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Posts Tagged ‘Alltagsärger’

Wenn ich mich an das letzte Jahr zurückerinnere, an den Wiedereinstieg in meinen Beruf, die Umstellung darauf, eine gewisse Zeit des Tages ohne das Olivchen zu verbringen, dann ist ein Gefühl, das in mir aufsteigt, Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass meine Tochter so problemlos den Sprung von „24 Stunden täglich Mama“ zu 6 oder 7 Stunden KiTa-Trubel geschafft hat. Dankbarkeit für das gute Gefühl, mit dem ich sie dort immer abgegeben habe. Dankbarkeit für das Vertrauen, dass ich immer in die Betreuung dort setzen konnte. Ein Vertrauen, ohne das ich nicht jeden Tag beruhigt zur Arbeit hätte fahren und mich dort voll und ganz meinen Aufgaben widmen können, ohne ständig zu grübeln, wie es meinem Kind wohl gerade geht.

Warum ich darüber nachdenke? Weil genau dieses Vertrauen, dieses beruhigende Gefühl, derzeit nicht mehr in dem Maße gegeben ist, wie ich es mir wünschen würde und für mein Wohlbefinden bräuchte. Weil ich derzeit morgens im Auto die Monate zähle, bis meine Tochter in den Kindergarten wechseln kann und ich das bei einer Betreuung, die mich und den Vater meines Kindes rund 460 Euro jeden Monat kostet, mehr als traurig finde.

In den ersten 11 Betreuungsmonaten durfte das Olivchen seine KiTa-Stunden in einer überschaubaren und sehr behaglichen Umgebung  verbringen. Die KiTa war in einer Vier-Zimmer-Altbauwohnung untergebracht, in der eine sehr warme und einladende Atmosphäre herrschte. Die Kinder fanden sich dort wunderbar zurecht und das Olivchen lebte sich in der heimeligen Umgebung sehr schnell ein. Bald wurde bekannt, dass der Träger der Kita einen Umzug in ein großes Gebäude, in welchem dann mehrere Krippen- und Kindergartengruppen untergebracht sein würden, plante. Nun gut, das würde zwar einige Organisation erfordern, da mit dem Umzug auch eine gewisse Schließzeit und eine erneute Eingewöhnungsphase verbunden sein würden, trotzdem klang alles wunderbar- ein großzügiger Außenbereich, Inklusion in den Gruppen, große Sport- und Kunsträume und eine moderne und funktionale Ausstattung der neuen Räumlichkeiten. Dass sich die Öffnungszeiten nach hinten verschieben sollten, so dass ich das Olivchen an meinen frühen Tagen statt wie gewohnt um 6.50 erst um 7 Uhr abgeben können würde, war ein erster Wermutstropfen für mich (zumal ich in den neuen Räumlichkeiten mehr Betreuungskosten zahlen musste), der jedoch einfach nicht zu ändern war. Bei einer Fahrtzeit von 30 Minuten und einem starren Arbeitsbeginn um 7.45 bedeutet das nun Stress an jedem meiner frühen Tage. Aber damit muss ich mich wohl oder übel abfinden. Die täglichen Challenges im Working Mum Alltag, sozusagen. Dennoch war ich hinsichtlich des Umzugs positiv gestimmt.

