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Posts Tagged ‘Arbeit’

Heute bist du ganze 22 Monate alt. Das heißt, in 2 (nur noch ZWEI??!!) Monaten wirst du deinen 2. Geburtstag feiern. Der Wahnsinn! Derzeit habe ich fast das Gefühl, als müsste ich dich nächste Woche in den „richtigen“ Kindergarten und übernächste Woche in die Schule schicken. Die Zeit rennt!

Es ist ein wirklich phantastisches Alter, in dem du gerade bist. Klar, jedes Alter war/ ist toll, aber im Moment kann ich die Zeit mit dir einfach in vollen Zügen genießen. Keine Frage, das ist nicht immer so (dazu vielleicht mehr in einem anderen Post 😉 ), aber die meiste Zeit bist du einfach sonnig und es macht riesigen Spaß, meine Zeit mit dir zu verbringen.  Sicherlich liegt das auch mit daran, dass ich durch die Arbeit leider weniger Zeit für dich bzw. mit dir habe, als ich mir das wünschen würde und deshalb jede Minute mit dir genieße. Aber größtenteils liegt es an dir. Du bist einfach ein kleiner Sonnenschein. Wenn du nicht gerade einen filmreifen Wutanfall bekommst, weil irgendetwas nicht nach deinem Köpfchen geht, dann bist du einfach nur herzig. Du bist nicht mehr ganz zu ruhelos, stellst nicht alles auf den Kopf, sobald ich für fünf Minuten beschäftigt bin, sondern spielst oder genießt es, bei mir zu sein. Du singst selbsterfundene Lieder (Lalilalala…; Dudidudidu…), in denen ich manchmal Fragmente mir bekannter Lieder (…wohnen, unden oda oben??/ Dambedia…) wiedererkenne, du läufst, nein, du tanzt durch die Welt, du quatschst mir von der ersten wachen Minute an die Ohren voll (Mama? Mami? Sau mal! …) und lächelst mich mit betörenden Augenaufschlägen an oder bringst mich mit Versteckspielen und lustigen Grimassen zum Lachen. Du hörst alles und siehst alles und du merkst dir alles. Wenn ich dich beim Nachhausekommen frage, ob du heute noch in die Badewanne möchtest, dann brauche ich dich eine halbe Stunde später nicht duschen zu wollen, denn du erinnerst dich genau: „Badeanne!!“. Wenn es am Vortag bei Oma Kuchen gab, dann forderst du beim nächsten Besuch „Kuhen holen?“! So ist das.

Heute hatten deine Großeltern Hochzeitstag. Wir waren spazieren, haben Kuchen gegessen und sind abends essen gegangen. Ich hatte ein paar Bedenken, ob du das Abendessen im Restaurant durchhalten würdest, denn langes Sitzen im Hochstuhl gehört bekanntlich nicht zu deinen Stärken. Entsprechend überrascht war ich, wie entspannt dieser Abend verlief. Du hast deinen Kinderteller fast völlig aufgegessen und danach komplett zufrieden mit Opa gemalt und den ganzen Tisch unterhalten. Dein absolutes Highlight war jedoch das Eis, das dir die nette Bedienung spendierte. Eine Kugel Erdbeereis mit Waffel UND Smarties! Selten habe ich dich so konzentriert gesehen wie beim Verputzen des Eisbechers. Bereits nach wenigen Minuten hattest du dir Technik perfektioniert, mit der du den Becher am besten leer essen konntest. Es blieb tatsächlich nicht das kleinste Restchen mehr übrig. Wir anderen amüsierten uns köstlich darüber, wie du geschickt das Schälchen schräg hieltst, um alle Reste herauslöffeln zu können und genauso über dein verzücktes und gleichzeitig hochkonzentriertes Gesicht. Es war ein wirklich schöner Abschluss eines gelungenen Tages.

