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Posts Tagged ‘Alltag’

Nachdem du in den vergangenen Monaten so viele Sprünge gemacht hast, dass es kaum in Worte, geschweige denn in aussagekräftige Blogartikel zu fassen war, versuche ich heute einmal, all die Herzensdinge aufzulisten, die dich derzeit zum Strahlen bringen:

Essen:

Dein Essverhalten ist eher wechselhaft. Mal isst du wie ein Spatz, dann wieder scheinst du mir alle Haare vom Kopf zu essen. Ich versuche, mich nicht verrückt machen zu lassen und vertraue darauf, dass du dir schon holst, was du brauchst. Vor allem Frühstück liebst du und es ist eine Riesenfreude, sonntagmorgens dein geflüstertes „Woll´n ma früstücken gehn?“ zu hören. Dann hilfst du mir beim Tischdecken und erzählst mir dabei, was du gerne essen möchtest: „Brötsen, Mama! Mit Budder. Und mit Marmelade. Hm. Nein, Marmelade nist. Mit Honig!“ Hach, ich liebe das. Du großes Mädchen, du!

Lieblingsessensdinge (Auszug):

  • Schokolade („Sokolädle haben, Mama?)
  • Brötchen mit Honig
  • Gurken, Tomaten
  • Wurst(„Seibe Wuast haben, bitte?“)
  • Toastbrot („Is will TOASTBROT haben, Mama! Is will kein normales Brot!“)
  • Rosinenbrötchen (überhaupt: ROSINEN!!)
  • Bananen, Äpfel, Physalis, Trauben,
  • Käse
  • Pommef mit Ketzer
  • Apfelsorle

Spielen:

Puzzeln ist nach wie vor deine große Leidenschaft. Du setzt ohne Probleme und auch ohne jede Hilfe von außen („Nein! Alleine!“) bis zu 46-teilige Puzzles zusammen. Aus der Haut fährst du dann, wenn sich die Teile ungeplant verschieben, das macht dich nämlich fuchsteufelswild. Von impulsivem Puzzleteilewerfen über hysterisches Kreischen, bis hin zu herzzerreißendem „Maaaamaaaaaaaaa, hilf mir bitte!!“ ist alles dabei. Immer wieder ein Spaß (nicht!).  Wenn du einmal nicht puzzelst, malst du gerne, klebst leidenschaftlich Aufkleber auf, schneidest und klebst. Mit einer Engelsgeduld, die ich dir ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte, fädelst du Moosgummiperlen auf, was nicht nur Geduld, sondern auch eine enorme Feinmotorik fordert.

Genau wie deine Mama liebst du Bücher. Wir genießen beide die Kuschelzeit auf dem Sofa, wenn wir gemeinsam über eines deiner Bücher kichern und in der Welt versinken, die beim Lesen vor unserem inneren Auge entsteht. Ohne eine gute-Nacht-Geschichte schläfst du abends nicht ein.

Derzeitige Lieblingsschmöker:

  • Karlchen geht einkaufen
  • Gute Nacht Karlchen
  • Heule Eule
  • Grüffelo und Grüffelokind
  • Wo ist Mami?
  • Alle sind wach

Da du Geschichten so sehr magst, haben es dir auch Hörspiele angetan. Allen voran Bibi Blocksberg, Lotta, Leo Lausemaus und „Bernad“ Blümchen ;-). Mittlerweile kannst du schon mal 20 Minuten auf der Couch kuscheln und eine Folge Bibi Blocksberg hören. Besonders süß ist es, wenn du später einzelne Stellen der Hörspiele nacherzählst.

Auch erste Spiele gehören seit ein paar Monaten zu unserem Alltag. Obstgarten und Domino klappen schon richtig gut und ich finde es unheimlich schön, mit dir gemeinsam am Tisch zu sitzen und uns gemeinsam über den frechen Raben zu ärgern oder über einen abgeernteten Baum zu freuen.

Außerdem trägst du begeistert deine Puppi Wuasala oder den Käfer durchs Wohnzimmer und bemutterst sie. „Dea Käfer hat Bauchweh! Der aaaaarme Käfer (mitleidig gesenkte Stimme). Käfer Windel wechseln. Kooooomm hea, Käfer (…)“

Musik

Du bist eine kleine Tanzmaus. Musik liebst du mit ganzer Sele und es amüsiert mich immer wieder , wenn im Autoradio eines deiner Lieblingslieder ertönt. Dann lauschst du konzentriert, bis sich nach wenigen Sekunden ein Strahlen über dein ganzes Gesicht ausbreitet und du laut kreischend entweder den Liedtitel („Grade nie mehr Sorgen, Mama!„/ „Ei Ei Jojo, Mami!!„) herausrufst, oder einen kleinen Freudenschrei ausstößt. Außerdem kategorisierst du nun jedes Lied, das im Radio läuft mit „DAS gefällt mir, Mama!“ oder „Das gefällt mir nicht! Wegmachen!“

Lieblingslieder:

  • Let her go
  • Einmal um die Welt
  • I follow Rivers
  • Augenbling
  • Lights
  • Hall of fame
  • Als der Sturm vorbei war

Lieblingsdinge (sonstige):

  • deine „dinne“ Jacke
  • deine neue Kitatasche, die uns freundlicherweise von Tausendkind.de zu Verfügung gestellt wurde. Vom ersten Tag an heißgeliebt, schleppst du sie selbst zum Spielplatz mit- wer weiß, ob man dort nicht vielleicht 3 Bobo Siebenschläfer Pixibücher lesen möchte oder eine Runde mit der Badeente spielen muss…
  • deine Sonnenbrille/ Sonnenbrillen überhaupt
  • PukyWutsch

Lieblingsmenschen:

  • Mama 😉
  • Papa
  • Oma und Opa
  • Tante
  • Fofia
  • deine Kita-Lieblingsfreundin C. („Mit C. lachen!“)
  • Deine Betreuerin M.
  • dein bester Freund P.

