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Posts Tagged ‘schlafen’

… kaut man Mama täglich fast das Ohr ab mit „Sau mal, Mama!! Guck!“

… saugt man alle Wörter, die man hört, in sich auf und merkt sie sich. Unglücklicherweise auch die, die Mama im Auto schreit, wenn man ihr die Vorfahrt nimmt. Seiße. Asos.

… freut man sich auf die Weihnachtszeit mit dem Mickilaus

… hört man im Auto am liebsten das „leine Dambedia“ und will von Mama täglich Baby Ganggump (Pippi Langstrumpf) vorgesungen bekommen

… isst man am allerliebsten Pfannkuchen und Brezel. Noch lieber Kuchen, Igel (Fruchtriegel) und die seltene Schokolade 😉

… trinkt man am liebsten Apfelsaftschorle (Abbelsolle) und den geliebten Sobbi

… liebt man Wimmelbücher und kann in der Welt darin versinken

… liebt man Handtaschen und nimmt auch jede sogleich in Besitz (Nein! Olibia meines!)

… fährt man mit dem Pukywutsch so rasant durch die Wohnung, dass es in den Kurven manchmal fast aus der Bahn kippt und Mama einen halben Herzkasper bekommt

… würde man für einen Keks seine Großmutter verkaufen und nutzt es schamlos aus, wenn man mit Mama in der Konferenz sitzt und sie nicht hart bleiben kann (Keks haben? Kekshaben! Keks HABEN! Mama! KEKS!)

… erzählt man Mama morgens auch mal, was man nachts geträumt hat: „Oma Ama-A!“ – „Hast du von der Oma A. geträumt?“ – „Jaa! Kulen essen! Papa auch!“

… liebt man seine kleine Cousine und genießt es sehr, sie im Urlaub um sich zu haben: „Fofia lieb!“ – „Fofia baden!“ – „Breda Cridan lopfen? Fofia?“

… singt man das Kita-Morgenkreislied auch seinen Lieben zuhause vor: „Mama? Söööön da du da bist!“

…wird man mit jedem Tag verschmitzter und liebt es, Quatsch zu machen:

„Mama? Tsüüüüs! Bäter! Olibia eintaufen ghehn! Momate taufe! Guake taufe!“

„Mama?“ – „Ja?“ – „Beiße!“ – Soll ich dich beißen? Bist du eine Tomate? Soll ich dich aufessen?“ – „Jaaa, Momate ässe!“ (dabei werden die Ärmchen ausgestreckt und losgegiggelt, sobald Mama rein“beisst“) 😉

…kann man seit einer Woche Purzelbäume wie ein Weltmeister schlagen

… isst man ein belegtes Brötchen mit Gürkchen, Wurst und Käse („Olibia leine!„) ganz alleine und stolz wie Bolle mit beiden Händen

… nimmt man manchmal morgens im Bett Mamas Gesicht in ihre Hände und knutscht sie ab (kann ein Tag besser beginnen????)

… liebt man es, zum Einschlafen Mamas Haare in den Händen zu halten

… schläft man am liebsten auf dem Eulenkissen mit Tsaaaly im Arm

… ist man ein richtig großes Mädchen und bleibt trotzdem Mamas Baby, wenn man abends in ihren Armen schläft

… wird man mit jedem Tag süßer, lustiger und besonderer und ist Mamas ganzer Stolz

Ich liebe dich, du Sonnenschein!

Mama

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… um mal ganz ehrlich zu sein… 😉

Als ich noch nicht deine Mama war,

… da wusste ich auch noch nicht, dass es Tage gibt, an denen ist man so müde, dass die Beine wehtun und man beim Aufstehen schon die ersten Tränen vergießt.

… da wusste ich genauso wenig, dass auch winzige Babymädchen ihre Mamas in hohem Bogen anpinkeln können.

… da hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie sehr ständiges mit-Gegenständen-irgendwo-dagegen-schlagen an meinen Nerven zerren kann.

