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Posts Tagged ‘Geburtstag’

Mein Schatz,

heute ist er, dein großer Tag: du wirst zwei Jahre alt. Einerseits scheint es mir, als hätte ich dich erst gestern auf meine Brust gelegt bekommen, hätte gerade eben erst deine zarten Wirbelchen unter meinen Händen gespürt. Andererseits ist es, als wärst du schon immer Teil meines Lebens, Teil von mir. Wir beide sind gemeinsam gewachsen und genauso, wie du dich in den letzten beiden Jahren entwickelt hast, so habe auch ich mich verändert, weiterenwickelt. Habe gelernt, mich zurückzunehmen. Habe gelernt, wie sehr ich lieben kann. Habe (zu oft) entdeckt, wo meine Grenzen liegen und wie weit ich sie aus Liebe ausdehnen und verschieben kann. Wie beide haben von- und miteinander gelernt. Als Einheit, als Familie.

Du bist in diesem vergangenen Jahr vom Baby zum Kleinkind gereift. Hast nach dem sicheren Gang das Rennen, Hüpfen und Tanzen für dich entdeckt. Bist vom Mama-Dada-Erzählen zum Sprechen und zum Singen gekommen. Hast deine Persönlichkeit weiterentwickelt und die Welt für dich entdeckt. Selbstständig bist du geworden. Ein KiTa-Kind, das sich problemlos vom sicheren Zuhause gelöst und seine ersten Schritte ins „eigene Leben“ gemeistert hat. Was die KiTa angeht, bist du ein kleines Gewohnheitstier geworden. Der einzige Tag im vergangenen Jahr, an dem ich dich weinend verabschieden musste, war der, an dem ich dir kein Frühstück eingepackt hatte, weil du zu Hause schon so viel gefühstückt hattest. Ein böser Fehler, denn der Wechsel in deiner täglichen Routine „ankommen und erstmal etwas essen“ warf dich völlig aus der Bahn. Dein gewohnter Rhythmus, der dir schon zu Hause in so Vielem gut tut, gab und gibt dir eben auch dort, im Kindagarten Halt. Es ist so schön zu sehen, wie wohl du dich dort fühlst. Wie du mit den anderen Kindern spielst, deine Erzieherinnen mit Namen begrüßt „Moagen Menanieee!“ „Hallo ´Abine!“ und genau weißt, wo in dieser kleinen und vertrauten Welt alles seinen Platz hat.

Zuhause ist es manchmal kaum zu fassen, wie unkompliziert es mit dir ist- du bist völlig zufrieden, wenn du in deiner gewohnten Umgebung bist, deine Spielsachen und Gefährte (allen voran das heißgeliebte PukyWutsch) zur freien Verfügung hast und mich immer in deiner Nähe weißt. Schwierig wird es meist nur dann, wenn wir es eilig haben, ich dich „nur noch schnell“ wickeln, umziehen, fürs Schlafengehen fertigmachen (…) muss. Dann nämlich hast du meist ü-ber-haupt gar keine Lust, das mit dir machen zu lassen. Genau in dieser Minute willst du nur auf meinen Arm/ Falladfahleeeeen/Lego bauen (…) und zeigst mir deinen Unwillen durch lautes Schreien, mit den Füßen treten und bitterliches Weinen. Wenn du etwas möchtest, dann machst du diesen Wunsch durch lautes und betontes Rufen („PU-PPEN-WAAA-GEN haben OLibia!“) deutlich und ich muss mir dabei oft auf die Zunge beißen, um nicht laut loszuprusten, so bestimmt skandierst du deine Wünsche. Wann immer ich dich so höre, bin ich mir sicher, dass du in der Kita keine Probleme haben dürftest, dich gegen die älteren Kinder durchzusetzen…

Überhaupt, andere Kinder. Ich habe noch nie ein Kind erlebt, das so verliebt in andere Kinder ist, wie du es bist. Siehst du ein anderes Kind, das dich interessiert, so gehst du meist vor ihm in die Hocke, strahlst es an und fängst in zuckersüßestem Ton ein Gespräch an: „Hallo?“. Dabei lässt du dich von Desinteresse oder schlechter Laune deines Gegenübers nicht im Mindesten aus dem Konzept bringen. Deinen besten Freund P. begrüßt du mit einem derart verliebten Strahlen und einem so süß geflöteten „Hallo P!“, dass seine Mama und ich jedesmal in uns hinein grinsen müssen. Du bist eine leidenschaftliche „Drückerin“ und Küsserin, magst es aber nicht, wenn andere Kinder dich mit einer Umarmung überrumpeln. Umgekehrt lässt du dich jedoch vom Weinen oder Weglaufen deiner „Opfer“ nicht beirren und drückst und herzt sie unbeirrt weiter.