Das neue Kinderhaus zu sehen, als ich das Olivchen nach der Eingewöhnungswoche zum ersten Mal selbst in der Krippengruppe abgab, war dann doch… überraschend. Die Erzieherinnen und die Leitung hatten alles sehr nett und einladend dekoriert. Dennoch war der Unterschied zu den behaglichen Räumen der bisherigen Krippe krass. Statt einladender Gemütlichkeit kühles Grau, nackter PVC, im Eingangsbereich blanke Betonwände. Nun ja. Dafür eine wirklich tolle Ausstattung in den Räumen, ein Kunstraum mit Staffeleien, ein Bällebad, Haba-Spiele, die mein Mutterherz höherschlagen ließen. Und ein Olivchen, das sich wohlzufühlen schien. Also schluckte ich das ungute Gefühl hinunter. Aber die nächsten Bauchpikser kamen direkt im Anschluss: Die Gruppe des Olivchens ist im zweiten Stock. Eine Krippengruppe mit Kleinkindern im Alter von ein bis drei Jahren im zweiten Stock unterzubringen, finde ich schon „spannend“. Dass dieser zweite Stock durch eine geradeläufige, lange Treppe, die weder durch einen Absatz, noch durch eine Wendung einen Sturz abbremsen kann, erreicht wird, finde ich als Mutter beunruhigend. Dasss diese Holztreppe jedoch in einem nackten Betonabsatz endet, DAS halte ich in einer Einrichtung für (Klein)Kinder für grob fahrlässig. Jeden Tag wenn ich das Gebäude über diese verdammte Treppe verlasse, habe ich einen Klumpen im Magen und versuche, mir NICHT vorzustellen, wie der (ja nun durchaus im Bereich des Möglichen liegende) Sturz eines kleinen Kindes auf dieser Treppe wohl ausgehen würde.  Das Gespräch mit der KiTa-Leitung , in dem ich entgeistert nachfragte, wann dieser Absatz mit Teppich oder Ähnlichem verkleidet werde,  ergab, dass das „so sein solle“. („Das ist nun mal der Stil des Architekten, die Wände sind ja genauso!“ -Ähm, hallo?) Ich bestand darauf, dass dies noch einmal mit dem Architekten besprochen und neu gestaltet werden müsse. Aktueller Stand: Der Architekt sieht kein Problem in diesem Absatz. Und mehr könne man nun nicht tun. Die Leiterin gab mir nun seine E-Mail-Adresse, nachdem sie nach eigener Aussage auf Granit biss. Als Elternbeirätin werde ich mich nun zuerst mit den anderen Eltern in Verbindung setzen, ehe ich ich mit diesem Architekten in Verbindung setze. Aber es muss sich etwas tun. Und die laxe Haltung der Kita-Leitung á la „Der Archtekt hat immer Recht“ stört mich sehr. Es geht hier um Kinder und um grundsätzliche Sicherheitsfragen. Da scheint mir das zweifelhafte ästhetische Konzept des Architekten doch eher zweitrangig.

Dass mir an diesem ersten Tag auf mein Nachfragen hin ganz nebenbei eröffnet wurde, man werde die ersten beiden Wochen gar nicht (!!) mit den Kindern ins Freie gehen, weil so viele Eingewöhnungskinder da seien und nach der Eingewöhnung wegen des noch unfertigen Außengeländes auch nicht regelmäßig hinauskönnen, war da noch die Sahnehaube. Zum Glück zahlte sich zumindest in diesem Fall meine Hartnäckigkeit aus, so dass nach intensiven Gesprächen mit KiTa-Leitung die Kinder zumindest an ein paar Tagen der Woche vormittags Sauerstoff tanken können. Auch das für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn die vielen Eingewöhnungskinder das nicht zulassen, müssen sie versetzt aufgenommen werden, meine ich. Aber auf Kosten der anderen betreuten Kinder darf und kann diese Intensivphase nicht gehen. Was ich in diesem Zusammenhang nicht verstehe: wieso Eltern, deren Kind dort den ganzen Tag betreut wird, nicht auf die Barrikaden gehen. Mein Kind kommt nachmittags auch noch einmal „raus“, schließlich hole ich sie fast immer um 14 Uhr ab und habe dann meist Gelegenheit, mit ihr noch etwas an der frischen Luft zu unternehmen. Und trotzdem ist mir Bewegung im Freien in der KiTa wichtig.  Aber ich scheine die einzige Querulantin zu sein, die ständig nachhakt, fragt, fordert.

Fest steht: mein Bauchgefühl ist im Moment bezüglich der Olivchenbetreuung nicht das Beste. Zum Glück habe ich nach wie vor Vertrauen in die Erzieherinnen unserer Gruppe, die einen wirklich tollen Job machen. Aber die Rahmenbedingung, das „Drumherum“ sollte eben auch stimmen, denke ich. Und das ist derzeit einfach nicht zu 100%  gegeben.

Was denkt ihr? Glucken-Mama oder berechtigte Sorgen?

 

 

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… um mal ganz ehrlich zu sein… 😉

Als ich noch nicht deine Mama war,

… da wusste ich auch noch nicht, dass es Tage gibt, an denen ist man so müde, dass die Beine wehtun und man beim Aufstehen schon die ersten Tränen vergießt.

… da wusste ich genauso wenig, dass auch winzige Babymädchen ihre Mamas in hohem Bogen anpinkeln können.

… da hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie sehr ständiges mit-Gegenständen-irgendwo-dagegen-schlagen an meinen Nerven zerren kann.

… da hätte ich nie gedacht, dass Mamasein auch bedeuten kann, monatelang nicht einmal abends eine Stunde für mich alleine zu haben, weil das Baby tagsüber fast nie und abends immer nur ganz kurz am Stück schläft.

