll ich dich beißen? Bist du eine Tomate? Soll ich dich aufessen?“ – „Jaaa, Momate ässe!“ (dabei werden die Ärmchen ausgestreckt und losgegiggelt, sobald Mama rein“beisst“) 😉

…kann man seit einer Woche Purzelbäume wie ein Weltmeister schlagen

… isst man ein belegtes Brötchen mit Gürkchen, Wurst und Käse („Olibia leine!„) ganz alleine und stolz wie Bolle mit beiden Händen

… nimmt man manchmal morgens im Bett Mamas Gesicht in ihre Hände und knutscht sie ab (kann ein Tag besser beginnen????)

… liebt man es, zum Einschlafen Mamas Haare in den Händen zu halten

… schläft man am liebsten auf dem Eulenkissen mit Tsaaaly im Arm

… ist man ein richtig großes Mädchen und bleibt trotzdem Mamas Baby, wenn man abends in ihren Armen schläft

… wird man mit jedem Tag süßer, lustiger und besonderer und ist Mamas ganzer Stolz

Ich liebe dich, du Sonnenschein!

Mama

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… war heute Morgen Teil deines zweiten Dreiwortsatzes:

„Oibibia Guigoite haben!“

Der erste lautete: „Bibia Bajer tringe!“

Wenn mir vor zweieinhalb Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mich über Sätze wie diese tagelang freuen würde… was hätte ich gelacht 😉

 

 

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Du kannst schon…

♥ Mit dem Puppenwagen ganz lässig über sämtliche Hürden hinwegfahren, indem du cool das Vorderrad anhebst und den Wagen dann mit dem typischen Blick der gestressten jungen Mama weiterschiebst.

♥ Deine Turnschuhe unter allen anderen erkennen und mir bringen, wenn wir aus der Kita nach Hause gehen.

♥ Deine Windel ganz alleine ins Kinderzimmer tragen und dort in den Windeleimer werfen.

♥ Kleine Krümelchen vom Boden aufheben, in die Küche gehen, den Mülleimer öffnen und sie hineinwerfen (finde ich suuuper, aber WO hast du das bitte gesehen??) – einziges Problem: wenn mir etwas Kleines herunterfällt, kann es gut sein, dass du es für Müll hältst und es wegwirfst, wie neulich den Ersatzknopf meiner Bluse, mein Haargummi…

♥ Mir deine Weste entgegenstrecken, „andieeeehn“ rufen und versuchen, deinen Arm in den Ärmel zu wurschteln. Hach!

♥ Nach links oder rechts schielen, um mich nicht ansehen zu müssen, wenn du etwas „angestellt“ hast- Trinkflasche oder Brot absichtlich auf den Boden werfen, hauen…

♥ Die Namen deiner Lieblingserzieherinnen in der Kita ziemlich gut aussprechen „Juja“ und „Minani“.

♥ Filmreife Wutausbrüche mit Bodenwälzen und Schreien veranstalten, um gleich darauf loszuprusten, wenn ich anfange, Grimassen zu schneiden oder dir einen Bauchkuss gebe.

♥ Wild lostanzen und über beide Ohren strahlen, sobald Musik ertönt.

♥ BUMM sagen, sobald etwas (oder manchmal auch du) umfäll(s)t

♥ Auf die Aufforderung „Bring mir mal bitte…“ oder „Geh mal bitte ins…“ reagieren. Oft. Nicht immer, aber immer öfter.

♥ Deine Pubba mit dem Schoppenfläschchen oder Brei füttern und ihr den Schnulli geben. (auch wenn er manchmal im Puppenauge landet- gut, dass du keine kleineren Geschwister hast…)

…mich zum Lachen bringen und mir den Tag versüßen. Jeden Tag. Herzkind du. ♥

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Mein Mädchen,

heute vor 18 Monaten lag ich im Kreißsaal und war noch etwas mehr als eine Stunde davon entfernt, dich kennenzulernen. Es war die schlimmste, anstrengendste Phase dieser Geburt. Presswehen, immer wieder Presswehen und nichts tat sich, so schien es mir. Immer wieder wartete ich darauf, das erlösende „Jetzt kommt das Köpfchen“ zu hören, aber das sollte noch eine ganze Weile dauern…

Achtzehn Monate, eineinhalb Jahre. Eine kleine Ewigkeit. Wie lange das her ist, wurde mir gestern klar, als wir uns mit deiner frischgeschlüpften Großcousine zum Spazierengehen trafen. Fünf Wochen ist sie alt und lag friedlich schlafend und winzigklein in ihrem Wagen. Und daneben du, mein großes, großes Mädchen.

