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Im Drogeriemarkt, meine Mutter und ich „streiten“ darüber, ob sie die Windeln für die KiTa bezahlen darf.

NEIN, Mama! (erhobener Zeigefinger) Du darfst nicht mit der Oma simpfen! Das darfst du nist!

Nach Streichelzoo mit Oma:

Hab is die Tiere gefüttert! Hab ist de Esel gefüttert. Hat de Ziege de Hand abgesleckt, Mama! Aba des is net slimm!

Im Supermarkt, Hand aufs Band legend:

Solln ma die Hand auch zahlen, Mama?

Schaut mir beim Anziehen im Badezimmer zu, ich ziehe gerade eine Jeans an:

Packst du de Popo ein, Mama? Hast du de Busen auch eingepackt?

Sieht im Wäschekeller im Korb der Nachbarn einen BH.

Is des ein Buse, Mama?

Hört „Wenn Worte meine Sprache wären“

Hat der Mann die Warze nicht, Mama?

Bei JEDEM Einkauf im Drogeriemarkt:

Darf is bitte ein Traubensucker haben? ♥

Abends, als sie im großen Bett wartet, bis ich mich auch hinlege:

Mama, was MACHST du denn??

Olivchen, abends, als ich mich umziehe: „Da is dein Bauch, Mama! Der is nackig!“ -Ich, spaßend: „Ja, den pack ich jetzt ein! Den will ja keiner sehn!“ Am nächsten Morgen, mein Schlafanzug rutscht hoch. Olivchen:

„Is zieh des runter Mama! Des will doch keiner sehn!“

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101 Dinge

Bei Frl. Sommerwind habe ich die Idee mit den 101 Dingen gesehen und die Idee begeisterte mich Listenfreak sofort. Es geht darum, im Zeitraum von 1001 Tagen (oder 2,75 Jahren/ 33 Monaten/ 142 Wochen) 101 kleinere oder größere Projekte, Ideen oder Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Es hat mir einen Riesenspaß gemacht, all diese kleinen und großen Pläne, Träume und Wünsche hier zu bündeln und ich bin sehr gespannt, wie es mit der Umsetzung vorangehen wird!

Beginn des Projekts: 22.04.2012
Ende: 18.01.2016
Erledigt: 0/101

Fett markierte Punkte sind in Arbeit.

Und hier nun meine 101 Dinge:

  1. Kleider bei ebay einstellen oder zum Container bringen
  2. Bücher „ausmisten“
  3. mit dem Olivchen in den Zoo gehen
  4. mit dem Olivchen in den Zirkus gehen
  5. in einer lauen Sommernacht die Sterne anschauen und mich fühlen, als läge mein ganzes Leben noch vor mir
  6. erste Weihnachtsplätzchen mit dem Olivchen backen
  7. auf dem Balkon Weißwein trinken, Erdbeeren essen und ein Buch lesen
  8. Mama-Tochter Picknick
  9. an den Bodensee fahren, zum Affenberg gehen und eine Bootsfahrt machen
  10. zum Speeddating gehen und darüber bloggen
  11. Stuhlkissen für die Kinderstühle nähen
  12. Erdbeertiramisu machen
  13. eine Shelly für mich nähen
  14. zur Massage gehen
  15. ein Kleid fürs Olivchen
  16. eine Tasche für die Sandelsachen nähen
  17. eine Tasche fürs Kinderturnen nähen
  18. zur Pediküre gehen
  19. im Bayrischen Hof übernachten
  20. Schuhschrank ausräumen (und nur noch Lieblingsschuhe darinlassen)
  21. meine Eltern zum Essen auf den Balkon einladen
  22. Abstellraum aus- und neu einräumen
  23. eine tolle, wilde Ausgehnacht erleben
  24. mindestens alle zwei Monate ein Buch lesen, das mich beruflich „weiterbildet“
  25. mindestens einmal pro Woche Sport machen. Kleine Übungen sind ein Anfang. (0/142)
  26. einen Fahrradsitz für das Olivchen kaufen und sie in den Ferien mindestens zweimal in der Woche mit dem Rad zur KiTa fahren.
  27. helle Strähnchen machen lassen
  28. mindestens ein tolles Sommerkleid kaufen, das ich liebe.
  29. Schminksachen aussortieren
  30. Dachfenster putzen
  31. neue Schultasche gönnen
  32. zur Kosmetikerin gehen
  33. einen Pizzastein für den Backofen kaufen
  34. das Leben genießen- genau so, wie es ist
  35. mindestens einmal pro Woche bloggen (1/142)
  36. Tim Bendzko-Konzert besuchen
  37. Küssen. Mit Schmetterlingen.
  38. das Meer sehen und mit nackten Füßen durch den Sand laufen.
  39. Fotoalbum mit Olivchens erstem Jahr kleben
  40. Fotoalbum mit Olivchens zweitem Jahr kleben
  41. Blog in „Privatform“ bringen und drucken (herausfinden, wie am besten)
  42. für mich Fotobücher vom Olivchen fertigmachen
  43. Kamera einschicken
  44. Grundlagen des Fotografierens lernen
  45. neues Geschirr
  46. ersten Kindergeburtstag für mein Kind ausrichten
  47. Paris
  48. Erziehungsverhalten reflektieren. Immer wieder.
  49. neue Patchworkdecke nähen
  50. Nähschrank neu organisieren
  51. langer Spaziergang nur für mich alleine
  52. Adventskalender für meine Schwester machen
  53. Adventskalender fürs Olivchen
  54. im Dezember ein großes Geburtstagsfest feiern
  55. Apfelbrei selbst machen und einfrieren
  56. Erdbeer-Rhabarber-Marmelade kochen
  57. Pfirsichmarmelade kochen
  58. Nektarinenmarmelade kochen
  59. ins Museum gehen
  60. nach Metzingen fahren
  61. öfter backen
  62. wieder mehr auf meine Ernährung achten
  63. Gefrierschrank von Altlasten befreien und abtauen
  64. Kühlschrank abtauen und auswaschen
  65. viele schöne Abende mit Freunden bei mir zuhause
  66. Übernachtungsparty mit dem Patenkind, seiner Mama, dem Olivchen und mir
  67. einen Beratungstermin ausmachen
  68. Yoga machen
  69. Fortbildung besuchen
  70. mit dem Olivchen nach Heidelberg fahren, bummeln und den Nachmittag auf der Neckarwiese verbringen
  71. eine Gitarre kaufen und Gitarre spielen lernen
  72. Die Schöne und das Biest anschauen (Film)
  73. Die Schöne und das Biest als Musical sehen
  74. Fitnessstudio mit Kinderbetreuung
  75. Schneckennudeln backen
  76. Dampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce machen
  77. Nespresso Maschine kaufen
  78. ins Schwimmbad gehen
  79. Hautarzt-Termin ausmachen
  80. Fliegen. Flugangst überwinden.
  81. externe Festplatte entrümpeln
  82. Schulmaterial aussortieren
  83. Keller aufräumen
  84. tolle Fotos von mir und dem Olivchen machen lassen
  85. Singleleben genießen
  86. Ausflug ins Elsass
  87. Eis essen gehen
  88. zu Primark fahren
  89. Kinder Weihnachtsgottesdienst besuchen
  90. Open Air Kino
  91. in Holland am Strand Pommes essen
  92. mich versetzen lassen (beruflich)
  93. einmal im Monat Brot backen (0/33)
  94. so oft wie möglich im Freien frühstücken
  95. stricken lernen
  96. nach vorne sehen
  97. neue Rezepte für lange Arbeitstage finden
  98. Arbeitszimmer aufräumen
  99. im Kinderzimmer Fotos aufhängen
  100. neue Bücher lesen
  101. einen Traum wahr werden lassen

Nachdem du in den vergangenen Monaten so viele Sprünge gemacht hast, dass es kaum in Worte, geschweige denn in aussagekräftige Blogartikel zu fassen war, versuche ich heute einmal, all die Herzensdinge aufzulisten, die dich derzeit zum Strahlen bringen:

Essen:

Dein Essverhalten ist eher wechselhaft. Mal isst du wie ein Spatz, dann wieder scheinst du mir alle Haare vom Kopf zu essen. Ich versuche, mich nicht verrückt machen zu lassen und vertraue darauf, dass du dir schon holst, was du brauchst. Vor allem Frühstück liebst du und es ist eine Riesenfreude, sonntagmorgens dein geflüstertes „Woll´n ma früstücken gehn?“ zu hören. Dann hilfst du mir beim Tischdecken und erzählst mir dabei, was du gerne essen möchtest: „Brötsen, Mama! Mit Budder. Und mit Marmelade. Hm. Nein, Marmelade nist. Mit Honig!“ Hach, ich liebe das. Du großes Mädchen, du!