Jeden Montag freust du dich riesig auf unser Kinderturnen. Auch wenn das Anstehen oft unglaublich lange dauert und Mama dir jedes Mal den Spaß verdirbt, sobald du dich heimlich an den Geräten nach vorne schleichen willst (hätte sicher überhaupt keiner gemerkt!), macht es großen Spaß. Du machst Purzelbäume auf den weichen Matte, hüpfst bis du nicht mehr kannst, balancierst zehnmal hintereinander seitlich über den Stufenbarren und kletterst in einem Affenzahn die ganze Sprossenwand hinauf. „Schwebende“ oder wackelige Konstruktionen sind dir noch unheimlich, du bevorzugst es, festen Halt unter deinen Füßen zu spüren. Du liebst es, die Kästen hinaufzuklettern, rennst leidenschaftlich gern über den Parcours aus Kästen mit Matten darüber und bist glücklich, wenn du auf dem Mattenwagen durch die Halle fahren darfst.

Die Musik gehört zu deinen Leidenschaften und erprobtes Mittel, um einen deiner berüchtigten Wutanfälle abzuwenden.

Deine am liebsten gesungenen Lieder:

  • Heidi: Heidi, Heiiiiiiiidi, deine Welt Beeeerge. Dungel Tannen, grine Wiesen Sonnenschein, Heidiiii, Heidi, brau du glicklichsein. Holaidi, hollaidi, holaidi, hollaidi…
  • Meckaling du kleines Ding, such dia eine Tänzerin, huheissasa, huheisassa, ooooo wie ludig tanzt man daaaaa…
  • Tateane, tateane, Sonne Mond und Deeeerne…
  • Tufftufftuff die Eidenbaaahn, wer will mit Juklia faaaahn, alleine fahlen mag ich nis, nehme mia Fofia mit

Deine derzeitigen Lieblingslieder, die du immer wieder hören möchtest (und zu denen du wild und unermüdlich tanzt):

  • Bibi Grampgrump (->Pippi Langstrumpf, von Mama gesungen)
  • Kleine Dampedia (Kleines buntes Trampeltier)
  • Anne Kaffeekanne
  • Krebs (Kawuras)

Was das Spielen angeht, so liebst du derzeit:

  • PukyWutsch fahren
  • Bücher anschauen ->Grala nein! (Klara sagt nein) ->Weiße Fisch (Kleiner weißer Fisch) ->Sachen suchen…
  • Lego bauen
  • Malen
  • mit deiner neuen Küche spielen

Dein derzeitiges Lieblingsessen und -trinken:

  • Pfannkuchen
  • Kuchen aller Art 😉
  • Mandarinen
  • Brezel
  • Käääääse
  • Joghurt
  • Igel (Früchteriegel)
  • Abbelnolle (Apfelschorle)
  • Sobbi

Deine Lieblingsmenschen außerhalb der engsten Familie:

  • Fofia (und deren Eltern)
  • Melalie
  • P.
  • die Nachbarsjungs deiner Großeltern, M. und L. („M. Arm nehmen? L. Hand geben?“)

Wahnsinnig spannend ist derzeit deine sprachliche Entwicklung. Ich habe den Eindruck, du saugst alles, was du hörst, auf wie ein Schwamm. Du sprichst alles nach und hast eine so unglaublich trockene Art, das mitzuteilen, was du denkst, dass du mich damit regelmäßig zum Lachen bringst. Außerdem bist du derzeit geradezu unheimlich höflich und ich schmelze regelmäßig dahin, wenn du Sätze wie „Mama Olibia Kuhlen leinmachen bitte? Bitte Mami?“ sagst. Hach!

  • Beim Anblick meines Adventskalenders morgens: „Oh Gog! Mama! Sau mal!“ (Ähnliches beim Anblick deiner Geburtstagswimpelgirlande- „oh God!“
  • Beim Umziehen: „Mama, Olibia hilft dia! Olibia Hose ausdiehn!“
  • Ich singe im Auto bei einem Kinderlied mit – „NEIN, Mama!“. Ich höre auf zu singen und wippe rhythmisch mit, „tanze“ ein weniog. „NEIIIIN, Mama!“. Ich muss lachen und frage: „Darf ich jetzt gar nichts mehr machen hier?“ – „Nein, Mama, Audo fahlen!!!!!“
  • Bei deinen Großeltern: „Sitz, Emmy! Aus, Emmy! Emmy, weg da!“#
  • „Wad magst du Mami?“
  • „Du dut deslafen, Mami?“

Mein Schatz, ich könnte noch Stunden so weiterschreiben. Es gibt noch so vieles zu erzählen. Vieles, das kaum zu beschreiben ist. Dass ich mich jedesmal wie frisch verliebt fühle, wenn ich mich darauf freue, dich in der Kita abzuholen, zum Beispiel. Wie mein Herz vor Liebe fast platzt, wenn ich dich im Schlaf lächeln sehe. Dass dein erstes „Hab´is lieb, Mama!“ so unbeschreiblich schön war, genauso wie jedes spontane „Sön da du da bit, Mami!“. Dass es mit jedem Tag noch schöner ist, mit dir zusammen eine Familie zu sein.

