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Posts Tagged ‘Hach!’

Ruhig ist es hier geworden in der letzten Zeit. Entgegen meinem Vorsatz in der 101-Dinge Liste, schaffte ich es nichtmal, einmal in zwei WOCHEN zu bloggen, von wöchentlichem Schreiben gar nicht zu reden.Woran das liegt? Es fließt gerade einfach nicht. So viele Themen brennen mir auf der Seele, beschäftigen mich und wären einen Artikel wert, aber es fluppt einfach nicht so, wie ich das bräuchte. Mein Entwürfeordner quillt über von all den angefangenen Artikeln, die ich nach fünf frustrierenden Minuten wieder wegklicken musste, weil das Schreiben SO zäh war.

Trotzdem bin ich sicher, dass bald wieder bessere, blogintensivere Zeiten kommen werden. Denn wenn mir eines bewusst wurde in der letzten Zeit, dann war es die Tatsache, dass ich unendlich dankbar für dieses Medium hier bin. Nicht, weil ich so selbstdarstellerisch oder beifallheischend wäre. Sondern weil es unheimlich gut tut, hier meine Gedanken fließen zu lassen. Weil es SO schön ist, Erinnerungen auf diesem Wege konservieren zu können und als Sahnehaube darauf eure Erfahrungen oder Meinungen dazu zu hören. Manchmal stimmt es mich nach wie vor traurig, dass ich erst so „spät“ entdeckt habe, was für eine wunderbare Welt sich hier abseits von Urbia-Foren und Stillgruppen auftut. Dass ich auf diese Möglichkeit, mir Dinge vom Herzen zu schreiben und sie virtuell zu teilen- in mehr als einer Hinsicht – nicht schon zu einer Zeit aufmerksam wurde, in der ich dieses Ventil dringend nötig gehabt hätte. Aber die Freude darüber, hier eine – MEINE Nische des Internets gefunden zu haben, überwiegt.

Und heute möchte ich einmal ganz kitschig danke sagen. Für die wunderbaren Menschen hier und bei Twitter, die ich in den letzten eineinhalb Jahren kennen lernen durfte. Diejenigen, die mich durch ein Schlüsselloch in ihr Leben und ihren Alltag spicken lassen. Diejenigen, die mich inspirieren und meinen Alltag erhellen, ob mit schönen Ideen, Bildern oder Rezepten. Diejenigen, die über Themen schreiben, die mich bewegen und meinen Horizont erweitern. Die herzlich sind und offen. Die zuhören, Ratschläge geben oder sich einfach mitfreuen. Diejenigen, mit denen ich Sorgen teilen durfte und bei denen ich offene Ohren und Erfahrungen fand, die ich in einer solchen Bandbreite, Vielzahl und Schnelligkeit in der „wirklichen“ Welt (haha) niemals hätte erwarten können.

Danke euch, liebe Twittertimeline. Liebe Blogleser und -kommentatorinnen. Liebe Bloggerinnen, die ihr mir einen Einblick in eure Leben, Familien, Träume, Wünsche und Weltsicht gewährt.

Es ist schön, dass es euch gibt.

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♥ Beim Blick auf die verschneite Landschaft: „Wahnsinn, Snee!“

♥ Derzeitiger Dauerbrenner: Die Frage, wo Menschen und Dinge sind. „Nuni hin?“ – „Oma hin?“ – „Mann hin?“ (Sehr gerne in der Endlosversion, die man am Besten durch die Gegenfrage „Ja, wo ist denn die Oma hingegangen?“ unterbricht 😉 )

♥ Als mir nachts im Zimmer der Deckel des Hustensafts hunterfällt ganz trocken: „Hoppla! Hoppla, Mama!“

♥ „Opa Apikanne bracht!“ (Opa hat die Kaffeekanne mitgebracht)

♥ Tierische Wortschöpfungen: Entefant, Giraffel, Affel

♥ „Olibia Mickilaus haben?“

♥ Beim Sandmännchen schauen: „Hallo, Puppe!“

♥ „Papa Minsen. Einbeiten.“

♥ Beim Anblick deiner Geburtstags-Wimpelgirlande: „Oh God!“

♥ Beim Anblick des ersten geschmückten Weihnchtsbaumes in der Stadt: „Oh! Mama, sau mal! Ball dran!“

♥ „Mama, wad mags du?“ -“ Wad magt ia?“

♥ Mama ein Bilderbuch vorlesen: „Rüffelo. Augen: Daaaaaa. Nase auch. Haare auch da. Mama mitgucken?“

♥ „Eine Terze (ein Bär/Snee…) ist das“ triumphierend vor sich hinmurmeln.