Bewegung/ Draußen

Du kletterst mittlerweile ganz furchtlos und ziemlich geschickt Sprossenwände und Klettergerüste hoch. Im Kinderturnen hattest du zuerst Angst vor „schwebenden“ Bänken, oder sie waren dir nicht geheuer. Seit einigen Wochen jedoch balancierst du begeistert darüber. Überhaupt bist du sehr furchtlos, was neue Turngeräte angeht. Hast du jedoch eine Turnstation für dich entdeckt, dann kann es gut sein, dass wir dort die gesamte Stunde verbringen. Du liebst den Spielplatz, rennst, schaukelst und sandelst voller Begeisterung.

Lieblingssätze/Sprüche:

  • Mann o Mann!
  • Mama? Mama? Mami? Mimi! Mima! Memi! Mime….
  • Machst du de Apfel nackig, Mama?
  • Hast du trockene Haut? (gerne auch unterwegs: „Hat die Frau trockene Haut?“ – öhm…)
  • Is hab Kreuzweh
  • Die Mama wollt de Bauch net streicheln. Die wollt lieber frühstücken!
  • Der Mann is nackig! (Mann mit Kurzarmshirt)

Mein Schatz, die Liebe und Begeisterung, die dein Wesen ausmachen, erhellen jeden Tag. Es ist wunderschön, durch deine Augen die Welt neu zu entdecken und mich von deiner Freude an den kleinen Dingen des Lebens anstecken zu lassen. Ich bin jeden Tag aufs neue fassungslos und unendlich dankbar für dieses Geschenk, das du für mich bist.

Du bist ein Segen. Ich liebe dich so sehr. Deine Mama

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Die Zeit zwischen den Jahren habe ich genutzt, um intensiv darüber nachzudenken, was ich mir für das Neue Jahr wünsche.

Wie soll mein 2013 werden? Ich meine jetzt nicht Vorsätze wie „mehr Sport machen“, auch wenn das natürlich eine gute Sache ist. Es ging mir vielmehr darum, wie zufrieden ich 2012 mit meinem Alltag war und ob ich 2013 in  dieser Form weiter machen will. Und ich habe festgestellt: das kann und will ich nicht. Mit Müh und Not habe ich mich in die Weihnachtsferien geschlept und die ersten Tage damit verbracht, aus vollen Zügen die Gesellschaft des Olivchens und den entschleunigten Alltag zu genießen. In den letzten Monaten empfand ich den „normalen“ Alltag als extrem stressig und die Wochenenden waren fast zu kurz, um meine leeren Akkus wieder aufzuladen. Dadurch ging mir natürlich auch einige Freude am Beruf flöten, was ich sehr schade fand. Und auch die Alltagsqualität leidet, ebenso wie die gemeinsame Zeit mit dem Olivchen. Das möchte ich nicht mehr.

Ich möchte versuchen, in 2013 mehr Ruhe in unseren Familienalltag zu bringen. Weniger Hetze, mehr Zeit für uns. Zeit zum Spielen, Basteln, Malen, Lesen. Für mich bedeutet das, mich noch besser zu strukturieren. Durchdachter einzukaufen, besser zu planen. Mehr auf mich selbst zu hören und mir weniger Druck von außen machen zu lassen. („Wir müssen uns UBEDINGT diese Woche treffen! Ich hab die Kleine EWIG nicht gesehen!“)

Es bedeutete auch, einen Versetzungsantrag zu stellen, in der Hoffnung, eine Stelle zu bekommen, die weniger Fahrzeit und hoffentlich auch bessere Arbeitszeiten mit sich bringt. Die Teilzeit nicht nur verspricht, sondern auch hält. Im Gegenzug opfere ich tolle Kollegen, ein gutes Arbeitsklima und Arbeitsbedingungen, die ich anderswo sicherlich nie mehr bekomme. Aber die Familienzeit mit dem Olivchen wiegt all das auf. Und ich hoffe, ich werde mich auch an einem neuen Arbeitsplatz schnell einleben, nette Kollegen haben und zurechtkommen.

Neben diesem Hauptziel, Entschleunigung, möchte ich im Neuen Jahr:

  • mehr backen und in der Küche Neues ausprobieren
  • einen neuen Haarschnitt wagen
  • strukturierter vorbereiten
  • systematisch alle Krimskramsecken der Wohnung ausmisten (heute gleich drei Hotspots ausgeräumt- yay!)
  • mich mehr bewegen (ja nee, is klar…)
  • mich endlich wieder verlieben
  • mir wieder mehr Zeit zum Lesen nehmen
  • immer wieder hinterfragen, ob ich die Mutter bin, die ich meinem Kind gerne sein möchte- aufmerksam, nicht abgelenkt, geduldig. (dazu wird es noch einen eigenen Blogeintrag geben)
  • früher ins Bett gehen. Habe ich im letzten Jahr schon besser geschafft (von einigen Ausreißern abgesehen), aber ich denke, da geht noch was. Vor allem das (oft) sinnlose im Internet surfen, statt einfach mal ins Bett zu gehen, möchte ich weitestgehend reduzieren.

Und jetzt: auf geht´s, 2013! Packen wir´s an!

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