Du bist gerade etwa 82 cm groß und wiegst ca 10 Kilo. Das ist gar nicht so schwer, wenn man bedenkt, dass du am Liebsten den ganzen Tag lang essen würdest.. Morgens in der Kita bist du zufrieden, wenn du mit deiner Vesperbox in den Frühstücksraum marschieren darfst. Mittags beim Abholen höre ich meist „Sie hat wieder 2 (3) Portionen gegessen!“. Und zuhause ist das erste, was ich von dir höre: „NANANE!!“ – in einem Kasernenbefehlston, der mich immer wieder zum Lachen bringt. Meist isst du also eine Banane oder ein Müsli mit Erdbeeren und Banane. Gehen wir noch in die Stadt, so isst du dort noch ein Einback oder ein Rosinenbrötchen und abends oft noch ein oder zwei Brote und eine Tomate. Wenn du zuhause ferühstückst, dann dürfen es gerne zwei bis zweieinhalb Brote sein (das esse ich auch!). Du siehst, wenig ist das nicht 😉

Es gibt fast nichts, was dir nicht schmeckt und das ist wirklich toll. Es macht darum auch riesigen Spaß, für dich zu kochen und dir Neues anzubieten, denn du probierst ganz furchtlos und spuckst nur selten etwas aus.

Was du am liebsten isst und trinkst: Pfannkuchen, Reis-Gemüse-Pfanne, Spätzle, Spargel, Bananen, Marmeladenbrote, Erdbeeren, Trauben, Tomaten, Karotten, frischgepressten Orangensaft, Wasser, deinen Schoppi, Apfelsaftschorle, Rotbäckchensaft…

Dass du trotz deiner Esserei doch recht zart bist, liegt sicher daran, dass du ein solcher Wirbelwind bist. Kleine Maus, manchmal wünschte ich mir wirklich, du könntest einmal für fünf Minuten still sitzen. Vielleicht ein Buch mit mir ansehen oder ein Puzzle machen. Aber von wegen. Action, action, action. Es gibt Tage, da bist du pausenlos in Bewegung, wie aufgezogen. Da wird überall gesucht, entdeckt und ausprobiert. Schranktüren geöffnet, Schubladen aufgezogen, Bücher aus dem Regal geworfen- das volle Programm eben.

Im Moment ist zu meinem Leidwesen dein liebstes Spiel, auf der Couch zu hüpfen zu klettern und sich über irgendwelche Kissen zu werfen. Dabei bist du so wild und ungestüm, dass ich nur darauf wartem dass du irgendwann herunterfällts. Und zwar mit Schwung. Heute war ich glücklicherweise daneben und konnte dich gerade noch festhalten, als du mit dem Gesicht voran hinbter einem Kissen her rutschtest. Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, wie dein Gesichtchen sonst ausgesehen hätte. Ich versuche immer wieder, dir beizubringen, dass auf der Couch nicht gehüpft wird, aber das ist schwierig. Denn du scheinst mein Schimpfen und ernstes „Nein“überhaupt nicht als erst zu empfinden, sondern kreischst und lachst meist vor Vergnügen und kriegst dich kaum noch ein. Ich hoffe sehr, ich finde einen Weg, dir das klarzumachen, ehe du wirklich einmal von der Couch fällst.

Furchtlos bist du nicht nur zuhause, auch auf dem Spielplatz tobst du wie eine Große. Diese Woche bist du zum ersten Mal alleine gerutscht und hast durch stundenlanges „Üben“ auch entdeckt, wie du am besten alleine die Leiter zur Rutsche bezwingst. Auch die Schaukel liebst du sehr und manchmal, wenn ich ganz viel Glück habe, kannst du auch versunken eine Weile mit deinem Eimerchen, Schäufelchen und Förmchen im Sand spielen und ganz ruhig sitzenbleiben. Manchmal…