♥ „Mama, tomm mal her!“ sagen und die Mama im Bett so fest mit beiden Armen umarmen, dass sie fast keine Luft mehr kriegt.

♥ „Mama sönes Haare“ sagen und der Mama übers Haar streicheln.

♥ Wenn du morgens kochst, während ich mich fertigmache. Kopf ins Badezimmer stecken: „Mama, Tarotten gibt´s, okeeee? Und Momate auch, ja?“ Geschäftig dazu nicken und ab.

♥ Telefongespräch mit Oma, bei dem ich mein eigenes Wort nicht verstehe, weil du die ganze Zeit „Rüberraschung haben!“ und „Avenzkalender haben bitte??“ brüllst. Ich gebe dir Oma, die nach einigen Beschwichtgungsversuchen schließlich zu anderen Mitteln greift: Oma: „Wenn du weiter so brüllst, dann nimmt der Nikolaus die Küche morgen vielleicht einfach wieder mit und schenkt sie einem anderen Kind!“ – Du: „NEIN! Olibia meines Küsse!“ -Kurzes Überlegen deinerseits, damm reichst du mir den Telefonhörer mit den Worten: „Oma fort!“

♥ Abendlicher Dialog, als du weinend erwachst und mit zerwühlten Locken im Bett sitzt: „Mäuslein, hast du schlecht geträumt?“ – „Jaaaa!“ – „Das war nur ein Traum. Ich mache dir gleich eine frische Windel, ok?“ – „Hm. Mama große Heia?“ – „Willst du gleich mit rüber ins große Bett liegen?“ – „Jaaaa. Tsarly au mit.“ -„Den Charly nehmen wir mit, klar!“ – „Decke au mit!“ – Ja, deine Decke kommt auch mit.“ – „Ega au mit!“ – „Okay, Edgar auch.“ – „Ist jetzt alles ok? Kannst du schlafen?“ – „Hmmm“ und genüßliches Umdrehen im großen Bett.

Gesungenes:

♥ „Anneliese, ach Anneliese, warum bit du böse mich? Anneliese du wei doch ich liebe nua dich!“

♥ „Meckaling du leines Ding…“

♥ „Happy happy to ypuuuu!“

♥ „Und er such sich einen anden Pinguin… Pitsch patsch Pinguin…“

♥ „Kika-Kikaniiiiiiinchen… dibedibedab“

♥ „Hoppe hoppe Raida, fenda denda reida, fenda in de Graben. Raida plums!“

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Mein Schatz,

heute ist er, dein großer Tag: du wirst zwei Jahre alt. Einerseits scheint es mir, als hätte ich dich erst gestern auf meine Brust gelegt bekommen, hätte gerade eben erst deine zarten Wirbelchen unter meinen Händen gespürt. Andererseits ist es, als wärst du schon immer Teil meines Lebens, Teil von mir. Wir beide sind gemeinsam gewachsen und genauso, wie du dich in den letzten beiden Jahren entwickelt hast, so habe auch ich mich verändert, weiterenwickelt. Habe gelernt, mich zurückzunehmen. Habe gelernt, wie sehr ich lieben kann. Habe (zu oft) entdeckt, wo meine Grenzen liegen und wie weit ich sie aus Liebe ausdehnen und verschieben kann. Wie beide haben von- und miteinander gelernt. Als Einheit, als Familie.

Du bist in diesem vergangenen Jahr vom Baby zum Kleinkind gereift. Hast nach dem sicheren Gang das Rennen, Hüpfen und Tanzen für dich entdeckt. Bist vom Mama-Dada-Erzählen zum Sprechen und zum Singen gekommen. Hast deine Persönlichkeit weiterentwickelt und die Welt für dich entdeckt. Selbstständig bist du geworden. Ein KiTa-Kind, das sich problemlos vom sicheren Zuhause gelöst und seine ersten Schritte ins „eigene Leben“ gemeistert hat. Was die KiTa angeht, bist du ein kleines Gewohnheitstier geworden. Der einzige Tag im vergangenen Jahr, an dem ich dich weinend verabschieden musste, war der, an dem ich dir kein Frühstück eingepackt hatte, weil du zu Hause schon so viel gefühstückt hattest. Ein böser Fehler, denn der Wechsel in deiner täglichen Routine „ankommen und erstmal etwas essen“ warf dich völlig aus der Bahn. Dein gewohnter Rhythmus, der dir schon zu Hause in so Vielem gut tut, gab und gibt dir eben auch dort, im Kindagarten Halt. Es ist so schön zu sehen, wie wohl du dich dort fühlst. Wie du mit den anderen Kindern spielst, deine Erzieherinnen mit Namen begrüßt „Moagen Menanieee!“ „Hallo ´Abine!“ und genau weißt, wo in dieser kleinen und vertrauten Welt alles seinen Platz hat.