… da hatte ich zum Glück keine Ahnung davon, dass es auch Babys gibt, die schreien, sobald sie abgelegt werden und dass es deshalb passieren kann, dass Mama schon morgens um halb 11 nur noch am Heulen ist, weil das Baby das komplette Duschen, Anziehen, Zähne putzen usw. hindurch nur geschrien hat.

… da hatte ich keinerlei Vorstellung davon, wie grausam es manchmal sein kann, auf nüchternen Magen Windeln des Grauens zu wechseln (und sich drei zusätzliche Hände zum Füße halten, Feuchttücher reichen, Kind davon abhalten seine Legotiere in die Windel zu werfen (…) zu wünschen)

… da wurde ich NIE davon geweckt, dass ein anderer Mensch an meinen Haaren (und nur an ganz wenigen, damit es auch richtig wehtut) zog oder mich ganz laut anbrüllte.

… da konnte ich mir nicht vorstellen, dass deine Schmerzen mir mehr als meine eigenen wehtun könnten.

… da wusste ich nicht, wie schrecklich es sich anfühlt, monatelang NIE von selbst aufzuwachen, sondern immer und zu den unmöglichsten Zeiten von einem anderen Menschen aus dem Schlaf gerissen zu werden. (Wie Folter. Meine Meinung.)

… da hatte ich auch keine Vorstellung davon, wie frustrierend es manchmal ist, deine Trotzphasen mitzuerleben.

Mein Schatz, als ich noch nicht deine Mama war, da war ich ausgeschlafener und erholter. Ich ging öfter zum Frisör und viel öfter abends aus. Ich arbeitete mehr und hatte mehr Geld zur Verfügung. Ich hatte bessere Nerven und nahm mir Zeit für die Dinge, die mir Spaß machten. Ich las mehr, unternahm mehr und lackierte mir öfter die Nägel. Mein Bett, meine Wohnung, meine Freizeit und mein Bücherregal gehörten mir ganz allein. Ich konnte lange liegen bleiben, sonntags den ganzen Tag fernsehen, morgens ungestört frühstücken und stundenlang telefonieren.

Mein Schatz, als ich noch nicht deine Mama war, da war mein Leben nicht mal halb so schön wie heute. Ganz ehrlich.

Ich liebe dich! Deine Mama.

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So, jetzt ist es raus. Vielleicht etwas überspitzt und verallgemeinernd ausgedrückt. Richtig müsste es heißen: Warum ich das Urbia-Baby-Forum ganz, ganz grauenhaft finde.

Vorweg sollte ich noch ein paar erläuternde Sätze zu meiner Person sagen. Ich bin ein absoluter Informations-Suchti.

So eine, die vor dem Urlaub sämtliche Reiseführer frisst, um Dinge zu sagen wie: „Da drüben an der Ecke gibt es ein Café, in dem hat schon Mozart gerne seine Sachertorte gegessen. Da könnten wir dann reingehen, wenn wir das Geburtshaus von Blablabla angeschaut haben…“ usw. (Ganz nervig, ich weiß. Selbsterkenntnis…) Eine, die sich stundenlang Testberichte und Amazon-Rezensionen durchliest, um sich über den besten Kindersitz/Staubsauger/Wäschetrockner … zu informieren. Die bei allem Neuen zumindest die Illusion haben möchte, sie könne alles überblicken, was da auf sie einstürmt. (Ich weiß genau, was Sie jetzt denken. Das Wort Kontrollfreak ist mir nicht entgangen!)