Lieblingsessensdinge (Auszug):

  • Schokolade („Sokolädle haben, Mama?)
  • Brötchen mit Honig
  • Gurken, Tomaten
  • Wurst(„Seibe Wuast haben, bitte?“)
  • Toastbrot („Is will TOASTBROT haben, Mama! Is will kein normales Brot!“)
  • Rosinenbrötchen (überhaupt: ROSINEN!!)
  • Bananen, Äpfel, Physalis, Trauben,
  • Käse
  • Pommef mit Ketzer
  • Apfelsorle

Spielen:

Puzzeln ist nach wie vor deine große Leidenschaft. Du setzt ohne Probleme und auch ohne jede Hilfe von außen („Nein! Alleine!“) bis zu 46-teilige Puzzles zusammen. Aus der Haut fährst du dann, wenn sich die Teile ungeplant verschieben, das macht dich nämlich fuchsteufelswild. Von impulsivem Puzzleteilewerfen über hysterisches Kreischen, bis hin zu herzzerreißendem „Maaaamaaaaaaaaa, hilf mir bitte!!“ ist alles dabei. Immer wieder ein Spaß (nicht!).  Wenn du einmal nicht puzzelst, malst du gerne, klebst leidenschaftlich Aufkleber auf, schneidest und klebst. Mit einer Engelsgeduld, die ich dir ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte, fädelst du Moosgummiperlen auf, was nicht nur Geduld, sondern auch eine enorme Feinmotorik fordert.

Genau wie deine Mama liebst du Bücher. Wir genießen beide die Kuschelzeit auf dem Sofa, wenn wir gemeinsam über eines deiner Bücher kichern und in der Welt versinken, die beim Lesen vor unserem inneren Auge entsteht. Ohne eine gute-Nacht-Geschichte schläfst du abends nicht ein.

Derzeitige Lieblingsschmöker:

  • Karlchen geht einkaufen
  • Gute Nacht Karlchen
  • Heule Eule
  • Grüffelo und Grüffelokind
  • Wo ist Mami?
  • Alle sind wach

Da du Geschichten so sehr magst, haben es dir auch Hörspiele angetan. Allen voran Bibi Blocksberg, Lotta, Leo Lausemaus und „Bernad“ Blümchen ;-). Mittlerweile kannst du schon mal 20 Minuten auf der Couch kuscheln und eine Folge Bibi Blocksberg hören. Besonders süß ist es, wenn du später einzelne Stellen der Hörspiele nacherzählst.

Auch erste Spiele gehören seit ein paar Monaten zu unserem Alltag. Obstgarten und Domino klappen schon richtig gut und ich finde es unheimlich schön, mit dir gemeinsam am Tisch zu sitzen und uns gemeinsam über den frechen Raben zu ärgern oder über einen abgeernteten Baum zu freuen.

Außerdem trägst du begeistert deine Puppi Wuasala oder den Käfer durchs Wohnzimmer und bemutterst sie. „Dea Käfer hat Bauchweh! Der aaaaarme Käfer (mitleidig gesenkte Stimme). Käfer Windel wechseln. Kooooomm hea, Käfer (…)“

Musik

Du bist eine kleine Tanzmaus. Musik liebst du mit ganzer Sele und es amüsiert mich immer wieder , wenn im Autoradio eines deiner Lieblingslieder ertönt. Dann lauschst du konzentriert, bis sich nach wenigen Sekunden ein Strahlen über dein ganzes Gesicht ausbreitet und du laut kreischend entweder den Liedtitel („Grade nie mehr Sorgen, Mama!„/ „Ei Ei Jojo, Mami!!„) herausrufst, oder einen kleinen Freudenschrei ausstößt. Außerdem kategorisierst du nun jedes Lied, das im Radio läuft mit „DAS gefällt mir, Mama!“ oder „Das gefällt mir nicht! Wegmachen!“

Lieblingslieder:

  • Let her go
  • Einmal um die Welt
  • I follow Rivers
  • Augenbling
  • Lights
  • Hall of fame
  • Als der Sturm vorbei war

Lieblingsdinge (sonstige):

  • deine „dinne“ Jacke
  • deine neue Kitatasche, die uns freundlicherweise von Tausendkind.de zu Verfügung gestellt wurde. Vom ersten Tag an heißgeliebt, schleppst du sie selbst zum Spielplatz mit- wer weiß, ob man dort nicht vielleicht 3 Bobo Siebenschläfer Pixibücher lesen möchte oder eine Runde mit der Badeente spielen muss…
  • deine Sonnenbrille/ Sonnenbrillen überhaupt
  • PukyWutsch

Lieblingsmenschen:

  • Mama 😉
  • Papa
  • Oma und Opa
  • Tante
  • Fofia
  • deine Kita-Lieblingsfreundin C. („Mit C. lachen!“)
  • Deine Betreuerin M.
  • dein bester Freund P.

Bewegung/ Draußen

Du kletterst mittlerweile ganz furchtlos und ziemlich geschickt Sprossenwände und Klettergerüste hoch. Im Kinderturnen hattest du zuerst Angst vor „schwebenden“ Bänken, oder sie waren dir nicht geheuer. Seit einigen Wochen jedoch balancierst du begeistert darüber. Überhaupt bist du sehr furchtlos, was neue Turngeräte angeht. Hast du jedoch eine Turnstation für dich entdeckt, dann kann es gut sein, dass wir dort die gesamte Stunde verbringen. Du liebst den Spielplatz, rennst, schaukelst und sandelst voller Begeisterung.

Lieblingssätze/Sprüche:

  • Mann o Mann!
  • Mama? Mama? Mami? Mimi! Mima! Memi! Mime….
  • Machst du de Apfel nackig, Mama?
  • Hast du trockene Haut? (gerne auch unterwegs: „Hat die Frau trockene Haut?“ – öhm…)
  • Is hab Kreuzweh
  • Die Mama wollt de Bauch net streicheln. Die wollt lieber frühstücken!
  • Der Mann is nackig! (Mann mit Kurzarmshirt)

Mein Schatz, die Liebe und Begeisterung, die dein Wesen ausmachen, erhellen jeden Tag. Es ist wunderschön, durch deine Augen die Welt neu zu entdecken und mich von deiner Freude an den kleinen Dingen des Lebens anstecken zu lassen. Ich bin jeden Tag aufs neue fassungslos und unendlich dankbar für dieses Geschenk, das du für mich bist.

Du bist ein Segen. Ich liebe dich so sehr. Deine Mama

Wer, wie ich vor einiger Zeit, auf der Suche nach dem ultimativen Rezept für super leckere, saftige und vor allem MEGASCHOKOLADIGE Muffins ist, der hat zwei Möglichkeiten: Entweder, ihr sucht (wie ich) gefühlte Stunden im Internet nach DEM Rezept, verliert euch im Lesen der wunderbaren Food-Blogs, über die ihr bei eurer Suche stolpert und seid anschließend unfähig, euch für ein Rezept zu entscheiden.  Oder aber, ihr nehmt direkt dieses. Und ich garantiere euch, ihr werdet es nicht bereuen. Diese Muffins sind der Hammer! Ich habe dieses Rezept verwendet und es ein wenig nach meinem Geschmack abgewandelt.

Ihr braucht für 12-14 große Muffins:

150g zartbittere Schokolade

100g Vollmilchschokolade

100g weiße Schokolade

65 g Kakaopulver

325 g Mehl

125 g Zucker

350 ml Milch

100 ml Pflanzenöl (ich verwende Rapsöl)

1/2 Päckchen Backpulver

3 Eier

1 Päckchen Vanillezucker (ich verwende das von Alnatura)

Und so gehts:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die zartbittere Schokolade im Wasserbad schmelzen, die weiße Schoki und die Vollmilchschokolade grob in Stücke hacken. Alle trockenen Zutaten außer der Schokolade in einer Schüssel vermengen. Dann die Eier in einer separaten Schüssel verquirlen und mit Milch und Planzenöl vermischen. Nun alles zu den trockenen Zutaten geben und gut verrühren. Die geschmolzene Schokolade unterrühren und anschließend die Schokostückchen unter die Masse heben. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig darin verteilen. Dann ab damit in den Ofen und für 20-22 Minuten backen (Stäbchenprobe machen, wie lange die Muffins brauchen hängt davon ab, wieviel Teig ihr in die Förmchen gebt).

