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Posts Tagged ‘essen’

Es ist 5. 42. Der Wecker klingelt. Todmüde widerstehe ich dem Drang, meine Augen noch einmal zu schließen und stehe auf.  Noch ehe ich das Bett verlassen kann, quiekt schon das Olivenkind, das über einen eingebauten Mama-Sensor zu verfügen scheint. Die Tage, an denen mir eine einsame Tasse Kaffee und ein kurzes Nachrichten lesen vergönnt ist, kann ich übers Jahr an einer Hand abzählen. Tja, so ist das nunmal.

Ich richte Honig- und Marmeladenbrote für das Olivchen und mich, mache mir Kaffee und für die Püppi einen „Babykaffee“ (Tasse warme Milch mit etwas Honig und einem „Stohlhalm“). Nach dem Frühstück machen wir uns zu den Klängen von „Bibi Blocksberg“ fertig und verlassen -mal wieder ein paar Minuten zu spät- um 6.50 das Haus. Dass ich das Auto freikratzen muss, kostet uns ein paar weitere kostbare Minuten. Ich übe mich in Gelassenheit, indem ich mir ins Gedächtnis rufe, dass eine mögliche Verspätung auch kein Beinbruch ist und wir fahren in die Kita. Der Musikwunsch des Morgens meiner Tochter ist „Gimmulo“ („Gimme Love“ von Ed Sheeran), womit ich gut leben kann- auch wenn ich bei einem mantraartig vorgetragenen „Gimmulo hören,Mama? Gimmulo? Mamaaaaa, GIMMULO H-Ö-R-E-N!!“ ohnehin nicht viele Wahlmöglichkeiten habe. Ein Glück, dass unser Musikgeschmack eigentlich nur bei „Die Türen vom Bus“ und Heidi“ auseinandergeht 😉

In der KiTa gibt gerade eine andere Mutter ihren bitterlich weinenden Sohn ab, als wir ankommen. Nach einigen Minuten verlässt sie- selbst mit den Tränen kämpfend- das Gebäude, während ich mein Kind in den Gruppenraum begleite. Ich ringe dem Olivchen noch einen Abschiedskuss ab, ehe es sich begeistert auf den Puppenwagen stürzt. Als ich gehe, hat sich der weinende Kleine schon komplett beruhigt. Schnell verlasse ich das Gebäude und hoffe, seine Mama zu sehen, um ihr dies noch sagen zu könne, aber leider erwische ich sie nicht mehr. Schade.

Nach einer stockenden Autofahrt, die durch Schnee und Kälte länger dauert, als dies normalerweise um diese Uhrzeit der Fall ist, laufe ich um Punkt 7.45 im Klassenzimmer ein. Ich hatte nicht einmal Zeit, meinen Mantel auszuziehen. Zum Glück ist die Klasse an diesem Tag pflegeleicht und arbeitet toll mit. So macht das Spaß 🙂

Der Vormittag vergeht wie im Flug und ich habe das Glück, in einer Freistunde noch ein wenig Schreibtischarbeit erledigen zu können. An diesem Tag kann ich bereits um 12.50 gehen, so dass ich schon um 13.30 an der KiTa bin. Diesmal muss ich Überzeugungsarbeit leisten, um das Olivchen zu bewegen, mit mir nach Hause zu gehen. Doch da meine Putzperle an diesem Tag um 14 Uhr vor der Türe stehen wird, und ich vorher noch gerne etwas essen würde, treibe ich die Maus zur Eile an. Zuhause schaffe ich es noch, ein wenig aufzuräumen und hastig einen Teller Schupfnudeln zu essen, ehe es – zur großen Freude des Olivchens- an der Türe klingelt. Sie liebt Frau B. nämlich heiß und innig, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Frau B. und ich trinken einen Kaffee, dann beginnt sie sauber zu machen, während ich eine riesige H&M- Bestellung sichte. Um 15 Uhr verabschieden wir uns und brechen zu unserem wöchentlichen Spieldate mit dem besten Freund des Olivchens und seiner Mama auf. Da sie aufgrund extremer Schwangerschaftsübelkeit kaum das Haus verlassen kann, treffen wir uns heute bei ihnen zu Hause und das Olivchen ist vor Aufregung und Vorfreude ganz aus dem Häuschen. Zu süß! Vorher fahren wir noch bei der Sparkasse vorbei, wo ich 1000 Euro einzahlen und überweisen muss, die ich in der Schule für ein Förderprogramm eingesammelt habe. Ein gutes Gefühl, die viele Kohle wieder los zu sein! Dann halten wir bei unserem Lieblingsbäcker und kaufen ein gigantisches Kuchenpaket.

Der Nachmittag bei den Freunden vergeht wie im Flug und wir alle genießen die Stunden sehr. Es ist so schön zu sehen, wie die beiden Kinder miteinander blödeln, spielen, Quatsch machen. Beste Freunde, seit ihrer Geburt. Haach!

