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Posts Tagged ‘Laufen’

… wenn ich nicht ganz schnell anfange, wieder einmal aufzuschreiben, was bei dir gerade so los ist, dann komme ich vor lauter Neuem gar nicht mehr hinterher. Du machst riesige Entwicklungssprünge, die überraschen, freuen, herausfordern und vor allem die Herzen deiner Lieblingsmenschen immer wieder schneller schlagen lassen.

Jeden Tag erfreue ich mich an dem wundervollen Charakter, an der Persönlichkeit, die sich mir offenbart. Keine Frage, eine Persönlichkeit warst DU von Anfang an. Bereits in meinem Bauch, bereits zu einer Zeit, als ich noch gar nichts von dir wusste. Hast dich gegen alle Widrigkeiten ins Leben gekämpft, hast in meinem Bauch gepoltert, hast dir, sobald du auf dieser Welt warst, die Herzen aller Menschen um dich herum im Sturm erobert. Hast deine Bedürfnisse, deine Wut und alles, was dich bewegte in die Welt hinausgeschrien. Hast deinen eisernen Willen gezeigt, wenn es darum ging, Schläfchen zu verweigern oder dich vom Fleck zu bewegen. Ja, eine Persönlichkeit bist du schon immer. Und was für eine… ♥

Aber mittlerweile treten die Facetten deines Charakters viel deutlicher hervor. Es gibt so vieles, das dich ausmacht, besonders macht, zum meinem wundervollen Mädchen macht. Das Neueste in Kürze:

Essen:

  • Du isst wie ein Scheunendrescher. Abends und morgens kannst du locker zwei Brote mit Belag verputzen, mittags forderst du oft eine zweite Portion ein. Schön ist das! Besonders liebst du Trauben, Erdbeeren und Joghurt.

Sprache/ Verstehen:

  • Du liebst Katzen und erkennst sie in Natura, als Kuscheltier und in Bilderbüchern. Siehst du eine, beginnst du zu strahlen und sagst „Miamia“.
  • Wenn Hunde bellen, sagst du „Wawa“
  • Du verstehst mittlerweile unglaublich viel. Frage ich: „Wo ist Mamas Bauchnabel?“, so beginnst du, mein Shirt hochzuziehen, um auf ihn zeigen zu können. Habe ich eine Bluse an, willst du diese aufknöpfen, um zum Bauchnabel zu gelangen. Auch die Nase zeigst du auf Aufforderung.
  • Reiche ich dir ein Taschentuch und sage: „Putz mal Mamas Nase!“, so wischst du strahlend mit dem Tuch meine Nase ab.
  • Du sprichst unglaublich viel- leider noch immer in keiner mir bekannten Sprache. Trotzdem verstehen wir dich ganz gut. Minga minga ist essen und wird von so eindeutigen Gesten begleitet, dass kein Zweifel offenbleibt, was denn nun das „Minga“ deiner Wahl ist. Deine „Zweiwortsätze“ aus „Minga bittera“, begleitet von heftigem Deuten auf die Trauben bringt mich immer wieder zum Losprusten.
  • Dauerbrenner: Das Wechselspiel aus „Mama?“ – „Jaaa?“ – „MAma!“ – „JAAAAaa?“ – „MAMA!!“ – „Jahaaaaaa??!!“ (….) Ich, Mama- immer wieder hachzig, immer wieder toll!
  • Zur Puppe (und kurioserweise auch vielen anderen Dingen) sagst du „Beeebiiiiii“

Temperament:

  • Du kannst mittlerweile richtig bilderbuchmäßig zornig werden. Wenn dir etwas nicht passt, machst du dich steif und schreist wütend los. Gerne rollst du dich dann auf dem Boden auf den Bauch und weinst vor Wut. Beliebt ist auch festes mit-den-Füßen-treten auf dem Wickeltisch.
  • Andererseits bist du sehr liebevoll. Auch wenn du wütend heulst, weil ich dir zum Beispiel gerade die Nägel schneide, kann es passieren, dass du währenddessen mit der anderen Hand meinen Rücken streichelst. ♥
  • Außerdem habe ich vor einer Woche das erste Küsschen von dir bekommen. Hach!!

Spielen:

  • Bücher anschauen macht dir noch immer viel Spaß. Neu ist, dass du nun auch einmal ein Buch bringst, dich auf meinen Schoß setzt und es dort mit mir ansehen willst. Die Tiere in den Büchern sind dabei natürlich das schönste.
  • Gestern hast du dir auf dem Balkon die Gieskanne geschnappt und ganz sorgfältig alle Blumen, die da standen, „gegossen“ (die Gieskanne war leer ;-))
  • Deine Duplotiere lässt du über den Boden laufen und du magst es sehr, wenn ich sie bewege und die entsprechenden Tiergeräusche mache.