… da hätte ich nie gedacht, dass Mamasein auch bedeuten kann, monatelang nicht einmal abends eine Stunde für mich alleine zu haben, weil das Baby tagsüber fast nie und abends immer nur ganz kurz am Stück schläft.

… da hatte ich zum Glück keine Ahnung davon, dass es auch Babys gibt, die schreien, sobald sie abgelegt werden und dass es deshalb passieren kann, dass Mama schon morgens um halb 11 nur noch am Heulen ist, weil das Baby das komplette Duschen, Anziehen, Zähne putzen usw. hindurch nur geschrien hat.

… da hatte ich keinerlei Vorstellung davon, wie grausam es manchmal sein kann, auf nüchternen Magen Windeln des Grauens zu wechseln (und sich drei zusätzliche Hände zum Füße halten, Feuchttücher reichen, Kind davon abhalten seine Legotiere in die Windel zu werfen (…) zu wünschen)

… da wurde ich NIE davon geweckt, dass ein anderer Mensch an meinen Haaren (und nur an ganz wenigen, damit es auch richtig wehtut) zog oder mich ganz laut anbrüllte.

… da konnte ich mir nicht vorstellen, dass deine Schmerzen mir mehr als meine eigenen wehtun könnten.

… da wusste ich nicht, wie schrecklich es sich anfühlt, monatelang NIE von selbst aufzuwachen, sondern immer und zu den unmöglichsten Zeiten von einem anderen Menschen aus dem Schlaf gerissen zu werden. (Wie Folter. Meine Meinung.)

… da hatte ich auch keine Vorstellung davon, wie frustrierend es manchmal ist, deine Trotzphasen mitzuerleben.

Mein Schatz, als ich noch nicht deine Mama war, da war ich ausgeschlafener und erholter. Ich ging öfter zum Frisör und viel öfter abends aus. Ich arbeitete mehr und hatte mehr Geld zur Verfügung. Ich hatte bessere Nerven und nahm mir Zeit für die Dinge, die mir Spaß machten. Ich las mehr, unternahm mehr und lackierte mir öfter die Nägel. Mein Bett, meine Wohnung, meine Freizeit und mein Bücherregal gehörten mir ganz allein. Ich konnte lange liegen bleiben, sonntags den ganzen Tag fernsehen, morgens ungestört frühstücken und stundenlang telefonieren.

Mein Schatz, als ich noch nicht deine Mama war, da war mein Leben nicht mal halb so schön wie heute. Ganz ehrlich.

Ich liebe dich! Deine Mama.

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1 Jahr, 6  Monate, 1 Woche und einen Tag alt

…und du steckst mitten in einem ganz gewaltigen (Sprach-)Entwicklungsschub.

Das ist einerseits ganz toll, denn dein Wortschatz wächst nahezu täglich und du kannst immer besser sagen oder zeigen, was du möchtest und was dir gerade wichtig ist.  Andererseits bleiben natürlich auch die Nebenwirkungen dieser Entwicklung nicht aus. Kein Licht ohne Schatten und so…

Dein Schlafpensum ist mal wieder aufs absolute Minimum zusammengeschrumpft. Aktuell sind wir bei etwa dreißig Minuten Mittagsschlaf; und dies auch an Tagen, an denen du um 6 Uhr mit mir aufstehen musstest und einen actionreichen Vormittag in der Kita hinter dich brachtest. Ich wundere mich wirklich, wie du das durchhältst. (Und bete darum und hoffe sehr, dass dies bitte, bitte, bitte nur eine vorübergehende Phase sein möge, ja?. Ja? JA???) Leider äußert sich dieser Schlafmangel an manchen Tagen in schlechter Quengellaune (wen wundert´s??) und Klettigkeit allerersten Grades. Dagegen ist nun wirklich nichts einzuwenden. Leider ist dein Nähebedürfnis jedoch meist dann am Größten, wenn Mama gerade heiße Marmelade in Gläser abfüllen, Abendessen kochen oder schnell (HA!!) ein paar Sachen zusammensuchen muss. Genau DAS ist dann der Augenblick, in dem du NUR auf dem Arm sein kannst und dich bei Nichterfüllung dieses Wunschs schreiend und weinend und strampelnd auf dem Boden windest. Und genau DAS sind die Momente, da ahne ich, wie sich so ein Nervenzusammenbruch anfühlen muss. Aber zum Glück sind das nur einige Momente. Und in der restlichen Zeit freuen wir uns gemeinsam daran, was du schon alles kannst. Und das ist so einiges!