Aber all das schreibe ich dir ein andermal auf. Statt dessen sage ich dir nur dies:

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, mein kleines großes Mädchen. Du Wunder in meinem Leben.

Ich liebe dich unendlich, mein Kind.

Deine Mama

 

 

 

 

 

 

 

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… macht mich immer ein wenig sentimental. Ich hätte damit rechnen müssen, schließlich brachte für mich das Entspannen nach „größeren Ereignissen“ bisher schon  immer auch ein wenig Traurigkeit mit sich. Den Nachgeschmack von „Vorbei“ eben.Und dann sitzt du da, mit aufgeblasenen Luftballons, obwohl keiner mehr feiert, fragst dich, ob du die Happy-Birthday Girlande noch einen Tag hängenlässt, obwohl morgen keiner mehr Geburtstag hat und bist irgendwie ein bisschen leerer als noch am Morgen. Obwohl du dich so auf ein wenig Ruhe gefreut hattest.

Und doch, trotz dieses plötzlichen, albernen Verlustgefühls der Sorte „wo ist denn nur die Zeit geblieben?“ bzw. „wo ist das kleine Baby hin??“ kann ich sagen: Es war ein schöner Tag. Es war ein tolles Fest. Nicht perfekt, nicht alles so wie geplant. Nicht so ruhig und entspannt an den Stellen, an denen ich mir das gewünscht hätte. Leider nicht ohne Streit. Vielleicht war es meine Schuld, aber das (meiner Meinung nach) lieblose und auf die Schnelle ausgesuchte Geschenk ihres Vaters machte mich traurig und wütend und das sagte ich ihm auch. Und die Aussage, er habe KEINE ZEIT gehabt, nach etwas anderem zu suchen, noch vielmehr. Denn überall um ihn herum waren Zeichen dafür, wieviel Zeit ich für diesen Geburtstag aufgewendet hatte- und Herzblut. Und zwar sehr gerne und mit Freude. Und dann dieses Geschenk zu sehen… nun ja. Wir haben uns dann zusammengerissen. Waren mit dem Herzensmädchen im Tierpark  und haben Eselchen und kleine Ziegen gefüttert (und gefroren). Gemeinsam Tisch gedeckt und Stühle gerückt. Nachmittags dann der große Ansturm. Verrückt, dachte ich schon bei der Taufe, wie wir alle gemeinsam feiern und uns gut verstehen können, obwohl es eben nicht „normal“ ist bei uns. Und auch heute war es so. Schön, lustig, laut, mit vielen schönen Geschenken für das Püppichen, die zeigten, dass man sich Mühe gab, etwas schönes auszuwählen und nachdachte, was ihr gefallen könnte. Mit Menschen, die sich Zeit für und mit uns nahmen und diesen besonderen Tag noch besonderer machten. Mit ihren, unseren Lieben. Mit Blumen, Kuchen, viel Gelächter. Mit einem entspannten Geburtstagskind, dass sich vom Trubel völlig unbeeindruckt zeigte, plauderte, lachte, auspackte, von Arm zu Arm hüpfte, aber auch immer wieder bei Mama andockte. Das sein erstes Stück Kuchen aß. Voller Genuss und unter Blitzlichtgewitter, weil jeder ein Foto vom kleinen Krümelmonster schießen musste.

Mit so vielen kleinen und großen schönen Momenten für uns.

Was mich sehr freute: Ein Geschenk und ein Brief von Freunden des Typs aus der Stadt, in der er arbeitet. An uns beide gerichtet, obwohl ich einen von ihnen gar nicht kenne und zwei von ihnen auch nur einmal traf. Mit so unglaublich schön gewählten Worten und einem so liebevoll ausgewählten Geschenk, dass ich die Tränen wegblinzeln musste. Berührt war.