Kita:

  • In der Kita schnappst du dir morgens direkt nach dem Hausschuhe anziehen deine Brotdose und läufst in den Frühstücksraum. Dort beginnst du dann, deinen Stuhl zurechstzurücken und bist so eifrig bei der Sache, dass du meist nicht mehr mitbekommst, wenn ich dir tschüss sage.
  • Nach der Kita bist du oft so fertig (und schläfst trotzdem nicht mehr..), dass ich dich gegen abend nur noch in die Tragehilfe nehmen kann. Die Nähe tut uns beiden gut und oft bist du völlig zufrieden, wenn du eng an mich geschmiegt einfach nur getragen wirst.

Motorik:

  • Du winkst zur Zeit wieder sehr gerne und strahlst dabei vor Freude.
  • Du läufst vorwärts, rückwärts, rennst, fährst wie eine wilde den Puppenwagen durch die Wohnung und hast es heute zum ersten Mal geschafft, alleine auf die Couch zu steigen (DAS hätte gerne noch warten können, bis du drei oder vier bist, oder so 😉 )
  • Beim Kinderarzt hast du heute auf einer Art „Zaubertafel“ zum ersten Mal gemalt und ich war verblüfft, wie toll du den Stift gehalten und wildes Gekritzel aufs „Papier“ gezaubert hast.

Mein Mädchen, es ist einfach wunderbar, dir beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen.

Ich liebe dich! Deine Mama.

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Über dich, kleine Zuckerpüppi.

 

  1. Eigentlich schon bekannt: du läufst. Weshalb ich es trotzdem erwähne? Weil du kaum etwas anderes tust. Du warst ja noch nie ein Kind, des gerne still saß, aber nun scheinst du gar nicht mehr zu sitzen!! In der Musikschule schaffst du es tatsächlich, die gesamte Stunde über im Raum in Bewegung zu sein, während du vor dich hinerzählst, zur Musik in die Hände klatschst und den kompletten Raum genauestens unter die Lupe nimmst. Du läufst und läufst und läufst den lieben langen Tag, wie dereinst der Duracell-Hase. Besonders gefällt dir zuhause, wenn ich dich ein wenig durchs Zimmer „jage“. Dann quietschst und kicherst du begeistert, wuselst mit roten Bäckchen und strahlenden Augen vor mir davon und schaust immer wieder kichernd über deine Schulter, um zu sehen, ob ich auch wirklich da bin. Und ich, ich könnte dich fressen. Hach!
  2. Neues Feature: Umarmen. Seit etwa eineinhalb Wochen schlingst du immer wieder die Arme um meinen Hals und hältst dich mit deinen weichen Ärmchen ganz fest in meinem Nacken. Umarmst du mich nachts im Bett, wenn du zum Beispiel schlecht geträumt hast, dann kraulst du mir den Nacken dabei, wie du es abends zum Einschlafen mit dem Etiketten deiner Steiff-Tiere machst. Da du bekanntermaßen kein allzu „schmusiges“ Kind bist, genieße ich diese kurzen Momente der Nähe umso mehr. Beim Schuhebinden und Zähneputzen müssen wir nun neuerdings mehrere Umarmungspausen einlegen und teilweise komme ich so bei einem Mal Zähneputzen zu vier Umarmungen. Schön ist das!
  3. Du isst wieder besser! Dein dreiwöchiger Hungerstreik war doch recht anstrengend, zumal sich das wenige Essen bei Tage auch auf unsere Nächte auswirkte- an Durchschlafen war auf einmal nicht mehr zu denken. Zum Glück scheint die Phase, der Schub oder was auch immer dir auf den Magen schlug, ein Ende zu haben, und es macht wieder richtig Spaß, für dich zu kochen und mit dir zu essen. Wunderbarer Nebeneffekt: wir schlafen wieder durch. Hallelujah!
  4. Schmusefrequenz steigend! Von gemeinsamem auf der-Couch-Kuscheln oder gemütlichem Buch betrachten auf Mamas Schoß kann ich zwar weiterhin nur träumen, aber ganz, ganz langsam scheinst du tatsächlich ein wenig schmusiger zu werden… Lustigerweise bist du jedoch nur nachts oder morgens in richtiger Kuschelstimmung. Tagsüber umarmst du zwar und forderst bei deinen Laufrunden im Wohnzimmer auch immer wieder nachdrücklich ein, auf oder in den Arm genommen zu werden. Meist kollidiert dein Bedürfnis nach Nähe dann aber mit deinem unbändigen Freiheits- und Bewegungsdrang, so dass du dich ganz schnell befreien und weiterlaufen musst. Nachts bist du zum Glück sehr anschmiegsam und schläfst oft dicht an mich gekuschelt. Die wahren Kuschelstunden jedoch finden morgens statt. Bereits dreimal diese Woche wurde ich von einer Kuschelpüppi deluxe geweckt, die sich in meinen Arm fallen, bekuscheln und abknutschen ließ. Und auch wenn ich mich wiederholen sollte: besser kann ein Tag nicht beginnen!
  5. Deine Sprachentwicklung scheint im Zeitlupentempo vonstatten zu gehen. Du plapperst zwar oft und viel vor dich hin, leider jedoch in einer Sprache, die zumindest ich nicht verstehen kann (auch wenn es ungemein interessant klingt). Selbst Mama und Papa verwendest du zurzeit äußerst sparsam. Den Hund deiner Großeltern nennst du beim Namen und wir alle sind entzückt, wenn du dich mit einem geflüsterten EmE (für Emmy) an sie heranschleichst. Worte nachzusprechen ist nicht dein Fall, außer bei einem Wort: Bitte. Dieses Wort hat es dir angetan und spricht man es dir vor, dann setzt man allzu oft eine Endlosschleife aus Bittebiddebiddebidde-bitterabittera-Bickabicka in Gang. Und ich muss sagen, wenn dein Nicht-Sprechen weiterhin so süß bleibt, darfst du dir mit dem Sprechenlernen gerne noch eine Weile Zeit lassen!