Zuhause ist es manchmal kaum zu fassen, wie unkompliziert es mit dir ist- du bist völlig zufrieden, wenn du in deiner gewohnten Umgebung bist, deine Spielsachen und Gefährte (allen voran das heißgeliebte PukyWutsch) zur freien Verfügung hast und mich immer in deiner Nähe weißt. Schwierig wird es meist nur dann, wenn wir es eilig haben, ich dich „nur noch schnell“ wickeln, umziehen, fürs Schlafengehen fertigmachen (…) muss. Dann nämlich hast du meist ü-ber-haupt gar keine Lust, das mit dir machen zu lassen. Genau in dieser Minute willst du nur auf meinen Arm/ Falladfahleeeeen/Lego bauen (…) und zeigst mir deinen Unwillen durch lautes Schreien, mit den Füßen treten und bitterliches Weinen. Wenn du etwas möchtest, dann machst du diesen Wunsch durch lautes und betontes Rufen („PU-PPEN-WAAA-GEN haben OLibia!“) deutlich und ich muss mir dabei oft auf die Zunge beißen, um nicht laut loszuprusten, so bestimmt skandierst du deine Wünsche. Wann immer ich dich so höre, bin ich mir sicher, dass du in der Kita keine Probleme haben dürftest, dich gegen die älteren Kinder durchzusetzen…

Überhaupt, andere Kinder. Ich habe noch nie ein Kind erlebt, das so verliebt in andere Kinder ist, wie du es bist. Siehst du ein anderes Kind, das dich interessiert, so gehst du meist vor ihm in die Hocke, strahlst es an und fängst in zuckersüßestem Ton ein Gespräch an: „Hallo?“. Dabei lässt du dich von Desinteresse oder schlechter Laune deines Gegenübers nicht im Mindesten aus dem Konzept bringen. Deinen besten Freund P. begrüßt du mit einem derart verliebten Strahlen und einem so süß geflöteten „Hallo P!“, dass seine Mama und ich jedesmal in uns hinein grinsen müssen. Du bist eine leidenschaftliche „Drückerin“ und Küsserin, magst es aber nicht, wenn andere Kinder dich mit einer Umarmung überrumpeln. Umgekehrt lässt du dich jedoch vom Weinen oder Weglaufen deiner „Opfer“ nicht beirren und drückst und herzt sie unbeirrt weiter.

Jeden Montag freust du dich riesig auf unser Kinderturnen. Auch wenn das Anstehen oft unglaublich lange dauert und Mama dir jedes Mal den Spaß verdirbt, sobald du dich heimlich an den Geräten nach vorne schleichen willst (hätte sicher überhaupt keiner gemerkt!), macht es großen Spaß. Du machst Purzelbäume auf den weichen Matte, hüpfst bis du nicht mehr kannst, balancierst zehnmal hintereinander seitlich über den Stufenbarren und kletterst in einem Affenzahn die ganze Sprossenwand hinauf. „Schwebende“ oder wackelige Konstruktionen sind dir noch unheimlich, du bevorzugst es, festen Halt unter deinen Füßen zu spüren. Du liebst es, die Kästen hinaufzuklettern, rennst leidenschaftlich gern über den Parcours aus Kästen mit Matten darüber und bist glücklich, wenn du auf dem Mattenwagen durch die Halle fahren darfst.

Die Musik gehört zu deinen Leidenschaften und erprobtes Mittel, um einen deiner berüchtigten Wutanfälle abzuwenden.

Deine am liebsten gesungenen Lieder:

  • Heidi: Heidi, Heiiiiiiiidi, deine Welt Beeeerge. Dungel Tannen, grine Wiesen Sonnenschein, Heidiiii, Heidi, brau du glicklichsein. Holaidi, hollaidi, holaidi, hollaidi…
  • Meckaling du kleines Ding, such dia eine Tänzerin, huheissasa, huheisassa, ooooo wie ludig tanzt man daaaaa…
  • Tateane, tateane, Sonne Mond und Deeeerne…
  • Tufftufftuff die Eidenbaaahn, wer will mit Juklia faaaahn, alleine fahlen mag ich nis, nehme mia Fofia mit

Deine derzeitigen Lieblingslieder, die du immer wieder hören möchtest (und zu denen du wild und unermüdlich tanzt):

  • Bibi Grampgrump (->Pippi Langstrumpf, von Mama gesungen)
  • Kleine Dampedia (Kleines buntes Trampeltier)
  • Anne Kaffeekanne
  • Krebs (Kawuras)