Was du seit neuestem kannst und magst:

  • Ganz plötzlich sprichst du neue Wörter, die man (oder zumindest ich) dir nicht bewusst vorgesprochen hat, sondern die du beim Erzählen, Zeigen oder Vorlesen aufgeschnappt haben musst. Heute zeigtest du im Drogeriemarkt auf die Kinderzahnbürsten und sagtest „Beaa“, was mich etwas verwirrte : „Bea“ als Wort für „Zahnbürste“?? Meintest du vielleicht Biiäää?? „Da ist doch keine Brille“, sagte ich und wunderte mich ein bisschen, was du dort wohl gesehen haben könntest. Bis mich die Bekannte, die wir getroffen hatten, darauf aufmerksam machte, dass eine der Zahnbürsten eine Bärenform hat. Waaaah, mein Kind kann „Bär“ sagen! Hach!
  • Mit deiner „Pubba/ dem „Bebi“ spielst du deine Lieblingsspiele nach. Dabei lässt du die Pubba in die Hände klatschen und rufst „Bagge Bagge“. Und auch „Hobbe Hobbe“ wird hier seit neuestem gespielt, wobei Pubba bei „…dann macht der Reiter pluuuuuuuums“ auch wirklich hintenüber gekippt wird. ♥
  • Du liebst Musik. Läuft im Auto deine KinderliederCD, dann klatschst du im Rhythmus mit und hast gleich vieeel bessere Laune. Lieblingslieder der CD: Was müssen das für Berge sein, Rommel Bommel und Wer will fleißige Handwerker seh´n. Wenn du mal wieder wütest, weil ich dir das Gesicht waschen/die Windel wechseln/ das Oberteil ausziehen (…) muss, dann hilft es oft, leise Was müssen das für Berge sein anzustimmen, damit du ruhiger wirst. Läuft das Pippi Langstrumpf- Lied, dann fängst du sofort an zu wippen, willst an die Hände genommen werden und im Takt zur Musik hüpfen.
  • Aller-, aller-, allerliebstes Lieblingsspielzeug?? Der neue Puppenbuggy! Wenn du ihn loslassen musst, weil er leider nicht mit auf die Wickelkommode/in die Dusche/ in den Hochstuhl passt, schreist du sofort los. Das erste, was du siehst und worauf du dich stürzst, sobald wir die Wohnung betreten? Genau, der Buggy! Der wird dann geschäftig durch die Wohnung geschoben, die Legokatze unten im Körbchen liegend, Pubba und Stoffeselchen einträchtig in der Babyschale sitzend. Und du bist glücklich. Ein echtes Mädchen eben 😉
  • Ganz neu hast du den Zug mit den Bauklötzchen für dich entdeckt. Für deine Verhältnisse richtig lange und konzentriert kannst du bei deinem „Auddo“ sitzen, die Bauklötze darauf stapeln und es mit lautem „Brummm brumm brumm“ durch die Gegend schieben. So verlockend ist der Zug für dich, dass du am Samstag sogar mit lautem „Dangee dangee“ darum batest, in den Laufstall zu dürfen, weil der Zug darin stand. Zeichen und Wunder…
  • Bälle und Wawas siehst du überall, egal wie klein und versteckt sie sind. Schon so manches Mal musste ich erst lange suchen, bis ich das mit „Bajjj BAjjjjj, BAJJJJJJJ!!!!“ berufene Objekt schließlich als kleine Glaskugel im Fenster eines Hauses, an dem wir vorbeigingen identifizieren konnte.
  • Du erkennst dich selbst im Spiegel. Als ich dir vorige Woche einen Cremetupfen auf die Nase machte und dich vor den Spiegel stellte, fand dein kleiner Zeigefinger ruckzuck die cremige Stelle an der Nase und rieb die Creme weg.
  • Mama? Mama?? MAMA!!!! tönt es hier drölfzig Mal jeden Tag. Und ich gebe zu, ich genieße es jedes einzelne Mal. Du variierst deine „Mama“s nach Lautstärke, Tonfall und Eindringlichkeit und bringst die Leute um uns herum oft zum Schmunzeln, weil du mal wieder nachdrücklich „Mammmaaaaa“ rufst, als wolltest du dich bei allem, was du tust vergewissern, dass deine Mama auch bei dir ist. ♥
  • Du isst dein Essen immer geschickter ganz alleine mit Hilfe von Löffel oder Gabel. Zu beobachten, wie konzentriert und gekonnt du kleinste Essensfitzelchen auf die Gabel aufspießt und dann zufrieden zum Mund führst, macht mich unendlich stolz auf mein großes Kind.

