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Posts Tagged ‘schwanger’

Heute bist du ganze 22 Monate alt. Das heißt, in 2 (nur noch ZWEI??!!) Monaten wirst du deinen 2. Geburtstag feiern. Der Wahnsinn! Derzeit habe ich fast das Gefühl, als müsste ich dich nächste Woche in den „richtigen“ Kindergarten und übernächste Woche in die Schule schicken. Die Zeit rennt!

Es ist ein wirklich phantastisches Alter, in dem du gerade bist. Klar, jedes Alter war/ ist toll, aber im Moment kann ich die Zeit mit dir einfach in vollen Zügen genießen. Keine Frage, das ist nicht immer so (dazu vielleicht mehr in einem anderen Post 😉 ), aber die meiste Zeit bist du einfach sonnig und es macht riesigen Spaß, meine Zeit mit dir zu verbringen.  Sicherlich liegt das auch mit daran, dass ich durch die Arbeit leider weniger Zeit für dich bzw. mit dir habe, als ich mir das wünschen würde und deshalb jede Minute mit dir genieße. Aber größtenteils liegt es an dir. Du bist einfach ein kleiner Sonnenschein. Wenn du nicht gerade einen filmreifen Wutanfall bekommst, weil irgendetwas nicht nach deinem Köpfchen geht, dann bist du einfach nur herzig. Du bist nicht mehr ganz zu ruhelos, stellst nicht alles auf den Kopf, sobald ich für fünf Minuten beschäftigt bin, sondern spielst oder genießt es, bei mir zu sein. Du singst selbsterfundene Lieder (Lalilalala…; Dudidudidu…), in denen ich manchmal Fragmente mir bekannter Lieder (…wohnen, unden oda oben??/ Dambedia…) wiedererkenne, du läufst, nein, du tanzt durch die Welt, du quatschst mir von der ersten wachen Minute an die Ohren voll (Mama? Mami? Sau mal! …) und lächelst mich mit betörenden Augenaufschlägen an oder bringst mich mit Versteckspielen und lustigen Grimassen zum Lachen. Du hörst alles und siehst alles und du merkst dir alles. Wenn ich dich beim Nachhausekommen frage, ob du heute noch in die Badewanne möchtest, dann brauche ich dich eine halbe Stunde später nicht duschen zu wollen, denn du erinnerst dich genau: „Badeanne!!“. Wenn es am Vortag bei Oma Kuchen gab, dann forderst du beim nächsten Besuch „Kuhen holen?“! So ist das.

Heute hatten deine Großeltern Hochzeitstag. Wir waren spazieren, haben Kuchen gegessen und sind abends essen gegangen. Ich hatte ein paar Bedenken, ob du das Abendessen im Restaurant durchhalten würdest, denn langes Sitzen im Hochstuhl gehört bekanntlich nicht zu deinen Stärken. Entsprechend überrascht war ich, wie entspannt dieser Abend verlief. Du hast deinen Kinderteller fast völlig aufgegessen und danach komplett zufrieden mit Opa gemalt und den ganzen Tisch unterhalten. Dein absolutes Highlight war jedoch das Eis, das dir die nette Bedienung spendierte. Eine Kugel Erdbeereis mit Waffel UND Smarties! Selten habe ich dich so konzentriert gesehen wie beim Verputzen des Eisbechers. Bereits nach wenigen Minuten hattest du dir Technik perfektioniert, mit der du den Becher am besten leer essen konntest. Es blieb tatsächlich nicht das kleinste Restchen mehr übrig. Wir anderen amüsierten uns köstlich darüber, wie du geschickt das Schälchen schräg hieltst, um alle Reste herauslöffeln zu können und genauso über dein verzücktes und gleichzeitig hochkonzentriertes Gesicht. Es war ein wirklich schöner Abschluss eines gelungenen Tages.

Und wie es so oft ist an diesen Tagen, kommt man ins Nachdenken. An die vergangenen Jahre. Ich dachte daran, wie schön wir es haben und wie gut es uns geht und stellte gleichzeitig fest, wie sehr sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert hat…

Heute vor zwei Jahren…

… stand ich einen knappen Monat vor dem Mutterschutz. Ich arbeitete noch, war aber nur noch sporadisch eingesetzt. Psychisch war ich schwer angeschlagen. Es war einerseits anstrengend, mir in der Arbeit nichts anmerken zu lassen, andererseits hielt mich genau das aufrecht. Ich wusste, mit meinen Kollegen über meine Situation zu sprechen, wäre über meine Kräfte gegangen. Ich wollte mich und meine Situation niemandem erklären müssen, daher war es leichter, alle in dem Glauben zu lassen, es liefe alles normal bei uns. Wenn mich Kollegen fragten, ob es mir keine Angst mache, dass der Vater so weit entfernt arbeite, denn es sei schließlich viel zu tun mit so einem Baby, dann musste ich mich schon sehr beherrschen, um nicht laut zu lachen. Das war wirklich meine geringste Sorge. Der Bauch wurde größer und deine Ankunft immer greifbarer. Ich freute mich riesig,war aufgeregt und hatte Angst. Die Tage wurden immer kürzer und das trübe Herbstwetter schlug mir stark aufs Gemüt. Der Geburtsvorbereitungskurs hatte begonnen und dein Geburtstermin rückte näher. Im Schwangerschaftsyoga versuchte ich, ein wenig Ruhe und Kraft zu tanken.Ich lauschte deinen Herztönen am CTG und überlegte mir, was ich für das Wochenbett vorkochen wollte. Babykleidung wurde gewaschen und mit klopfendem Herzen in den Schrank gelegt, nur um sie einen Tag später mit verliebtem Blick wieder in die Hand zu nehmen.

Und: ich freute mich auf dich. Neben der Traurigkeit, der Angst und dem Gefühl von Einsamkeit, weil eben kein zweites Elternteil mit mir auf deine Ankunft hinfieberte, war da eine riesige Freude auf dich. Auf das Leben mit Baby und das Mamasein. Freude darauf, den süßen Duft deines Köpfchens zu riechen und stolz den Kinderwagen zu schieben. Freude darauf, dich stundenlang in den Armen zu halten und nachts deinen Atem zu hören. Vorfreude, dieses Zappeln, das wie Wellen meinen kompletten Bauch bewegte, endlich ohne Hindernisse beobachten zu können. Dich zu halten, zu küssen und deine Mama zu sein.
Und heute weiß ich: ich hatte keine Ahnung davon, was mich erwartete. Welche Aufgabe und welches Glück auf mich wartete.

Heute vor einem Jahr…

…warst du genau zehn Monate alt. Wir verbrachten die Woche um den 03. Oktober im Urlaub. Du hattest in der Woche zuvor begonnen durchzuschlafen und ich genoss das ungemein. Nach einem dreiviertel Jahr mit teils wirklich höllischen Nächten war dies eine unglaubliche Erholung für mich. Und auch abends hattest du mehr Ruhe gefunden. Es gab Abende, da wachtest du kein einziges Mal auf. Die gute Bergluft und die vielen neuen Eindrücke, die du den Tag über genießen durftest, schienen dir sehr gut zu tun. Es war ein toller Urlaub., zumal ich immer wieder daran dachte, wie ich im November des Vorjahres genau hier hochschwanger Urlaub gemacht hatte. Wie vieles hatte sich doch verändert, seit du da warst! Zehn Monate war ich deine Mama und ich war es mit vollem Herzen. Auch wenn mich diese zehn Monate mich oft genug an meine Grenzen gebracht hatten- sie waren wunderschön.