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Kleine Püppi, dreizehn Monate bist du heute nun alt. Dreizehn Monate… Es ist kaum zu glauben, dass es „nur “ etwas mehr als ein Jahr her ist, seit du als kleiner Bauchzwerg in mir gelebt und gezappelt hast.

Du hast eine unglaubliche Entwicklung in dieser Zeit gemacht, die mich immer wieder zum Staunen bringt. Aus einem Baby, das liegend mit großen Augen die Welt betrachtete wurde ein kleines Mädchen, dem es längst nicht mehr genügt, alles zu sehen, sondern das diese Welt entdecken, erstürmen und erobern möchte. Mit vollem Körpereinsatz und bis zur Erschöpfung bist du den ganzen Tag auf Achse, wenn man dich lässt. Dich so zu sehen, mit roten Wangen, schwitzigen Härchen und leuchtenden Augen, während du deinen Bobbycar durchs Wohnzimmer schiebst oder mit einem riesigen Buch in jeder Hand zu mir in die Küche kommst, das ist Mutterliebe pur. Deine neugewonnene Mobilität baust du jeden Tag weiter aus. Innerhalb einer Woche wurden aus wenigen kleinen  Schritten ganze Wanderungen durch die ganze Wohnung. Wenn ich dich in einem Geschäft kurz abstelle, um etwas aus dem Regal zu holen, dann läufst du schnurstracks den Gang entlang und ich muss dir hinterherlaufen, um dich wieder einzufangen (was du manchmal gar nicht lustig findest, auch wenn du „fangen“ spielen noch so sehr liebst).

Zwei Zähne hast du über die Weihnachtstage bekommen, die uns ein paar schlechte Nächte und Abende bescherten. Leider hast du so gar keine Lust, sie oder ihre Kameraden im Moment einzusetzen, denn das Essen verläuft immer noch sehr zäh . Drei Löffel mit Appetit und lautem „Namnamnam“ essen, den vierten ausspucken und sich die Reste angewidert von der Zunge klauben- ja, so macht das Spaß… und ich hoffe, das bessert sich, ehe du mir völlig vom Fleisch fällst (oder nachts eine weitere Schoppenmahlzeit einforderst, um auf deine Kalorien zu kommen) Aber auch wenn du wenig isst, bin ich doch fasziniert, wie das Stillbaby vom letzten Jahr abends mit mir am Tisch sitzt und lautstark nach Essiggürkchen verlangt, um sie mit großem Appetit zu knabbern. Einfach unglaublich, immer noch.

Und wo ist das Baby geblieben, das auf seinem Kuschelhund im Badezimmer lag, während ich duschte? Sich nicht einmal selbst drehen konnte und oftmals beim Geräusch des Föns für ein paar Minütchen einschlief? Heute steht ein begeisterter Zwerg vor der Dusche, hämmert klopft an die Glastüre und amüsiert sich königlich, wenn ich von innen meinen Mund an die Scheibe drücke.

Wenn ich dich mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es „strahlend“. Nicht, dass man dir mit diesem oder irgendeinem anderen Wort auch nur ansatzweise gerecht werden könnte! Aber das ist es, was dich so sehr auszeichnet, dein sonniges und strahlendes Wesen. Du leuchtest von innen heraus, kleine Wintersonne. Deine Freude am Leben und am Er-Leben ist so mitreissend, dass sich dir niemand entziehen kann. Oft gluckst und lachst du aus purer Lebensfreude vor dich hin, während du durchs Zimmer läufst. Sitzt du in deinem Hochstuhl, so lachst du mich gerne auf eine so spitzbübische und schelmische Weise an, dass ich dich fressen könnte. Dann kneifst du deine riesigen Augen zusammen, legst den Kopf schief und kicherst mich aus tiefstem Herzen an. Herzmomente, die mich vor Mutterliebe fast platzen lassen. Wenn du in der Badewanne mit deinen neuen Wasserspielzeugen spielst, voller Spannung die Hand unter den Hahn hältst und leuchtende Augen bekommst, wenn das Wasser durchs Zimmer spritzt, dann ist das einfach wunderbar. Und auch hier frage ich mich, wo nur all die Zeit geblieben ist. Vor einem Jahr war jedes Bad ein spannendes Erlebnis, bei dem ich Angst hatte, dich einmal versehentlich ins Wasser der kleinen Wanne rutschen zu lassen. Nun planschst du fröhlich vor dich hin, während ich daneben oder bei dir in der Wanne sitze und diese besonderen Momente mit dir genieße.

