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Posts Tagged ‘Haushaltskrams’

In meinem letzten Post berichtete ich, wie das Olivenkind mit Vorliebe in mein, äääääh *hüstel* unser Schlafzimmer stürmt, um mit der Fernbedienung zu telefonieren. Um hier nicht den Eindruck zu erwecken, dies sei dann unter Olivenkinderquatsch zu verstehen, erzähle ich euch hier mal, wie das so aussieht, wenn das Olivenkind in Scheißelkramlaune ist (*zu Wolliboswelt rübergrins*…)

Zunächst muss ich vielleicht erwähnen, dass sich das Scheißelkrampotential nach Zimmern unterscheidet. Jeder Raum bietet seine ganz eigenen Möglichkeiten, innerhalb von Sekunden ein unsägliches Chaos zu veranstalten richtig viel Spaß zu haben.

Lustigerweise zählt das Kinderzimmer nur begrenzt dazu. Spannend sind hier die Bücher im Regal, die mit großem Eifer ausgeräumt und angeschaut werden, die Mama allerdings mittlerweile ins Wohnzimmer verfrachtet hat. Außerdem übt die Entchenspieluhr einen immensen Reiz aus (leider nicht in dem Sinne, in dem sie gedacht ist – viel mehr Spaß macht es doch, die kleinen Enten in den Mund zu stecken…)

Das Schlafzimmer bietet da schon sehr viel mehr Möglichkeiten. Vor allem Mamas Nachttisch ist immer wieder super-spannend. Hat man alle Leute, die man kennt, mit den verschiedenen Fernbedienungen angerufen, so kann man versuchen, diese auch mal ihrer eigentlichen Bestimmung zuzuführen und sie auf den Fernseher richten- hat man ja bei Mama das ein oder andere Mal beobachten können. (Dabei läuft bei uns tagsüber so gut wie NIE der Fernseher. Trotzdem weiß die Püppi, dass man die Fernbedienung auf das Gerät richten und draufdrücken muss- kann mir das bitte mal jemand erklären??) Außerdem toll: Hand- und Nachtcremetuben, sowie das Nasensprayfläschchen…

Mamas Arbeitszimmer ist zur Zeit extrem hoch im Kurs. Das ist nämlich gerade irgendwie zum Abstellraum mutiert, in dem sämtliche ausrangierten Dinge zwischengelagert werden, die in den Keller oder auf den Sperrmüll müssen (den ich btw noch nicht angemeldet habe *räusper*). Der Leidensdruck ist durch das überschaubare Arbeitspensum leider nicht allzuhoch gerade, trotzdem wär´s Zeit, dass sich hier mal etwas tut, denn es wird langsam etwas eng. Neben dem typischen Inventar bietet das Arbeitszimmer: einen Wäscheständer, den Glascouchtisch aus dem Wohnzimmer, den ich aus Sicherheitsgründen erstmal durch ein Ikea-Tischchen ersetzt habe, einen kaputten Stuhl, eine halbvolle Kiste mit Kinderkleidern, die zu klein geworden sind und (die größte Freude des Olivenkindes) *Trommelwirbel*: meine alte Matratze. Ein Riesenspaß! War es früher die größte Freude überhaupt, in meinem Büro sämtliche Bücher aus den Regalen zu werfen, halbherzig durchzublättern und zum nächsten Regal überzugehen, wird nun über die Matratze gerobbt, sich gekugelt und königlich amüsiert. Leider haben die Aktivitäten „Schachteln ausschütten“, „Schränke ausräumen“ und „Lesen“ dadurch nicht an Attraktivität verloren… 😉

Das Wohnzimmer/die Küche. Glücklicherweise sind in unserer Wohnung beide Bereiche miteinander verbunden, da wir eine offene Küche haben. Somit hab ich das Olivenkind immer (naja) im Blick, wenn ich am Kochen, aufräumen, spülen usw. bin, und die Maus kann im Wohn- Esszimmer spielen, toben und Quatsch machen. Doch auch in einem offenen Wohnbereich gibt es diese verdächtig stillen Momente, in denen du das Kind nicht siehst und lieber schnell mal nachsehen gehst. In unserem Fall bedeutet das entweder:

  • der Schrank mit den Tupper-Schüsseln wird ausgeräumt. Immer wieder lustig, zumal in diesem Schrank mittlerweile das blanke Chaos regiert. Ordentlich einräumen lohnt sich einfach nicht, wenn er mehrmals wöchentlich geplündert wird. So passiert es eben, dass mir ständig irgendwelche Schüsseln und Deckel fehlen, die dann wundersamerweise auf dem Wickeltisch (?!?), im Laufstall oder einer Spielzeugkiste auftauchen – wenn ich Glück habe…
  • Meine Vorrats-/ Geschirrtücheschublade wird ausgeräumt. Scheißelkramalarm hoch 10!! In dieser Schublade bewahre ich Gewürze, Soßenbinder und ähnliches auf. Bisher konnte ich noch immer rechtzeitig intervenieren, aber der Tag wird kommen, an dem das Olivenkind irgendein Pulver in der Küche verteilt. Ich ahne das…
  • Der Schrank mit Müsli, Haferflocken, Babygeschirr usw. wird gestürmt. Zweischneidig. Harmloses Spiel und totales Chaos liegen hier nahe beieinander. Schüsselchen, Brotdosen und Co. sind beim Ausräumen naturgemäß unproblematisch. Frühstücksflocken, Müsli etc. hingegen machen auch Mama richtig viel Spaß, wenn sie gleichmäßig in der Küche verteilt werden. Küchenparty olé!
  • Schrank im Wohnzimmer mit tiefen Tellern, Weingläsern (!!!!!!!), Servietten und Co. Gnaaaaaaaaa!!

Das Badezimmer, Raum der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich gebe zu, am Liebsten dusche ich, wenn das Olivenkind im Laufstall oder im Bett ist. Vor einigen Monaten las ich in einem Blog, dass sich eine Mama vormittags in die Badewanne legte, während ihr leider weiß ich es nicht mehr genau) 10 oder 12- mönatiges Kind gemütlich im Badezimmer umherkrabbelte und spielte. Sie gönnte sich das mal, weil man im Alltag mit Kind einfach zu wenig für sich tut (OH JA! Recht hatte sie!) Aber ich gebe zu, mich packte ein wenig der Neid. U-N-V-O-R-S-T-E-L-L-B-A-R für mich!! Never ever könnte ich mit meinem Kind ein entspanntes Bad genießen, während sie sich außerhalb der Wanne tummelt. Ich glaube, selbst wenn ich das Badezimmer komplett lerrräumen, Badematten, Schränke und Handtücher in den Flur verbannen würde, selbst dann würde mein Kind noch eine Möglichkeit finden, sich wehzutun oder Chaos zu veranstalten. Ich bin schon froh, wenn sie es schafft, die Zeit einer kurzen Dusche meinerseits zu überstehen, ohne irgendwo zu bluten. Wenn im Badezimmer anschließend keine größere Renovierung nötig ist, dann ist das ein wahrlich guter Tag.

Scheißelkrammöglichkeiten im Badezimmer:

  • Klobürste (gnaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!)
  • Toilettenpapier
  • die Box mit den Papiertüchern
  • die Badematte
  • der Mülleimer (gnaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!)
  • das Täschchen mit Cremes und Co. (steht auf dem Fenstersims, da neben der Wickelauflage, leider reichen kleine Püppis da mittlerweile dran)
  • die Dusche per se (reinlehnen, fast reinfallen, Sachen reinwerfen…)
  • alles, was über der Badewanne hängt
  • Bürsten
  • in die Windel greifen wollen, während man gewickelt wird (GNAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!)
  • den Türstopper mit einer Hand hochheben und fast auf das andere Händchen fallen lassen (arggggggggggggghhhh!)