Noch hatte ich vier volle Monate mit dir zu Hause und ich konnte mir nicht vorstellen, wie es werden würde, wenn ich wieder anfangen musste zu arbeiten. Wir hatten uns so aufeinander eingespielt. Morgens gegen acht trankst du deinen Schoppi im Laufstall, während ich frühstückte. Dann ging ich ins Badezimmer, duschte und zog mich an, bevor ich dich holte und dich tagfein machte. Anschließend wurschtelten wir meist ein wenig in der Wohnung herum, gingen einkaufen oder spielten, ehe es Mittagessen gab. Manchmal machten wir gemeinsamen Mittagsschlaf, manchmal legte ich dich alleine hin (wobei du alleine immer vieeeel kürzer schliefst…). An den Nachmittagen trafen wir uns zum Spazierengehen mit anderen Mamas und ihren Babys oder mit meinen Freundinnen, besuchten deine Oma oder gingen einkaufen. Montagnachmittags trafen wir uns jede Woche mit deinem Freund P. und seiner Mama zum gemeinsamen Spazierengehen. Mittwochs hatten wir Babyschwimmen, nach dem wir beide immer völlig platt und reif für den Mittagsschlaf waren. Donnerstags war PeKip und Freitagmorgen der Musikgarten. Es war eine wunderbare und intensive Zeit. Das Gefühl von Langeweile, vor dem ich mich im Mutterschutz manchmal gefürchtet hatte, kam niemals auf. Statt dessen: Leben. Neue Menschen, neue Unternehmungen, neue Erfahrungen. Und du! Meine Sonne, meine Herausforderung, meine große Liebe. Manchmal hast du mich wahnsinnig gemacht, mit deiner Schlaferei, mit deiner kurzen Aufmerksamkeitsspanne, damit, dass ich immer gefragt war und du dich außer der halben Stunde morgens nie alleine beschäftigen wolltest. Damit, dass ich abends nicht einfach sagen konnte: „Geh du bitte, ich KANN nicht mehr!“ Ich musste können.

Aber: all das machtest du mehr als wett. Mit deinem Wesen, deinem Lächeln, deiner Liebe. Deinem Mamamamama. Dem Duft deiner Haut und deinem zuckersüßen Lächeln. Damit, dass es dich gab. Mein Kind, meine große Liebe.

Heute…

… bist du also 22 Monate alt. Manchmal machst du mich immer noch wahnsinnig und ich dich vermutlich auch. Wenn du beim Kürbissuppe essen auf einmal anfängst zu grinsen und mit dem Löffel in der Luft herum wedelst, zum Beispiel. Oder wenn du beim Wechseln einer wirklich grausamen Windel mittendrin die Zusammenarbeit verweigerst und mich mit den Füßen wegtrittst, zum Beispiel. Wenn du nicht mehr Treppe laufen möchtest, während ich drei Taschen, einen Wäschesack und einen Korb in den dritten Stock trage, zum Beispiel.

Ansonsten ist es einfach wunderbar mit dir. Du lernst jeden Tag neue Wörter, saugst sie auf wie ein Schwamm und bringst mich zum Lachen, wenn du auf einmal Worte wie „Quatschnudel“ nachsprichst. Du zählst von 5 bis zehn und ich habe keine Ahnung, woher du das kannst.

Zwei Tage in der Woche sehe ich dich erst gegen 17 Uhr wieder. Das ist für dich insofern schön, weil du an diesen Nachmittagen, während ich arbeite, exklusive Oma- und manchmal auch Opa-Zeit hast. Aber es macht mich manchnmal traurig, dass uns, dir und mir, diese Zeit fehlt. Als ich vergangene Woche außerplanmäßig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen so spät nach Hause kam, hingst du am dritten Tag nachmittags wie ein Äffchen an mir und suchtest meine Nähe. Wir haben beide daran zu knabbern, wenn wir uns so lange nicht sehen. Ohnehin bist du viel kuscheliger geworden. Abends bekomme ich einen Gutenachtkuss, du umarmst mich täglich mehrmals stürmisch und oft wirfst du dich lachend auf meinen Rücken, wenn ich gerade auf dem Boden sitze oder mich herunterbücke.

Du schläfst seit einem Jahr durch und schläfst abends und mittags ohne Probleme alleine ein. Dein Heiabett, wie du es selbst nennst, liebst du heiß und innig. Du gehst gerne in die KiTa und magst deine Erzieherinnen und Spielkameraden. Du bist immer noch ein wilder kleiner Wirbelwind, der ständig in Bewegung ist. Bist älter geworden, kleinkindlicher. Hast dich verändert, weiterentwickelt und bist doch ganz DU geblieben.

Und wenn ich so zurückschaue auf die vergangenen beiden Jahre, dann bin ich unendlich froh und dankbar. Dankbar um dieses Wunder in meinem Leben. Darum, wie schön mein Leben mit dir ist. Unser Familienleben. Wie sehr ich dich liebe und wie aufregend es ist, dich beim Aufwachsen zu begleiten und zu unterstützen, Deine Mama zu sein. Manchmal fühle ich mich wie der größte Versager, manchmal habe ich das Gefühl, gar nicht so schlecht in dem zu sein, was ich tue. Letzteres besonders dann, wenn ich dich bei etwas beobachte und heimlich vor Stolz auf dich fast platze. Wenn du anderen Kindern auf dem Spielplatz zum Beispiel ihre Sandspielsachen mit einem „Bitte“ überreichst. Oder du deinen besten Freund zur Begrüßung umarmst und seinen Rücken streichelst. Dann denke ich, dass ich gar nicht so viel falschmachen kann, so wunderbar, wie du bist.

Ich liebe dich, mein Mädchen!

Deine Mama

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Während der Autofahrt rief ich im Kreißsaal an, um uns schon mal voranzumelden und erklärte, dass wir in der nächste Viertelstunde ankommen würden.Zum Glück dauerte die Fahrt von meiner Wohnung zum Krankenhaus unter normalen Umständen nur 5-7 Minuten, so dass wir trotz des Schnees nicht allzulange brauchen würden.

„Wann kommt eigentlich der Zeitpunkt, an dem du Witze machst und mich ein bisschen zum Lachen bringst, wie wir das eigentlich ausgemacht hatten? Nachdem du schon kein Sturm der Liebe mit mir schauen wolltestr?“ fragte ich meine Mutter im Auto. „Bisher musste ich alle Witze selber machen!“ – „Sobald ich weiß, dass wir die Kleine nicht im Auto entbinden müssen, kann ich wieder Witze machen. Aber bis wir im Krankenhaus sind, stehe ich LEICHT unter Strom!!“ Na gut, eben keine Witze unterwegs.