Es ist überwältigend, deine Entwicklung in diesen dreizehn Monaten Revue passieren zu lassen. Und nicht nur du hast dich verändert. Auch meine Liebe für dich wächst jeden Tag weiter, wird größer und stärker, obwohl ich nie für möglich gehalten hätte, dass zu der Liebe, die ich für dich empfinde, irgendeine Steigerung möglich wäre. Und doch ist es so, mein Schatz, mit jedem Tag liebe ich dich mehr. War es am Anfang eine überwältigende Liebe, die mein hilfloses kleines Mädchen vor allen Gefahren, Verletzungen und Enttäuschungen dieser Welt beschützen wollte, so ist es nun eine Liebe für deine ganze Person und deine Persönlichkeit, die dich so einzigartig macht und an der ich eine solche Freude habe. Mit allen Eigenheiten, Ecken und Kanten, die noch kommen werden. Mamaliebe. Unbeschreiblich eben.

Wenn du morgens mit beiden Händen in mein Gesicht greifst, deine Wange an meine legst und mir feuchte Küsse gibst, dann sehe ich in deinen leuchtenden Augen die pure Freude darüber, hier bei mir zu sein. Und genauso geht es mir mit dir. Ich betrachte es als Privileg, meine Tage und Nächte mit dir zu verbringen, mein Mädchen. Egal, wie anstrengend diese Tage manchmal sind, wie müde ich oft bin und wie sehr ich mir manchmal wünsche, all dies nicht alleine meistern zu müssen- deine Mama zu sein ist der schönste Job der Welt. Mit niemandem würde ich tauschen wollen.

Es ist wunderbar, dich in meinem Leben zu haben.