Die Muffins aus dem Ofen nehmen und nach etwa 10 Minuten auf zum Abkühlen auf ein Gitter geben.

Schmecken lassen 🙂

PS: Nicht vom wenig aussagekräftigen Foto entmutigen lassen! In echt sahen sie vieeeel besser aus 🙂

Muffins

 

Es ist 5. 42. Der Wecker klingelt. Todmüde widerstehe ich dem Drang, meine Augen noch einmal zu schließen und stehe auf.  Noch ehe ich das Bett verlassen kann, quiekt schon das Olivenkind, das über einen eingebauten Mama-Sensor zu verfügen scheint. Die Tage, an denen mir eine einsame Tasse Kaffee und ein kurzes Nachrichten lesen vergönnt ist, kann ich übers Jahr an einer Hand abzählen. Tja, so ist das nunmal.

Ich richte Honig- und Marmeladenbrote für das Olivchen und mich, mache mir Kaffee und für die Püppi einen „Babykaffee“ (Tasse warme Milch mit etwas Honig und einem „Stohlhalm“). Nach dem Frühstück machen wir uns zu den Klängen von „Bibi Blocksberg“ fertig und verlassen -mal wieder ein paar Minuten zu spät- um 6.50 das Haus. Dass ich das Auto freikratzen muss, kostet uns ein paar weitere kostbare Minuten. Ich übe mich in Gelassenheit, indem ich mir ins Gedächtnis rufe, dass eine mögliche Verspätung auch kein Beinbruch ist und wir fahren in die Kita. Der Musikwunsch des Morgens meiner Tochter ist „Gimmulo“ („Gimme Love“ von Ed Sheeran), womit ich gut leben kann- auch wenn ich bei einem mantraartig vorgetragenen „Gimmulo hören,Mama? Gimmulo? Mamaaaaa, GIMMULO H-Ö-R-E-N!!“ ohnehin nicht viele Wahlmöglichkeiten habe. Ein Glück, dass unser Musikgeschmack eigentlich nur bei „Die Türen vom Bus“ und Heidi“ auseinandergeht 😉

In der KiTa gibt gerade eine andere Mutter ihren bitterlich weinenden Sohn ab, als wir ankommen. Nach einigen Minuten verlässt sie- selbst mit den Tränen kämpfend- das Gebäude, während ich mein Kind in den Gruppenraum begleite. Ich ringe dem Olivchen noch einen Abschiedskuss ab, ehe es sich begeistert auf den Puppenwagen stürzt. Als ich gehe, hat sich der weinende Kleine schon komplett beruhigt. Schnell verlasse ich das Gebäude und hoffe, seine Mama zu sehen, um ihr dies noch sagen zu könne, aber leider erwische ich sie nicht mehr. Schade.

Nach einer stockenden Autofahrt, die durch Schnee und Kälte länger dauert, als dies normalerweise um diese Uhrzeit der Fall ist, laufe ich um Punkt 7.45 im Klassenzimmer ein. Ich hatte nicht einmal Zeit, meinen Mantel auszuziehen. Zum Glück ist die Klasse an diesem Tag pflegeleicht und arbeitet toll mit. So macht das Spaß 🙂