Das war bei der Schwangerschaft natürlich nicht anders. Bereits am ersten Tag, dem Tag, an dem die Schneekugel meines Lebens einmal kräftig durchgeschüttelt wurde, versuchte ich im Internet mit dem Suchbegriff „ungeplant schwanger“ auf Gleichgesinnte zu stoßen. Ich weiß nicht, wonach ich dabei suchte und was genau ich zu finden hoffte. Auf eine Anleitung, wie man mit einem solchen Schock, dieser zweiten Linie, die ganz plötzlich alles, alles veränderte, umzugehen hatte, vermutlich. Den Erfahrungsbericht einer Frau, die in genau der gleichen Situation, auf die gleiche unwahrscheinliche Weise wie ich ungeplant schwanger geworden war und mir nun erklären würde, wie ich damit umzugehen hatte und alles zum Guten wenden könne, vielleicht. Welch Überraschung, ich fand nichts dergleichen. Statt dessen fand ich: Urbia. Dass das „Ungeplant schwanger“-Forum keine wirkliche Offenbarung für mich bereithielt, ist nun wirklich nicht überraschend. Doch ich schaffte es schließlich auch ohne virtuelle Hilfe, mich mit meiner Situation zu arrangieren. Und nachdem sich mein persönlicher Status recht schnell von „ungeplant schwanger, ohje“ zu “ huch, da wächst ein Baby in mir, wunderbar!!“ gewandelt hatte, schaute ich auch immer mal wieder gerne im Urbia-Schwangerschaftsforum vorbei. Zwar fast immer nur als „stille Leserin“, aber trotzdem sehr interessiert. Meinem Informationstick kam das natürlich mehr als entgegen: Was muss in die Kliniktasche, was trägt das Baby nachts, wann zum Geburtsvorbereitungskurs anmelden… Alle Fragen, bei denen mir mein kinderloses Umfeld nicht weiterhelfen konnte, waren unkompliziert nachzulesen. Und ich fand es auch immer sehr erfreulich zu sehen, dass andere Frauen sich mit ähnlichen Sorgen und Ängsten herumschlugen, wie ich es tat. Nach der Trennung vom Typ tat es mir sehr gut zu sehen, dass es auch andere gab, die alleine durch eine Schwangerschaft gingen. In völlig anderen Situationen zwar, aber immerhin.

Klingt ja alles noch sehr erfreulich. Wo also ist der Haken? Der kam nach der Geburt. Freudig begann ich im Babyforum mitzulesen, denn auch hier gab es genügend Fragen, die man abends um elf eben nur online recherchieren kann. Und recht schnell fielen mir hier gleich mehrere unschöne Tendenzen auf:  Herumhackerei und Supermüttertum. In diesem Forum voller Mamas schien es tatsächlich nur zwei Typen von Müttern zu geben: diejenigen, die es wagten, Fragen zu stellen und die anderen, die ihnen dafür direkt eins auf den Deckel gaben. Klar gab es einiges, was ungestraft gefragt werden durfte, aber alle halbwegs kontroversen Themen zogen direkt die oben genannten Phänomene nach sich.

Kleine Auswahl gefällig?

Nestchen und Himmel im Babybett. Wer sich dazu bekannte, wurde sofort als Rabenmutter, die wissentlich mit dem Leben ihres Kindes spielt, öffentlich gesteinigt. Dabei genügte es nicht, wenn ein oder zwei Damen anmerkten, dass die Empfehlungen zur sicheren Schlafumgebung von beidem abrieten, sondern es wurde etwa 20 mal in verschiedensten Varianten geschimpft, doziert und gehetzt. Schauerlich.

Mein Kind schläft nachts nicht durch und ich kann nicht mehr. Gibt es ein Buch, das helfen könnte? Unglaublich! Kein Kind sollte im 1. Lebenjahr durchschlafen. Wie kann eine Mutter wagen, über Schlafmangel zu klagen? Dazu mehrere blumige Schilderungen über das eigene Schlafdefizit, das seit Monaten tapfer, durch Mutterliebe mit einem strahlenden Lächeln garniert, ertragen wird.

„Jedes Kind kann schlafen lernen“ Ihr wollt euch mal amüsieren und habt etwas Zeit? Meldet euch im Babyforum an und schreibt einen positiven Bericht über eure eigenen Erfahrungen mit o.g. Buch. Ich bin mir sicher, ihr werdet in kürzester Zeit 50-60 Antworten auf euren Post erhalten. Und zwar vom Feinsten. Einfach mal ausprobieren oder die Suche bemühen. 🙂

Schlafen im eigenen Bett/ Zimmer. Siehe Punkt 1.

Beklagen darüber, dass sich das eigene Kind nicht ablegen lasse. Hier völliges Unverständnis, wieso dies ein Grund zur Klage sein könne. Alle antwortenden Mütter hatten offenbar Freude daran, ihr Kind den ganzen Tag ununterbrochen zu tragen. Geschirr spülen, Boden wischen, Toilettengänge werden durch das gleichzeitige Tragen eines Säuglinges/Kleinkindes/Schulkindes doch erst aufgewertet. Und ersetzen überdies wirkungsvoll die Rückbildungsgymnastik. Oberflächlichkeiten wie Körperpflege, Haarewaschen und Co. müssen selbstverständlich den Bedürfnissen des Kindes untergeordnet und auf die Abendstunden verschoben werden, wenn der Mann zuhause ist. Alleinerziehend?? Selbst schuld, wer lässt sich schon von so nem verantwortungslosen Typen schwängern. Dann werden die Haare eben erst wieder gewaschen, wenn das Kind aus dem Gröbsten raus ist. Als Mama steht man über diesen Dingen. Nicht auszudenken, wenn das Kind vor der Dusche mal zwei Minuten weinen müsste…