Als wir am Krankenhaus ankamen, hatten die Wehen ein neues Level erreicht. Waren sie zuhause zwar schmerzhaft, aber trotz allem noch aushaltbar gewesen, begann ich nun, jede neue Wehe zu fürchtem, denn ich hatte Angst, es rein kräftemäßig nicht mehr in den Kreißsaal zu schaffen. Wir hielten auf einem der Notfallparkplätze vor dem Krankenhaus und gingen ohne mich anzumelden direkt zu den Fahrstühlen. Vor dem Fahrstuhl kam eine Wehe, die ich kaum veratmen konnte und die uns zeigte, dass es nun wirklich Zeit wurde, oben anzukommen. Am Kreißsaal klingelten wir und nach kurzer Wartezeit streckte eine junge Hebamme den Kopf heraus. „Hallo! Wir haben telefoniert? Können Sie noch ganz kurz warten? Wir sind hier mitten in der heißen Phase unter der Geburt!“ – „NEIN!“, presste ich heraus, während mich die nächste Wehe erwischte. „Okay, einen Moment, ich hole eine Ärztin!“

Wir wurden in ein Untersuchungszimmer geführt, in dem ich bereits zur Akkupunktur gewesen war und eine junge Ärztin, an die ich mich noch vom Infoabend erinnerte, kam herein und fragte, ob es für mich in Ordnung wäre, wenn sie mich jetzt untersuchen würde. Klar. Mit Hilfe meiner Mutter legte ich mich hin und zog meine Hose aus, was durch die wirklich schmerzhaften Wehen schwer fiel.

Als ich auf der Untersuchungsliege lag, und die Beine aufstellen musste, merkte ich erst, dass meine Beine so sehr zitterten, dass sie gegeneinander schlugen, Ich schaffte es kaum, sie stillzuhalten. Die Hormone und die Anstrengung, erklärte mir die Ärztin. „Ich möchte eine PDA!“ sagte ich nach einer Wehe. „Ich möchte sofort eine PDA, bitte!“ -„Ich untersuche sie erstmal, dann sehen wir weiter.“ Während die Ärztin das CTG anschloss und mit der Untersuchung begann, erkundigte sie sich, wieso wir nicht schon früher gekommen wären, wo ich doch offensichtlich wirklich starke Wehen hatte. Ich erklärte ihr, dass ich keine Lust hatte, zu den Frauen zu gehören, die mit einem Lächeln und den Worten „Kommen Sie wieder, wenn sie richtige Wehen haben!“ nach Hause geschickt werden. „Ich wollte kein Jammerlappen sein!“ Die Ärztin untersuchte mich. „Also, ein Jammerlappen sind sie nicht und nach Hause geschickt hätten wir sie auf keinen Fall, Frau …. Der Muttermund ist bei 8 cm, das heißt, sie haben die Eröffnungsphase schon fast vollständig geschafft!“ Meine Mutter war fassungslos: „8 cm??? Du bist kein Jammerlappen, du bist eine Heldin!“ Sie hatte glasige Augen und drückte meine Hand ganz fest.

Was mich jedoch am meisten beschäftigte, war die PDA. „Sagen Sie´s nicht,“ sagte ich leicht agresssiv zur Ärztin, „es ist zu spät für eine PDA, oder? Ich seh es ihnen am Gesichtsausdruck an!“ – „Ganz ehrlich, Frau …, eine PDA macht keinen Sinn mehr! Wir sind hier kurz vor der Austreibungsphase und eine PDA würde alles nur verzögern! Und die Hormone, die sie gerade produzieren, sind super für ihr Baby! Bei einer PDA würden diese Hormone nicht mehr ausgeschüttet und das Kind hätte viel mehr Stress. Und außerdem haben Sie es so bald geschafft!“ – „Was heißt bald?“ – „Hm, also heute schaffen wir es wohl nicht mehr, aber ich denke, in den nächsten Stunden halten sie ihr Baby in den Armen!“ Es war 22.40. Wenige Stunden? Unglaublich. Ich spürte, wie mich die Aufregung erfasste. In wenigen Stunden würde ich dich kennenlernen. Ich konnte es kaum erwarten.

Dr. E. fragte mich, ob ich einen bestimmten Wunsch habe, in welchem Kreißsaal ich entbinden wolle. Das hatte ich tatsächlich und ich fragte, ob der letzte Kreißsaal noch frei sei. Ich hatte Glück, der Kreißsaal war nicht belegt. Von der Akkupunktur her kannte ich diesen Raum und ich hatte ihn als wunderschön und sehr beruhigend in Erinnerung. Er war mit einer Wanne ausgestattet, hatte einen Sternenhimmel aus lauter kleinen Leuchtspots an der Decke und war mit Blumen und Ranken im Urwaldstil gestaltet. Als wir hinüberkamen, wollte ich mich direkt auf das Kreißsaalbett legen. Ich habe öfter von Frauen gehört, die keineswegs im Liegen entbinden wollten, aber mir fehlte für alles andere die Kraft. Ich war so erschöpft, dass ich nur liegen konnte. Dr. E. versuchte das Kreißsaalbett herunterzufahren, doch aus irgendeinem Grund funktionierte es nicht. Meine Mutter grinste mir verschwörerisch zu, denn beim Infoabend damals hatte bei Dr. E. auch der Beamer nicht funktioniert „Jaja, mal wieder die Technik“, flüsterte sie. Ich kletterte also mit vereinten Kräften der Ärztin und meiner Mutter auf das Kreißsaalbett. Nebenan konnte man hören, dass die Entbindung in die letzte Runde ging. Ich konnte eine Frau schreien hören. Die hat es bald geschafft, dachte ich. Immer wieder hatte ich Wehen, die ungeheuer schmerzhaft waren.

„Wollen sie denn noch baden? Die Zeit würde sicher reichen, ihnen ein Bad einzulassen!“ Es war komisch, eigentlich hatte ich immer gedacht, gerne in der Wanne entbinden zu wollen, aber die Vorstellung, jetzt im warmen Wasser liegen zu müssen, war mir unerträglich und ich verneinte. Ich spürte einen starken Druck auf meiner Blase und kündigte an, auf die Toilette gehen zu wollen. „Sind sie sicher? Manchmal fühlt es sich auch nur so an, wenn das Kind nach unten drückt!“ -„Ich will JETZT auf die Toilette!“ – die Wehen machten mich wenig diplomatisch, so dass alles eher schroff über meine Lippen kam. Aber ermutlich sind Ärzte und Hebammen daran gewöhnt. Meine Mutter und die Ärztin begleiteten mich zur Toilette und die Ärztin erklärte, die Türe müsse aus Sicherheitsgründen offen bleiben. Meine Mutter kam mit hinein und ich hatte panische Angst, auf der Toilette eine Wehe zu bekommen und diese im Sitzen oder Stehen aushalten zu müssen. Nachdem ich meine Blase entleert hatte, rollte die nächste, unglaublich starke Wehe über mich hinweg. Ich schleppte mich zurück zum Kreißsaalbett und schaffte es erneut irgendwie, mich hinaufzuhiefen.