Kleine große Maus, immer deutlicher zeigst du mir, dass du ein kleines Mädchen und schon längst kein Baby mehr bist. Ein Mädchen mit Pferdeschwanz, eigenem Willen und riesiger Lebensfreude. Ein Mädchen, das gerne Fußball spielt und Auddos liebt. Das von anderen Kindern fasziniert ist und das am liebsten den ganzen Tag mit ihrem Puppenbuggy durch die Weltgeschichte fahren möchte. Ein manchmal zorniges Mädchen, das sich nicht entscheiden kann, ob Mama gerade doof ist oder nicht und deshalb zwischen in den Arm nehmen und wegschubsen wechselt. Ein ganz oft gut gelauntes und vor Freude quietschendes Mädchen, das mit seiner Freude an allen Dingen jeden drumherum ansteckt. Ein manchmal unendlich müdes Mädchen, das den ganzen Nachmittag die Augen reibt und sich an den Haaren zieht, aber dennoch nicht die Augen schließen kann (man könnte ja etwas verpassen!!). Ein Mädchen, das am liebsten den ganzen Tag nur essen würde. Das im Moment mal wieder eine ganz ausgeprägte Mama-Phase hat.

Mein Mädchen. Mein Glück. Ich liebe dich. So sehr.

Deine Mama

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Mein Mädchen,

heute vor 18 Monaten lag ich im Kreißsaal und war noch etwas mehr als eine Stunde davon entfernt, dich kennenzulernen. Es war die schlimmste, anstrengendste Phase dieser Geburt. Presswehen, immer wieder Presswehen und nichts tat sich, so schien es mir. Immer wieder wartete ich darauf, das erlösende „Jetzt kommt das Köpfchen“ zu hören, aber das sollte noch eine ganze Weile dauern…

Achtzehn Monate, eineinhalb Jahre. Eine kleine Ewigkeit. Wie lange das her ist, wurde mir gestern klar, als wir uns mit deiner frischgeschlüpften Großcousine zum Spazierengehen trafen. Fünf Wochen ist sie alt und lag friedlich schlafend und winzigklein in ihrem Wagen. Und daneben du, mein großes, großes Mädchen.