Was das Spielen angeht, so liebst du derzeit:

  • PukyWutsch fahren
  • Bücher anschauen ->Grala nein! (Klara sagt nein) ->Weiße Fisch (Kleiner weißer Fisch) ->Sachen suchen…
  • Lego bauen
  • Malen
  • mit deiner neuen Küche spielen

Dein derzeitiges Lieblingsessen und -trinken:

  • Pfannkuchen
  • Kuchen aller Art 😉
  • Mandarinen
  • Brezel
  • Käääääse
  • Joghurt
  • Igel (Früchteriegel)
  • Abbelnolle (Apfelschorle)
  • Sobbi

Deine Lieblingsmenschen außerhalb der engsten Familie:

  • Fofia (und deren Eltern)
  • Melalie
  • P.
  • die Nachbarsjungs deiner Großeltern, M. und L. („M. Arm nehmen? L. Hand geben?“)

Wahnsinnig spannend ist derzeit deine sprachliche Entwicklung. Ich habe den Eindruck, du saugst alles, was du hörst, auf wie ein Schwamm. Du sprichst alles nach und hast eine so unglaublich trockene Art, das mitzuteilen, was du denkst, dass du mich damit regelmäßig zum Lachen bringst. Außerdem bist du derzeit geradezu unheimlich höflich und ich schmelze regelmäßig dahin, wenn du Sätze wie „Mama Olibia Kuhlen leinmachen bitte? Bitte Mami?“ sagst. Hach!

  • Beim Anblick meines Adventskalenders morgens: „Oh Gog! Mama! Sau mal!“ (Ähnliches beim Anblick deiner Geburtstagswimpelgirlande- „oh God!“
  • Beim Umziehen: „Mama, Olibia hilft dia! Olibia Hose ausdiehn!“
  • Ich singe im Auto bei einem Kinderlied mit – „NEIN, Mama!“. Ich höre auf zu singen und wippe rhythmisch mit, „tanze“ ein weniog. „NEIIIIN, Mama!“. Ich muss lachen und frage: „Darf ich jetzt gar nichts mehr machen hier?“ – „Nein, Mama, Audo fahlen!!!!!“
  • Bei deinen Großeltern: „Sitz, Emmy! Aus, Emmy! Emmy, weg da!“#
  • „Wad magst du Mami?“
  • „Du dut deslafen, Mami?“

Mein Schatz, ich könnte noch Stunden so weiterschreiben. Es gibt noch so vieles zu erzählen. Vieles, das kaum zu beschreiben ist. Dass ich mich jedesmal wie frisch verliebt fühle, wenn ich mich darauf freue, dich in der Kita abzuholen, zum Beispiel. Wie mein Herz vor Liebe fast platzt, wenn ich dich im Schlaf lächeln sehe. Dass dein erstes „Hab´is lieb, Mama!“ so unbeschreiblich schön war, genauso wie jedes spontane „Sön da du da bit, Mami!“. Dass es mit jedem Tag noch schöner ist, mit dir zusammen eine Familie zu sein.

Aber all das schreibe ich dir ein andermal auf. Statt dessen sage ich dir nur dies:

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, mein kleines großes Mädchen. Du Wunder in meinem Leben.

Ich liebe dich unendlich, mein Kind.

Deine Mama

 

 

 

 

 

 

 

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… kaut man Mama täglich fast das Ohr ab mit „Sau mal, Mama!! Guck!“

… saugt man alle Wörter, die man hört, in sich auf und merkt sie sich. Unglücklicherweise auch die, die Mama im Auto schreit, wenn man ihr die Vorfahrt nimmt. Seiße. Asos.

… freut man sich auf die Weihnachtszeit mit dem Mickilaus

… hört man im Auto am liebsten das „leine Dambedia“ und will von Mama täglich Baby Ganggump (Pippi Langstrumpf) vorgesungen bekommen

… isst man am allerliebsten Pfannkuchen und Brezel. Noch lieber Kuchen, Igel (Fruchtriegel) und die seltene Schokolade 😉

… trinkt man am liebsten Apfelsaftschorle (Abbelsolle) und den geliebten Sobbi

… liebt man Wimmelbücher und kann in der Welt darin versinken

… liebt man Handtaschen und nimmt auch jede sogleich in Besitz (Nein! Olibia meines!)

… fährt man mit dem Pukywutsch so rasant durch die Wohnung, dass es in den Kurven manchmal fast aus der Bahn kippt und Mama einen halben Herzkasper bekommt

… würde man für einen Keks seine Großmutter verkaufen und nutzt es schamlos aus, wenn man mit Mama in der Konferenz sitzt und sie nicht hart bleiben kann (Keks haben? Kekshaben! Keks HABEN! Mama! KEKS!)

