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Posts Tagged ‘Schub; Entwicklung’

1 Jahr, 6  Monate, 1 Woche und einen Tag alt

…und du steckst mitten in einem ganz gewaltigen (Sprach-)Entwicklungsschub.

Das ist einerseits ganz toll, denn dein Wortschatz wächst nahezu täglich und du kannst immer besser sagen oder zeigen, was du möchtest und was dir gerade wichtig ist.  Andererseits bleiben natürlich auch die Nebenwirkungen dieser Entwicklung nicht aus. Kein Licht ohne Schatten und so…

Dein Schlafpensum ist mal wieder aufs absolute Minimum zusammengeschrumpft. Aktuell sind wir bei etwa dreißig Minuten Mittagsschlaf; und dies auch an Tagen, an denen du um 6 Uhr mit mir aufstehen musstest und einen actionreichen Vormittag in der Kita hinter dich brachtest. Ich wundere mich wirklich, wie du das durchhältst. (Und bete darum und hoffe sehr, dass dies bitte, bitte, bitte nur eine vorübergehende Phase sein möge, ja?. Ja? JA???) Leider äußert sich dieser Schlafmangel an manchen Tagen in schlechter Quengellaune (wen wundert´s??) und Klettigkeit allerersten Grades. Dagegen ist nun wirklich nichts einzuwenden. Leider ist dein Nähebedürfnis jedoch meist dann am Größten, wenn Mama gerade heiße Marmelade in Gläser abfüllen, Abendessen kochen oder schnell (HA!!) ein paar Sachen zusammensuchen muss. Genau DAS ist dann der Augenblick, in dem du NUR auf dem Arm sein kannst und dich bei Nichterfüllung dieses Wunschs schreiend und weinend und strampelnd auf dem Boden windest. Und genau DAS sind die Momente, da ahne ich, wie sich so ein Nervenzusammenbruch anfühlen muss. Aber zum Glück sind das nur einige Momente. Und in der restlichen Zeit freuen wir uns gemeinsam daran, was du schon alles kannst. Und das ist so einiges!

Was du seit neuestem kannst und magst:

  • Ganz plötzlich sprichst du neue Wörter, die man (oder zumindest ich) dir nicht bewusst vorgesprochen hat, sondern die du beim Erzählen, Zeigen oder Vorlesen aufgeschnappt haben musst. Heute zeigtest du im Drogeriemarkt auf die Kinderzahnbürsten und sagtest „Beaa“, was mich etwas verwirrte : „Bea“ als Wort für „Zahnbürste“?? Meintest du vielleicht Biiäää?? „Da ist doch keine Brille“, sagte ich und wunderte mich ein bisschen, was du dort wohl gesehen haben könntest. Bis mich die Bekannte, die wir getroffen hatten, darauf aufmerksam machte, dass eine der Zahnbürsten eine Bärenform hat. Waaaah, mein Kind kann „Bär“ sagen! Hach!
  • Mit deiner „Pubba/ dem „Bebi“ spielst du deine Lieblingsspiele nach. Dabei lässt du die Pubba in die Hände klatschen und rufst „Bagge Bagge“. Und auch „Hobbe Hobbe“ wird hier seit neuestem gespielt, wobei Pubba bei „…dann macht der Reiter pluuuuuuuums“ auch wirklich hintenüber gekippt wird. ♥
  • Du liebst Musik. Läuft im Auto deine KinderliederCD, dann klatschst du im Rhythmus mit und hast gleich vieeel bessere Laune. Lieblingslieder der CD: Was müssen das für Berge sein, Rommel Bommel und Wer will fleißige Handwerker seh´n. Wenn du mal wieder wütest, weil ich dir das Gesicht waschen/die Windel wechseln/ das Oberteil ausziehen (…) muss, dann hilft es oft, leise Was müssen das für Berge sein anzustimmen, damit du ruhiger wirst. Läuft das Pippi Langstrumpf- Lied, dann fängst du sofort an zu wippen, willst an die Hände genommen werden und im Takt zur Musik hüpfen.
  • Aller-, aller-, allerliebstes Lieblingsspielzeug?? Der neue Puppenbuggy! Wenn du ihn loslassen musst, weil er leider nicht mit auf die Wickelkommode/in die Dusche/ in den Hochstuhl passt, schreist du sofort los. Das erste, was du siehst und worauf du dich stürzst, sobald wir die Wohnung betreten? Genau, der Buggy! Der wird dann geschäftig durch die Wohnung geschoben, die Legokatze unten im Körbchen liegend, Pubba und Stoffeselchen einträchtig in der Babyschale sitzend. Und du bist glücklich. Ein echtes Mädchen eben 😉
  • Ganz neu hast du den Zug mit den Bauklötzchen für dich entdeckt. Für deine Verhältnisse richtig lange und konzentriert kannst du bei deinem „Auddo“ sitzen, die Bauklötze darauf stapeln und es mit lautem „Brummm brumm brumm“ durch die Gegend schieben. So verlockend ist der Zug für dich, dass du am Samstag sogar mit lautem „Dangee dangee“ darum batest, in den Laufstall zu dürfen, weil der Zug darin stand. Zeichen und Wunder…
  • Bälle und Wawas siehst du überall, egal wie klein und versteckt sie sind. Schon so manches Mal musste ich erst lange suchen, bis ich das mit „Bajjj BAjjjjj, BAJJJJJJJ!!!!“ berufene Objekt schließlich als kleine Glaskugel im Fenster eines Hauses, an dem wir vorbeigingen identifizieren konnte.
  • Du erkennst dich selbst im Spiegel. Als ich dir vorige Woche einen Cremetupfen auf die Nase machte und dich vor den Spiegel stellte, fand dein kleiner Zeigefinger ruckzuck die cremige Stelle an der Nase und rieb die Creme weg.
  • Mama? Mama?? MAMA!!!! tönt es hier drölfzig Mal jeden Tag. Und ich gebe zu, ich genieße es jedes einzelne Mal. Du variierst deine „Mama“s nach Lautstärke, Tonfall und Eindringlichkeit und bringst die Leute um uns herum oft zum Schmunzeln, weil du mal wieder nachdrücklich „Mammmaaaaa“ rufst, als wolltest du dich bei allem, was du tust vergewissern, dass deine Mama auch bei dir ist. ♥
  • Du isst dein Essen immer geschickter ganz alleine mit Hilfe von Löffel oder Gabel. Zu beobachten, wie konzentriert und gekonnt du kleinste Essensfitzelchen auf die Gabel aufspießt und dann zufrieden zum Mund führst, macht mich unendlich stolz auf mein großes Kind.

Kleine große Maus, immer deutlicher zeigst du mir, dass du ein kleines Mädchen und schon längst kein Baby mehr bist. Ein Mädchen mit Pferdeschwanz, eigenem Willen und riesiger Lebensfreude. Ein Mädchen, das gerne Fußball spielt und Auddos liebt. Das von anderen Kindern fasziniert ist und das am liebsten den ganzen Tag mit ihrem Puppenbuggy durch die Weltgeschichte fahren möchte. Ein manchmal zorniges Mädchen, das sich nicht entscheiden kann, ob Mama gerade doof ist oder nicht und deshalb zwischen in den Arm nehmen und wegschubsen wechselt. Ein ganz oft gut gelauntes und vor Freude quietschendes Mädchen, das mit seiner Freude an allen Dingen jeden drumherum ansteckt. Ein manchmal unendlich müdes Mädchen, das den ganzen Nachmittag die Augen reibt und sich an den Haaren zieht, aber dennoch nicht die Augen schließen kann (man könnte ja etwas verpassen!!). Ein Mädchen, das am liebsten den ganzen Tag nur essen würde. Das im Moment mal wieder eine ganz ausgeprägte Mama-Phase hat.

Mein Mädchen. Mein Glück. Ich liebe dich. So sehr.

Deine Mama

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