Beim Spielen zuhause liebst du vor allem deine Puppen. „Pubba, Pubba“, höre ich immer wieder und oft muss die kleine Puppe, deine Mimi, auch mit ins Bett. Tagsüber wird sie im Puppenwagen umhergefahren, geküsst, mit „Eias“ bedacht und darf „Backe backe“ machen, wobei du sie in die Hände klatschen lässt. Richtige Mädchenspiele eben ;-). Neben den Puppen ist jedoch vor allem der „Baj“ angesagt. Du liebst Bälle und entdeckst sofort, wenn irgendwo einer herumliegt. Und du spielst auch ganz toll mit ihnen, kickst wie eine kleine Fußballerin, im Stand, aus dem Laufen und mit richtig viel Schwung. (Und wenn du ein „Tor“ schießt, klatschst du dir selbst Applaus. 😉 ). Wer weiß, wie sich das noch entwickelt… 😉

Deine Sprachentwicklung hat in den letzten Wochen einen riesigen Sprung gemacht. Auf Fragen kannst du mit Ja oder Nein antworten, du verstehst vieles und kannst langsam einige der Gegenstände um dich herum benennen. Eine Auswahl:

dinda – trinken

Booo – Brot

Nunu – Schnuller

biddee – bitte

dangeee – danke

ja

nei/ nein

allo – Hallo

dada – tschüss

Wawa – Hund

MMa – Oma

Tande – Tante

Buba – Opa

Dinda –  Kinder

Mama

Papa

Miau – Katze

Pubba – Puppe

Bajj – Ball

Bambampe – Bauchnabel

Nanane – Banane

Waaah – Tiger, Löwe

Muh – Kuh

Mäh – Schaf

Uume – Blume

Bam – Baum (kurioserweise auch Leberfleck, Mamas B.rust und Bauch)

Am – Arm (als Antwort auf die Frage “Willst du auf den Arm?)

Running Gag ist nach wie vor der “Küsschen – Dialog” : “Kriegt die Mama (der Opa, die Oma…) einen Kuss?” – “NEINNN!”. Lustigerweise bist du bei anderen Kindern, Puppen und Spielzeug eine große Küsserin und auch ich muss den Lieblingsspielsachen immer wieder meine Liebe beweisen. Mehrmals am Tag streckst du mir kleine Legotiere, Stofftierchen oder Pubbas entgegen, damit ich sie küsse oder “Eia” mache. Zum Glück bekomme ich mein tägliches Küsschen beim Verabschieden in der Kita und wenn ich viiiiiel Glück habe, streckst du mir auch mal am Nachmittag dein kleines Schnütchen entgegen und gibst mir einen Schmatz.

Leider ist das Schlafen tagsüber gerade ein wenig problematisch. Du schläfst zwar nach wie vor alleine ein, wachst aber nach ca. 40 Minuten wieder auf. Und das ist zu wenig für uns beide. Du wirst unheimlich früh wieder müde und möchtest am liebsten um 18 Uhr wieder schlafen und ich schaffe es in dieser Zeit kaum, das Chaos in der Wohnung zu lichten, geschweige denn mal ein paar Minuten für mich zu haben. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, wenn morgen wieder die Kita beginnt.

Was sich in den letzten Wochen definitiv weiterentwickelt hat, ist dein eigener Wille. Nicht, dass du den nicht schon vorher gehabt hättest, aber er äußert sich nun auch gerne mal in einem handfesten Trotzanfall. Von auf-den-Boden-werfen bis hin zu steif-machen-und-schreien ist wirklich alles dabei. Treten, heulen, weinen… Das Wickeln artet oft in riesiges Geschrei aus, das die Nachbarn sicher vermuten lässt, du würdest gerade geschlachtet. Ääähm, nö, eigentlich nicht. Besonders nach anstrengenden Kita und Spielplatztagen bist du abends oft richtig müde und fertig, was die Stimmung beim Wickeln und bettfertig machen nicht gerade verbessert. Dann kann es schonmal vorkommen, dass du das gesamte Fertigmachen über durchbrüllst. Und ich gebe zu, manchmal möchte ich einfach mitbrüllen oder antworte schon mal mit einem gereizten “Das Windelwechseln mach MIR gerade auch nicht mehr Spaß als dir, das musst du nicht meinen!!”. Mamas sind eben auch nur Menschen.