Die folgenden Erinnerungen unterscheiden sich seltsamerweise zeitlich stark von dem Geburtsbericht, den ich im Nachhinein aus dem Krankenhaus angefordert hatte. Laut Bericht setzten die Presswehen erst gegen 0 Uhr ein und ich hatte auch nur sehr wenige Presswehen. Dies stimmt überhaupt nicht mit meiner Erinnerung überein, nach der ich bereits kurz nach diesem Toilettengang die ersten Presswehen hatte und nach der sich die Presswehenphase wirklich lange hinzog. Da auch einige andere Angaben im Geburtsprotokoll zeitlich einfach nicht möglich sind, nehme ich an, dass die Zeiten nachträglich von der Hebamme eingetragen wurden und daher nicht mit den tatsächlichen Zeiten übereinstimmen.

Als ich wieder auf dem Kreißsaalbett lag, spürte ich, dass die Wehen eine neue Dimension erreicht hatten. Ich war völlig überwältigt und überrascht von dem Schmerz, den ich empfand. So etwas hatte ich noch nie, niemals erlebt. Es war nicht nur so, dass dieser Schmerz stärker war als alles, was ich kannte, es war schlicht und einfach nicht aushaltbar. Es fühlte sich an, als würde es mich umbringen und ich wusste, ich würde diese Wehen nicht eine Minute länger aushalten. Ich kann das nicht! Schneiden sie sie raus! Wir machen einen Kaiserschnitt, ja? Die Ärztin lächelte. Wir machen jetzt keinen Kaiserschnitt, Frau…. Das schaffen sie! Nicht mehr lange und sie haben ihr Baby! Im Nebenraum hörte ich die Frau noch einmal schreien und wenig später ertönte Babygeschrei. Neid durchzuckte mich. Die hat es geschafft, die Glückliche… Wenn ich nur auch soweit wäre, ging es mir durch den Kopf.

Es muss einen Wechsel zwischen Dr. E. und Laura, der Hebamme gegeben haben. Laura fragte mich, ob es in Ordnung für mich sei, wenn wir uns duzen würden. Ich musste grinsen bei der Vorstellung, mir könne das „Du“ einer Frau, die eine derart intime Erfahrung miterleben würde, irgendwie unangenehm sein. Gerne, sagte ich. Bei der nächsten Wehe spürte ich auf einmal einen unbändigen Drang, zu pressen. Da ich bereits gelesen hatte, dass man nicht immer gleich mitpressen dürfe, fragte ich, panisch, weil das Pressbedürfnis so stark war, ob ich mitpressen dürfe. „Darf ich pressen, ja?“ – Laura schaute nach und erklärte, bei der nächsten Wehe dürfe ich mitpressen. Ich erinnerte mich an Gespräche mit Freundinnen, die erzählt hatte, aus Angst vor den Schmerzen nur leicht gepresst zu haben. Das würde mir nicht passieren. Ich wollte so stark wie möglich pressen, um so schnell wir möglich FERTIG zu sein. Um diese grauenhaften Schmerzen zu überstehen und endlich mein Baby bei mir zu haben. Also presste ich. Ich legte all meine Kraft hinein und ich presste wie eine Wahnsinnige. Ich schwitzte wie verrückt. Mit war unendlich warm, die Sweatjacke hatte ich längst ausgezogen.

In jeder Wehenpause reichte mir meine Mutter Wasser, ohne dass ich einmal darum bitten musste. Sie wusste immer, was ich brauchte, wo sie zu stehen und wie sie meine Hand zu halten oder mich anzufassen hatte. Obwohl ich ein sehr körperbetonter Mensch bin, konnte ich während der Wehen manche Berührungen nicht ertragen. Als Dr. E. später einmal mein Bein streichelte, brüllte ich „Finger weg!“ (normalerweise nicht mein Umgangston…), weil mir die Berührung unerträglich war.

Ich tönte während der Wehen. Einmal schrie ich laut, woraufhin mir die Hebamme erklärte, es sei besser, wenn ich diese Energie spare und mich darauf konzentrierte, beim Pressen mitzutönen. Die Wehenpausen waren immer wieder eine Erlösung für mich. Doch dann spürte ich wieder, wie die Wehe heranrollte. Wie große Wellen, die über mich heranbrachen, konnte ich sie von fern erahnen und rasend schnell schlugen sie über mir zusammen. Wie ein ferner Regelschmerz kündigten sie sich an, ehe sie als körperzerreißende Schmerzen über mir zusammenbrachen. Es geht weiter, kündigte ich jedesmal an, woraufhin sich alle wieder in Position brachten, um mir beizustehen und mich anzufeuern. „Los, Frau …, press! Du musst pressen!!!“ brüllte Dr. E. Und bei jeder Wehe presste ich wie wahnsinnig, immer die Hoffnung im Hinterkopf, gleich die erlösenden Worte „Jetzt kommt das Köpfchen“ zu hören. Irgendwann rief die Hebamme: „Wir können schon das Köpfchen sehen, die Kleine hat ganz viele dunkle Haare!“ Das sagen sie sicher jeder Frau, um sie bei der Stange zu halten, dachte ich pessimistisch. Ich konnte nicht mehr. Die Presswehen schienen sich ewig hinzuziehen und ich hatte das Gefühl, als ginge nichts voran. Ich war völlig entkräftet und wusste nicht, wie lange ich das noch durchhalten würde. Ich hatte eigentlich erwartet, bei den Presswehen schreien oder schimpfen zu wollen, statt dessen tönte ich immer nur und versuchte, nicht in die Hechelatmung zu verfallen, das diese nicht so gut für das Baby sei, wie mir Laura gesagt hatte. Versuch, tief zu atmen. Gib deinem Baby Sauerstoff, ihr braucht ihn beide. Einzig einmal, bei einer wirklich unerträglichen Wehe, fluchte ich laut: „Fuck!!“ Meine Mutter, die nach eigenen Angaben bei jeder Geburt geschimpft hatte wie ein Rohrspatz, war lustigerweise ganz erschrocken über diesen Ausbruch.

Die Fruchtblase, die nach Angabe Lauras die ganze Zeit zum Zerreißen gespannt war, platzte bei einer der nächsten Presswehen. Ich spürte eine gewisse Erleichterung, während das Fruchtwasser in einem Schwall aus mir herauslief.  Jetzt würde es hoffentlich vorangehen.

„Nur noch ein paar Presswehen und du hast es geschafft“, rief Laura irgendwann enthusiastisch. „EIN PAAR??? Noch so lange???“, fragte ich entsetzt. Laura war überrascht. Sie hatte erwartet, dass mich diese Aussicht erleichtern würde. Statt dessen hatte ich das Gefühl, noch ewig so weitermachen zu müssen.

Zwischenzeitlich hatte ich eine ungewöhnlich lange Wehenpause. Ich war unendlich dankbar über diese Erholungspause und kostete diese Möglichkeit, kurz zum mir zu kommen redlich aus. Mama war jedoch besorgt. Das fauert so lange! Was ist mit dem Baby? Doch dem Olivenkind ging es gut und die Herztöne waren in Ordnung.

Irgendwann verließ Frau Dr. E. den Raum. „Weißt du, was Dr. E. jetzt macht?“, fragte mich Laura. „Sie ruft jetzt Prof. W. an. Der möchte nämlich dabei sein, wenn deine Kleine zur Welt kommt. Das heißt, du hast es bald geschafft! Du bist fast soweit!“ Vor meinem inneren Auge sah ich, wie Prof. W. langsam aus dem Bett stieg, sich anzog, ins Auto stieg und gemächlich zum Krankenhaus tuckerte. Und so lange würde ich noch warten müssen? Enthusiasmus sah anders aus…  Doch schon ging es  weiter.