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns unter wütendem Gekreische und Weinen des Olivchens, dass komplett überdreht ist und nicht gehen möchte. Ich bin nassgeschwitzt, bis wir endlich in Jacken und Schuhen die Wohnung verlassen können. Auf dem Heimweg fahren wir noch am Supermarkt vorbei, wo ich schnell die Zutaten für Spinatlasagne und ein paar andere Kleinigkeiten einkaufe, denn an diesem Abend kommen mein bester Freund und zwei andere Freundinnen vorbei.

Zuhause angekommen, mache ich das müde Olivchen bettfertig. Während sie ihren abendlichen Schoppi trinkt, lese ich ein wenig die Twittertimeline nach und halte mich über die Papstwahl auf dem Laufenden. Wir kuscheln noch ein wenig, dann bringe ich die Maus um halb acht in ihr Bett. Nach diesem langen Tag schläft sie bereits, als sie die Matratze berührt, so dass das übliche „Alle sind wach“-vorlesen und unser abendliches Gebet heute ausfallen. Ich ziehe mich um, stelle Weißweingläser bereit und zünde Kerzen an. Um 20 Uhr 20 klingelt mein Handy- der Besuch ist da. Während wir Mädels plaudern und niedrige Küchendienste verrichten dürfen, kocht der beste Freund eine phantastische Spinatlasagne. Gegen halb elf verlassen uns die Mädels, der beste Freund und ich sitzen noch ein wenig länger beisammen, trinken Wein und unterhalten uns. Um 1 Uhr ruft er sich ein Taxi, denn im Gegensatz zu mir muss er am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen.  Ich räume noch schnell die Spülmaschine ein und beseitige die Spuren des Abends und mache mich bettfertig.

Gegen 1.15 wechsle ich dem Olivchen die Windel und falle völlig erschöpft neben ihr ins Bett. Licht aus, komatöser Schlaf an.

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Mein Schatz,

heute ist er, dein großer Tag: du wirst zwei Jahre alt. Einerseits scheint es mir, als hätte ich dich erst gestern auf meine Brust gelegt bekommen, hätte gerade eben erst deine zarten Wirbelchen unter meinen Händen gespürt. Andererseits ist es, als wärst du schon immer Teil meines Lebens, Teil von mir. Wir beide sind gemeinsam gewachsen und genauso, wie du dich in den letzten beiden Jahren entwickelt hast, so habe auch ich mich verändert, weiterenwickelt. Habe gelernt, mich zurückzunehmen. Habe gelernt, wie sehr ich lieben kann. Habe (zu oft) entdeckt, wo meine Grenzen liegen und wie weit ich sie aus Liebe ausdehnen und verschieben kann. Wie beide haben von- und miteinander gelernt. Als Einheit, als Familie.

Du bist in diesem vergangenen Jahr vom Baby zum Kleinkind gereift. Hast nach dem sicheren Gang das Rennen, Hüpfen und Tanzen für dich entdeckt. Bist vom Mama-Dada-Erzählen zum Sprechen und zum Singen gekommen. Hast deine Persönlichkeit weiterentwickelt und die Welt für dich entdeckt. Selbstständig bist du geworden. Ein KiTa-Kind, das sich problemlos vom sicheren Zuhause gelöst und seine ersten Schritte ins „eigene Leben“ gemeistert hat. Was die KiTa angeht, bist du ein kleines Gewohnheitstier geworden. Der einzige Tag im vergangenen Jahr, an dem ich dich weinend verabschieden musste, war der, an dem ich dir kein Frühstück eingepackt hatte, weil du zu Hause schon so viel gefühstückt hattest. Ein böser Fehler, denn der Wechsel in deiner täglichen Routine „ankommen und erstmal etwas essen“ warf dich völlig aus der Bahn. Dein gewohnter Rhythmus, der dir schon zu Hause in so Vielem gut tut, gab und gibt dir eben auch dort, im Kindagarten Halt. Es ist so schön zu sehen, wie wohl du dich dort fühlst. Wie du mit den anderen Kindern spielst, deine Erzieherinnen mit Namen begrüßt „Moagen Menanieee!“ „Hallo ´Abine!“ und genau weißt, wo in dieser kleinen und vertrauten Welt alles seinen Platz hat.