Mein Mann hilft kaum mit, seit das Baby da ist. Hier gab es immer zwei Antworttypen, beide gleichermaßen hilfreich. Typ 1: Wie, dein Mann hilft  nicht mit? Also, mein Mann macht die ganze Wäsche, wickelt unseren Schnuckiputz immer, steht jede Nacht auf und massiert mich abends noch in den Schlaf. Er trägt mich auf Händen seit das Baby da ist und tut alles für uns. Hach, ich habe den tollsten Mann der Welt. Typ 2: Tja, da biste wohl selbst Schuld. Wer lässt sich denn von so nem Typen ein Kind anhängen? Das hättest du ja wohl vorher schon ahnen müssen. Wie doof.

Ich könnte noch Stunden so weiterschreiben. Um eins klarzustellen: Ich habe nie eines der oben genannten Themen zur Diskussion gestellt. Dies ist keine „Abrechnung“. Und es gibts einige Themen, bei denen ich in der Sache hätte zustimmen können. Teilweise. Auch ich finde es wichtig, ein Kind viel zu tragen. Mein Kind wurde gestillt, schläft  noch immer mit mir im Bett und ich habe nach dem sechsten Monat mit der Beikost angefangen. Aber: ich finde nicht, dass es Aufgabe anderer Mütter ist, darüber zu urteilen, wie diese oder jene Mama ihren Job macht. Ein Diskussionsforum sollte dem Austausch dienen. Da sollten sich Mütter gegenseitig den Rücken stärken. Sich Mut machen und Tipps geben, statt sich auf Kosten anderer groß zu machen und zu profilieren. Mensch, Mädels! Habt ihr das wirklich nötig? Wie klein müssen manche Frauen zuhause sein, um sich auf diese Art besser zu fühlen? Es macht mich wütend, dass junge Frauen, die sich nicht auskennen, überfordert und fertig mit den Nerven sind, nicht unterstützt werden, wenn sie Probleme mit der Mutterrolle, dem Schlafmangel oder dem Klettbaby im neun-Wochen-Schub haben. Manches lässt sich nicht weglächeln. Manches muss ausgesprochen oder geschrieben werden. Manchmal helfen ein paar aufmunternde Worte weiter, geben Kraft für einen weiteren Tag, die nächste Nacht. Vor allem beim ersten Kind. Und wer sollte das besser verstehen als andere Mütter?

Mehr Solidarität unter Frauen wäre schön. Zusammenhalt statt Hackerei.

Schade, dass das in der Anonymität des Internets vielen so schwer zu fallen scheint.

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Geschützt: Schade

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Insgesamt…

…hatten wir schon bessere Wochen, wir beide. (Aber auch deutlich schlechtere.) Im Moment sind wir beide etwas angeschlagen. Ich bekomme die doofe Erkältung nicht los und dich plagen die Backenzähne, vermute ich. Außerdem warst du gestern so wund, dass ich dich kaum wickeln konnte. Auch da habe ich diese sch*** Zähne in Verdacht. So schlimm hatten wir das noch nie, gestern abend konnte ich dich nicht mal in den Hochstuhl setzen, denn du hast sofort bittere Tränen geweint und mein Mamaherz hat geächzt und furchtbar wehgetan. Innerlich sind auch bei mir einige Tränen gekullert, als ich dein schmerzverzerrtes Gesicht sah und spürte, wie sich dein ganzer Körper verkrampfte. Ach kleine Püppi, in diesen Momenten möchte ich sofort mit dir tauschen und dir alle Schmerzen abnehmen.