Der Vormittag vergeht wie im Flug und ich habe das Glück, in einer Freistunde noch ein wenig Schreibtischarbeit erledigen zu können. An diesem Tag kann ich bereits um 12.50 gehen, so dass ich schon um 13.30 an der KiTa bin. Diesmal muss ich Überzeugungsarbeit leisten, um das Olivchen zu bewegen, mit mir nach Hause zu gehen. Doch da meine Putzperle an diesem Tag um 14 Uhr vor der Türe stehen wird, und ich vorher noch gerne etwas essen würde, treibe ich die Maus zur Eile an. Zuhause schaffe ich es noch, ein wenig aufzuräumen und hastig einen Teller Schupfnudeln zu essen, ehe es – zur großen Freude des Olivchens- an der Türe klingelt. Sie liebt Frau B. nämlich heiß und innig, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Frau B. und ich trinken einen Kaffee, dann beginnt sie sauber zu machen, während ich eine riesige H&M- Bestellung sichte. Um 15 Uhr verabschieden wir uns und brechen zu unserem wöchentlichen Spieldate mit dem besten Freund des Olivchens und seiner Mama auf. Da sie aufgrund extremer Schwangerschaftsübelkeit kaum das Haus verlassen kann, treffen wir uns heute bei ihnen zu Hause und das Olivchen ist vor Aufregung und Vorfreude ganz aus dem Häuschen. Zu süß! Vorher fahren wir noch bei der Sparkasse vorbei, wo ich 1000 Euro einzahlen und überweisen muss, die ich in der Schule für ein Förderprogramm eingesammelt habe. Ein gutes Gefühl, die viele Kohle wieder los zu sein! Dann halten wir bei unserem Lieblingsbäcker und kaufen ein gigantisches Kuchenpaket.

Der Nachmittag bei den Freunden vergeht wie im Flug und wir alle genießen die Stunden sehr. Es ist so schön zu sehen, wie die beiden Kinder miteinander blödeln, spielen, Quatsch machen. Beste Freunde, seit ihrer Geburt. Haach!

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns unter wütendem Gekreische und Weinen des Olivchens, dass komplett überdreht ist und nicht gehen möchte. Ich bin nassgeschwitzt, bis wir endlich in Jacken und Schuhen die Wohnung verlassen können. Auf dem Heimweg fahren wir noch am Supermarkt vorbei, wo ich schnell die Zutaten für Spinatlasagne und ein paar andere Kleinigkeiten einkaufe, denn an diesem Abend kommen mein bester Freund und zwei andere Freundinnen vorbei.

Zuhause angekommen, mache ich das müde Olivchen bettfertig. Während sie ihren abendlichen Schoppi trinkt, lese ich ein wenig die Twittertimeline nach und halte mich über die Papstwahl auf dem Laufenden. Wir kuscheln noch ein wenig, dann bringe ich die Maus um halb acht in ihr Bett. Nach diesem langen Tag schläft sie bereits, als sie die Matratze berührt, so dass das übliche „Alle sind wach“-vorlesen und unser abendliches Gebet heute ausfallen. Ich ziehe mich um, stelle Weißweingläser bereit und zünde Kerzen an. Um 20 Uhr 20 klingelt mein Handy- der Besuch ist da. Während wir Mädels plaudern und niedrige Küchendienste verrichten dürfen, kocht der beste Freund eine phantastische Spinatlasagne. Gegen halb elf verlassen uns die Mädels, der beste Freund und ich sitzen noch ein wenig länger beisammen, trinken Wein und unterhalten uns. Um 1 Uhr ruft er sich ein Taxi, denn im Gegensatz zu mir muss er am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen.  Ich räume noch schnell die Spülmaschine ein und beseitige die Spuren des Abends und mache mich bettfertig.

Gegen 1.15 wechsle ich dem Olivchen die Windel und falle völlig erschöpft neben ihr ins Bett. Licht aus, komatöser Schlaf an.

Alle weiteren Tagebuchblogger gibt es hier.

Ich erwache um 8.15 vom Weckton meines Handys. Da ich es schaffe, beim Ausschalten des Alarms das Handy zu Boden zu werfen, sitzt auch das Olivchen senkrecht neben mir im Bett. Ich öffne die Jalousien und sehe Sonnenschein. Die Sonnenstrahlen können zwar die Müdgkeit nicht vertreiben, trotzdem wärmen sie die Seele. Das Olivchen erklärt mir, dass sie ein Honigbrot essen möchte und wir gehen zusammen in die Küche. Nach einem wirklich üppigen Frühstück (zwei große Honigbrote für das Olivenkind!) machen wir uns fertig und ich fahre das Olivchen in die KiTa. Normalerweise schaffen wir es an meinem freien Tag meist gegen halb neun aus dem Haus, aber nach dem langen Abend gestern tat es unendlich gut, ein halbes Stündchen länger zu schlafen und den Tag entspannt zu beginnen. So sind wir um halb zehn die letzten, die an der KiTa ankommen. Ich verabschiede mich und fahre nach Hause. Im Keller räume ich Waschmaschine und Trockner ein und aus, in der Wohnung geht es mit der Spülmaschine weiter. Anschließend schreibe ich der besten Freundin eine WhatsApp und frage, ob sie mich im April zu einem Vortrag von Michael Winterhoff begleiten möchte- sie will, juchhu! Zeitgleich trudeln ein paar WhatsApps des Typs ein, die mich ärgern und nerven, also lege ich das Handy beiseite,  mache mir einen neuen Kaffee und telefoniere eine halbe Stunde mit meiner Mutter.