To be continued…

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Gerade mal eine Woche gearbeitet und der Alltag hat mich gnadenlos im Griff. Bisher hielt sich der Stress am Arbeitsplatz zwar in wirklich bescheidenen Grenzen, dennoch war und ist es eine große Umstellung von den letzten, im Vergleich doch eher beschaulichen Monaten:

Weckerklingeln um 5.55. Morgendliche Klammeräffchenverabschiedungen vom Olivenkind, die in mir nur einen Wunsch wecken, nämlich mich wieder ins warme Bett zu kuscheln und mit dem ruhig atmenden, sich ankuschelnden Mäuschen noch ein wenig liegenzubleiben. Das Haus bei völliger Dunkelheit verlassen und in eisiger Kälte zum Auto zu flitzen. An zwei Tagen der Woche erst gegen halb fünf wieder nach Hause zu kommen. Heute erst um kurz vor sechs. Seufz. Beim Nachhausekommen sofort im Keller vorbeiflitzen, um die Wäsche mit nach oben zu nehmen. Wäsche aufhängen, noch bevor man das Kind begrüßt, damit es gemacht ist und nicht wieder wie neulich einen ganzen Tag lang nass im Wäschekorb liegt. Aufräumen. Spülmaschine einräumen. Staubsaugen. Nach dem Arbeiten noch schnell kochen. Sich fragen, was man mit dem müden und knatschigen Mädchen und den zwei verbleibenden Stunden des Tages noch anfangen kann.

Andererseits:

Im Auto zweimal jeden Tag eine halbe Stunde lang Musik hören, so laut ich möchte. Morgens bereits mit mehreren erwachsenen Menschen gesprochen haben. Komplett andere Gesprächsthemen. Sich erinnern, warum man sich dereinst für DIESEN Job entschieden hat und spüren: es macht immer noch Spaß. Eingerostet, aber es wird. Kaffee trinken und lange Gespräche mit den lieben Kollegen führen, ohne einen kleinen Menschen mit Reiswaffeln, Einback oder Brezel bestechen zu müssen, weil dieser gerade aus dem Hochstuhl aussteigen/laufen/ningeln/ein wenig Bröselei veranstalten… will. Frau sein. Kleider nicht nach ihrer Praktikabilität beim durch-den-Raum-tanzen im Musikgarten aussuchen. Sich gefordert fühlen. Mit anderen Menschen austauschen. Essen, ohne vorher gekocht zu haben und ohne gleichzeitig zu füttern. Lachen und reden.

Jaa, all das gehört dazu zum Alltag mit Kind UND Job. Und ich muss sagen, ich finde es anstrengend. Und schade, dass ein so großer Teil meiner Energie nicht mehr ausschließlich für das Olivenkind reserviert ist, sondern mein Akku im Laufe des Tages bereits anderweitig gehörig beansprucht wird. Aber es tut auch unheimlich gut, wieder etwas Zeit für mich zu haben. Ein wenig „Freiheit“ zu schnuppern. Die Nase aus dem Fenster zu halten. Es ist schön, schöner als gedacht, wieder zu arbeiten.

Die wahre Herausforderung kommt zwar erst, schließlich ist hier gerade alles noch im Anfängermodus. Der Typ bringt das Olivenkind morgens in die KiTa, ich werde noch nicht voll eingesetzt und muss deshalb auch zuhause recht wenig für die Arbeit tun. Nächste Woche habe ich erstmal frei und hoffe, durch die KiTa in den Genuss einiger freier Vormittage zu kommen (welch LUXUS!!), die ich mit Frisörbesuch, gemütlichem Arbeitszimmeraufräumen und Faulenzen zu verbringen gedenke. Danach allerdings geht es rund. Dann heißt es morgens um zwanzig vor sieben das Püppelinchen in der KiTa abgeben und hoffen, dass alles klappt. Arbeiten. Vorbereiten. Und die siebentausendvierhundertfünfundachzig Dinge erledigen, die nebenher anfallen.

Aber: ich bin zuversichtlich. Wird schon. Schließlich hat sich bisher auch alles gefunden. Spannend bleibt es allerdings in jedem Fall. Alles anders eben.

 

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