Du bist gerade etwa 82 cm groß und wiegst ca 10 Kilo. Das ist gar nicht so schwer, wenn man bedenkt, dass du am Liebsten den ganzen Tag lang essen würdest.. Morgens in der Kita bist du zufrieden, wenn du mit deiner Vesperbox in den Frühstücksraum marschieren darfst. Mittags beim Abholen höre ich meist „Sie hat wieder 2 (3) Portionen gegessen!“. Und zuhause ist das erste, was ich von dir höre: „NANANE!!“ – in einem Kasernenbefehlston, der mich immer wieder zum Lachen bringt. Meist isst du also eine Banane oder ein Müsli mit Erdbeeren und Banane. Gehen wir noch in die Stadt, so isst du dort noch ein Einback oder ein Rosinenbrötchen und abends oft noch ein oder zwei Brote und eine Tomate. Wenn du zuhause ferühstückst, dann dürfen es gerne zwei bis zweieinhalb Brote sein (das esse ich auch!). Du siehst, wenig ist das nicht 😉

Es gibt fast nichts, was dir nicht schmeckt und das ist wirklich toll. Es macht darum auch riesigen Spaß, für dich zu kochen und dir Neues anzubieten, denn du probierst ganz furchtlos und spuckst nur selten etwas aus.

Was du am liebsten isst und trinkst: Pfannkuchen, Reis-Gemüse-Pfanne, Spätzle, Spargel, Bananen, Marmeladenbrote, Erdbeeren, Trauben, Tomaten, Karotten, frischgepressten Orangensaft, Wasser, deinen Schoppi, Apfelsaftschorle, Rotbäckchensaft…

Dass du trotz deiner Esserei doch recht zart bist, liegt sicher daran, dass du ein solcher Wirbelwind bist. Kleine Maus, manchmal wünschte ich mir wirklich, du könntest einmal für fünf Minuten still sitzen. Vielleicht ein Buch mit mir ansehen oder ein Puzzle machen. Aber von wegen. Action, action, action. Es gibt Tage, da bist du pausenlos in Bewegung, wie aufgezogen. Da wird überall gesucht, entdeckt und ausprobiert. Schranktüren geöffnet, Schubladen aufgezogen, Bücher aus dem Regal geworfen- das volle Programm eben.

Im Moment ist zu meinem Leidwesen dein liebstes Spiel, auf der Couch zu hüpfen zu klettern und sich über irgendwelche Kissen zu werfen. Dabei bist du so wild und ungestüm, dass ich nur darauf wartem dass du irgendwann herunterfällts. Und zwar mit Schwung. Heute war ich glücklicherweise daneben und konnte dich gerade noch festhalten, als du mit dem Gesicht voran hinbter einem Kissen her rutschtest. Ich möchte mir lieber nicht ausmalen, wie dein Gesichtchen sonst ausgesehen hätte. Ich versuche immer wieder, dir beizubringen, dass auf der Couch nicht gehüpft wird, aber das ist schwierig. Denn du scheinst mein Schimpfen und ernstes „Nein“überhaupt nicht als erst zu empfinden, sondern kreischst und lachst meist vor Vergnügen und kriegst dich kaum noch ein. Ich hoffe sehr, ich finde einen Weg, dir das klarzumachen, ehe du wirklich einmal von der Couch fällst.

Furchtlos bist du nicht nur zuhause, auch auf dem Spielplatz tobst du wie eine Große. Diese Woche bist du zum ersten Mal alleine gerutscht und hast durch stundenlanges „Üben“ auch entdeckt, wie du am besten alleine die Leiter zur Rutsche bezwingst. Auch die Schaukel liebst du sehr und manchmal, wenn ich ganz viel Glück habe, kannst du auch versunken eine Weile mit deinem Eimerchen, Schäufelchen und Förmchen im Sand spielen und ganz ruhig sitzenbleiben. Manchmal…

Beim Spielen zuhause liebst du vor allem deine Puppen. „Pubba, Pubba“, höre ich immer wieder und oft muss die kleine Puppe, deine Mimi, auch mit ins Bett. Tagsüber wird sie im Puppenwagen umhergefahren, geküsst, mit „Eias“ bedacht und darf „Backe backe“ machen, wobei du sie in die Hände klatschen lässt. Richtige Mädchenspiele eben ;-). Neben den Puppen ist jedoch vor allem der „Baj“ angesagt. Du liebst Bälle und entdeckst sofort, wenn irgendwo einer herumliegt. Und du spielst auch ganz toll mit ihnen, kickst wie eine kleine Fußballerin, im Stand, aus dem Laufen und mit richtig viel Schwung. (Und wenn du ein „Tor“ schießt, klatschst du dir selbst Applaus. 😉 ). Wer weiß, wie sich das noch entwickelt… 😉