Ich liebe dich, kleine Wintersonne. Deine Mama

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  • Wir haben den ersten „blutigen“ Sturz hinter uns gebracht. Uffz. Ausgerechnet an Heiligabend musstest du in der Küche meiner Tante stolpern und hast dir wohl im Fallen auf die Lippe gebissen. Das Zweitschlimmste: ich stand auch noch daneben, habe aber zu langsam reagiert, weil ich so ins Gespräch vertieft war. Das Schlimmste: wie du auf meinem Arm gar nicht gleich weinen konntest, sondern mit schmerzverzerrtem Gesicht mit den Armen rudertest und schließlich die Augen rolltest – das war der Augenblick, in dem ich Panik bekam, dich fest packte und beim Namen rief. „Zum Glück“ begannst du dann zu weinen und wurdest nach einigen Minuten auch wieder ruhiger. Bei mir dauerte das eine ganze Weile länger. Sicher eine halbe Stunde lang musste ich immer wieder weinen und nachts im Bett hingen mir wieder und wieder die Bilder durch den Kopf. Dazu die Selbstvorwürfe, weil ich nicht schnell genug reagiert hatte… Nein, diese Erfahrung muss ich bittedanke nicht noch mal haben!
  • Was das Laufen betrifft: Der Knoten ist nun endlich geplatzt! Seit letzter Woche hast du endlich die Freude an der freihändigen Fortbewegung auf deinen zwei süßen Beinchen entdeckt. Mit großem Eifer läufst du durchs Zimmer, immer auf der Suche nach dem nächsten Fixpunkt, an dem du dich festhalten kannst, aber auch immer mutiger werdend. Dir zuzusehen, wie du voller Begeisterung deine neugewonnene Fähigkeit trainierst und stolz die verschiedenen Distanzen überwindest, lässt mein Mamaherz vor Liebe,Stolz und Freude immer wieder fast platzen.
  • Dein zweites Weihnachten haben wir überstanden und es war leider deutlich weniger entspannt, als das erste. Zwei Besuche bei den verschiedenen Urgroßeltern am ersten Feiertag, großes Familienfest an Heiligabend und zwei Stunden später ins Bett als gewöhnlich, das machte sich natürlich bemerkbar. Dazu kamen natürlich die nicht kindersicheren Wohnungen der Urgroßelterm , in denen du so gerne auf Erkundungstour gegangen wärst, aber leider nicht durftest, weil es einfach zu gefährlich war. Und das, wo du doch im Moment am glücklichsten bist, wenn du zuhause zwischen den verschiedenen Möbeln hin und her laufen oder mit den neuen Duplos spielen kannst.
  • Dazu kam, dass auch die Nächte nicht gerade erholsam waren. Zu deinem veränderten Schlafrhythmus (siehe unten) kamen der Abend vor Heiligabend, an dem du im 15 Minuten-Takt weinend  wach wurdest, sowie eine wirklich schlechte Nacht von Heiligabend auf den ersten Feiertag, die mich ein wenig an letztes Jahr erinnerte, als ich eben jene Nacht dauerstillend im Gästezimmer meiner Eltern verbrachte. Dieses Jahr: gleiche Location, ähnlich viel wenig Schlaf. Nun ja. Allerdings konnte ich die (jahaaa!) Übeltäter gestern identifizieren: gleich 2 (ZWEI!!) Backenzähne waren durchgebrochen, einer links und einer rechts oben. Wahnsinn!
  • Dein Schlaf- und Essverhalten hat sich seit etwa einer Woche verändert (an die Ohje, ich wachse-kundigen Mamis da draußen: Schub??). Du isst – besonders beim Mittagessen –  wie ein Spatz. Mit Appetit beginnst du, die ersten paar Löffel zu kauen und zu essen, verlangst lautstark nach mehr, nur um nach wenigen Löffelchen den Kopf zur Seite zu drehen und die Nahrungsaufnahme zu verweigern. Was es gibt, ist dir dabei scheinbar egal- was den einen Tag mit etwas Appetit gegessen wurde, kann am nächsten nach zwei Löffeln verschmäht werden. Was du tagsüber zu wenig isst, holst du dir nun (schluchz) wieder nachts. Seit einer Woche brauchst du gegen vier oder fünf Uhr morgens einen Schoppen und wenn wir beide Pech haben, dauert das Einschlafen danach mit herumwälzen, aufstehen, hinlegen, herumwälzen usw. auch gut und gerne mal eine Stunde…  (ja, ich weiß, es ist ja schon Glück, dass du überhaupt nochmal einschläfst, aber bitte: FÜNF Uhr?? Wir waren bei halb acht/ acht!!) Je länger diese frühmorgentlichen Eskapaden andauern, umso schwerer fällt es mir, am „nur-eine-Phase“-Mantra festzuhalten. Und mein Versuch, dir abends einfach mal ein Brot zu geben, in der Hoffnung, es könne dich nachhaltiger sättigen, wurde durch dein wenig motiviertes Essverhalten auch recht bald wieder aufgegeben. Nun ja. Ich hoffe mal, es ist wirklich eine Phase, denn im ab Februar heißt es arbeiten und da wäre es wirklich hart, täglich bereits um fünf von dir geweckt zu werden- zumal an weiterschlafen dann eben nicht mehr zu denken wäre…
  • Im Moment bist du sehr mamabezogen. Wenn du müde wirst, dir etwas wehtut, du quengelst, muss es Mamas Arm sein. Wenn für dein Gefühl „zu lange“ auf Omas, Tantes usw. Arm warst, zieht es dich zu mir und du streckst die Ärmchen nach mir aus. Selbst beim Wickeln ziehst du dich immer wieder hoch, krallst dich in meine Schultern und möchtest auf meinen Arm klettern. Diese so greif- und fühlbaren Zeichen deiner Zuneigung wärmen mir das Herz, so dass ich dich in diesen Momenten einfach nur knuddeln und drücken muss.
  • Du liebst es immer noch, fangen und verstecken zu spielen und beide Spiele (meist kombiniert) schaffen es  immer wieder, dir lauter Quietschen und Lachen zu entlocken.
  • Auf Dinge, die deine Aufmerksamkeit erregen, zeigst du seit etwa eineinhalb Wochen mit dem Finger. Besonders interessant ist noch immer alles Glitzernde, außerdem Lampen und alle möglichen Weihnachtsdekorationen. Besonders die Engel haben es dir hier besonders angetan.
  • Musik beruhigt dich immer ganz schnell, wenn du müde oder quengelig bist. Sobald ich anfange zu singen, wirst du meist schnell ganz ruhig.
  • Du bist eine kleine Strahlemaus. Sitzen mehrere Menschen am Tisch, dann lachst du oft einen nach dem anderen voller Freude an, wobei du den Kopf ein wenig einziehst und dein ganzes Gesicht zu leuchten und strahlen beginnt.
  • Ich bin im Moment etwas müde durch die langen Abende und nicht-durchgeschlafenen Nächte. Dieses Jahr bin ich ganz froh, dass Weihnachten vorüber ist und genieße nun die ruhigen Tage „zwischen den Jahren“, an denen ich auch ein paar Püppi-freie Stunden genießen darf. Neben dem Frisörbesuch heute morgen (endlich wieder wie ein Mensch aussehen!!) freue ich mich jetzt auf Kino heute abend und merke, wie der Feiertagsstress langsam, aber sicher von mir abfällt. Der meiste Papierkram, der mich die letzten Wochen so lähmte, ist nun erledigt (morgen schick ich die letzten Briefe weg) und ich kann nun hoffentlich einigermaßen unbeschwert die letzten Wochen meiner Elternzeit mit der Püppi genießen, ehe der Ernst des Lebens wieder beginnt.