Zum Glück bessert sich die Laune beim anschließenden Booo essen und dem Schoppi immer wieder, so dass unsere Abende immer sehr ruhig und schön ausklingen. Den Schoppi trinkst du immer auf einem Kissen auf der Couch, über die ich dann immer eine kleine Decke lege, falls mal etwas Milch danebenläuft. Seit du selbst auf die Couch klettern kannst, kommt es schon mal vor, dass du bereits rüberläufst, die Decke ausbreitest und dich bereits in Position begibst, während ich die Milch warmmache. Beim ersten Mal habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich dich da liegen sah!

Nach dem Schoppi bekommst du deinen Schnuller und dann liegst du noch eine Weile bei mir, den Kopf in meine Halsbeuge gekuschelt und döst vor dich hin oder schläfst schon mal ein. So sitzen wir dann und können beide zur Ruhe kommen. Später trage ich dich dann in dein Zimmer. Bist du noch wach, dann beten wir, ich decke dich zu und sage dir gute Nacht. Und wenn ich dann später ins Bett gehe, dann hole ich dich rüber ins große Bett. Erstens ist es einfach schön, dich bei mir zu haben, zum anderen erleichtert es das nächtliche Schnullersuchen oder das Trösten nach einem schlechten Traum unheimlich, denn so schläfst du ratzfatz wieder ein und in vielen Nächten weiß ich hinterher gar nicht, ob du überhaupt einmal wachwurdest, weil wir so schnell wieder eingeschlafen sind.

Während ich gestern abend diesen Eintrag schrieb, hörte ich dich plötzlich aus dem Babyphone weinen. Ich ging schnell hinüber in dein Zimmer und fand dich weinend im Bett sitzen. Als ich dich aus dem Bettchen hob, wirktest du völlig wach und wolltest dich auch nicht wieder hinlegen lassen. “Nein, nein!” war die entschiedene Reaktion auf meine Versuche. Also nahm ich dich mit hinüber und legte dich ins mein Bett. Das war ok, jedoch nur, solange ich daneben lag. Als ich vorsichtig aus dem Schlafzimmer schlich, um die Lichter ausschalten und mich bettfertig machen zu gehen, hörte ich es hinter mir sofort rascheln und tapsen- du kamst hinterher. Na gut, nahm ich dich eben mit (auch wenn ich befürchtete, du könntest so wach werden, dass die nächsten Stunden an Schlaf nicht mehr zu denken sei…). Gemeinsam machten wir die Lichter aus und gingen ins Bad, wo ich mich fertigmachte und dir noch eine frische Windel verpasste. Dann legten wir uns gemeinsam ins Bett. Im Dunkeln konnte ich die Digitalanzeige des Videorecorders sehen. 00:30. Während du auf mich klettertest und deinen Kopf in meine Halsbeuge legtest, erzählte ich dir, dass 18 Monate zuvor gerade die allerletzten Minuten deiner Geburt angebrochen waren. Ganz still lagst du da und hörtest mir zu. Und so kam es, dass wir um 00:38 Uhr, auf die Minute genau 18 Monate, nachdem du geboren und mir auf die Brust gelegt wurdest, beieinander lagen wie damals. Ganz still und friedlich und voller Liebe.

Mein Mädchen. Zum 18-Monatsgeburtstag wünsche ich dir alles Gute und gebe dir einen dicken Kuss.

Ich liebe dich, mein Schatz!

Deine Mama

 

 

 

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Deine Lieblingswörter seit etwa zwei Wochen: bidde und dagee. Manchmal wild durcheinandergemischt, meist aber genau richtig verwendet. Und mir geht das Herz auf, wenn du mit lautem biddeeeeee nach deinem Brot verlangst.

♥ Wenn du mir ein Spielzeug reichst: „bidde“

♥ Abends, wenn ich deinen Schoppi aufwärme und du es mal wieder kaum erwarten kannst: „biddebiddebidde“

♥ Mittags nach der Kita, wenn es mit der „Nanane“ mal wieder nicht schnell genug geht: BIDDEBIDDEBIDDE!!!

♥ Wenn ich dir etwas reiche: „Daggee“ (okay, manchmal auch „bidde“, aber da wollen wir mal nicht so sein ;-))

♥ Wenn du deinen Schoppi fertig getrunken hast, dann schnappst du dir die leere Flasche und streckst sie mir mit einem „dageeee“ entgegen. –  („Danke, sie dürfen dann abräumen. 🙂 „)

Deine „Tante“ M. ist übrigens der Meinung, dies sei nur durch gute Erziehung nach dem Motto „Du bekommst die Brezel, wenn du bitte gesagt hast.“ zu erreichen. Jaaaaaaa, genau…  Thihi.