Danach sollte ich eigentlich an den Schreibtisch, aber langsam machen sich Schlafmangel und der leckere Weißwein vom Vorabend bemerkbar, so dass ich mein schlechtes Gewissen ignoriere, mich auf die Couch werfe und ein wenig Mädchenfernsehen schaue-ein seltener Luxus. Danach schaffe ich es, einen Schwung Hefte zu korrigieren und etwas vorzubereiten. Langsam ist Land in Sicht!

Später brate ich mir schnelle Käsespätzle. Dann räume ich auf, gehe duschen und fahre um viertel nach zwei zur Kita, um das Olivchen abzuholen. Mit der Zauberformel „heute gehen wir Fofia besuchen“ kann ich sie schnell zum Mitkommen bewegen, puh. Nach einem kurzen Boxenstopp zuhause- Hände und Gesicht waschen, Windel wechseln, neue Zöpfe flechten, brechen wir wieder auf. Aus dem Auto rufe ich bei der besten Freundin an, die diese Woche nach einer OP krankgeschrieben ist, und fahre noch schnell  bei ihr vorbei. Wir gehen eine kurze Runde miteinander spazieren, dann müssen das Olivchen und ich weiter.

Um 15 Uhr 45 klingeln wir an der Tür meines Cousins und seiner Frau, die eine wahre Herzensfreundin und Mama meines Pateninds „Fofia“ ist. Die Mädchen begrüßen sich begeistert und spielen trotz des Altersunterschieds von fast 1,5 Jahren einträchtig mit- und nebeneinander. Wir Mamas versuchen, uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und fangen vermutlich 25 Themen an, die wir durch Unterbrechungen wie „Mama, Kuchen haben?“ nie zu Ende bringen. Es gibt köstliche Joghurttörtchen und Latte Macchiato und ich bin im Mamahimmel. Ein wunderbarer Nachmittag.

Um 18 Uhr verabschieden wir uns von unseren Gastgeberinnen und brechen auf. Zum Glück sehen wir uns ja bereits am Sonntag wieder, wenn wir uns zum Brunchen treffen- ich freue mich riesig darauf! Auf dem Heimweg halte ich noch kurz an der Tankstelle ums Eck, wo ich uns eine Brezel und ein Laugenbrötchen kaufe. Zuhause angekommen, essen wir gemeinsam zu Abend- das Olivchen glücklich eine „Blyioner-Brezel“, ich mein Brötchen.

Um 18 Uhr 30 macht das Olivchen stolz noch ein Pipi in die Toilette. Dann darf sie mit der gelben Badeente duschen. Unter singen und erzählen putzen wir Zähne, die Maus wird eingecremt und angezogen und freut sich auf ihren Schoppi.

Während sie trinkt, verschicke ich ein paar Geburtstagseinladungen an Freunde. Auch heute schläft mein Kind nach dem Shoppi in meinem Arm ein- ein wunderschönes Gefühl. Ich frage mich kurz, wie sehr mir das wohl eines Tages fehlen wird, wenn sie dafür zu groß ist.

Um 19 Uhr liegt das kleine große Mädchen im Bett. Ich räume ein wenig auf und versuche, drei Familienmitglieder anzurufen, erreiche jedoch niemanden. Das hartnäckige Rufen des Bügelkorbs ignorierend, setze ich mich um 19.15 ans Notebook.

Um 20.15 schalte ich die Topmodels ein und amüsiere mich über die Zickereien beim Umstyling. Nebenbei verblogge ich meinen Mittwoch und den heutigen Tag.

Endlich Feierabend! Schnell ein paar Pistazien holen und Füße hoch- geschafft!

 

Alle weiteren Tagebuchblogger findet ihr hier.

Wie heißt du, Mama?