Und bei euch so?

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Nachdem ich an deinem Geburtstag aus akuter Sentimentalität nicht in der Lage war, deinen Monatsbericht zu schreiben und in den letzten beiden Wochen immer etwas anderes zu tun, zu schreiben oder erleben war, nun eben heute ein zwölfeinhalb-Monatsbericht.

Unglaublich, dass du nun schon ein Jahr und zwei Wochen alt bist, mein Schatz. Immer wieder muss ich daran denken, wie es letztes Jahr um diese Zeit war- draußen ganz verschneit und bitterkalt und du noch so winzig und zerbrechlich. Und dann sehe ich dich an und bin immer wieder ganz fasziniert von der Persönlichkeit, die mir jeden Tag aus deinen braunen Strahleaugen entgegenblickt. Deine verschiedenen Gesichtsausdrücke begeistern mich immer wieder aufs Neue, denn sie spiegeln genau das wieder, was in deinem kleinen, großen Herzen vor sich geht. Du kannst -natürlich!- übers ganze Gesicht strahlen, ausgelassen kichern, amüsiert lächeln und versonnen in dich hinein schmunzeln. Wenn ich dich auf den Wickeltisch oder eine andere erhöhte Fläche setze, wirfst du dich mit Vorliebe in meine Arme- gerne auch dann, wenn ich dir gerade die Schuhe binde und es mein ganzes Reaktionsvermögen erfordert, dich aufzufangen. Am schönsten daran ist dein strahlendes Lächeln, dass sich kurz vorher auf deinem Gesicht ausbreitet und das jeden erkennen lässt, wir sehr dir dieses in-die-Arme-springen gefällt. Überhaupt bist du ein richtiger Wildfang, tobst und krabbelst und kletterst, ohne müde zu werden. Du liebst es, in die Luft geworfen und wieder aufgefangen zu werden, lachst begeistert, wenn man dich an den Beinen in die Luft hebt und du dann ein wenig auf deinen Händen laufen kannst.

Und so stürmisch wie dein Spiel sind auch oft deine Liebesbekundungen. Gerade morgens oder nachts im Bett sehe ich oft nur dein strahlendes Gesicht, welches -mit dem verliebten Ausdruck einer frischgebackenen Mama- das meine mustert, ehe du dein Gesichtchen so stürmisch auf das meine wirfst legst, dass ich immer wieder damit rechne, einmal ein blaues Auge davonzutragen. Seit ein paar Tagen hast du gelernt, in den Arm zu nehmen. Klar hast du auch schon vorher deine Arme um meinen Hals gelegt und dich dabei auch an mich gedrückt, dieses richtige „Drücken“ jedoch ist neu und wunderschön. Wenn du auf dem Wickeltisch sitzt und ich deine Schuhe binde, legst du manchmal die Arme um meinen Hals, beugst dich zu mir herunter und legst mit einem hohen „aaaaaaaaaah“ deinen Kopf auf meinen. Und jedesmal sprudelt mein Herz dann von neuem über.

In der vergangenen Woche hast du deine ersten freien Schritte gemacht. So ganz scheint dich diese Erfahrung jedoch nicht überzeugt zu haben, denn du zeigst kein gesteigertes Interesse, diese neue Fähigkeit ausbauen zu wollen, sondern bewegst dich munter weiter an Möbelstücken, Mamas Hand oder eben krabbelnd durch die Gegend. Falls du es doch einmal probierst, lässt du dich nach dem ersten Schritt meist schon begeistert in meine Richtung fallen. Aber immerhin, der Anfang ist gemacht und im Grunde ist es mir auch ganz egal, wann du frei zu laufen beginnst.

Das Schlafen klappt unverändert gut, auch wenn wir in der letzten Woche ein paar schlechtere Nächte hatten, in denen du fast stündlich weinend wachwurdest, glücklicherweise jedoch auch gleich wieder eingeschlafen bist. Tagsüber schläfst du etwa eine Stunde, entweder in einem „langen“ Mittagsschläfchen oder in zwei kürzeren. Das hängt von deiner Tagesform und unserem Programm ab. Morgens schläfst du meist bis halb acht oder acht, hattest jedoch in den letzten Tagen auch einige „Frühstarts“ dabei, an denen du bereits um fünf oder halb sechs nach deinem Fläschchen verlangtest, um es dann auch bis auf den letzten Tropfen zu leeren.