Und wie es so oft ist an diesen Tagen, kommt man ins Nachdenken. An die vergangenen Jahre. Ich dachte daran, wie schön wir es haben und wie gut es uns geht und stellte gleichzeitig fest, wie sehr sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert hat…

Heute vor zwei Jahren…

… stand ich einen knappen Monat vor dem Mutterschutz. Ich arbeitete noch, war aber nur noch sporadisch eingesetzt. Psychisch war ich schwer angeschlagen. Es war einerseits anstrengend, mir in der Arbeit nichts anmerken zu lassen, andererseits hielt mich genau das aufrecht. Ich wusste, mit meinen Kollegen über meine Situation zu sprechen, wäre über meine Kräfte gegangen. Ich wollte mich und meine Situation niemandem erklären müssen, daher war es leichter, alle in dem Glauben zu lassen, es liefe alles normal bei uns. Wenn mich Kollegen fragten, ob es mir keine Angst mache, dass der Vater so weit entfernt arbeite, denn es sei schließlich viel zu tun mit so einem Baby, dann musste ich mich schon sehr beherrschen, um nicht laut zu lachen. Das war wirklich meine geringste Sorge. Der Bauch wurde größer und deine Ankunft immer greifbarer. Ich freute mich riesig,war aufgeregt und hatte Angst. Die Tage wurden immer kürzer und das trübe Herbstwetter schlug mir stark aufs Gemüt. Der Geburtsvorbereitungskurs hatte begonnen und dein Geburtstermin rückte näher. Im Schwangerschaftsyoga versuchte ich, ein wenig Ruhe und Kraft zu tanken.Ich lauschte deinen Herztönen am CTG und überlegte mir, was ich für das Wochenbett vorkochen wollte. Babykleidung wurde gewaschen und mit klopfendem Herzen in den Schrank gelegt, nur um sie einen Tag später mit verliebtem Blick wieder in die Hand zu nehmen.

Und: ich freute mich auf dich. Neben der Traurigkeit, der Angst und dem Gefühl von Einsamkeit, weil eben kein zweites Elternteil mit mir auf deine Ankunft hinfieberte, war da eine riesige Freude auf dich. Auf das Leben mit Baby und das Mamasein. Freude darauf, den süßen Duft deines Köpfchens zu riechen und stolz den Kinderwagen zu schieben. Freude darauf, dich stundenlang in den Armen zu halten und nachts deinen Atem zu hören. Vorfreude, dieses Zappeln, das wie Wellen meinen kompletten Bauch bewegte, endlich ohne Hindernisse beobachten zu können. Dich zu halten, zu küssen und deine Mama zu sein.
Und heute weiß ich: ich hatte keine Ahnung davon, was mich erwartete. Welche Aufgabe und welches Glück auf mich wartete.

Heute vor einem Jahr…

…warst du genau zehn Monate alt. Wir verbrachten die Woche um den 03. Oktober im Urlaub. Du hattest in der Woche zuvor begonnen durchzuschlafen und ich genoss das ungemein. Nach einem dreiviertel Jahr mit teils wirklich höllischen Nächten war dies eine unglaubliche Erholung für mich. Und auch abends hattest du mehr Ruhe gefunden. Es gab Abende, da wachtest du kein einziges Mal auf. Die gute Bergluft und die vielen neuen Eindrücke, die du den Tag über genießen durftest, schienen dir sehr gut zu tun. Es war ein toller Urlaub., zumal ich immer wieder daran dachte, wie ich im November des Vorjahres genau hier hochschwanger Urlaub gemacht hatte. Wie vieles hatte sich doch verändert, seit du da warst! Zehn Monate war ich deine Mama und ich war es mit vollem Herzen. Auch wenn mich diese zehn Monate mich oft genug an meine Grenzen gebracht hatten- sie waren wunderschön.