Deine Sprachentwicklung hat in den letzten Wochen einen riesigen Sprung gemacht. Auf Fragen kannst du mit Ja oder Nein antworten, du verstehst vieles und kannst langsam einige der Gegenstände um dich herum benennen. Eine Auswahl:

dinda – trinken

Booo – Brot

Nunu – Schnuller

biddee – bitte

dangeee – danke

ja

nei/ nein

allo – Hallo

dada – tschüss

Wawa – Hund

MMa – Oma

Tande – Tante

Buba – Opa

Dinda –  Kinder

Mama

Papa

Miau – Katze

Pubba – Puppe

Bajj – Ball

Bambampe – Bauchnabel

Nanane – Banane

Waaah – Tiger, Löwe

Muh – Kuh

Mäh – Schaf

Uume – Blume

Bam – Baum (kurioserweise auch Leberfleck, Mamas B.rust und Bauch)

Am – Arm (als Antwort auf die Frage “Willst du auf den Arm?)

Running Gag ist nach wie vor der “Küsschen – Dialog” : “Kriegt die Mama (der Opa, die Oma…) einen Kuss?” – “NEINNN!”. Lustigerweise bist du bei anderen Kindern, Puppen und Spielzeug eine große Küsserin und auch ich muss den Lieblingsspielsachen immer wieder meine Liebe beweisen. Mehrmals am Tag streckst du mir kleine Legotiere, Stofftierchen oder Pubbas entgegen, damit ich sie küsse oder “Eia” mache. Zum Glück bekomme ich mein tägliches Küsschen beim Verabschieden in der Kita und wenn ich viiiiiel Glück habe, streckst du mir auch mal am Nachmittag dein kleines Schnütchen entgegen und gibst mir einen Schmatz.

Leider ist das Schlafen tagsüber gerade ein wenig problematisch. Du schläfst zwar nach wie vor alleine ein, wachst aber nach ca. 40 Minuten wieder auf. Und das ist zu wenig für uns beide. Du wirst unheimlich früh wieder müde und möchtest am liebsten um 18 Uhr wieder schlafen und ich schaffe es in dieser Zeit kaum, das Chaos in der Wohnung zu lichten, geschweige denn mal ein paar Minuten für mich zu haben. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, wenn morgen wieder die Kita beginnt.

Was sich in den letzten Wochen definitiv weiterentwickelt hat, ist dein eigener Wille. Nicht, dass du den nicht schon vorher gehabt hättest, aber er äußert sich nun auch gerne mal in einem handfesten Trotzanfall. Von auf-den-Boden-werfen bis hin zu steif-machen-und-schreien ist wirklich alles dabei. Treten, heulen, weinen… Das Wickeln artet oft in riesiges Geschrei aus, das die Nachbarn sicher vermuten lässt, du würdest gerade geschlachtet. Ääähm, nö, eigentlich nicht. Besonders nach anstrengenden Kita und Spielplatztagen bist du abends oft richtig müde und fertig, was die Stimmung beim Wickeln und bettfertig machen nicht gerade verbessert. Dann kann es schonmal vorkommen, dass du das gesamte Fertigmachen über durchbrüllst. Und ich gebe zu, manchmal möchte ich einfach mitbrüllen oder antworte schon mal mit einem gereizten “Das Windelwechseln mach MIR gerade auch nicht mehr Spaß als dir, das musst du nicht meinen!!”. Mamas sind eben auch nur Menschen.