Für mich warf das natürlich die Frage auf, ob dir dein Abendessen- Milchbrei und Schoppen- vielleicht nicht mehr die ganze Nacht ausreicht. Deshalb beschloss ich, am Samstag abend gemeisam mit dir zu vespern, um zu sehen, ob dich ein Brot vielleicht doch länger satt macht. Leider macht dir das Brotessen so viel Freude, dass du stundenlang (wirklich, wir saßen fast eine Stunde) mit deinen „Reiterchen“ zugange bist. Du betrachtest sie, beißt ab, steckst sie in den Mund, holst sie wieder heraus, schleckst den Belag (Leberwurst, Frischkäse mit Kresse)  herunter, und und und… Wieviel am Ende einer solchen Krümelparade letztendlich in deinem Magen landet, ist schwer zu beurteilen. Gestern bekamst du aus Zeitmangel nochmal einen Milchbrei und hast auch bis halb acht geschlafen, also ist es vielleicht auch Tagesnachtformabhängig, wie lange dir das jeweilige Essen reicht. Wir werden jetzt jedenfalls öfter gemeinsam vespern, dann klappt das sicher etwas schneller (morgens geht es doch auch?!). Und außerdem macht es einfach riesigen Spaß, dir beim Essen zuzusehen, zumal du meine Liebe für Essiggürkchen offensichtlich teilst…

Tagsüber ist dein Essverhalten unterschiedich. Seit zwei Wochen isst du das „Erwachsenenessen“ mit, wobei ich darauf achte, kein Salz zu verwendenm, ehe ich deine Portion beiseite gestellt habe. Meist beginnst du, mit Appetit zu essen, verweigerst jedoch nach fünf oder sechs Löffeln die weitere Nahrungsaufnahme. Zum Glück isst du in den letzten Tagen mit mehr Appetit, denn ein wenig Sorgen hat mir diese Entwicklung schon gemacht- zumal du durch deine viele Bewegung auch einige Kalorien brauchst. Schupfnudeln, Spätzle mit Brokkoli, Gemüse-Putenpfanne mit Reis und Kartoffelbrei sind derzeit deine Favoriten auf dem Küchenzettel. Ansonsten willst du alles probieren, liebst Bananen, Rosinenbrötchen, (Marmeladen-)Brot und vieles mehr. Milchschaum von meinem Löffel zu probieren, entlockt dir ein begeistertes „namnamnam“ und macht dir riesigen Spaß.

Was das Spielen angeht, so scheinst du -zumindest bisher- nicht zu der Sorte Kind zu gehören, die sich in Ruhe eingehend mit einem Spielzeug beschäftigen. Motorikschleifen und ähnliches interessieren dich nur kurz, denn du hast überhaupt keine Lust, lange an einzelnen Spielzeugen zu pfriemeln. Viel lieber räumst du schwungvoll alle Spielsachen aus und untersuchst sie einzeln nacheinander. Deine Stofftiere sind gerade auch hoch im Kurs und gerade morgens im Laufstall werden Katze und Elefant oft genaustens unter die Lupe genommen, beplaudert und gestreichelt. Und deine Bilderbücher liebst du nach wie vor- allerdings nicht auf meinem Schoß, sondern nur alleine. 🙂 Am schönsten finde ich aber, dass du seit drei Tagen begonnen hast, zu „telefonieren“. Ob das wohl bedeutet, dass ich zuviel am Telefon hänge?? Dabei telefoniere ich eigentlich gar nicht soo gerne! Angefangen mit dem Babyphone, hältst du jetzt immer öfter Gegenstände, gerne auch dein Spielzeugtelefon, ans Ohr und beginnst, zu erzählen. Zum Dahinschmelzen ist es, wenn du mir lächelnd den „Hörer“ reichst und ich auch telefonieren darf.

Lustigerweise komme ich im Moment kaum zum Telefonieren, weil du gerade mal wieder recht mamafixiert bist. Nicht immer, nicht die ganze Zeit, aber seit etwa zwei Wochen willst du wieder viel auf den Arm, was gerade beim Kochen oder Staubsaugen eine große Freude ist… Gehe ich kurz in den Keller und setze dich in den Laufstall, so kann es passieren, dass du völlig aufgelöst bist, wenn ich wiederkomme. Ich hoffe einfach mal, dass es nur ne Phase ist, denn dich und die Riesenkörbe Wäsche kann und will ich nicht jedesmal mit in den Keller schleppen. Zum Glück hindert dich all das nicht daran, auswärts genauso kontaktfreudig und offen zu sein, wie auch bisher. Manchmal vergräbst du zwar verschämt den Kopf in meiner Schulter, aber meist schäkerst und lachst du mit den Leuten, dass es eine Freude ist.  Bei Kindern kennst du ohnehin keine Scheu, sondern gehst begeistert und manchmal etwas stürmisch, wie es eben deine Art ist, auf sie zu. Zum Glück zeigst du deine Zuneigung mittlerweile auch *etwas* liebevoller, als noch zuvor- auch wenn es natürlich nicht jedermanns Sache ist, von dir mit spitzem Finger ins Gesicht gestochert zu bekommen oder sich an den Wimpern ziehen zu lassen…

Mein Mädchen, ich stelle fest, wie schwer langsam wird, dich und die Facetten deiner Persönlichkeit in Worte zu fassen, denn du bist soviel mehr als alles, was ich je schreiben könnte. Du bist der Sonnenschein, der jeden Tag für mich erhellt. Wenm ich daran denke, wie bald ich nicht mehr den ganzen Tag mit dir verbringen kann, werde ich wehmütig und möchte die Zeit noch ein wenig anhalten. Ich genieße diese Zeit mit dir zuhause in vollen Zügen. Mein großes Mädchen. Ich liebe dich.