Zuhause ist es manchmal kaum zu fassen, wie unkompliziert es mit dir ist- du bist völlig zufrieden, wenn du in deiner gewohnten Umgebung bist, deine Spielsachen und Gefährte (allen voran das heißgeliebte PukyWutsch) zur freien Verfügung hast und mich immer in deiner Nähe weißt. Schwierig wird es meist nur dann, wenn wir es eilig haben, ich dich „nur noch schnell“ wickeln, umziehen, fürs Schlafengehen fertigmachen (…) muss. Dann nämlich hast du meist ü-ber-haupt gar keine Lust, das mit dir machen zu lassen. Genau in dieser Minute willst du nur auf meinen Arm/ Falladfahleeeeen/Lego bauen (…) und zeigst mir deinen Unwillen durch lautes Schreien, mit den Füßen treten und bitterliches Weinen. Wenn du etwas möchtest, dann machst du diesen Wunsch durch lautes und betontes Rufen („PU-PPEN-WAAA-GEN haben OLibia!“) deutlich und ich muss mir dabei oft auf die Zunge beißen, um nicht laut loszuprusten, so bestimmt skandierst du deine Wünsche. Wann immer ich dich so höre, bin ich mir sicher, dass du in der Kita keine Probleme haben dürftest, dich gegen die älteren Kinder durchzusetzen…

Überhaupt, andere Kinder. Ich habe noch nie ein Kind erlebt, das so verliebt in andere Kinder ist, wie du es bist. Siehst du ein anderes Kind, das dich interessiert, so gehst du meist vor ihm in die Hocke, strahlst es an und fängst in zuckersüßestem Ton ein Gespräch an: „Hallo?“. Dabei lässt du dich von Desinteresse oder schlechter Laune deines Gegenübers nicht im Mindesten aus dem Konzept bringen. Deinen besten Freund P. begrüßt du mit einem derart verliebten Strahlen und einem so süß geflöteten „Hallo P!“, dass seine Mama und ich jedesmal in uns hinein grinsen müssen. Du bist eine leidenschaftliche „Drückerin“ und Küsserin, magst es aber nicht, wenn andere Kinder dich mit einer Umarmung überrumpeln. Umgekehrt lässt du dich jedoch vom Weinen oder Weglaufen deiner „Opfer“ nicht beirren und drückst und herzt sie unbeirrt weiter.

Jeden Montag freust du dich riesig auf unser Kinderturnen. Auch wenn das Anstehen oft unglaublich lange dauert und Mama dir jedes Mal den Spaß verdirbt, sobald du dich heimlich an den Geräten nach vorne schleichen willst (hätte sicher überhaupt keiner gemerkt!), macht es großen Spaß. Du machst Purzelbäume auf den weichen Matte, hüpfst bis du nicht mehr kannst, balancierst zehnmal hintereinander seitlich über den Stufenbarren und kletterst in einem Affenzahn die ganze Sprossenwand hinauf. „Schwebende“ oder wackelige Konstruktionen sind dir noch unheimlich, du bevorzugst es, festen Halt unter deinen Füßen zu spüren. Du liebst es, die Kästen hinaufzuklettern, rennst leidenschaftlich gern über den Parcours aus Kästen mit Matten darüber und bist glücklich, wenn du auf dem Mattenwagen durch die Halle fahren darfst.

Die Musik gehört zu deinen Leidenschaften und erprobtes Mittel, um einen deiner berüchtigten Wutanfälle abzuwenden.

Deine am liebsten gesungenen Lieder:

  • Heidi: Heidi, Heiiiiiiiidi, deine Welt Beeeerge. Dungel Tannen, grine Wiesen Sonnenschein, Heidiiii, Heidi, brau du glicklichsein. Holaidi, hollaidi, holaidi, hollaidi…
  • Meckaling du kleines Ding, such dia eine Tänzerin, huheissasa, huheisassa, ooooo wie ludig tanzt man daaaaa…
  • Tateane, tateane, Sonne Mond und Deeeerne…
  • Tufftufftuff die Eidenbaaahn, wer will mit Juklia faaaahn, alleine fahlen mag ich nis, nehme mia Fofia mit

Deine derzeitigen Lieblingslieder, die du immer wieder hören möchtest (und zu denen du wild und unermüdlich tanzt):

  • Bibi Grampgrump (->Pippi Langstrumpf, von Mama gesungen)
  • Kleine Dampedia (Kleines buntes Trampeltier)
  • Anne Kaffeekanne
  • Krebs (Kawuras)

Was das Spielen angeht, so liebst du derzeit:

  • PukyWutsch fahren
  • Bücher anschauen ->Grala nein! (Klara sagt nein) ->Weiße Fisch (Kleiner weißer Fisch) ->Sachen suchen…
  • Lego bauen
  • Malen
  • mit deiner neuen Küche spielen

Dein derzeitiges Lieblingsessen und -trinken:

  • Pfannkuchen
  • Kuchen aller Art 😉
  • Mandarinen
  • Brezel
  • Käääääse
  • Joghurt
  • Igel (Früchteriegel)
  • Abbelnolle (Apfelschorle)
  • Sobbi

Deine Lieblingsmenschen außerhalb der engsten Familie:

  • Fofia (und deren Eltern)
  • Melalie
  • P.
  • die Nachbarsjungs deiner Großeltern, M. und L. („M. Arm nehmen? L. Hand geben?“)

Wahnsinnig spannend ist derzeit deine sprachliche Entwicklung. Ich habe den Eindruck, du saugst alles, was du hörst, auf wie ein Schwamm. Du sprichst alles nach und hast eine so unglaublich trockene Art, das mitzuteilen, was du denkst, dass du mich damit regelmäßig zum Lachen bringst. Außerdem bist du derzeit geradezu unheimlich höflich und ich schmelze regelmäßig dahin, wenn du Sätze wie „Mama Olibia Kuhlen leinmachen bitte? Bitte Mami?“ sagst. Hach!