 

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1 Jahr, 5 Monate, 2 Wochen

 

Mein Schatz,

im Moment hast du es ziemlich eilig. Ich habe das Gefühl, täglich zu sehen, wie du wächst und dich entwickelst. Ganz wunderbar ist das, denn mit jedem kleinen Entwicklungsschub, den du durchmachst, verstehst du mehr und kannst dich mir immer besser  verständlich machen. Sprachlich machst du gerade eine riesige Entwicklung durch. Bereits seit zwei, drei Wochen beobachte ich, wie du immer mehr von dem verstehst, was ich dir sage. Seit etwa einer Woche antwortest du ganz gezielt mit „ja“ und „nein“ auf meine Fragen. Vorher war ein „ja“ die Standardantwort, wenn du eine Frage verstanden hattest (und manchmal auch dann, wenn nicht 😉 ). Mittlerweile sagst du ganz genau, was du möchtest. Dauerlacher ist derzeit der beliebte Dialog: „Spatzl, kriegt die Mama einen Kuss?“, woraufhin du erst überlegst, dann energisch den Kopf schüttelst und mit einem entschiedenen „Nei“ oder „Nein“ antwortest. Das sind die Momente, in denen ich dich einfach auffressen könnte. Frage ich dich dann, ob ich dir denn einen Kuss geben dürfe, so antwortest du (wenn ich Glück habe) meist mit „Ja“ und streckst mir dein Bäckchen entgegen. Morgens, beim Verabschieden in der Kita bekomme ich immer einen Abschiedskuss, der mir den ganzen Morgen versüßt.

Überhaupt, die Kita. Wohl gefühlt hast du dich ja von Anfang an, aber mittlerweile bist du wirklich vollständig angekommen. Mittags schläfst du im Schnitt eine Stunde und manchmal sogar noch länger. Das zeigt mir deutlich, wie heimisch du dort geworden bist. Mit den anderen Kindern verstehst du dich sehr gut und du hast auch schon einige kleine Freunde gefunden. C., die zwar etwas älter, aber genauso groß wie du ist, hat es dir besonders angetan. Oft winkt sie dir noch nach, wenn ich dich mittags abhole und auch du möchtest dich oft noch extra von ihr verabschieden, wenn wir gehen. Vor kurzem brachtest du sie zum Weinen, weil du sie so stürmisch umarmtest und sie einfach nicht mehr loslassen wolltest. Bei diesem Anblick musste ich laut losprusten. Dieses Bild, wie C. durch den Flur der Kita lief, während du sie von hinten umarmtest, dabei mit einer Hand ihren Kopf streicheltest und „Eia Eia“ riefst. Als sie zu weinen begann, ließ dich das nur noch stürmischer „Eia“ machen, schließlich musstest du sie ja trösten. Zu zweit mussten wir euch trennen. Meine wilde, Liebe-volle Püppi!

Wenn wir morgens aus dem Haus gehen und ich dir sage „Jetzt gehts in den Kindergarten, wir fahren zu den Kindern!“, rufst du strahlend „Dinda, Dinda!“ Dein glückliches Lächeln, wenn wir dort ankommen und du mit deiner Vesperbox zufrieden in den Frühstücksraum läufst, sagt mir jeden Tag, dass du gut aufgehoben bist, bis ich dich wieder abholen komme. Aber du freust dich auch sehr, wenn du mittags abhgeholt wirst. Als diese Woche eine andere Mama einige Minuten vor mir klingelte, um ihr Kind abzuholen, warst du wohl schon erwartungsfreudig in den Flur gelaufen. Die Erzieherin erzählte mir, die Enttäuschung, nicht deine Mama in der Tür stehen zu sehen, sei dir ins Gesicht geschrieben gewesen. Und umso größer die Freude, als ich dich ein paar Minuten später dann tatsächlich abholen kam. Auch für mich ist das Abholen jeden Tag eine riesige Freude, weil ich es kaum erwarten kann, dich mittags endlich wieder bei mir zu haben.