Noch hatte ich vier volle Monate mit dir zu Hause und ich konnte mir nicht vorstellen, wie es werden würde, wenn ich wieder anfangen musste zu arbeiten. Wir hatten uns so aufeinander eingespielt. Morgens gegen acht trankst du deinen Schoppi im Laufstall, während ich frühstückte. Dann ging ich ins Badezimmer, duschte und zog mich an, bevor ich dich holte und dich tagfein machte. Anschließend wurschtelten wir meist ein wenig in der Wohnung herum, gingen einkaufen oder spielten, ehe es Mittagessen gab. Manchmal machten wir gemeinsamen Mittagsschlaf, manchmal legte ich dich alleine hin (wobei du alleine immer vieeeel kürzer schliefst…). An den Nachmittagen trafen wir uns zum Spazierengehen mit anderen Mamas und ihren Babys oder mit meinen Freundinnen, besuchten deine Oma oder gingen einkaufen. Montagnachmittags trafen wir uns jede Woche mit deinem Freund P. und seiner Mama zum gemeinsamen Spazierengehen. Mittwochs hatten wir Babyschwimmen, nach dem wir beide immer völlig platt und reif für den Mittagsschlaf waren. Donnerstags war PeKip und Freitagmorgen der Musikgarten. Es war eine wunderbare und intensive Zeit. Das Gefühl von Langeweile, vor dem ich mich im Mutterschutz manchmal gefürchtet hatte, kam niemals auf. Statt dessen: Leben. Neue Menschen, neue Unternehmungen, neue Erfahrungen. Und du! Meine Sonne, meine Herausforderung, meine große Liebe. Manchmal hast du mich wahnsinnig gemacht, mit deiner Schlaferei, mit deiner kurzen Aufmerksamkeitsspanne, damit, dass ich immer gefragt war und du dich außer der halben Stunde morgens nie alleine beschäftigen wolltest. Damit, dass ich abends nicht einfach sagen konnte: „Geh du bitte, ich KANN nicht mehr!“ Ich musste können.

Aber: all das machtest du mehr als wett. Mit deinem Wesen, deinem Lächeln, deiner Liebe. Deinem Mamamamama. Dem Duft deiner Haut und deinem zuckersüßen Lächeln. Damit, dass es dich gab. Mein Kind, meine große Liebe.

Heute…

… bist du also 22 Monate alt. Manchmal machst du mich immer noch wahnsinnig und ich dich vermutlich auch. Wenn du beim Kürbissuppe essen auf einmal anfängst zu grinsen und mit dem Löffel in der Luft herum wedelst, zum Beispiel. Oder wenn du beim Wechseln einer wirklich grausamen Windel mittendrin die Zusammenarbeit verweigerst und mich mit den Füßen wegtrittst, zum Beispiel. Wenn du nicht mehr Treppe laufen möchtest, während ich drei Taschen, einen Wäschesack und einen Korb in den dritten Stock trage, zum Beispiel.

Ansonsten ist es einfach wunderbar mit dir. Du lernst jeden Tag neue Wörter, saugst sie auf wie ein Schwamm und bringst mich zum Lachen, wenn du auf einmal Worte wie „Quatschnudel“ nachsprichst. Du zählst von 5 bis zehn und ich habe keine Ahnung, woher du das kannst.

Zwei Tage in der Woche sehe ich dich erst gegen 17 Uhr wieder. Das ist für dich insofern schön, weil du an diesen Nachmittagen, während ich arbeite, exklusive Oma- und manchmal auch Opa-Zeit hast. Aber es macht mich manchnmal traurig, dass uns, dir und mir, diese Zeit fehlt. Als ich vergangene Woche außerplanmäßig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen so spät nach Hause kam, hingst du am dritten Tag nachmittags wie ein Äffchen an mir und suchtest meine Nähe. Wir haben beide daran zu knabbern, wenn wir uns so lange nicht sehen. Ohnehin bist du viel kuscheliger geworden. Abends bekomme ich einen Gutenachtkuss, du umarmst mich täglich mehrmals stürmisch und oft wirfst du dich lachend auf meinen Rücken, wenn ich gerade auf dem Boden sitze oder mich herunterbücke.

Du schläfst seit einem Jahr durch und schläfst abends und mittags ohne Probleme alleine ein. Dein Heiabett, wie du es selbst nennst, liebst du heiß und innig. Du gehst gerne in die KiTa und magst deine Erzieherinnen und Spielkameraden. Du bist immer noch ein wilder kleiner Wirbelwind, der ständig in Bewegung ist. Bist älter geworden, kleinkindlicher. Hast dich verändert, weiterentwickelt und bist doch ganz DU geblieben.