  • Beim Anblick meines Adventskalenders morgens: „Oh Gog! Mama! Sau mal!“ (Ähnliches beim Anblick deiner Geburtstagswimpelgirlande- „oh God!“
  • Beim Umziehen: „Mama, Olibia hilft dia! Olibia Hose ausdiehn!“
  • Ich singe im Auto bei einem Kinderlied mit – „NEIN, Mama!“. Ich höre auf zu singen und wippe rhythmisch mit, „tanze“ ein weniog. „NEIIIIN, Mama!“. Ich muss lachen und frage: „Darf ich jetzt gar nichts mehr machen hier?“ – „Nein, Mama, Audo fahlen!!!!!“
  • Bei deinen Großeltern: „Sitz, Emmy! Aus, Emmy! Emmy, weg da!“#
  • „Wad magst du Mami?“
  • „Du dut deslafen, Mami?“

Mein Schatz, ich könnte noch Stunden so weiterschreiben. Es gibt noch so vieles zu erzählen. Vieles, das kaum zu beschreiben ist. Dass ich mich jedesmal wie frisch verliebt fühle, wenn ich mich darauf freue, dich in der Kita abzuholen, zum Beispiel. Wie mein Herz vor Liebe fast platzt, wenn ich dich im Schlaf lächeln sehe. Dass dein erstes „Hab´is lieb, Mama!“ so unbeschreiblich schön war, genauso wie jedes spontane „Sön da du da bit, Mami!“. Dass es mit jedem Tag noch schöner ist, mit dir zusammen eine Familie zu sein.

Aber all das schreibe ich dir ein andermal auf. Statt dessen sage ich dir nur dies:

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, mein kleines großes Mädchen. Du Wunder in meinem Leben.

Ich liebe dich unendlich, mein Kind.

Deine Mama

 

 

 

 

 

 

 

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… kaut man Mama täglich fast das Ohr ab mit „Sau mal, Mama!! Guck!“

… saugt man alle Wörter, die man hört, in sich auf und merkt sie sich. Unglücklicherweise auch die, die Mama im Auto schreit, wenn man ihr die Vorfahrt nimmt. Seiße. Asos.

… freut man sich auf die Weihnachtszeit mit dem Mickilaus

… hört man im Auto am liebsten das „leine Dambedia“ und will von Mama täglich Baby Ganggump (Pippi Langstrumpf) vorgesungen bekommen

… isst man am allerliebsten Pfannkuchen und Brezel. Noch lieber Kuchen, Igel (Fruchtriegel) und die seltene Schokolade 😉

… trinkt man am liebsten Apfelsaftschorle (Abbelsolle) und den geliebten Sobbi

… liebt man Wimmelbücher und kann in der Welt darin versinken

… liebt man Handtaschen und nimmt auch jede sogleich in Besitz (Nein! Olibia meines!)

… fährt man mit dem Pukywutsch so rasant durch die Wohnung, dass es in den Kurven manchmal fast aus der Bahn kippt und Mama einen halben Herzkasper bekommt

… würde man für einen Keks seine Großmutter verkaufen und nutzt es schamlos aus, wenn man mit Mama in der Konferenz sitzt und sie nicht hart bleiben kann (Keks haben? Kekshaben! Keks HABEN! Mama! KEKS!)

… erzählt man Mama morgens auch mal, was man nachts geträumt hat: „Oma Ama-A!“ – „Hast du von der Oma A. geträumt?“ – „Jaa! Kulen essen! Papa auch!“

… liebt man seine kleine Cousine und genießt es sehr, sie im Urlaub um sich zu haben: „Fofia lieb!“ – „Fofia baden!“ – „Breda Cridan lopfen? Fofia?“

… singt man das Kita-Morgenkreislied auch seinen Lieben zuhause vor: „Mama? Söööön da du da bist!“

…wird man mit jedem Tag verschmitzter und liebt es, Quatsch zu machen:

„Mama? Tsüüüüs! Bäter! Olibia eintaufen ghehn! Momate taufe! Guake taufe!“

„Mama?“ – „Ja?“ – „Beiße!“ – Soll ich dich beißen? Bist du eine Tomate? Soll ich dich aufessen?“ – „Jaaa, Momate ässe!“ (dabei werden die Ärmchen ausgestreckt und losgegiggelt, sobald Mama rein“beisst“) 😉

…kann man seit einer Woche Purzelbäume wie ein Weltmeister schlagen

… isst man ein belegtes Brötchen mit Gürkchen, Wurst und Käse („Olibia leine!„) ganz alleine und stolz wie Bolle mit beiden Händen

… nimmt man manchmal morgens im Bett Mamas Gesicht in ihre Hände und knutscht sie ab (kann ein Tag besser beginnen????)