Omas…

sind eine tolle Sache. Deine zumindest, kleine Püppi. Die hat nämlich gestern mit uns eine drei-Generationen-Pyjamaparty gefeiert und bei uns übernachtet. Das macht dir immer riesigen Spaß, weil sich Oma dann viel Zeit für dich nimmt. (Und gestern ein pädagogisch wohl wenig wertvolles, von aber dir sofort heißgeliebtes Spielzeug, den Hund des Grauens, dabei hatte. Eine Plastiktöle, die durchs Zimmer „läuft“ und dabei bellt. Du warst entzückt. Und ich erst. Wuff.) Gestern war ihr Besuch gleich doppelt gut, weil sie dich zum Abendbrei auf den Arm nehmen konnte, und du so nicht in den Hochstuhl sitzen musstest, was die offensichtlich riesige Schmerzen bereitete. Und deine Freude, nach dem Aufwachen im Wohnzimmer die Oma zu entdecken,war unbeschreiblich.♥

Das Schlafen…

…klappt mit jedem Tag besser. Du schläfst ja nun schon seit vielen Wochen durch und ich genieße das immer noch unglaublich. Nach fast zehn Monaten, in denen die Püppi-weck-App jede Nacht in unregelmäßigen Abständen aktiv wurde, ist es noch immer ein riesiger Luxus für mich, mehrere Stunden ungestört schlafen zu können und im Normalfall zwischen sieben und acht Uhr morgens von dir aufgeweckt zu werden. Dies zwar auf unterschiedlich liebevolle Weise (von ins-Gesicht-patschen über auf-den-Bauch-hauen bis hin zu meinem persönlichen Favoriten, einzelne-Haare-ausreißen, werden hier alle Möglichkeiten genutzt, die faule Mama schnell auf Trapp zu bringen), aber dein strahlendes Lächeln, sobald ich die Augen aufschlage, macht jeden Morgen wunderschön. Du bist ein absoluter Morgenmensch und es ist eine wahre Freude, jeden neuen Tag mit dir begrüßen zu dürfen.

Seit ein paar Tagen haben wir das alleine Einschlafen geübt, denn ich bin langsam, aber sicher, an meine Grenzen gestoßen. Zum Einschlafen länger an deinem Bett zu sitzen, als du letztendlich schläfst, ist auf Dauer – jeden Tag mehrmals – einfach nicht praktikabel. Und wenn du nächstes Jahr in den Kindergarten gehst, solltest du alleine einschlafen können. Ich will mir nicht vorstellen müssen, wie du dich dort jeden Tag quälst, weil du einfach nicht gewohnt bist, alleine in den Schlaf zu finden. Aber es klappt wirklich gut und ich bin unheimlich stolz auf dich. Mein großes Mädchen. Ohne eine Träne bist du vorhin ganz alleine eingeschlafen. Hach!

Das Wochenende…

…steht fast schon vor der Türe und meine Pläne haben sich dank des Typs mal wieder zerschlagen. Auf meinen Anruf hin teilte er mir gestern mit, dass er am Wochenende abends nicht auf dich aufpassen könne, da (nicht näher definierter) Besuch übers Wochenende da sei. Damit bleibe ich dieses Wochenende abends zuhause. An und für sich ist das kein Problem, aber dass er es nicht für nötig hält, mir das von sich aus so früh mitzuteilen, dass ich entsprechend planen kann, ärgert mich gewaltig.

Zumal  mich diese mangelnde Kommunikationsfähigkeit bereits letztes Wochenende geärgert hat, als ich den Sonntag – wie übrigens immer- für ihn freigehalten habe und er mir um 14.30 Uhr mitteilte, er werde heute bereits um 16.00 wieder fahren und vorher noch eine halbe Stunde vorbeikommen. Grrrrrrrrr! Somit war die Sonntagmittagbespaßung mein Job (wie ja jeden Tag) und es hatte natürlich niemand mehr Zeit für ein (sehr) spontanes Treffen. (Und ich kann euch sagen, sonntagnachmittags alleine mit Kind um den Ententeich zu wandern ist – gerade im Herbst- jetzt nicht unbedingt die stimmungshebende Aktivität, die man sich fürs Wochenende so vorstellt.) Und es macht mich stinksauer, weil ICH ihm jede Planänderung frühzeitig mitteile, damit er sich darauf einstellen kann. Eben weil mir ein rücksichts- und respektvolles Elternverhältnis um unserer Tochter Willen, aber auch für uns, wichtig ist.

Bah! A****. So.

Dafür kommt jetzt morgen oder am Samstag die Herzfreundin auf Kürbisrisotto, Weißwein und eine MädelsDVD vorbei und wir machen uns nen schönen Abend. Und ich freu mich drauf!

 

Schönen Donnerstag Euch!

 

PS: Hat irgendjemand nen Tipp, was man gegen hartnäckigen Schnupfen (seit mehreren Wochen) unternehmen kann (meiner, nicht der des Püppichens)?? S.inupret nehm ich schon, aber der Erfolg hält sich in Grenzen…  Danke!

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