Und wenn ich so zurückschaue auf die vergangenen beiden Jahre, dann bin ich unendlich froh und dankbar. Dankbar um dieses Wunder in meinem Leben. Darum, wie schön mein Leben mit dir ist. Unser Familienleben. Wie sehr ich dich liebe und wie aufregend es ist, dich beim Aufwachsen zu begleiten und zu unterstützen, Deine Mama zu sein. Manchmal fühle ich mich wie der größte Versager, manchmal habe ich das Gefühl, gar nicht so schlecht in dem zu sein, was ich tue. Letzteres besonders dann, wenn ich dich bei etwas beobachte und heimlich vor Stolz auf dich fast platze. Wenn du anderen Kindern auf dem Spielplatz zum Beispiel ihre Sandspielsachen mit einem „Bitte“ überreichst. Oder du deinen besten Freund zur Begrüßung umarmst und seinen Rücken streichelst. Dann denke ich, dass ich gar nicht so viel falschmachen kann, so wunderbar, wie du bist.

Ich liebe dich, mein Mädchen!

Deine Mama

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Mit einem Kollegen habe ich diese Woche ein etwas seltsames Gespräch geführt. Wir plänkelten ein wenig herum, weil er an diesem Tag früher gehen durfte als ich, woraufhin ich ihm genüsslich meinen freien Tag und die Tatsache, dass ich an zwei weiteren Tagen früher fertig sei, unter die Nase rieb.

Seine Antwort darauf: „Hm, jetzt könnte ich ja gemein sein und sagen Ätsch, dafür hast du ein Kind!“ -“ Jaaaaaaa… ZUM GLÜCK!!“, war meine strahlende Antwort darauf. Ätsch?? Ähm, hallo??? Da ich weiß, dass dieser Kollege Single mit einem eher genuss- und spaßorientierten Leben ist, war mir schon klar, dass ein Kind in seiner Vorstellung wohl eher Ballast sein muss, der die Eltern vom Spaßhaben abhält.  Das war auch an seiner nächsten Frage abzulesen: „Bereust du es manchmal?“- „Niemals. Nicht eine Minute. Sie ist das Beste, was mir je passieren konnte.“ Mehr gab´s dazu nicht zu sagen.

Wer keine Kinder möchte und sich nicht vorstellen kann, ein Kind großzuziehen, der kann auch nicht verstehen, wie wundervoll es ist, Eltern zu sein. So vieles liegt außerhalb der Vorstellungskraft, ist unbeschreiblich und ganz wunderbar. Wenn ich mir überlege, wie mein Leben aussah, ehe ich dich bei mir hatte, muss ich manchmal grinsen. Im Rückblick und im Vergleich zu heute erscheint es mir oft so leer. Was habe ich damals mit all dem Platz in meinem Herzen gemacht, der heute alleine dir gehört?

Meine Süße, als ich noch nicht deine Mama war,

… da hatte ich keinen Schimmer, wie wundervoll es ist, wenn morgens ein kleiner Mensch unter die Decke gekuschelt kommt, seine kleinen Händchen um mein Gesicht legt und „Mama, eia“ flüstert.

… konnte ich nicht einmal ahnen, wie es sich anfühlt, im Dunkeln auf das Geräusch deines Atems zu lauschen und in der Sekunde, in der man nur Stille hört, zu spüren, dass meine ganze Welt an dir hängt.

… da hätte ich nie gedacht, dass ich einmal vor Stolz fast platzen würde, nur weil mein Kind laut „ENDE“ schreit, wenn es auf einem kleinen Bild am anderen Ende des Raumes eine winzige Ente entdeckt.

… da hatte ich keine Vorstellung von der Liebesexplosion in meinem Herzen, wenn lautes Rascheln und das Tapsen von nackten Füßen auf dem Fliesenboden erkennen lassen, dass du  morgens nach wenigen Minuten aufwachst, wenn ich nicht mehr im Bett liege.

… da wusste ich überhaupt nicht, wie schön es ist, wenn du abends nach deinem „Bobbi“ (Schoppi) in meinem Arm langsam in den Schlaf findest.