… liebt man es, zum Einschlafen Mamas Haare in den Händen zu halten

… schläft man am liebsten auf dem Eulenkissen mit Tsaaaly im Arm

… ist man ein richtig großes Mädchen und bleibt trotzdem Mamas Baby, wenn man abends in ihren Armen schläft

… wird man mit jedem Tag süßer, lustiger und besonderer und ist Mamas ganzer Stolz

Ich liebe dich, du Sonnenschein!

Mama

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Mein Mädchen,

heute vor 18 Monaten lag ich im Kreißsaal und war noch etwas mehr als eine Stunde davon entfernt, dich kennenzulernen. Es war die schlimmste, anstrengendste Phase dieser Geburt. Presswehen, immer wieder Presswehen und nichts tat sich, so schien es mir. Immer wieder wartete ich darauf, das erlösende „Jetzt kommt das Köpfchen“ zu hören, aber das sollte noch eine ganze Weile dauern…

Achtzehn Monate, eineinhalb Jahre. Eine kleine Ewigkeit. Wie lange das her ist, wurde mir gestern klar, als wir uns mit deiner frischgeschlüpften Großcousine zum Spazierengehen trafen. Fünf Wochen ist sie alt und lag friedlich schlafend und winzigklein in ihrem Wagen. Und daneben du, mein großes, großes Mädchen.

Du bist gerade etwa 82 cm groß und wiegst ca 10 Kilo. Das ist gar nicht so schwer, wenn man bedenkt, dass du am Liebsten den ganzen Tag lang essen würdest.. Morgens in der Kita bist du zufrieden, wenn du mit deiner Vesperbox in den Frühstücksraum marschieren darfst. Mittags beim Abholen höre ich meist „Sie hat wieder 2 (3) Portionen gegessen!“. Und zuhause ist das erste, was ich von dir höre: „NANANE!!“ – in einem Kasernenbefehlston, der mich immer wieder zum Lachen bringt. Meist isst du also eine Banane oder ein Müsli mit Erdbeeren und Banane. Gehen wir noch in die Stadt, so isst du dort noch ein Einback oder ein Rosinenbrötchen und abends oft noch ein oder zwei Brote und eine Tomate. Wenn du zuhause ferühstückst, dann dürfen es gerne zwei bis zweieinhalb Brote sein (das esse ich auch!). Du siehst, wenig ist das nicht 😉

Es gibt fast nichts, was dir nicht schmeckt und das ist wirklich toll. Es macht darum auch riesigen Spaß, für dich zu kochen und dir Neues anzubieten, denn du probierst ganz furchtlos und spuckst nur selten etwas aus.

Was du am liebsten isst und trinkst: Pfannkuchen, Reis-Gemüse-Pfanne, Spätzle, Spargel, Bananen, Marmeladenbrote, Erdbeeren, Trauben, Tomaten, Karotten, frischgepressten Orangensaft, Wasser, deinen Schoppi, Apfelsaftschorle, Rotbäckchensaft…

Dass du trotz deiner Esserei doch recht zart bist, liegt sicher daran, dass du ein solcher Wirbelwind bist. Kleine Maus, manchmal wünschte ich mir wirklich, du könntest einmal für fünf Minuten still sitzen. Vielleicht ein Buch mit mir ansehen oder ein Puzzle machen. Aber von wegen. Action, action, action. Es gibt Tage, da bist du pausenlos in Bewegung, wie aufgezogen. Da wird überall gesucht, entdeckt und ausprobiert. Schranktüren geöffnet, Schubladen aufgezogen, Bücher aus dem Regal geworfen- das volle Programm eben.

Im Moment ist zu meinem Leidwesen dein liebstes Spiel, auf der Couch zu hüpfen zu klettern und sich über irgendwelche Kissen zu werfen. Dabei bist du so wild und ungestüm, dass ich nur darauf wartem dass du irgendwann herunterfällts. Und zwar mit Schwung. Heute war ich glücklicherweise daneben und konnte dich gerade noch festhalten, als du mit dem Gesicht voran hinbter einem Kissen her rutschtest. Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, wie dein Gesichtchen sonst ausgesehen hätte. Ich versuche immer wieder, dir beizubringen, dass auf der Couch nicht gehüpft wird, aber das ist schwierig. Denn du scheinst mein Schimpfen und ernstes „Nein“überhaupt nicht als erst zu empfinden, sondern kreischst und lachst meist vor Vergnügen und kriegst dich kaum noch ein. Ich hoffe sehr, ich finde einen Weg, dir das klarzumachen, ehe du wirklich einmal von der Couch fällst.