Heute, als wir vom Einkaufen nach Hause fuhren und du hinten im Auto „Zu lauter machen, Mama!“ verlangtest, weil eines deiner Lieblingslieder im Radio lief, da hatte ich auf einmal das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Plötzlich sitzt da hinten im Kindersitz ein richtiges, großes Kind. Eines, das „Den Nuni lass´mer da,“ sagt, wenn wir aus dem Auto steigen. Eines das „Is will aussteigen“ brüllt, wenn es keine Lust mehr hat, im Buggy zu sitzen. Natürlich ist das Quatsch, dieses „Zeitsprung-Gefühl“. Schließlich hat sich all das langsam entwickelt. Aber wir sind einfach gerade an einem Punkt angelangt, von dem ich vor allem in der ersten Zeit mit Baby, so schön sie auch war, sehnsüchtig geträumt habe. Davon, ein Kind zu haben, mit dem man reden kan. Das sagen kann, WO es nun gerade wehtut, nachdem es hingefallen ist. Eines, mit dem man gemeinsam den Tisch decken und auch wieder abräumen kann. Das erzählt, was es nachts geträumt hat (Lenno spielen!). Mit dem man sich an den Tisch setzen und malen kann. Oder ein Buch lesen. Oder den Sandmann gucken.

Ein Kind, mit dem man sich auch mal eine Runde unterhalten kann:

„Wie heißt denn die große Puppi?“

„Wursalat!“

„Und die kleine Puppi?“

„Kleine Wursalat!“

Was ich mit all dem sagen will? Dass ich dieses Alter gerade unheimlich genieße. Das sage ich zwar in jedem Alter (und so soll das ja auch sein! 🙂 ), aber es stimmt. Jeden Tag lache ich mich kaputt über irgendetwas, was du sagst oder tust oder ich schmelze dahin, weil du etwas so unheimlich niedliches gesagt hast.  Das wiegt die Wutanfälle beim Abholen aus der KiTa (Frisse Windel machen! – NEIIIN! Frisse Windel NIST! NEIIIIIIN! Hose anziehn NIST!), die Quengelnachmittage, weil du in der KiTa wieder nicht in den Mittagsschlaf gefunden hast und die Trotzanfälle, bei denen du nicht mehr Treppe laufen/im Buggy fahren/ auf dem Arm sein/ selba laufen/ an der Hand gehen/ Puppenwagen schieben… willst, mehr als auf.

Und weil es so schön ist, hier noch ein kleines Best of deiner Plaudereien aus der letzten Zeit:

„Hab is lieb, du tleiner Mamihase!“

Morgens im Bett (in mein Ohr geflüstert, ich schlafe noch): „Mamaaa? Woll´n ma Fernseh gucken??“

Beim Frühstück, als ich es wage, deine Toastbrotwürfel mit der Hand auf deinen Teller zu schieben: „MAMA (Teenietonfall)!! Mit den Fingern nist! Mit dem Messa!“

„Mama? Wie heißt du, Mama? „-  „Ich heiße … . Und wie heißt du?“ „Oliiiibia. Wie heißt du, Olibia? *pruuuust*“

„Wo geh´ ma hin, Mama?“

Als wir an einem unserer Lieblingsrestaurants vorbeikommen (geniale Burger und Pommes): „Da geh´ma rein! Pommef essen!“

„Mama, Krade nie mea Sorgen um Geld hören?“ „Mama, Hababibi hören?“

„Woll´n ma aufstehn, Mama? Woll´n ma Toastbrot essen gehn?“

Und, unspektakulär, aber einer meiner Lieblingssätze: „Mama, Pipi machen? Mama, Windel wechseln?“ Damit hast du nämlich in den letzten Tagen immer öfter rechtzeitig darum gebeten, auf die Toilette gesetzt zu werden. Erste Anzeichen von Stubenreinheit, sozusagen. Yeah!

Hach, kleine Maus, ich kann dir kaum sagen, wie stolz ich jeden Tag auf dich bin. Einfach nur, weil du bist, wie du bist. Wild, neugierig, lustig, liebevoll, immer in Bewegung. Mein Wirbelwind. Mein Mädchen.

Es ist unendlich schön, dass es dich gibt mein Schatz. Ich liebe dich so sehr.

Deine Mama