… erzählt man Mama morgens auch mal, was man nachts geträumt hat: „Oma Ama-A!“ – „Hast du von der Oma A. geträumt?“ – „Jaa! Kulen essen! Papa auch!“

… liebt man seine kleine Cousine und genießt es sehr, sie im Urlaub um sich zu haben: „Fofia lieb!“ – „Fofia baden!“ – „Breda Cridan lopfen? Fofia?“

… singt man das Kita-Morgenkreislied auch seinen Lieben zuhause vor: „Mama? Söööön da du da bist!“

…wird man mit jedem Tag verschmitzter und liebt es, Quatsch zu machen:

„Mama? Tsüüüüs! Bäter! Olibia eintaufen ghehn! Momate taufe! Guake taufe!“

„Mama?“ – „Ja?“ – „Beiße!“ – Soll ich dich beißen? Bist du eine Tomate? Soll ich dich aufessen?“ – „Jaaa, Momate ässe!“ (dabei werden die Ärmchen ausgestreckt und losgegiggelt, sobald Mama rein“beisst“) 😉

…kann man seit einer Woche Purzelbäume wie ein Weltmeister schlagen

… isst man ein belegtes Brötchen mit Gürkchen, Wurst und Käse („Olibia leine!„) ganz alleine und stolz wie Bolle mit beiden Händen

… nimmt man manchmal morgens im Bett Mamas Gesicht in ihre Hände und knutscht sie ab (kann ein Tag besser beginnen????)

… liebt man es, zum Einschlafen Mamas Haare in den Händen zu halten

… schläft man am liebsten auf dem Eulenkissen mit Tsaaaly im Arm

… ist man ein richtig großes Mädchen und bleibt trotzdem Mamas Baby, wenn man abends in ihren Armen schläft

… wird man mit jedem Tag süßer, lustiger und besonderer und ist Mamas ganzer Stolz

Ich liebe dich, du Sonnenschein!

Mama

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Mäuschen, nächste Woche bist du sage und schreibe 21 Monate alt. So viel Zeit, gefüllt mit Glück, ersten Malen, Angst, Spaß, Ärger- mit LEBEN!!

Und dieses Leben mit dir ist vor allem eines nie: langweilig. Die letzten Wochen haben wir unheimlich Vieles miteinander unternommen und den Sommer in vollen Zügen genossen.

Wir waren tagelang im Schwimmbad, wo du aus dem Kleinkinderbecken einfach nicht mehr herauszubekommen warst. Die ersten Tage konnte ich meinen Kaffee im Becken trinken und vor mich hin träumen, während du quietschzufrieden und von den doch etwas frischen Wassertemperaturen völlig unbeeindruckt mit deiner Gieskanne Wasser in dein Lieblingsförmchen fülltest. Gut, nicht NUR ins Förmchen- oft genug bekam auch ich eine Dusche mit dem Gießkännchen verpasst, was dich jedes Mal schelmisch grinsen ließ. Wegen dir hätten wir den kompletten Nachmittag im Becken verbringen können und ich konnte dich in der Tat nur für wenige Minuten an unseren Platz lotsen, wo du innerhalb von Sekunden eine Schüssel Obst inhaliertest und dann sofort wieder mit dem Wort „Bajer“ auf den Lippen in Richtung Wasser ranntest. Leider wurde das Babybecken nach ein paar Tagen etwas langweilig für dich, so dass du riskante Spielplatzexperimente und ausgedehnte Touren durch das gesamte Freibadgelände unternehmen musstest, was bei den tropischen Temperaturen nicht gerade die pure Freude für deine alte Mama war.

Die nächsten heißen Tage verbrachten wir deshalb bei Oma und Opa im Garten, wo du im Planschbecken schwimmen, Blumen gießen und vor allem mit ausgeklügelten Tricks alle Anwesenden nacheinander mit Wasser übergießen konntest, was nicht bei allen auf Begeisterung stieß 😉

Wir haben uns mit deinen PEKiP-Freunden getroffen, wo ihr miteinander gespielt und auch mal geschubst, gekratzt und geweint habt, während wir Mamas aus dem Staunen über unsere großen Kinder nicht mehr herauskamen. Mit P.´s Mama war ich sogar im Geburtsvorbereitungskurs und der Gedanke an unsere dicken Bäuche in diesem kalten Herbst, an die Abende, an denen wir uns im Raum schräg gegenüber saßen, war einfach unbeschreiblich für mich. Da rennt, erzählt, lacht ihr. Unsere Kinder. Damals wart ihr uns zwar unendlich nah und dennoch schien es so wenig glaubhaft wie ein Traum zu sein, dass wir euch wenige Wochen später in den Armen halten würden.