Wieder pressen, Frau Dr. E. war zurück. „Ok, Frau …, wir haben ein Problem. Die Kleine stößt immer wieder mit dem Kopfchen an und es geht hier nicht weiter. Damit sie besser durchkommt und alles etwas schneller geht, werde ich jetzt..“ -„MACHEN SIE ES EINFACH! Ich will es nicht WISSEN!!!“ stieß ich hervor. Im Geburtsvorbereitungskurs hatten sie uns gesagt, der Dammschnitt werde, wenn er denn nötig sei, ohne Vorankündigung durchgeführt, dann spüre man ihn kaum während der Wehe. Nun, ich spürte ihn. Ich hörte das Knacken und spürte das Blut und den Schmerz. Und dann ging es auch schon wieder weiter. Pressen, pressen.

Und dann, endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, die erlösenden Worte: „Jetzt nicht pressen, warten, warten… Und jetzt schieb! Das Köpfchen kommt!“

Ich presste erneut wie eine Wilde, mit aller verbleibenden Kraft und dein Köpfchen wurde geboren. Eine Freundin hatte mich vorgewarnt, dass Babys oft erst blau werden und nicht gleich zu atmen beginnen. Die Sorge war unbegründet. Noch ehe dein restlicher Körper geboren war, begannst du zu schreien. Mein wildes kleines Mädchen.

Mit der nächsten Wehe kam dann um 00:38 auch der restliche Körper. Man fragte mich, ob ich dich selbst hochnehmen wolle und ich bat darum, mir dich auf den Bauch zu legen. Ich zog mein Top herunter, um dich ganz nahe bei mir zu haben und dann lagst du da. Mit wachen, großen Augen und seidigem schwarzem Haar. Du warst perfekt. Das schönste, wundervollste Gefühl der Welt.

Ein wunderschönes Gesicht, ein kleines rotes Mündchen. Und, die eindrücklichste Erfahrung: dein zarter, babyweicher Rücken unter meinen Händen. Die winzigen perfekten Wirbel und deine Schulterblätter. Ein echter, neuer Mensch. Weicher Babyflaum auf deinen Schultern, Käseschmiere an deinem Rücken und meinen Händen .

00: 38 geboren, gerade mal zwei Stunden nach unserer Ankunft im Krankenhaus. 53 cm groß und 3310g schwer. Mein Wunder. Mein Bauchbaby.

Mein pures Glück.

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Es war der zweite Dezember 2010. Ein kalter, verschneiter Donnerstag.

Morgens hatte ich einen Frauenarzttermin und ich war gespannt, was meine Ärztin mir wohl sagen würde. Ob sich der Gebärmutterhals wohl schon etwas verkürzt hätte? Der Muttermund gar geöffnet? Wehen auf dem CTG? Vielleicht könnte sie mir ja zumindest eine Vermutung mitteilen, ob du tatsächlich die ganze Woche bis zum ausgerechneten Termin am 10.12. in meinem Bauch bleiben würdest. Der Termin zeigte, dass alles völlig in Ordnung und unauffällig war. Keine Wehentätigkeit auf dem CTG sichtbar und auch sonst keinerlei Anzeichen dafür, dass du dich in absehbarer Zeit auf den Weg in meine Arme machen würdest. Ich war ein wenig enttäuscht, aber hatte eigentlich auch nicht wirklich mit einem anderen Ergebnis gerechnet. Auf meine Frage hin, ob sie glaube, dass du bis zum Termin warten würdest, sagte meine Ärztin, sie wisse es nicht. Du seist auf jeden Fall in Startposition, wie lange du in dieser Position jedoch ausharren würdest, könne sie nicht sagen. Zur Sicherheit gebe sie mir einen Termin für nächsten Freitag, den ausgerechneten Geburtstermin.

Auf dem Rückweg fuhr ich am Supermarkt vorbei und machte einen Großeinkauf mit TK-Gemüse, -Fisch, ein paar Pizzen und sonstigen Grundnahrungsmitteln. Ich hatte zwar ein paar Dinge für´s Wochenbett vorgekocht und eingefroren, allzuweit würde ich damit jedoch nicht kommen und um ein paar Tiefkühlvorräte für den Notfall wäre ich vielleicht noch froh.

Als ich alles in den dritten Stock geschleppt und verstaut hatte, klingelte es auch schon an der Türe und eine alte Schulfreundin schaute mit ihrem Sohn herein, um mir noch ein paar Babykleider ihrer Tochter vorbeizubringen. Wir plauderten ein Weilchen, ich erzählte ihr von meinen Übungswehen, die ich schon seit Wochen immer wieder hatte und wir spekulierten gemeinsam ein wenig darüber, wann du wohl schlüpfen würdest. Als sie sich auf den Nachhauseweg machte, aß ich eine Kleinigkeit und legte mich anschließend auf die Couch, um ein wenig auszuruhen. Eigentlich war der Wohnungsputz an diesem Tag fällig, aber ich fühlte mich lustlos und unmotiviert, so dass ich beschloss, das auf den nächsten Tag zu verschieben. Weil ich auch für den Mittagsschlaf zu unruhig war, rief ich meine Mutter an und verabredete mich mit ihr zu einem Spaziergang, wie wir das in der Schwangerschaft und besonders den letzten Wochen sehr oft gemacht hatten. Dick eingepackt liefen wir mit dem Hund meiner Eltern los. Unser erster Weg führte uns in die Innenstadt, wo wir ein Kabel für den Leuchtstern kauften, den ich als Adventsdekoration für mein Wohnzimmerfenster besorgt hatte. Die Vorstellung, dass DU, dass mein Baby bald die Adventszeit gemeinsam mit mir verbringen würde, war immer noch unglaublich für mich. Nachdem wir alle Besorgungen erledigt hatten, machten uns auf den Weg zu unseren üblichen Spaziergangsroute in Richtung Tierheim und wie bei all unseren Spaziergängen redeten wir viel. Über dich, über die Zukunft und die Vergangenheit, über deine Geburt. Das Spazierengehen war anstrengend, weil alles voll Schnee war und gerade im Schlossgarten mussten wir oftmals durch tief verschneinte Wege waten. Ich spürte, wie mein Bauch immer wieder hart wurde und musste oft stehenbleiben, weil ich keine Puste mehr hatte und warten musste, bis der Bauch wieder weich war. Übungswehen, wieder einmal. „Ich hoffe, wenn es dann wirklich losgeht, geht es umso schneller, so oft wie hier geübt wird!“, sagte ich scherzend zu meiner Mutter. Lustigerweise kamen die Übungswehen, obwohl völlig schmerzfrei, tatsächlich recht rhythmisch in 5 Minuten Abständen. Vielleicht geht es ja doch bald los, hofften wir gemeinsam.

