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Posts Tagged ‘Schub’

Es gibt ja diese Phasen des Elternseins, da darf dich keiner fragen, wie es dir gerade so geht, denn die Antwort wäre ein stundenlangesr Gejammer Monolog über Schlafmangel, die fehlende Möglichkeit zu duschen und essen und blankliegende Nerven.

Dann gibt es diese Phasen, in denen dich besser auch wieder niemand fragen sollte, denn jeder, der selbst Kinder im Alter deines Herzblatts hat, müsste bei deiner Antwort in neidbedingte Depression verfallen. Das sind die Phasen, in denen einfach alles fließt. Das Kind hat einen guten Schlafrhythmus, ist kuschelig, spielt auch mal ein wenig alleine, du darfst essen, duschen und die Nächte durchschlafen und wenn ihr miteinander unterwegs sind, erliegen alle Leute quietschend dem Charme deines wunderbaren Kindes. Rosazuckerwattewölkchenzeiten.Was die anderen tröstet und du lieber verdrängst: diese Zeiten währen nicht ewig. (spätestens in der Pubertät sind sie vorbei *chrchrchr*)

In den letzten Wochen waren wir hier ziemlich nahe dran am Plüschzuckeralltag und ich gebe zu, ich traute mich kaum, es irgendwo zu erzählen, aus Angst, dieser wunderbare Zustand könne verschwinden, sobald ich darüber spreche.

Seit einigen Tagen jedoch schleichen sich kleine Veränderungen ein, die mich in der Summe an einen Schub denken lassen. Seufz. Ich bin ja keine der „Ohje, ich wachse“-Anhängerinnen, deshalb habe ich keine Ahnung, ob in diesem Alter überhaupt ein Schub anstünde. Denn im Grunde ist es ja völlig egal, ob die Veränderungen nun am neuen Alltagsrhythmus und den Umstellungen auf Kita und weniger Mama als sonst oder am Schub liegen. Das ändert ja nichts daran, wie ich als Mama damit umgehe.

Fakt ist jedenfalls, dass das Olivenkind momentan einige „Schubsymptome“ zeigt, als da wären:

  • Im Laufstall bleiben ist supersupersuperdoof und es muss sofort ein dramatischer Weinkrampf gestartet werden, bei dem das ganze Kind von Schluchzern geschüttelt wird, damit Mama auch merkt, was sie mir da antut (dabei gehts doch nur um ZWEI MINUTEN, verd…!!!)
  • In der Krippe wird nach wie vor nur höchstens eine halbe Stunde geschlafen. Zuhause bin ich unglaublich müde, weine jedoch hysterisch und verzweifelt, sobald ich im Bett alleine gelassen werde- in Mamas Arm mache ich dann eine Stunde Mittagsschlaf. Aber nur da!
  • Ich weine nicht mehr „nur“, sondern stimme ein lautes Jammern an, bei dem ich in meiner eigenen Sprache mein Leid beklage, eingeleitet durch mehrfaches „Jajaja“… (was übrigens herzzerreißend niedlich klingt 😉 )
  • Ich esse wie ein Scheunendrescher. Habe ich nachmittags meine Portion verdrückt, klettere ich auf Mamas Schoß und esse ihren Joghurt weg probiere auch noch, was sie isst. Abends putze ich problemlos zwei Leberwurstbrote (ganz großes Lieblingsvesper gerade!) und einen Schoppen weg. Soviel isst Mama auch, nur ohne Schoppen. Ähm ja.
  • Alleine spielen macht wenig Spaß. Ich will auf Mamas Arm oder auf ihren Schoß, halte es dort jedoch keine drei Minuten aus, dann muss ich runter und das Spiel weinen-Arme ausstrecken-ans Bein hängen… geht von vorne los.

Alles in allem natürlich nicht dramatisch, aber doch eine Veränderung im Vergleich zu den fast schon tiefenentspannten Wochen zuvor. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass die Maus durch die tägliche „Trennung“ einfach mehr Mamanähe braucht gerade. Und ich bin ehrlich, ich genieße die mittäglichen Couchkuschel/Mittagsschlafrunden auch sehr. Schaun wir mal, wie sich das weiter entwickelt. Grundsätzlich bin ich nämlich schon ein Verfechter des „Mittagsschlaf-im-Kinderbett-Prinzips“, auch wenn Ausnahmen gerne die Regel bestätigen dürfen.

Und was den Rest betrifft: Solange die Nächte bleiben, wie sie sind, beschwere ich mich nicht.

Ach ja:  Murphy, du hast das jetzt nicht gehört, klar?

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