… da hatte ich völlig vergessen, wie lustig es sein kann, quatschmachend durch die ganze Wohnung zu toben.

… da hätte ich nie gedacht, dass ich einmal in Begeisterungsstürme, lautes „Jaaa, suuuper!!!!!!!!“, Klatschen und Johlen ausbrechen würde, nur weil mein Kind auf dem Pucky so toll durch die Wohnung rollt/ alleine die große Rutsche runterrutscht/ einen Arm ins T-Shirt steckt (…)

… da wusste ich nicht, wie sehr man jemanden schon in ganz wenigen Stunden vermissen kann.

… da hatte ich noch keine Ahnung davon, wie sehr du mich zum Lachen bringen kannst, wenn du mit dem Zeigefinger wackelst und mit hoher Stimme „Nein nein!“ singst oder  wenn du einen Elefanten siehst und dir (oder auch mir) die Nase zuhältst.

… da wusste ich nicht, wie wunderbar es ist, zum Geräusch deiner Atemzüge einzuschlafen.

Als ich noch nicht deine Mama war, da wusste ich gar nicht, wie sehr man einen anderen Menschen lieben kann.

Es ist so schön, dass es dich gibt!

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…sind die einzige halbwegs verlockende Süßigkeit in meinem ansonsten gut bestückten Süßigkeitenkörbchen. Der Knaller sind die nicht. Aber der Typ hat sie während der Eingewöhnung des Olivenkindes hier deponiert und jetzt ess ich sie in der Not eben auf.

Hmpf. Ganz ehrlich, es wäre gerade Zeit für alle möglichen Süßigkeiten oder Leckereien: Ben&Jerrys Eis, Pistazien, die leckeren Salz- und Pfeffer-Chips von A.ldi, Knisterschokolade – ich könnte stundenlang so weitermachen 🙂 Und ich esse? SCHOKOROSINEN!!!! In dieser Woche, in der ich mir nur das Leckerste verdient hätte, denn so toll lief´s bisher nicht.

Der Anfang war nichtmal so schlecht: Montagmorgen war der erste Tag, an dem wir richtig früh ranmussten. Um halb sechs klingelte der Wecker (hab´ ich schon erwähnt, wie sehr ich frühes Aufstehen hasse?), denn um halb sieben mussten wir zwei Mädels gestylt das Haus verlassen. Hat erstaunlich gut und auch recht entspannt geklappt, was mit daran lag, dass ich genügend Pufferzeit für verschlafenes Vesperdosenrichten und müdes Kaffeeschlürfen eingeplant hatte. Somit konnte ich ein zufriedenes, wenn auch müdes Olivenkind rechtzeitig und ganz in Ruhe in der Kita abgeben und danach zufrieden, wenn auch müde, im Auto weiterdüsen, um etwas für mein Geld zu tun (oder so ähnlich, denn es war einer dieser Tage, an denen man sich doch sehr fragt, wozu man sich überhaupt in Richtung Arbeitsplatz bewegt hat…).

Mittags konnte ich die Vorzüge der Kinderbetreuung genießen, denn während ich ausnahmsweise bereits um halb zwölf zuhause war, musste ich die Püppi erst um 14 Uhr abholen, so dass mir zweieinhalb wunderbare Stunden ganz für mich blieben. Yeah!! Entspannt essen, bisschen aufräumen und sogar *Trommelwirbel und Lichtshow*: ein NICKERCHEN machen!! Auf der Couch, beim Sturm der Liebe auf dem Notebook schauen. Hach! Tiefenentspannt konnte ich anschließend zur Kita fahren, um dort gleich zweimal zu erschrecken: 1. Mein Mäuschen hatte eine riesige (na gut, übertrieben), blutige Schramme über der Augenbraue. Sie war wohl im Hof gegen ein Spielgerät gelaufen- AUA!!! Mamaherzächzen! Heuli!! 2. Das Kind hustet. Und zwar so richtig. Klar, dass die Krankheiten früher oder später auch auf uns zukommen, trotzdem hätte sie sich damit noch ein wenig Zeit lassen können.

