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Posts Tagged ‘Wut’

Es ist 5. 42. Der Wecker klingelt. Todmüde widerstehe ich dem Drang, meine Augen noch einmal zu schließen und stehe auf.  Noch ehe ich das Bett verlassen kann, quiekt schon das Olivenkind, das über einen eingebauten Mama-Sensor zu verfügen scheint. Die Tage, an denen mir eine einsame Tasse Kaffee und ein kurzes Nachrichten lesen vergönnt ist, kann ich übers Jahr an einer Hand abzählen. Tja, so ist das nunmal.

Ich richte Honig- und Marmeladenbrote für das Olivchen und mich, mache mir Kaffee und für die Püppi einen „Babykaffee“ (Tasse warme Milch mit etwas Honig und einem „Stohlhalm“). Nach dem Frühstück machen wir uns zu den Klängen von „Bibi Blocksberg“ fertig und verlassen -mal wieder ein paar Minuten zu spät- um 6.50 das Haus. Dass ich das Auto freikratzen muss, kostet uns ein paar weitere kostbare Minuten. Ich übe mich in Gelassenheit, indem ich mir ins Gedächtnis rufe, dass eine mögliche Verspätung auch kein Beinbruch ist und wir fahren in die Kita. Der Musikwunsch des Morgens meiner Tochter ist „Gimmulo“ („Gimme Love“ von Ed Sheeran), womit ich gut leben kann- auch wenn ich bei einem mantraartig vorgetragenen „Gimmulo hören,Mama? Gimmulo? Mamaaaaa, GIMMULO H-Ö-R-E-N!!“ ohnehin nicht viele Wahlmöglichkeiten habe. Ein Glück, dass unser Musikgeschmack eigentlich nur bei „Die Türen vom Bus“ und Heidi“ auseinandergeht 😉

In der KiTa gibt gerade eine andere Mutter ihren bitterlich weinenden Sohn ab, als wir ankommen. Nach einigen Minuten verlässt sie- selbst mit den Tränen kämpfend- das Gebäude, während ich mein Kind in den Gruppenraum begleite. Ich ringe dem Olivchen noch einen Abschiedskuss ab, ehe es sich begeistert auf den Puppenwagen stürzt. Als ich gehe, hat sich der weinende Kleine schon komplett beruhigt. Schnell verlasse ich das Gebäude und hoffe, seine Mama zu sehen, um ihr dies noch sagen zu könne, aber leider erwische ich sie nicht mehr. Schade.

Nach einer stockenden Autofahrt, die durch Schnee und Kälte länger dauert, als dies normalerweise um diese Uhrzeit der Fall ist, laufe ich um Punkt 7.45 im Klassenzimmer ein. Ich hatte nicht einmal Zeit, meinen Mantel auszuziehen. Zum Glück ist die Klasse an diesem Tag pflegeleicht und arbeitet toll mit. So macht das Spaß 🙂

Der Vormittag vergeht wie im Flug und ich habe das Glück, in einer Freistunde noch ein wenig Schreibtischarbeit erledigen zu können. An diesem Tag kann ich bereits um 12.50 gehen, so dass ich schon um 13.30 an der KiTa bin. Diesmal muss ich Überzeugungsarbeit leisten, um das Olivchen zu bewegen, mit mir nach Hause zu gehen. Doch da meine Putzperle an diesem Tag um 14 Uhr vor der Türe stehen wird, und ich vorher noch gerne etwas essen würde, treibe ich die Maus zur Eile an. Zuhause schaffe ich es noch, ein wenig aufzuräumen und hastig einen Teller Schupfnudeln zu essen, ehe es – zur großen Freude des Olivchens- an der Türe klingelt. Sie liebt Frau B. nämlich heiß und innig, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Frau B. und ich trinken einen Kaffee, dann beginnt sie sauber zu machen, während ich eine riesige H&M- Bestellung sichte. Um 15 Uhr verabschieden wir uns und brechen zu unserem wöchentlichen Spieldate mit dem besten Freund des Olivchens und seiner Mama auf. Da sie aufgrund extremer Schwangerschaftsübelkeit kaum das Haus verlassen kann, treffen wir uns heute bei ihnen zu Hause und das Olivchen ist vor Aufregung und Vorfreude ganz aus dem Häuschen. Zu süß! Vorher fahren wir noch bei der Sparkasse vorbei, wo ich 1000 Euro einzahlen und überweisen muss, die ich in der Schule für ein Förderprogramm eingesammelt habe. Ein gutes Gefühl, die viele Kohle wieder los zu sein! Dann halten wir bei unserem Lieblingsbäcker und kaufen ein gigantisches Kuchenpaket.