Wir waren im Streichelzoo, wo du zuerst vor Begeisterung ganz baff warst. Leider hatte ich den Foto nicht schnell genug parat, denn das Bild, wie du inmitten der kleinen Ziegen auf dem Weg standest und dich fasziniert umsahst, wäre Gold wert gewesen. Wie du da standst und jeder Ziege auf ihr Mäh ein ganz empörtes Määääääh zurückgabst, das war einfach bezaubernd. Leider schüchterten dich die vielen Tiere ein wenig ein, so dass du für den kompletten Nachmittag nicht von Omas oder meinem Arm weichen wolltest. Aber auch vom sicheren Hafen aus konntest du unzählige neue Eindrücke sammeln. Zahme, wunderschöne Rehe, riesige Schweine, Erdmännchen, Zebras und Affen wurden mit riesigen Augen bestaunt. Aber das Schönste am ganzen Ausflug, war dein begeistertes „`Nau mal, Mama!“, sobald du etwas Neues entdecktest. Immer wieder. Und mir ging das Herz auf, während ich schaute, worauf du mich so unbedingt aufmerksam machen wolltest.

Sowieso sprichst du mit jedem Tag mehr. Die Aufgabe, deinen Wortschatz noch einmal zusammenzufassen, flösst mir bereits jetzt einen Heidenrespekt ein, denn du saugst neue Begriffe auf wie ein Schwamm. Eine kleine Auswahl meiner derzeitigen Lieblingswörter:

Guigoite – Schildkröte

(Oi)Bibia – du selbst

Nenny – die Mama deines besten Freundes

Minani – deine Bezugserzieherin

Gaukel – Schaukel

Mäne munen – Zähne putzen

Nau mal – schau mal

Sand – Sandmännchen

Kabi – Kaffee

beine – weinen

ginkungung – trinken (besonders kurios, da du das Wort „trinken“ durchaus kennst und korrekt anwenden kannst)

Kex – Keks

Teilweise bildest du bereits kleine Sätze, vor allem wenn du dich über irgendewtas ärgern musst. Als Oma dir neulich deinen Eimer wegnahm, brach eine wahre Schimpftirade los, in der wir immer wieder die Worte Oma, Oibibia und Eimel hörten. ❤ Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass du mir morgens aus deinen Träumen erzählen möchtest. Denn warum sonst solltest du mich frühmorgens um halb sechs wecken, um mir aufgeregt von den „Bande“ (Elefanten) zu erzählen?
Zum Glück warst du nach meinem nachdrücklichen Hinweis auf die Uhrzeit bereit, noch eine Runde zu schlafen, ehe du dann zwei Stunden später deinen Bobbi einfordertest.

Du bist ein kleiner Wirbelwind. Stürmisch, sonnig und sprühend in deinem ganzen Wesen. Temperamentvoll und mitreißend. Du kannst furchtbar wütend auf mich werden und streckst doch nur kurze Zeit später wieder die Arme aus, um dich von mit trösten zu lassen. Ich kann dir nie lange böse sein und du weißt schon jetzt genau, mit welchen Tricks du mich herumbekommst. Wenn ich wegen irgendetwas schimpfe, dann schielst du meist an mir vorbei, schaust dann grinsend und mit bezauberndem Aufgenaufschlag zu mir auf und schneidest Grimasen, um mich zum Lachen zu bringen. Du testest deine -und auch meine Grenzen – aus, was für uns beide oft nicht einfach ist. Du sitzt ungerne still, sondern tobst, kletterst, entdeckst lieber. Zurufe kannst du so gut ignorieren, dass deine Betreuerinnen im Kindergarten bereits einen Hörtest (!!) mit dir durchführten, weil du in der Gruppe nahezu nie auf deinen Namen reagierst, während du spielst. Diese Fähigkeit wird dir im Teenageralter sicher treue Dienste leisten… Wenn du durch die Wohnung stürmst, komme ich an manchen Tagen aus dem „Nein“ sagen gar nicht mehr heraus, weil du zielsicher genau die Dinge tun willst, bei denen ich mit Platzwunden, ausgeschlagenen Zähnen oder ähnlichem rechne. Du bist unheimlich verschmust, auch wenn du deine Schmuseeinheiten eher im Vorbeigehen abholst. Langsam hast du zu meiner großen Freude Puzzles für dich entdeckt, bei denen du zumindest eine gewisse Zeit auf der Stelle sitzen bleibst. Und auch „manen“ ist heißbeliebt. Jeder Kugelschreiber versetzt dich in Entzücken. Auch Bilderbücher liebst du heiß und innig, wenn du während des Lesens ganz stolz alle Dinge benennst, deren Namen du schon kennst. Jedes Buch hat einen eigenen Namen, benannt nach dem Inhalt oder deiner Lieblingsstelle:

„beine“ – Wimmelbuch, in dem ein Mädchen weint

„Miau“ – Ich bin die kleine Katze

„Muuuh“ – Wimmelbuch mit den Tieren

Du liebst es zu kochen und ich freue mich schon jetzt auf dein Gesicht, wenn du an deinem Geburtstag deine Spielküche auspacken wirst. Vor allem Eis wird mit Inbrunst von dir serviert, wobei es mir mein Mamaherz schon schmerzlich zusammenzog, als du einem fremden Kind ein liebevoll zubereitetes „AAaaaais???“ anbotst und als Antwort nur ein gemotztes: „Is mag kein Sandeis, is mag nur Schokoladeneis!“ erntetest. Nur mit geballten Fäusten und einem betont fröhlichen: „Machst du MIR eines, Schatz? Ich lieeeeebe Sandeis nämlich!“ konnte ich mich selbst davon abhalten, dem blöden Gör ein „Iss es gefälligst, du Blödmann!“ zuzubrüllen. So etwas tut man schließlich nicht, auch wenn das Mamaherz noch so sehr ächzt und wehtut. Vor allem, wenn ich an die Zeit denke, in der du diese Kämpfe ohne mich ausfechten musst. Auch wenn ich weiß, dass du wilde kleine Kämpferin solche Situationen vermutlich viel besser wegsteckst, als ich das jemals könnte.

Mein Mädchen, meine Große, mein „Mäushein“ – danke, dass du mich die Welt jeden Tag mit deinen Augen neu entdecken lässt. Dass du mir auf so viele Arten dein Vertrauen zeigst. Dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich so sehr.

Deine Mama

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Was war toll diese Woche? Welche Erlebnisse, egal wie klein oder groß, haben mich glücklich gemacht? Worüber habe ich gelächelt, mit wem gelacht?

Meine Glücksmomente in der KW 28:

… ein paar Stündchen mit der besten Freundin beim Nachtshopping am Freitagabend. FREIHEIT!!

… zwar nicht so ganz im üblichen Rhythmus, trotzdem schön: jeden Abend ein waches Olivenkind mit ins Bett zu nehmen. Da die Zahnungsmaus in dieser Woche jeden Abend zwischen zehn und elf aufwachte und nicht mehr in ihrem Bett einschlafen konnte, kam sie immer wach mit mir ins Bett. Teilweise auch vorher ins Bad, zum Zähneputzen, schaute mir (äußerst amüsiert) beim Duschen zu und wartete ganz geduldig, bis ich bettfertig war und mich mit ihr hinlegen konnte. Unbezahlbar übrigens der Anblick, wie das Mäuschen mit ihrem Schmuseschaf im Arm ins Wohnzimmer oder Bad tappst, weil Mama nicht sofort ins große Bett kommt, winkt und grinsend „Allo“ sagt. Hachz!

… lange mit der Lieblingskollegin telefoniert und wieder einmal festgestellt, mit welch tollen Menschen ich doch zusammen arbeiten darf.

… einen Nachmittag mit dem Olivenkind komplett zuhause zu verbringen und ganz viel Spaß miteinander zu haben- zur Kinderlieder-CD tanzen, mit Bauklötzen spielen, viiiiiiiile Bilderbücher anschauen… toll!

… an einem langen Arbeitsmittag festgestellt, dass es ein gutes Gefühl ist, dabei zu sein, wenn etwas Wichtiges und Sinnvolles entschieden wird.

… die wachsende Vorfreude auf das neue Autochen gespürt… noch einmal schlafen… ❤

… Herzklopfen gehabt. Nicht zielführend, aber trotzdem schön.

… endlich bequeme (!!!!!)  und schöne schwarze Pumps gefunden, direkt geschnappt und bis zur Kasse mit meinem Leben bewacht. (weil nur noch einmal in meiner Größe da…) Aber: Ende gut, alles gut, die Herzchen sind sicher und wohlbehalten in meinem Schuhschrank eingezogen. Juchhu! ❤

… mich an den Sprachfortschritten der Maus erfreut und mich über einige Wörter sehr amüsiert (errät einer, was sie damit meint?):

♥ Boge

♥ Begra

♥ Obbela

♥ Jue

… endlich mein Sportprogramm in Angriff genommen und festgestellt, dass die Intensive Yoga-DVD eine geniale Investition war- wunderschöne Bilder, tolle Übungen und ein anstrengendes, aber durchaus wohltuendes Training. Und: Muskelkatern in allen Körperpartien, auf die es ankommt. Ich freu´ mich schon auf´s nächste Mal!