Zuhause befragte ich während ihres zweiten Mittagsschlafes (schon das gab mir zu denken- ein Schläfchen in der Kita und noch EINE Stunde Schlaf zuhause? ) die lieben Twitterdamen zum Thema Husten, da ich nicht wegen ner Kleinigkeit zum Kinderarzt rennen wollte. Leider hörte sich jedoch nach dem Aufwachen der Husten so bedenklich an, dass ich kurzentschlossen zum Kinderarzt fuhr. Wir bekamen Hustensaft verschrieben und ich den Rat, das Olivenkind zuhause zu lassen, falls sie am nächsten Tag fiebrig und/oder schlapp wäre. Nach einer unruhigen Nacht bleib ich also mit schlappem, weinerlichem Kind zuhause. Eigentlich war ich sicher, heute wieder arbeiten zu können, doch leider kam gestern abend auch noch Fieber dazu. Noch ein Tag zuhause. Und auch heute wieder: Fieber. Ganz klar, die Gesundheit meines Kindes gibt vor, aber: mir stehen nur 5 Krankentage für sie zu (und vermutlich nochmal 5 Tage, weil ich alleinerziehend bin). Viel ist das nun eben nicht, und wir haben erst Februar. Hoffentlich kommen wir hin damit. Morgen habe ich zum Glück meinen freien Tag, so dass ich die Kleine problemlos noch einmal zuhause lassen kann  und am Freitag kann sie zur Not bei ihrem Papa bleiben, der übers Wochenende da ist. Ich hoffe allerdings, sie Freitag wieder in die Kita geben zu können, um sie nicht zu sehr in der Eingewöhnung zurückzuwerfen.

Und sonst so? Ach ja. Ich bin selbst nicht wirklich fit, weshalb mir die Tage zuhause einerseits sicher guttaten, ich andererseits aber auch wirklich Mühe hatte, das krankheitsbedingte Quengeln des Olivenkindes geduldig hinzunehmen (wobei ich zu ihrer Verteidigung sagen muss, dass sie nur morgens nölig war) . Denn nein, Krankentage mit Kind sind KEIN Urlaub. So.

Außerdem sei festgestellt, dass es Telefongespräche gibt, bei denen man KEINE Frauenstimmen im Hintergrund hören möchte und dass man sich mit einem fiebernden Kind alleinerziehender als sonst fühlt. Ich habe derzeit teeniemäßige Anwandlungen, die sich hoffentlich schnell verziehen. Grr.

Sonst noch erwähnenswert? Mein „erstes Mal“ heute: zum ersten Mal die Wohnung fremdputzen lassen. Ein Traum, ich sag es euch! Ich würde diese Frau heiraten, so schön ist das, wenn die Wohnung blitzt, ohne dass man selbst den Lappen schwingen musste! Hach! 🙂

Ansonsten hab ich gerade schlimmen Heißhunger auf Süßes, aber vergesse beim Einkaufen, etwas Leckeres mitzunehmen, so dass ich abends lauter doofe Süßigkeiten essen muss. Gnaaaaaah!!!

Und ich glaube, damit wären wir wieder am Anfang angelangt…  die Schokorosinen…

Naja, besser als nix, hm?

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Gerade mal eine Woche gearbeitet und der Alltag hat mich gnadenlos im Griff. Bisher hielt sich der Stress am Arbeitsplatz zwar in wirklich bescheidenen Grenzen, dennoch war und ist es eine große Umstellung von den letzten, im Vergleich doch eher beschaulichen Monaten:

Weckerklingeln um 5.55. Morgendliche Klammeräffchenverabschiedungen vom Olivenkind, die in mir nur einen Wunsch wecken, nämlich mich wieder ins warme Bett zu kuscheln und mit dem ruhig atmenden, sich ankuschelnden Mäuschen noch ein wenig liegenzubleiben. Das Haus bei völliger Dunkelheit verlassen und in eisiger Kälte zum Auto zu flitzen. An zwei Tagen der Woche erst gegen halb fünf wieder nach Hause zu kommen. Heute erst um kurz vor sechs. Seufz. Beim Nachhausekommen sofort im Keller vorbeiflitzen, um die Wäsche mit nach oben zu nehmen. Wäsche aufhängen, noch bevor man das Kind begrüßt, damit es gemacht ist und nicht wieder wie neulich einen ganzen Tag lang nass im Wäschekorb liegt. Aufräumen. Spülmaschine einräumen. Staubsaugen. Nach dem Arbeiten noch schnell kochen. Sich fragen, was man mit dem müden und knatschigen Mädchen und den zwei verbleibenden Stunden des Tages noch anfangen kann.