Nach dem Spaziergang ging ich mit zu meinen Eltern und beschloss, noch ein Weilchen zu bleiben. Gemeinsam mit ihnen, meiner Schwester und ihrem Freund saß ich also später beim Abendessen, das es an diesem Tag schon recht früh gab, weil meine Eltern für den Abend Theaterkarten hatten. Es gab Kartoffeln, Lauch und Fleischküchle. Durch den Spaziergang war ich ausgehungert und langte entsprechend zu. Zwei große Portionen und noch ein paarmal mit der Gabel in die Pfanne gepiekt. „Lasst mich den Rest essen, vielleicht hab ich heute Nacht noch etwas Größeres vor“, sagte ich scherzhaft zum Rest der Familie, die sich wieder einmal über meinen gesunden Appetit amüsierte. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt bereits etwas seltsam, ohne wirklich sagen zu können, was los war. Und obwohl ich Scherze darüber machte, glaubte ich nicht daran, in dieser Nacht tatsächlich mein Baby zu bekommen. Meine Mutter war besorgt, weil sie an diesem Abend nicht so gut über Handy zu erreichen sein würde. „Im Theater höre ich es, aber beim Essengehen ist der Empfang schlecht, also speicher dir bitte die Nummer des Restaurants ab, damit du mich in jedem Fall erreichst!“- ich grinste. „Wenn irgendetwas sein sollte, dann melde ich mich!“, versprach ich.

Gegen viertel vor sieben machte ich mich auf den Weg nach Hause. Immer wieder spürte ich, dass irgendetwas mit mir anders als sonst war. Mein Bauch fühlte sich merkwürdig an, ohne dass ich genau hätte sagen können, was genau gerade passierte.

Da es draußen eiskalt war, entschloss ich mich, gleich in die Badewanne zu gehen. Falls das, was hier gerade geschah, tatsächlich zu Wehen werden sollte, dann wäre die Badewanne ein guter Weg, das herauszufinden. Wie so oft in dieser Schwangerschaft ließ ich mir also Badewasser ein und hiefte meinen schwangeren Körper mit dem Riesenbauch ins warme Wasser. In der Wanne las ich eine SMS der besten Freundin, die mir Grüße vom Weihnachtsmarkt in unserem Städtchen schickte. Es sei eiskalt, schrieb sie, und sie sei schon ein wenig angeschickert vom Glühwein. Ich schickte ihr eine SMS zurück, in der ich zugab, sie ein wenig zu beneiden und ihr viel Spaß wünschte. Ich erzählte, dass sich das hier gerade ein wenig nach Wehen anfühle. Drück mir die Daumen, dass es kein falscher Alarm ist, schrieb ich ihr. Vielleicht ist das dein letzter Tag ohne Baby, hatte sie mir am Morgen noch geschrieben. Verrückt. Einfach unglaublich.

Noch ehe ich aus der Wanne stieg, war das undefinierbare Empfinden sehr stark in Richtung „das sind Schmerzen“ gegangen. Allerdings war es völlig anders als alles, was ich darüber gelesen hatte. Die Abstände schienen völlig willkürlich zu sein, mal zehn Minuten, dann plötzlich zwei und dann 7. Und auch die Länge dieser Wehen (WEHEN??? WEHEN!!!) war unterschiedlich. Merkwürdig. Während ich begann, meine Haare zu föhnen, musste ich beginnen, Pausen einzulegen, in denen ich die Wehen veratmete. Als ich (nach gefühlten Stunden, da ich ständig Pausen zum Veratmen machen musste) die Haare geföhnt hatte, zog ich meinen Schlafanzug an, denn ich glaubte immer noch nicht, dass es wirklich losgehen würde.

Im Nachhinein denke ich, dass mich die Wehenhormone da ein geistig ein wenig außer Gefecht gesetzt hatten. Was sollten periodisch wiederkehrende Schmerzen in der Woche vorm Geburtstermin wohl anderes bedeuten? Aber es war alles neu und ich hatte ja schließlich keine Erfahrung mit Geburtswehen, soviel ich auch darüber gelesen hatte. Die Realität sieht immer anders aus.

Langsam jedoch zog der Schmerz an, wurde stärker, intensiver. Überhaupt fühlten sich diese Wehen anders an als alles, was ich kannte. Der krasseste Unterschied zu den anderen Schmerzen war wohl, dass sich am Schmerz NICHTS veränderte, egal was ich tat. Bei allen anderen Bauchschmerzen hilft (zumindest geringfügig), ein Positionenwechsel. Diese Schmerzen jedoch blieben gleich stark, egal wie ich mich legte, krümmte oder bewegte. Und ich konnte nicht besonders gut denken, durch diese Schmerzen. Schwierig war vor allem, dass ich in den Wehenpausen immer wusste, es werde gleich wiedergehen.

Unter Zeitdruck konnte ich mich noch nie besonders gut konzentrieren und so fiel es mir schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Was sollte ich anziehen, falls wir doch ins Krankenhaus müssten? Ich hatte mir zwar Gedanken gemacht, was ich im Kreißsaal tragen würde und ein weites, weiches Hemd für mich gekauft, das ich zum Stillen würde aufknöpfen können, aber was sollte ich für die FAHRT tragen? Nach einer Ewigkeit entschied ich mich für Jogginghose, Top und Sweatjacke. In der nächsten Pause tuschte ich mir vor dem Dielenspiegel kniend noch die Wimpern mit wasserfester Mascara. Ja, für´s Krankenhaus. Mädchen, ich. Als ich angezogen und geschminkt war, fiel mir der Zustand meiner Wohnung auf. WIESO um alles in der Welt hatte ich nicht geputzt heute? Für mehr würde es nicht reichen, aber zumindest staubsaugen sollte doch wohl zu schaffen sein? So KÖNNTE ich nicht ins Krankenhaus gehen. Ich wollte doch eine ordentliche Wohnung hinterlassen. Also saugte ich in den Wehenpausen die Wohnung. Es schien Ewigkeiten zu dauern, war sicher wenig effektiv, aber ich saugte. Und alle paar Minuten kniete ich auf dem Boden, Hintern in die Höhe gestreckt, und veratmete Wehen. Dabei immer wieder die Frage in meinem Kopf, ob es wirklich losgehe. (Verrückt, ich weiß. Aber wie gesagt, die Hormone taten ihr ihriges…)

Dass ausgerechnet heute meine Eltern im Theater waren, machte mich wahnsinnig, Auf keinen Fall wollte ich meine Mutter für einen Fehlalarm aus dem Theater holen. Meine tolle Mama, die in den vergangenen Wochen abends keinen Tropfen Alkohol getrunken hatte, falls es plötzlich losginge. Meine Mama, die jeden Abend Kleider bereitlegte, um im Notfall direkt hineinschlüpfen zu können und sofort bei mir zu sein. Meine Mama, die Angst vor dieser Geburt  hatte, davor, die Schmerzen ihrer Tochter miterleben zu müssen, ohne wirklich helfen zu können und die doch die einzige war, die ich in dieser Situation bei mir haben wollte. Gegen 21 Uhr dreißig beschloss ich, sie doch anzurufen, Die Wohnung war gesaugt und ich wollte nun doch kein Risiko eingehen, zumal die Abstände zwischen den Wehen nicht mehr allzu lange waren. Gemessen hatte ich zwar nicht mehr (musste ja staubsaugen), aber sie waren kürzer als noch zuvor, wenn auch immer noch recht unregelmäßig, was für mich eigentlich gegen Geburtswehen sprach. Logisch, dass ich auf dem Handy nur die Mailbox erreichte und die Nummer des Restaurants nicht im Telefonbuch fand. Also im Notebook gesucht und endlich die Nummer gefunden und Mama erreicht. „Mama, ich denke es geht los hier. Kannst du kommen? Ich hoffe, es ist kein Fehlalarm! Mach dich nicht verrückt, mach langsam, ja? Du weißt doch, beim ersten Kind dauert es eh ewig! Also fahr in Ruhe nach Hause und hol deine Sachen und komm dann her!“ Meine Mutter war aufgeregt und versprach, sich auf den Weg zu machen.