Deine Mama

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Nachdem sich mein Töchterchen bereits überraschend früh auf ihre zwei Beine stellte und auch bald darauf begonnen hatte, mit dem Puppenwagen zu laufen, hatten mir unzählige Menschen prophezeit, das Herzensmädchen werde mit zehn oder elf Monaten frei zu laufen beginnen. Fräulein Dickkopf jedoch, die sich bisher in jeder Lebenslage ihr eigenes Tempo erkämpft hatte, strafte alle Lügen. Sonst wild, ungestüm und draufgängerisch, zeigte sie beim Laufenlernen eine unglaubliche Um- und Vorsicht, die sie (und mein Mamaherz) bisher vor schlimmeren Stürzen bewahrte. Monatelang spazierte sie mit ihrem Puppenwagen umher, lief glücklich an allen Möbeln entlang, wanderte immer sicherer an einer Hand durchs Zimmer, doch frei zu laufen versuchte sie nie. In unserer Frühgruppe in der Musikschule, wo sie die Jüngste ist, laufen außer ihr alle Kinder und ich hatte beim letzten Mal den Eindruck, es mache ihr zu schaffen, dass sie eben nicht so hinterher konnte, wie sie es sich gewünscht hätte.

Immer wieder versuchte ich zuhause, sie doch dazu zu bringen, einmal loszulassen und einen freien Schritt zu versuchen. Nicht, weil es mir wichtig wäre, wann sie zu laufen beginnt- das ist mir ganz egal. Sondern weil ich der festen Überzeugung war, dass sie es konnte und sie im entscheidenden Moment einfach immer der Mut verließ. Doch sobald es daran ging, das stützende Möbelstück oder die helfende Hand loszulassen, ging mein Mädchen in die Knie und überwand die Distanz krabbelnd.

Letzte Woche schaffte sie es, einen Minischritt auf mich zuzustürzen zu gehen (beziehungsweise sich in meine Arme fallen zu lassen). Schon das machte mich unendlich stolz- auf ihren Mut, denn ich weiß, es kostete sie Überwindung, vor allem aber auf ihr Vertrauen in mich, dass ihr erlaubte, sich auf meine Hilfestellung zu verlassen.

Heute nun hatten wir Püppis Pekip-Freunde und ihre Mamas zu Besuch, um bei Kaffee und Kuchen ein wenig den ersten Geburtstag meines Mädchens nachzufeiern. Zwei der anderen Kinder laufen mittlerweile frei und meine Süße schaute staunend zu, wie sie sich aus dem Sitz aufstellten und – einer sicher, der andere noch etwas wackelig, laufend einige Schritte zurücklegten. Immer wieder versuchte ich auch heute, meine kleine Große zu ermutigen, es doch einfach zu versuchen. Doch sie begnügte sich damit, stehend ihre verschiedenen Spielzeuge zu erkunden und mit den anderen Kindern zu spielen. Ich spürte jedoch, dass es in ihr arbeitete, denn immer wieder machte sie Anstalten, einen Fuß nach vorn zu schieben, nur um sich gleich wieder zu bremsen und hinzusetzen. Auch die Distanzen zwischen den verschiedenen Möbelstücken wählte sie heute ein wenig weiter aus und wagte größere Schritte als sonst.

Als alle nach Hause gegangen waren, setzte ich mich noch eine Weile zu meinem Herzensmädchen auf den Boden und räumte ein wenig auf, während sie außen am Laufstallgitter entlanglief. Plötzlich blieb sie stehen und schaute zu mir herüber. Mit ausgestreckten Armen lächelte ich sie an und wartete ab, was wohl passieren würde. „Komm, mein Schatz! Trau dich, du schaffst das! Versuch´s einfach“, lockte ich einmal mehr. Und dann, ganz plötzlich, war er da, der langersehnte Augenblick. Und mein Mädchen, dieser kleine, wunderbare Mensch, ließ das Gitter los und machte drei Schritte auf mich zu, direkt in meine offenen Arme hinein.

Was soll ich sagen? Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein riesiger Schritt für das Püppichen und mich. Pah, von wegen einer! DREI! Drei Schritte für das Püppichen und mich. Hach! Und mein Mamaherz? Das tanzt. Noch immer. Die kleinen Siege der Herzensmenschen länger zu feiern, als sie selbst das tun, das ist Liebe. Pures Glück.

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