Andererseits:

Im Auto zweimal jeden Tag eine halbe Stunde lang Musik hören, so laut ich möchte. Morgens bereits mit mehreren erwachsenen Menschen gesprochen haben. Komplett andere Gesprächsthemen. Sich erinnern, warum man sich dereinst für DIESEN Job entschieden hat und spüren: es macht immer noch Spaß. Eingerostet, aber es wird. Kaffee trinken und lange Gespräche mit den lieben Kollegen führen, ohne einen kleinen Menschen mit Reiswaffeln, Einback oder Brezel bestechen zu müssen, weil dieser gerade aus dem Hochstuhl aussteigen/laufen/ningeln/ein wenig Bröselei veranstalten… will. Frau sein. Kleider nicht nach ihrer Praktikabilität beim durch-den-Raum-tanzen im Musikgarten aussuchen. Sich gefordert fühlen. Mit anderen Menschen austauschen. Essen, ohne vorher gekocht zu haben und ohne gleichzeitig zu füttern. Lachen und reden.

Jaa, all das gehört dazu zum Alltag mit Kind UND Job. Und ich muss sagen, ich finde es anstrengend. Und schade, dass ein so großer Teil meiner Energie nicht mehr ausschließlich für das Olivenkind reserviert ist, sondern mein Akku im Laufe des Tages bereits anderweitig gehörig beansprucht wird. Aber es tut auch unheimlich gut, wieder etwas Zeit für mich zu haben. Ein wenig „Freiheit“ zu schnuppern. Die Nase aus dem Fenster zu halten. Es ist schön, schöner als gedacht, wieder zu arbeiten.

Die wahre Herausforderung kommt zwar erst, schließlich ist hier gerade alles noch im Anfängermodus. Der Typ bringt das Olivenkind morgens in die KiTa, ich werde noch nicht voll eingesetzt und muss deshalb auch zuhause recht wenig für die Arbeit tun. Nächste Woche habe ich erstmal frei und hoffe, durch die KiTa in den Genuss einiger freier Vormittage zu kommen (welch LUXUS!!), die ich mit Frisörbesuch, gemütlichem Arbeitszimmeraufräumen und Faulenzen zu verbringen gedenke. Danach allerdings geht es rund. Dann heißt es morgens um zwanzig vor sieben das Püppelinchen in der KiTa abgeben und hoffen, dass alles klappt. Arbeiten. Vorbereiten. Und die siebentausendvierhundertfünfundachzig Dinge erledigen, die nebenher anfallen.

Aber: ich bin zuversichtlich. Wird schon. Schließlich hat sich bisher auch alles gefunden. Spannend bleibt es allerdings in jedem Fall. Alles anders eben.

 

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…sehe ich in unseren neuen Lebensabschnitt, der nächste Woche beginnt. Ab Mittwoch startet die Eingewöhnung für das Olivenkind und Freitag ist mein erster Arbeitstag. Hatte ich bis vor wenigen Wochen noch Bauchschmerzen, wenn ich nur an Arbeit und KiTa-Start  dachte, bin ich mittlerweile recht positiv gestimmt.