Während ich auf sie wartete und die Krankenhaustasche fertigpackte, entschloss ich mich, in der Zweitstadt anzurufen und dem Typ Bescheid zu geben. Auch ihm sagte ich, dass ich nicht sicher wisse, ob es falscher Alarm sei, ich ihm jedoch Bescheid geben wolle.  Wenn du hierher kommst, dann erwarte ich von dir, dass du dich der Situation angemessen verhältst. Keine Provokationen, nichts. Klar? Er versprach es. Ich erklärte, mich nochmal aus dem Krankenhaus zu melden, wenn ich genaueres wisse. Die Zweitstadt liegt fast 300 km entfernt, so dass ich einen Fehlalarm vermeiden wollte.

Während ich auf meine Mutter wartete, Wehen veratmete und in den Wehenpausen ein wenig aufräumte, spürte ich auf einmal einen Druck auf der Blase. Die Nervosität, klar. Als ich zur Toilette ging, erschrak ich fürchterlich. Das Toilettenpapier war voller Blut. Ich wusste zwar, dass mit dem Schleimpfropf auch Blut abgehen kannm, aber so viel? Böse Erinnerungen an die Blutungen am Anfang der Schwangerschaft kamen in mir hoch. Was, wenn mit dem Kind etwas ist? Langsam wurde ich nervös. Ich rief meine Mutter nochmals an, um ihr zu sagen, dass es wohl definitiv losgehe und ich wohl den Schleimpfropf verloren habe. „Vielleicht beeilst du dich doch besser…“. Sie versprach, gleich bei mir zu sein und beruhigte mich, dass das Blut kein zeichen sei, dass mit dem Baby etwas sei. Das sei völlig normal. Erneut rief ich den Typ an. „Wenn du hier sein möchtest, dann mach dich besser auf den Weg. Ich denke, das ist kein Fehlalarm.“ Am Telefon musste ich Wehen veratmen. Gegen kurz vor zehn war meine Mutter da. „Sollen wir noch ne Folge Sturm der Liebe schauen?“ fragte ich scherzhaft. „Die Wehen kommen ja in zwei-Minuten-Abständen!!! Wir müssen sofort los!!“ Meine Mutter war fassungslos. „Warum hast du mir das nicht sofort gesagt? Draußen ist alles voller Schnee, willst du dein Baby im Auto bekommen? Wieso hast du mich denn nicht schon vorher angerufen?“

Während ich meine Wehen veratmete, packte Mama alles zusammen und schaffte die Taschen ins Auto. Gegen viertel elf fuhren wir durch die dunkle, verschneite Stadt ins Krankenhaus.

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Noch zwei Tage, dann ist er da, der große Tag. Ein Jahr ist es dann her, dass mein kleines, großes Mädchen zum ersten Mal blinzelnd das Kreissaallicht Licht der Welt erblickte.

Und ich werde sicher bereits am Freitag sehr, sehr wehmütig und voller Erinnerungen sein. Erinnerungen an diesen eisig kalten Winterabend im letzten Dezember, an dem ich mehr ahnte, als es wirklich zu wissen, dass mich nur wenige Stunden vom größten Glück und schönsten Wunder meines Lebens trennten. Erinnerungen an diese Wehen, die in so seltsamen Abständen kamen, dass ich mir trotz stärker werdender Schmerzen einfach nicht sicher war, ob dies wirklich schon der „Ernstfall“ sein konnte.

Doch wieder einmal schweife ich ab. Denn heute möchte ich ein wenig über mein erstes Jahr als Mama nachdenken. Möchte schöne Erinnerungen und anstrengende hervorkramen und mit euch teilen. Möchte mit wehmütigem Lächeln an das kleine Baby zurückdenken, das in dieser Zeit zu einem Kleinkind herangereift ist, ebenso wie ich von einer Frau, die noch nie eine Windel gewechselt hatte, zu einer Mama wurde.

Der ein oder andere mag sich über den seltsamen Titel dieses Posts wundern. Doch ich habe in den letzten Tagen ein paarmal darüber nachgedacht, dass es gar nicht so einfach ist, zu sagen, wann das Mamasein denn anfängt. Und ich finde es nicht ganz richtig, zu behaupten, ich sei an diesem Samstag ein Jahr Mama gewesen. Denn mein Muttersein fing viel früher an. Schließlich lebte das Herzensmädchen bereits viele Monate in und mit mir, ehe sie sich entschloss, ihr warmes Bauchzuhause gegen die kalte Winterwelt draußen zu tauschen. Und bereits in diesen Monaten sprach ich jeden Tag mit meiner Tochter, erzählte ihr, wie es werden würde, wenn sie erst einmal da wäre. Träumte von unserem gemeinsamen Leben. Rückblickend ist es schwer für mich zu sagen, wann genau ich von der ungeplant Schwangeren zur Mama wurde. Ich erinnere mich jedoch noch genau, dass ich drei Tage nach dem Test und der ersten Untersuchung im Krankenhaus den ersten Frauenarzttermin hatte. Ich hatte all das noch nicht realisiert, von Freude war noch nichts zu spüren und ich hatte einfach nur Angst vor der Zukunft und all den Entscheidungen, die auf mich zukommen würden. Jedenfalls fragte ich die Ärztin, wie es denn nun weitergehe und ich erinnere mich noch genau an ihre Worte: „Frau Herzmama, die wenigsten Frauen testen so früh wie sie. In der ersten Phase der Schwangerschaft gehen viele Babys einfach ab, oft ohne dass die Frauen das merken. Wie hoch der Prozentsatz ist, sage ich ihnen lieber nicht. Aber machen sie sich bewusst, dass in diesen ersten Wochen noch viel passieren kann.“ Ich erinnere mich, wie ich mich anzog. Wie betäubt, wie vor den Kopf gestoßen. Verlieren? Dieses Baby? Oh nein!

Es war beileibe nicht so, dass ich als glücklich Schwangere die Praxis verließ. Aber die Warnung der Ärztin hatte mir gezeigt, dass ich das Leben, das ich in mir trug, bereits zu diesem Zeitpunkt schützen und festhalten wollte. Vielleicht begann er also dort, mein Weg als Mama.

Ganz sicher war ich eine Mama, als ich später, Im Laufe der Schwangerschaft,zu all den Untersuchungen fuhr, die mir aus verschiedenen Gründen sehr wichtig waren. Immer wieder die Angst, ob es dem kleinen Menschen in mir auch gut ging. Waren die Organe gesund? Schlug das Herz?