Furchtlos bist du nicht nur zuhause, auch auf dem Spielplatz tobst du wie eine Große. Diese Woche bist du zum ersten Mal alleine gerutscht und hast durch stundenlanges „Üben“ auch entdeckt, wie du am besten alleine die Leiter zur Rutsche bezwingst. Auch die Schaukel liebst du sehr und manchmal, wenn ich ganz viel Glück habe, kannst du auch versunken eine Weile mit deinem Eimerchen, Schäufelchen und Förmchen im Sand spielen und ganz ruhig sitzenbleiben. Manchmal…

Beim Spielen zuhause liebst du vor allem deine Puppen. „Pubba, Pubba“, höre ich immer wieder und oft muss die kleine Puppe, deine Mimi, auch mit ins Bett. Tagsüber wird sie im Puppenwagen umhergefahren, geküsst, mit „Eias“ bedacht und darf „Backe backe“ machen, wobei du sie in die Hände klatschen lässt. Richtige Mädchenspiele eben ;-). Neben den Puppen ist jedoch vor allem der „Baj“ angesagt. Du liebst Bälle und entdeckst sofort, wenn irgendwo einer herumliegt. Und du spielst auch ganz toll mit ihnen, kickst wie eine kleine Fußballerin, im Stand, aus dem Laufen und mit richtig viel Schwung. (Und wenn du ein „Tor“ schießt, klatschst du dir selbst Applaus. 😉 ). Wer weiß, wie sich das noch entwickelt… 😉

Deine Sprachentwicklung hat in den letzten Wochen einen riesigen Sprung gemacht. Auf Fragen kannst du mit Ja oder Nein antworten, du verstehst vieles und kannst langsam einige der Gegenstände um dich herum benennen. Eine Auswahl:

dinda – trinken

Booo – Brot

Nunu – Schnuller

biddee – bitte

dangeee – danke

ja

nei/ nein

allo – Hallo

dada – tschüss

Wawa – Hund

MMa – Oma

Tande – Tante

Buba – Opa

Dinda –  Kinder

Mama

Papa

Miau – Katze

Pubba – Puppe

Bajj – Ball

Bambampe – Bauchnabel

Nanane – Banane

Waaah – Tiger, Löwe

Muh – Kuh

Mäh – Schaf

Uume – Blume

Bam – Baum (kurioserweise auch Leberfleck, Mamas B.rust und Bauch)

Am – Arm (als Antwort auf die Frage “Willst du auf den Arm?)

Running Gag ist nach wie vor der “Küsschen – Dialog” : “Kriegt die Mama (der Opa, die Oma…) einen Kuss?” – “NEINNN!”. Lustigerweise bist du bei anderen Kindern, Puppen und Spielzeug eine große Küsserin und auch ich muss den Lieblingsspielsachen immer wieder meine Liebe beweisen. Mehrmals am Tag streckst du mir kleine Legotiere, Stofftierchen oder Pubbas entgegen, damit ich sie küsse oder “Eia” mache. Zum Glück bekomme ich mein tägliches Küsschen beim Verabschieden in der Kita und wenn ich viiiiiel Glück habe, streckst du mir auch mal am Nachmittag dein kleines Schnütchen entgegen und gibst mir einen Schmatz.

Leider ist das Schlafen tagsüber gerade ein wenig problematisch. Du schläfst zwar nach wie vor alleine ein, wachst aber nach ca. 40 Minuten wieder auf. Und das ist zu wenig für uns beide. Du wirst unheimlich früh wieder müde und möchtest am liebsten um 18 Uhr wieder schlafen und ich schaffe es in dieser Zeit kaum, das Chaos in der Wohnung zu lichten, geschweige denn mal ein paar Minuten für mich zu haben. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, wenn morgen wieder die Kita beginnt.

Was sich in den letzten Wochen definitiv weiterentwickelt hat, ist dein eigener Wille. Nicht, dass du den nicht schon vorher gehabt hättest, aber er äußert sich nun auch gerne mal in einem handfesten Trotzanfall. Von auf-den-Boden-werfen bis hin zu steif-machen-und-schreien ist wirklich alles dabei. Treten, heulen, weinen… Das Wickeln artet oft in riesiges Geschrei aus, das die Nachbarn sicher vermuten lässt, du würdest gerade geschlachtet. Ääähm, nö, eigentlich nicht. Besonders nach anstrengenden Kita und Spielplatztagen bist du abends oft richtig müde und fertig, was die Stimmung beim Wickeln und bettfertig machen nicht gerade verbessert. Dann kann es schonmal vorkommen, dass du das gesamte Fertigmachen über durchbrüllst. Und ich gebe zu, manchmal möchte ich einfach mitbrüllen oder antworte schon mal mit einem gereizten “Das Windelwechseln mach MIR gerade auch nicht mehr Spaß als dir, das musst du nicht meinen!!”. Mamas sind eben auch nur Menschen.

Zum Glück bessert sich die Laune beim anschließenden Booo essen und dem Schoppi immer wieder, so dass unsere Abende immer sehr ruhig und schön ausklingen. Den Schoppi trinkst du immer auf einem Kissen auf der Couch, über die ich dann immer eine kleine Decke lege, falls mal etwas Milch danebenläuft. Seit du selbst auf die Couch klettern kannst, kommt es schon mal vor, dass du bereits rüberläufst, die Decke ausbreitest und dich bereits in Position begibst, während ich die Milch warmmache. Beim ersten Mal habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich dich da liegen sah!