Zum Glück bessert sich die Laune beim anschließenden Booo essen und dem Schoppi immer wieder, so dass unsere Abende immer sehr ruhig und schön ausklingen. Den Schoppi trinkst du immer auf einem Kissen auf der Couch, über die ich dann immer eine kleine Decke lege, falls mal etwas Milch danebenläuft. Seit du selbst auf die Couch klettern kannst, kommt es schon mal vor, dass du bereits rüberläufst, die Decke ausbreitest und dich bereits in Position begibst, während ich die Milch warmmache. Beim ersten Mal habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich dich da liegen sah!

Nach dem Schoppi bekommst du deinen Schnuller und dann liegst du noch eine Weile bei mir, den Kopf in meine Halsbeuge gekuschelt und döst vor dich hin oder schläfst schon mal ein. So sitzen wir dann und können beide zur Ruhe kommen. Später trage ich dich dann in dein Zimmer. Bist du noch wach, dann beten wir, ich decke dich zu und sage dir gute Nacht. Und wenn ich dann später ins Bett gehe, dann hole ich dich rüber ins große Bett. Erstens ist es einfach schön, dich bei mir zu haben, zum anderen erleichtert es das nächtliche Schnullersuchen oder das Trösten nach einem schlechten Traum unheimlich, denn so schläfst du ratzfatz wieder ein und in vielen Nächten weiß ich hinterher gar nicht, ob du überhaupt einmal wachwurdest, weil wir so schnell wieder eingeschlafen sind.

Während ich gestern abend diesen Eintrag schrieb, hörte ich dich plötzlich aus dem Babyphone weinen. Ich ging schnell hinüber in dein Zimmer und fand dich weinend im Bett sitzen. Als ich dich aus dem Bettchen hob, wirktest du völlig wach und wolltest dich auch nicht wieder hinlegen lassen. “Nein, nein!” war die entschiedene Reaktion auf meine Versuche. Also nahm ich dich mit hinüber und legte dich ins mein Bett. Das war ok, jedoch nur, solange ich daneben lag. Als ich vorsichtig aus dem Schlafzimmer schlich, um die Lichter ausschalten und mich bettfertig machen zu gehen, hörte ich es hinter mir sofort rascheln und tapsen- du kamst hinterher. Na gut, nahm ich dich eben mit (auch wenn ich befürchtete, du könntest so wach werden, dass die nächsten Stunden an Schlaf nicht mehr zu denken sei…). Gemeinsam machten wir die Lichter aus und gingen ins Bad, wo ich mich fertigmachte und dir noch eine frische Windel verpasste. Dann legten wir uns gemeinsam ins Bett. Im Dunkeln konnte ich die Digitalanzeige des Videorecorders sehen. 00:30. Während du auf mich klettertest und deinen Kopf in meine Halsbeuge legtest, erzählte ich dir, dass 18 Monate zuvor gerade die allerletzten Minuten deiner Geburt angebrochen waren. Ganz still lagst du da und hörtest mir zu. Und so kam es, dass wir um 00:38 Uhr, auf die Minute genau 18 Monate, nachdem du geboren und mir auf die Brust gelegt wurdest, beieinander lagen wie damals. Ganz still und friedlich und voller Liebe.

Mein Mädchen. Zum 18-Monatsgeburtstag wünsche ich dir alles Gute und gebe dir einen dicken Kuss.

Ich liebe dich, mein Schatz!

Deine Mama

 

 

 

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Es gibt ja diese Phasen des Elternseins, da darf dich keiner fragen, wie es dir gerade so geht, denn die Antwort wäre ein stundenlangesr Gejammer Monolog über Schlafmangel, die fehlende Möglichkeit zu duschen und essen und blankliegende Nerven.