Ich war auf jeden Fall eine Mama, als ich in der elften Woche das Blut- so viel Blut entdeckte. Es war ein schöner, entspannter Tag gewesen und ich wollte nur noch einen gemütlichen Abend auf der Couch verbringen. Und dann das. Ich war wie erstarrt und in meinem Kopf hämmerte es: Du verlierst es. So viel Blut ist nicht normal. Nichtnormalnichtnormalnichtnormal… Der Typ ging nicht ans Handy, aber er hätte mir ohnehin nur psychische Unterstützung leisten können, schließlich war er 200 km weit weg. Ich rief meine Mutter an und sagte ihr mit falscher, hysterischer Ruhe (ohja, die gibts), dass ich vermutlich eine Fehlgeburt habe und sie mit mir ins Krankenhaus fahren müsse. Iss ruhig erst fertig, sagte ich ihr. Dann begann ich, in der Küche das Geschirr zu spülen. Ich konnte nicht einmal weinen. Wie eine Verrückte spülte ich die Teller, um nicht, gar nicht, auf keinen Fall, irgendetwas  denken zu müssen. Dann kam meine Mutter an und wir fuhren los. Abend, Notaufnahme. Anmeldung. „Ich bin in der elften Woche schwanger und habe starke Blutungen. Ich glaube, ich habe eine Fehlgeburt.“ Die Frau in der Notaufnahme gab mir ein Formular und schickte uns in den Wartebereich. Mama füllte die Formulare aus, wir warteten, wie es schien ewig. Ich sah nach, wieso niemand kam, denn außer uns wartete niemand. Ich sah, dass die Schwestern mit einem „Notfall“ beschäftigt waren- ein Kollege hatte sich am Finger (!!) verletzt und beide Schwestern nahmen nun mit ihm den Unfallhergang auf. Während ich im Gang saß und blutete. Normalerweise ist es in unserer Familie so, dass meine Mutter diejenige ist, die sich beschwert. Ob in Hotels, Restaurants, Geschäften- meine Mutter hat kein Problem damit, ihre Meinung deutlich kundzutun. Oftmals war es meiner Schwester und mir peinlich. An diesem Tag kam sie nicht dazu, sich zu beschweren, denn ich flippte fast aus. Fragte die Schwester, wann ich verdammt noch mal untersucht werde.

Sie: Das geht hier der Reihe nach.

Ich: Normalerweise behandelt man Patienten nach ihrer Dringlichkeit! Wenn ich nicht gleich drankomme, fahre ich selbst in die Gynäkologie hoch.

Sie: Jetzt werden sie mal nicht unverschämt, ich mache hier nur meinen Job!

Ich: Dann MACHEN sie ihn  gefälligst! JETZT! Sonst passiert was!

Sie, genervt, zum Kollegen: Es tut mir sehr leid, die Dame kann offenbar nicht warten, ist es sehr schlimm, wenn wir später weitermachen?

Dann endlich, ENDLICH eine Ärztin, die unglaublich nett war, mich lange untersuchte und mir schließlich den erlösenden Ultraschall zeigte- ein schlagendes Herz und ein munter turnendes Püppichen. Heute wie damals Tränen in meinen Augen vor Erleichterung.Drei Tage strenge Bettruhe im Krankenhaus. Drei Tage, die mein Bauch nutzte, ein wenig Platz für seine Bewohnerin zu schaffen, indem er kräftig wuchs. Hach!

Ja, auch damals war ich schon eine Mama. Und ich wurde immer mehr zu einer.In den ersten Wochen nach der Geburt war ich eine ständig übermüdete, oft verunsicherte Mama. Diese Verantwortung! Dieses zarte kleine Wesen, dass komplett auf mich angewiesen war! Diese Hilflosigkeit! Es machte mich völlig fertig. Dazu kam: Ich hatte kein Anfängerbaby bekommen. Mein Kind wachte nachts auf, klar, wie alle Kinder. Allerdings war sie nach dem Stillen gerne ein oder zwei Stunden wach. Ich schlief also keine Nacht. Ich nahm jeden Mist auf, der im Fernsehen kam und sah während dem Stillen stundenlang fern. Ich las schreckliche Bücher ohne jede Handlung. Manchmal weinte ich ein wenig. Ich hatte ganz zu Anfang Angst, mein Kind zu wickeln, weil sie immer so weinte, wenn sie umgezogen wurde. Im Krankenhaus weinte ich an einem Abend einfach mit. Mein Baby lag vor mir und ließ sich nicht beruhigen und ich stand vorm Wickeltisch und schluchzte, was das Zeug hielt.  Ich hatte großen Respekt davor, alleine mit dem Baby nach Hause zu kommen. Nicht einfach klingeln zu können, wenn irgendetwas nicht klappte. Doch wir schafften das. Meine Familie hatte eingekauft, die Wohnung geputzt und alles wunderschön zu unserer Ankunft vorbereitet. Und wir gewöhnten uns jeden Tag mehr aneinander.

Nach einigen Wochen begann die Schreierei. Meine Püppi schrie oft mehrere Stunden am Tag, scheinbar grundlos. Vielleicht war ihr diese Welt am Anfang einfach zu viel. Vielleicht kompensierte sie so den Stress, den ich in der Schwangerschaft auf sie übertragen hatte. Vielleicht schlief sie zu wenig. Manchmal hatte ich Angst, irgendwann die Nerven zu verlieren. Manchmal war ich bereits in Tränen aufgelöst, ehe ich das Haus verließ, weil meine Kleine das komplette Fertigmachen hindurch geschrien hatte. Doch auch diese Zeit ging vorbei.

Mein Sonnenschein wurde größer. Sonniger. Unkomplizierter. Und ich sicherer. Wir entdeckten gemeinsam unseren kleinen Bereich dieser Welt. Jeden Tag ein wenig mehr. Gingen spazieren, ins Freibad, zur Stillgruppe. Ins PEKiP und lernten neue Freunde und viele nette Menschen kennen. Und uns. Immer besser.

Wir lachen gemeinsam, essen gemeinsam, wir kuscheln, toben, spielen gemeinsam. Jeden Tag.

Und hier sitze ich nun heute. Fast ein Jahr Mama und doch soviel länger, soviel mehr. Es gäbe noch so vieles zu schreiben, zu erzählen. Von schlaflosen Nächten, von Glückstränen in meinen Augen, von Stolz, Ungeduld, Freude, Ärger, Wut, Rührung, Glück.GLÜCK!!

Mamasein. Es hat mich verändert, irgendwie. Mein Fokus hat sich verändert. Und ich habe das Gefühl, dass die Randbereiche etwas unschärfer wurden. So vieles ist unwichtig, seit ich mein Kind habe. Vieles hat an Bedeutung verloren. Zum Glück. Verrückt ist, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, wie es war, so ohne Kind. Ohne dieses Gefühl.

Mamasein. Einfach unbeschreiblich. Unbeschreiblich groß, unbeschreiblich schön. Wie dankbar ich doch dafür bin, es leben zu dürfen. Mamasein, Glücklichsein.

Danke dafür!

 

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