Nach dem Schoppi bekommst du deinen Schnuller und dann liegst du noch eine Weile bei mir, den Kopf in meine Halsbeuge gekuschelt und döst vor dich hin oder schläfst schon mal ein. So sitzen wir dann und können beide zur Ruhe kommen. Später trage ich dich dann in dein Zimmer. Bist du noch wach, dann beten wir, ich decke dich zu und sage dir gute Nacht. Und wenn ich dann später ins Bett gehe, dann hole ich dich rüber ins große Bett. Erstens ist es einfach schön, dich bei mir zu haben, zum anderen erleichtert es das nächtliche Schnullersuchen oder das Trösten nach einem schlechten Traum unheimlich, denn so schläfst du ratzfatz wieder ein und in vielen Nächten weiß ich hinterher gar nicht, ob du überhaupt einmal wachwurdest, weil wir so schnell wieder eingeschlafen sind.

Während ich gestern abend diesen Eintrag schrieb, hörte ich dich plötzlich aus dem Babyphone weinen. Ich ging schnell hinüber in dein Zimmer und fand dich weinend im Bett sitzen. Als ich dich aus dem Bettchen hob, wirktest du völlig wach und wolltest dich auch nicht wieder hinlegen lassen. “Nein, nein!” war die entschiedene Reaktion auf meine Versuche. Also nahm ich dich mit hinüber und legte dich ins mein Bett. Das war ok, jedoch nur, solange ich daneben lag. Als ich vorsichtig aus dem Schlafzimmer schlich, um die Lichter ausschalten und mich bettfertig machen zu gehen, hörte ich es hinter mir sofort rascheln und tapsen- du kamst hinterher. Na gut, nahm ich dich eben mit (auch wenn ich befürchtete, du könntest so wach werden, dass die nächsten Stunden an Schlaf nicht mehr zu denken sei…). Gemeinsam machten wir die Lichter aus und gingen ins Bad, wo ich mich fertigmachte und dir noch eine frische Windel verpasste. Dann legten wir uns gemeinsam ins Bett. Im Dunkeln konnte ich die Digitalanzeige des Videorecorders sehen. 00:30. Während du auf mich klettertest und deinen Kopf in meine Halsbeuge legtest, erzählte ich dir, dass 18 Monate zuvor gerade die allerletzten Minuten deiner Geburt angebrochen waren. Ganz still lagst du da und hörtest mir zu. Und so kam es, dass wir um 00:38 Uhr, auf die Minute genau 18 Monate, nachdem du geboren und mir auf die Brust gelegt wurdest, beieinander lagen wie damals. Ganz still und friedlich und voller Liebe.

Mein Mädchen. Zum 18-Monatsgeburtstag wünsche ich dir alles Gute und gebe dir einen dicken Kuss.

Ich liebe dich, mein Schatz!

Deine Mama

 

 

 

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Deine Lieblingswörter seit etwa zwei Wochen: bidde und dagee. Manchmal wild durcheinandergemischt, meist aber genau richtig verwendet. Und mir geht das Herz auf, wenn du mit lautem biddeeeeee nach deinem Brot verlangst.

♥ Wenn du mir ein Spielzeug reichst: „bidde“

♥ Abends, wenn ich deinen Schoppi aufwärme und du es mal wieder kaum erwarten kannst: „biddebiddebidde“

♥ Mittags nach der Kita, wenn es mit der „Nanane“ mal wieder nicht schnell genug geht: BIDDEBIDDEBIDDE!!!

♥ Wenn ich dir etwas reiche: „Daggee“ (okay, manchmal auch „bidde“, aber da wollen wir mal nicht so sein ;-))

♥ Wenn du deinen Schoppi fertig getrunken hast, dann schnappst du dir die leere Flasche und streckst sie mir mit einem „dageeee“ entgegen. –  („Danke, sie dürfen dann abräumen. 🙂 „)

Deine „Tante“ M. ist übrigens der Meinung, dies sei nur durch gute Erziehung nach dem Motto „Du bekommst die Brezel, wenn du bitte gesagt hast.“ zu erreichen. Jaaaaaaa, genau…  Thihi.

 

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… isst man sein Abendbrot nicht mehr mit den Händen oder lässt sich füttern. Die Dame von Welt speist mit einem Gäbelchen.

Hier der Beweis:

(Weil ich so ein Trottel schusseliger Mensch bin, liegt das Video „auf der Seite“. Ich stell die Tage noch ein hochformatiges ein, wenn alles klappt 😉 )

Weitere 16-Monatsfeatures?