Ganz sicher war dafür auch der Kita/Kindergarten-Hickhack verantwortlich, der mich in den Wochen vor Weihnachten einige Nerven kostete. Zunächst die Entscheidung, ob Kindergarten oder Kita. Dann, nach dieser Entscheidung für die (deutlich teurere, dafür aber nähergelegene und sehr viel länger geöffnete) Kita plötzlich eine Absage durch derenVerwaltung, dass der Platz bereits intern vergeben sei. Da war ich erstmal baff. Gar kein Betreuungsplatz, und das 8 Wochen vor meinem Wiedereinstieg?? Glücklicherweise zeigte man sich in der Verwaltung nach einer (sehr deutlichen)  E-Mail meinerseits so entgegenkommend, mir einen Platz in einer anderen Kita ihrer Trägerschaft (nur 2 Häuser weiter) anzubieten. Der Besichtigungstermin in der anderen Kita offenbarte freundliche Räume, nette Betreuerinnen, aber auch zwei Kinder, die auf „stillen Stühlen“ saßen und das Geschimpfe einer Erzieherin, das ich während der Wartezeit mithören durfte. Hm. Ganz klar, ich finde es wichtig, dass mein Kind in der Kita auch „erzogen“ wird, aber so etwas beim ersten Termin mitzuerleben war befremdlich und ließ mich mit gemischten Gefühlen und flauem Magen nach Hause gehen. Als die Betreuungsveträge unter Dach und Fach waren, war ich dennoch erleichtert, schließlich war die Betreuung für das Olivenkind damit zuverlässig gewährleistet. Und – oh Wunder- es gab eine weitere Änderung: Vor zwei Wochen wurde mir mitgeteilt, dass sich außerplanmäßig doch ein Platz in Kita Nr.1 (blickt noch irgendein Leser durch?? Wer´s bis hierhin geschafft hat: Kompliment!) ergeben hatte und die Püppi damit in der Kita untergebracht würde, in der ich ein wirklich erfreuliches Erstgespräch gehabt hatte. Erleichterung!

Nach all diesem Hin und Her war es ein gutes Gefühl, letzte Woche zum Vorgespräch zu gehen, um die Eingewöhnung und grundsätzliche Fragen zu besprechen. Eine Stunde saßen Frau W. und ich mit der Püppi im kleinen Büro der Einrichtung zusammen. Für mich gab es Kaffee und liebevoll angerichtete Schokolade (damit hatten sie mich ja schon im Sack), für das Olivenkind eine Spieldecke mit verschiedenen Spielsachen (nette Idee, aber ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass alles im Büro interessanter war für mein wildes Mädchen, oder?). Das Gespräch war herzlich, aufschlussreich und zeigte mir vor allem, dass die Betreuerinnen ihren Job offensichtlich sehr ernst nehmen und bereit sind, auf die Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Kinder einzugehen. Und auch das Gesamtkonzept kommt meinen Wünschen für mein Kind sehr entgegen. Insgesamt also ein durchweg positiver Eindruck und ein wirklich gutes Bauchgefühl- jaaaaaa!!! Das Olivenkind schien sich pudelwohl zu fühlen, stromerte beim Verabschieden gleich mal durch alle Räume und strahlte Frau W., die auch die Bezugsbetreuerin sein wird, begeistert an.

Jetzt muss nur die Eingewöhnung noch klappen, die der Typ mit unserem Mädelchen machen wird. (Außer am zweiten Tag, da will ich mit ihr hin- ich glaube, ich muss sie dort mal gesehehn haben, um mit gutem Gefühl arbeiten gehen zu können. Mittwochs habe ich leider noch nen Zahnarzttermin <örks> und Freitag arbeite ich bereits <Megaörks>. Aber der Donnerstag, der ist meiner.)  Achja, mein Jobstart am nächsten Freitag… Arbeitszeiten habe ich immer noch keine und wie es aussieht, werde ich auf jeden Fall zwei Nachmittage haben- das heißt, ich sehe das Olivenkind erst gegen 17 Uhr an diesen Tagen- das wird hart. Ich hoffe nur, ich komme um den dritten Nachmittag herum und es läuft alles halbwegs glatt mit dem Wiedereinstieg. Falls ihr also ein paar Däumchen übrig habt: bitte jetzt einmal kräftig drücken!!

Insgesamt hoffe ich, es läuft mal ausnahmsweise alles nach Plan. Was wäre das für eine schöne Überraschung.

Aber wie gesagt, ich bin (noch) zuversichtlich…

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