Das waren ein paar der Glücksmomente meiner Woche! Und bei euch so?

 

 

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Mit einem Kollegen habe ich diese Woche ein etwas seltsames Gespräch geführt. Wir plänkelten ein wenig herum, weil er an diesem Tag früher gehen durfte als ich, woraufhin ich ihm genüsslich meinen freien Tag und die Tatsache, dass ich an zwei weiteren Tagen früher fertig sei, unter die Nase rieb.

Seine Antwort darauf: „Hm, jetzt könnte ich ja gemein sein und sagen Ätsch, dafür hast du ein Kind!“ -“ Jaaaaaaa… ZUM GLÜCK!!“, war meine strahlende Antwort darauf. Ätsch?? Ähm, hallo??? Da ich weiß, dass dieser Kollege Single mit einem eher genuss- und spaßorientierten Leben ist, war mir schon klar, dass ein Kind in seiner Vorstellung wohl eher Ballast sein muss, der die Eltern vom Spaßhaben abhält.  Das war auch an seiner nächsten Frage abzulesen: „Bereust du es manchmal?“- „Niemals. Nicht eine Minute. Sie ist das Beste, was mir je passieren konnte.“ Mehr gab´s dazu nicht zu sagen.

Wer keine Kinder möchte und sich nicht vorstellen kann, ein Kind großzuziehen, der kann auch nicht verstehen, wie wundervoll es ist, Eltern zu sein. So vieles liegt außerhalb der Vorstellungskraft, ist unbeschreiblich und ganz wunderbar. Wenn ich mir überlege, wie mein Leben aussah, ehe ich dich bei mir hatte, muss ich manchmal grinsen. Im Rückblick und im Vergleich zu heute erscheint es mir oft so leer. Was habe ich damals mit all dem Platz in meinem Herzen gemacht, der heute alleine dir gehört?

Meine Süße, als ich noch nicht deine Mama war,

… da hatte ich keinen Schimmer, wie wundervoll es ist, wenn morgens ein kleiner Mensch unter die Decke gekuschelt kommt, seine kleinen Händchen um mein Gesicht legt und „Mama, eia“ flüstert.

… konnte ich nicht einmal ahnen, wie es sich anfühlt, im Dunkeln auf das Geräusch deines Atems zu lauschen und in der Sekunde, in der man nur Stille hört, zu spüren, dass meine ganze Welt an dir hängt.

… da hätte ich nie gedacht, dass ich einmal vor Stolz fast platzen würde, nur weil mein Kind laut „ENDE“ schreit, wenn es auf einem kleinen Bild am anderen Ende des Raumes eine winzige Ente entdeckt.

… da hatte ich keine Vorstellung von der Liebesexplosion in meinem Herzen, wenn lautes Rascheln und das Tapsen von nackten Füßen auf dem Fliesenboden erkennen lassen, dass du  morgens nach wenigen Minuten aufwachst, wenn ich nicht mehr im Bett liege.

… da wusste ich überhaupt nicht, wie schön es ist, wenn du abends nach deinem „Bobbi“ (Schoppi) in meinem Arm langsam in den Schlaf findest.

… da hatte ich völlig vergessen, wie lustig es sein kann, quatschmachend durch die ganze Wohnung zu toben.

… da hätte ich nie gedacht, dass ich einmal in Begeisterungsstürme, lautes „Jaaa, suuuper!!!!!!!!“, Klatschen und Johlen ausbrechen würde, nur weil mein Kind auf dem Pucky so toll durch die Wohnung rollt/ alleine die große Rutsche runterrutscht/ einen Arm ins T-Shirt steckt (…)

… da wusste ich nicht, wie sehr man jemanden schon in ganz wenigen Stunden vermissen kann.

… da hatte ich noch keine Ahnung davon, wie sehr du mich zum Lachen bringen kannst, wenn du mit dem Zeigefinger wackelst und mit hoher Stimme „Nein nein!“ singst oder  wenn du einen Elefanten siehst und dir (oder auch mir) die Nase zuhältst.

… da wusste ich nicht, wie wunderbar es ist, zum Geräusch deiner Atemzüge einzuschlafen.

Als ich noch nicht deine Mama war, da wusste ich gar nicht, wie sehr man einen anderen Menschen lieben kann.

Es ist so schön, dass es dich gibt!

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