  • seit Sonntag: Handküsschen schicken
  • wie ein Löwe „grollen“ (waaah)
  • Miamia zu Katzen und Wawa zu Hunden sagen
  • In allen möglichen Tonlagen Mama? MAMA! sagen und sich tierisch freuen, wenn Mama gleich antwortet.
  • Mit dem Sandschäufelchen Sand in den Eimer schippen.
  • den ganzen Tag in einer eigenen (und so wunderbaren) Sprache erzählen und ganz deutlich zeigen, was man möchte

Und natürlich unendlich viel mehr…

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Heute morgen war der erste Tag, an dem ich dich in die Krippe brachte. Zweimal war ich zu Gesprächen und Besichtigungen mit dir dort gewesen. Einmal hatte ich dich in der Eingewöhnung begleitet und eine Stunde dort verbracht. Zwei Wochen lang hatte ich mich jeden Morgen von dir verabschiedet und das Haus verlassen, um arbeiten zu gehen. Alles kein Problem also, dachte ich. Alles wie gehabt: Aufwachen, kuscheln, anziehen, Schoppi für dich, Frühstück für mich, Vesper richten, Zähneputzen und los. Aber ganz so einfach war es dann eben doch nicht.

Heute sollten wir gegen halb zehn beginnen, ein wirklich gemütlicher Start für uns beide, konnten wir doch fast „ausschlafen“. Abgesehen davon, dass wir doch ein Stückchen länger brauchten, als ich dachte (bin wohl schon im Ferienmodus) klappte -natürlich- alles gut. Machen wir ja schließlich jeden Tag.

Du wurdest tatsächlich erst mit dem Wecker (um zehn nach acht!) wach und nach einer Runde morgendlichem Kuscheln konnten wir aufstehen und den Tag begrüßen. Gegen halb zehn kamen wir in der Kita an. Dass du schon zu lächeln begannst, als du das Haus von weitem sahst, war für mich ein gutes Zeichen. Wie schon in der Eingewöhnung begrüßte uns deine Bezugserzieherin ganz herzlich. Im Gegensatz zum letzten Mal bliebst du jedoch heute bei mir stehen, bis ich meine Schuhe ausgezogen hatte und gingst an meiner Hand mit hinein. Die anderen Kinder waren, bis auf einen Jungen, Timmi,  der mit Frau W. auf dich gewartet hatte, alle im Hof.

Leider musste ich dein Vesper wieder mitnehmen, da eure Frühstückszeit bereits vorüber war. Gar nicht gut, hattest du doch zuhause nur einen Schoppen getrunken, denn ich war davon ausgegangen, dass du-wie in der vergangenen Woche auch- dort vespern würdest. Mein Mamaherz tat weh bei dem Gedanken, dass du bis zum Mittagessen sicher Hunger hättest, auch wenn mir Frau W. versicherte, dass ihr um 11.15 bereits gemeinsam Essen würdet. Trotzdem. Schon da musste ich etwas schlucken und hätte dich am liebsten einfach wieder mitgenommen. Gluckenmama, ich. Da ihr gleich zu den anderen Kindern hinaus in den Hof wolltet, schlug Frau W. vor, ich solle mich zuerst verabschieden, da es für dich sicher irritierend sei, wenn wir alle gemeinsam nach draußen gingen, du aber nicht mit mir gehen könntest. Also hieß es „Tschüss“ sagen. Ich nahm dich nochmal auf den Arm, gab dir einen vier dicke Küsse, wünschte dir viel Spaß und verabschiedete mich. Nie hätte ich gedacht, dass es mir so schwer fallen könnte, mich dann umzudrehen und zu gehen. Dabei weintest du nicht einmal. Weh tat es trotzdem. Ehe ich dir Türe hinter mir zu zog, sah ich, wie du zu Timmi hinübergingst und ihm ganz lieb übers Gesicht streicheltest („Eia“ machen wird von dir gerade täglich geübt und ich bin jedesmal gerührt und entzückt). Dann drehtest du dich nochmal nach mir um. Ich winkte dir schnell zu und schloss die Türe hinter mir. Draußen horchte ich noch einen Moment, hörte dich jedoch -zum Glück- nicht weinen.

Dafür stiegen mir die Tränen in die Augen, noch ehe ich das Gebäude verlassen hatte. Loslassen ist eben doch nicht so einfach, wie ich dachte. Auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.

PS: Mittlerweile bist du wieder zuhause und schläfst in deinem Bettchen. Auch beim Abholen musste deine Heulimama ein paar Tränchen wegblinzeln. Laut Frau W. hattest du aber einen schönen Morgen und hast auch nicht geweint. Gegessen hast du leider auch nur wenig- dafür dann zuhause umso mehr :-). Und das Schlafen, dass will noch nicht so ganz klappen. Aber immerhin lässt du dich jedoch hinlegen und döst zumindest ca. 20 Minuten mit geschlossenen Augen. Und das ist ein guter Anfang, finde ich. Du meisterst alles so gut, dass du dir mit manchem gerne noch ein wenig Zeit lassen darfst.

Wie stolz ich auf dich bin. Mein großes Kita-Mädchen…

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