Motorisch hast du in der letzten Zeit einen großen Sprung gemacht. Spiele und Spielzeuge, die dich zuvor kaum reizten, machen dir jetzt großen Spaß. Morgens, während ich mich im Bad fertigmache, sitzt du gerne im Laufstall und spielst mit deiner Ringpyramide. Ganz sorgfältig steckst du die Ringe auf den Stab und freust dich riesig, wenn alle richtig darauf sitzen. Und auch die Sortierbox steht derzeit hoch im Kurs. Hast du dann eine Form richtig hineingesteckt, klatschst du dir vor Begeisterung selbst Applaus und bringst mich damit jedesmal zum Lachen.

Was das Sprechen angeht, so wächst dein Wortschatz jeden Tag. Hier eine Auswahl deiner aktuellen Wörter und Laute:

Nanane – Banane

Baj – Ball

ja – ja

nei/ nein – nein

Dande – Tante

Oma – Oma

Mama

Papa

Emi

dinde – trinken

Dinda – Kinder

die da – das da (meist mit energischer Gestik, weil du genau DAS DA haben möchtest…)

Kikeki – Hahn

Ihiiiii (+Kopfschütteln) – Pferd

Wawa – Hund

Mia – Katze

Bot – Brot

bitte – bitte

dage – danke

 

Und was mich noch mehr freut: du verstehst auch so vieles. Morgens kletterst du meist über mich aus dem Bett und signalisierst mir durch lautes Spielen mit allen Gegenständen auf dem Nachttisch, dass das Dösen jetzt mal ein Ende haben sollte. Sage ich dann: „Läufst du schon mal zur Türe?“, dann antwortest du mir mit einem begeisterten „Jaaa!“ und rennst los. Auf mein „Soll ich dir einen Schoppi machen?“, bekomme ich meist ein „Jajajaja, biddee! Dinde!“ zu hören. Während ich die Milch warmmache, flippst du oft schon völlig aus und rufst „Biddebiddebidde!“, als wärst du am Verdursten. Kleine Dramaqueen 😉

Aber diese Dramatik legst du ja auch beim Essen an den Tag 😉 Du isst im Moment wieder einmal wie ein kleiner Scheunendrescher. In der Krippe isst du oft zwei Portionen vom Mittagessen und auch die Vesperbox ist meist komplett leergegessen. Nachmittags bist du eigentlich fast nur am Essen. Wenn wir nach Hause kommen, mache ich dir meist Obstsalat aus Banane und Erdbeeren, mit etwas Müsli und Joghurt. Das verschlingst du wie eine Verhungernde, nur um eine Stunde später lautstark nach Essen zu verlangen. Sind wir in der Stadt unterwegst, isst du meist noch ein ganzes Hefeteilchen. Manchmal lässt du dann das Abendessen ausfallen, im Moment jedoch hast du auch abends einen wirklich guten Appetit. Vorgestern hieß das zwei Frischkäsebrote mit einer ganzen großen Tomate. Dir beim Essen zuzusehen ist eine wahre Freude. Mit deiner Gabel spießt du ganz glücklich die Brot und Tomatenstückchen auf und schaufelst in einem Affenzahn den ganzen Teller leer. Aufpassen  muss ich nur, dass du nicht ein halbes Brot auf einmal in den Mund steckst, denn manchmal kann es dir gar nicht schnell genug gehen, alles aufzuessen…

Es ist wirklich toll, wie du jeden Tag weiter wächst, dich entwickelst und Neues aufnimmst. Die Freude, mit der du die Welt entdeckst, überträgt sich auf alle, die bei dir sind. Dein lautes Lachen, die strahlenden Augen und deine stürmische, wilde Art, mit der du Zärtlichkeiten verteilst und tobst- ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass es dich gibt, kleine Sonne.

Ich liebe dich. Deine Mama

 

Heute mittag hast du mir auf deine ganz spezielle Art eine Liebeserklärung gemacht, die mir das Herz übergehen ließ. Nach dem Mittagessen legte ich mich mit dir zusammen zu einem Mittagsschläfchen hin. Zuerst wolltest du einige Minuten auf mir liegen, legtest dich dann jedoch neben mich, den Kopf in meine Armbeuge gekuschelt. Weil du zum Einschlafen gerne deine oder meine Haare in der Hand hältst, suchte deine Hand auch heute wieder meinen Pferdeschwanz und strich mir immer wieder durchs Haar. Ganz ruhig lagen wir da, die Gesichter einander zugewand. Du sahst mich an und flüstertest ganz versunken und zufrieden: „Mama“ .

Liebe pur.

 

 

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