Schön war auch, dass sich die Feier zu einer humanen Zeit auflöste (wie ich es geplant hatte), so dass wir Zeit hatten, noch ein wenig mit dem Herzensmädchen zur Ruhe zu kommen, sie in die Badewanne zu setzen  und den Tag mit ihr ausklingen zu lassen. Noch schöner, dass das Geburtstagskind quietschvergnügt in der Wanne planschte, seinen Abendbrei verschlang, ein wenig Schoppi trank, abwechselnd zu Mama und Papa kuscheln kommen wollte und sich dann anstandslos ins Bett legen ließ, wo sie sofort (!) einschlief. Dies ist umso erstaunlicher, da sie heute ihr Vater ins Bett brachte und es normalerweise immer großes Weinen nach sich zieht, wenn sie jemand anders als ich hinlegt. Ein wahres Vorzeigegeburtstagsmädchen also.

Ebenfalls erfreulich war, dass der Typ noch beim Aufräumen half, ehe er nach Hause ging, so dass auch ich um acht in einem aufgeräumten Wohnzimmer erledigt auf die Couch fallen und „und nun?“ denken konnte.

Und nun? Trinke ich noch ein Glas übriggebliebenen Sekt (klar, auf´s Geburtstagskind angestoßen haben wir auch!) und gehe dann ins Bett. Gebe meinem Geburtstagsmädchen einen dicken Kuss und starte morgen hoffentlich etwas ausgeschlafener als heute ins zweite Lebensjahr meiner Tochter. Gute Nacht.

Und übrigens: Danke für die Glückwünsche! Wir haben uns sehr gefreut, Fräulein Püppi und ich!

 

 

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Mein Mädchen.

Es kommt nicht oft vor, aber gerade ist es soweit: Mir fehlen tatsächlich die Worte. Ein Jahr „alt“ bist du nun. Ein ganzes, randvolles, spannendes, lehrreiches, lustiges, anstrengendes,aufregendes und vor allem wunderschönes Jahr, in dem du dich so unglaublich entwickelt hast, wie du es wohl in keinem anderen Lebensjahr mehr tun wirst.

So vieles hast du gelernt, so vieles entdeckt. Aus einem Baby, das mit interessierten Augen die Welt beobachtete, ist ein kleiner Mensch geworden, der die Welt nicht nur sehen, sondern sie erobern will- und zwar ohne Furcht und ohne Rückendeckung. Wenn dich die Entdeckerlust packt, dann ziehst du los, voller Freude und Neugierde. Zum Glück schaust du zwischendurch auch immer wieder nach deiner Mama, sonst käme ich mir manchmal ziemlich verloren vor. Trotz deiner Selbstständigkeit in so vieler Hinsicht hast du im Moment mal wieder eine Phase, in der du ganz viel Mama und ganz viel Nähe brauchst. Anstrengend ist das, aber auch schön. Schließlich genieße ich deine Nähe ganz genauso und es gibt wenig Schöneres für mich, als wenn mir dein ganz spezielles Lächeln verrät, dass du dich gleich kuschelnd auf mich stürzen und ungestüm dein Gesicht auf das meine werfen äääh legen wirst.

Du wunderbarer kleiner Mensch faszinierst mich jeden Tag aufs Neue. Immer wieder passiert es mir, dass ich dich mit Tränen in den Augen ansehen muss und mich frage, womit ich dieses Wunder verdient habe. Mit deiner unkomplizierten und sonnigen Art erhellst du jeden Tag, nicht nur für mich, sondern für jeden, der dir begegnet. Immer wieder sehe ich, wie fremde Menschen- ob „coole“ pubertierende Junge, ältere Damen oder junge Mädchen in deinen Bann gezogen werden und beginnen, dir zu winken, Gesichter für dich zu schneiden, oder dich einfach verzückt anlächeln. Besonders wenn du dich mit deinem atemlosen „Stromberg-Lachen“ über irgendetwas in deiner Umgebung amüsierst, lacht jeder um dich herum mit dir.

Deine stürmischen Liebesbeweise lassen mein Herz immer wieder fast platzen vor Glück.

Kleine Sonne, heute mache ich nicht viele Worte. Die hole ich in den nächsten Tagen nach.

Heute nur dieses: Es ist so schön, dass es dich gibt. Du bist ein ganz besonderer kleiner Mensch und ich bin ungeheuer stolz auf dich. Irgendwann einmal habe ich gelesen, dass dein Zweitname auch „Wintersonne“ bedeutet. Jeden Tag machst du diesem Namen alle Ehre.Du leuchtest, du strahlst, du wärmst. Du erhellst alles um dich herum.

Mein Schatz, ich wünsche dir von ganzem Herzen alles, alles Liebe zu deinem ersten Geburtstag. Ich hab dich unendlich lieb.

Deine Mama

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