Dann gibt es diese Phasen, in denen dich besser auch wieder niemand fragen sollte, denn jeder, der selbst Kinder im Alter deines Herzblatts hat, müsste bei deiner Antwort in neidbedingte Depression verfallen. Das sind die Phasen, in denen einfach alles fließt. Das Kind hat einen guten Schlafrhythmus, ist kuschelig, spielt auch mal ein wenig alleine, du darfst essen, duschen und die Nächte durchschlafen und wenn ihr miteinander unterwegs sind, erliegen alle Leute quietschend dem Charme deines wunderbaren Kindes. Rosazuckerwattewölkchenzeiten.Was die anderen tröstet und du lieber verdrängst: diese Zeiten währen nicht ewig. (spätestens in der Pubertät sind sie vorbei *chrchrchr*)

In den letzten Wochen waren wir hier ziemlich nahe dran am Plüschzuckeralltag und ich gebe zu, ich traute mich kaum, es irgendwo zu erzählen, aus Angst, dieser wunderbare Zustand könne verschwinden, sobald ich darüber spreche.

Seit einigen Tagen jedoch schleichen sich kleine Veränderungen ein, die mich in der Summe an einen Schub denken lassen. Seufz. Ich bin ja keine der „Ohje, ich wachse“-Anhängerinnen, deshalb habe ich keine Ahnung, ob in diesem Alter überhaupt ein Schub anstünde. Denn im Grunde ist es ja völlig egal, ob die Veränderungen nun am neuen Alltagsrhythmus und den Umstellungen auf Kita und weniger Mama als sonst oder am Schub liegen. Das ändert ja nichts daran, wie ich als Mama damit umgehe.

Fakt ist jedenfalls, dass das Olivenkind momentan einige „Schubsymptome“ zeigt, als da wären:

  • Im Laufstall bleiben ist supersupersuperdoof und es muss sofort ein dramatischer Weinkrampf gestartet werden, bei dem das ganze Kind von Schluchzern geschüttelt wird, damit Mama auch merkt, was sie mir da antut (dabei gehts doch nur um ZWEI MINUTEN, verd…!!!)
  • In der Krippe wird nach wie vor nur höchstens eine halbe Stunde geschlafen. Zuhause bin ich unglaublich müde, weine jedoch hysterisch und verzweifelt, sobald ich im Bett alleine gelassen werde- in Mamas Arm mache ich dann eine Stunde Mittagsschlaf. Aber nur da!
  • Ich weine nicht mehr „nur“, sondern stimme ein lautes Jammern an, bei dem ich in meiner eigenen Sprache mein Leid beklage, eingeleitet durch mehrfaches „Jajaja“… (was übrigens herzzerreißend niedlich klingt 😉 )
  • Ich esse wie ein Scheunendrescher. Habe ich nachmittags meine Portion verdrückt, klettere ich auf Mamas Schoß und esse ihren Joghurt weg probiere auch noch, was sie isst. Abends putze ich problemlos zwei Leberwurstbrote (ganz großes Lieblingsvesper gerade!) und einen Schoppen weg. Soviel isst Mama auch, nur ohne Schoppen. Ähm ja.
  • Alleine spielen macht wenig Spaß. Ich will auf Mamas Arm oder auf ihren Schoß, halte es dort jedoch keine drei Minuten aus, dann muss ich runter und das Spiel weinen-Arme ausstrecken-ans Bein hängen… geht von vorne los.

Alles in allem natürlich nicht dramatisch, aber doch eine Veränderung im Vergleich zu den fast schon tiefenentspannten Wochen zuvor. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Maus durch die tägliche „Trennung“ einfach mehr Mamanähe braucht gerade. Und ich bin ehrlich, ich genieße die mittäglichen Couchkuschel/Mittagsschlafrunden auch sehr. Schaun wir mal, wie sich das weiter entwickelt. Grundsätzlich bin ich nämlich schon ein Verfechter des „Mittagsschlaf-im-Kinderbett-Prinzips“, auch wenn Ausnahmen gerne die Regel bestätigen dürfen.

Und was den Rest betrifft: Solange die Nächte bleiben, wie sie sind, beschwere ich mich nicht.

Ach ja:  Murphy, du hast das jetzt nicht gehört, klar?

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