Der Nachmittag bei den Freunden vergeht wie im Flug und wir alle genießen die Stunden sehr. Es ist so schön zu sehen, wie die beiden Kinder miteinander blödeln, spielen, Quatsch machen. Beste Freunde, seit ihrer Geburt. Haach!

Gegen 18 Uhr verabschieden wir uns unter wütendem Gekreische und Weinen des Olivchens, dass komplett überdreht ist und nicht gehen möchte. Ich bin nassgeschwitzt, bis wir endlich in Jacken und Schuhen die Wohnung verlassen können. Auf dem Heimweg fahren wir noch am Supermarkt vorbei, wo ich schnell die Zutaten für Spinatlasagne und ein paar andere Kleinigkeiten einkaufe, denn an diesem Abend kommen mein bester Freund und zwei andere Freundinnen vorbei.

Zuhause angekommen, mache ich das müde Olivchen bettfertig. Während sie ihren abendlichen Schoppi trinkt, lese ich ein wenig die Twittertimeline nach und halte mich über die Papstwahl auf dem Laufenden. Wir kuscheln noch ein wenig, dann bringe ich die Maus um halb acht in ihr Bett. Nach diesem langen Tag schläft sie bereits, als sie die Matratze berührt, so dass das übliche „Alle sind wach“-vorlesen und unser abendliches Gebet heute ausfallen. Ich ziehe mich um, stelle Weißweingläser bereit und zünde Kerzen an. Um 20 Uhr 20 klingelt mein Handy- der Besuch ist da. Während wir Mädels plaudern und niedrige Küchendienste verrichten dürfen, kocht der beste Freund eine phantastische Spinatlasagne. Gegen halb elf verlassen uns die Mädels, der beste Freund und ich sitzen noch ein wenig länger beisammen, trinken Wein und unterhalten uns. Um 1 Uhr ruft er sich ein Taxi, denn im Gegensatz zu mir muss er am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen.  Ich räume noch schnell die Spülmaschine ein und beseitige die Spuren des Abends und mache mich bettfertig.

Gegen 1.15 wechsle ich dem Olivchen die Windel und falle völlig erschöpft neben ihr ins Bett. Licht aus, komatöser Schlaf an.

Alle weiteren Tagebuchblogger gibt es hier.

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Seit ich gestern Morgen bei Twitter die ersten #Aufschrei -Tweets las, kriege ich das Thema nicht mehr aus meinem Kopf. Hunderte Tweets über alltäglichen Sexismus in Form von Beleidigungen, sexuellen Anzüglichkeiten, Belästigung bis hin zu Vergewaltigungen, von unzähligen Frauen in die Welt hinaus geschrien. Wie erschüttert, angeekelt und traurig mich viele dieser Tweets machten, kann ich hier kaum beschreiben. Aber auch das hohle Gefühl des Wiedererkennen bei vielen Aussagen traf mich. Sehr. Denn ganz ehrlich: überrascht war ich nicht. Sexismus existiert, da sind wir uns wohl alle einig. Auch und gerade in unserem ach so fortschrittlichen und gleichberechtigten Land. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich überhaupt etwas zu diesem Thema schreiben „darf“. Schließlich bin ich, wie mir gestern erst wieder bewusst wurde, in vielerlei Hinsicht privilegiert aufgewachsen. Ich durfte in einem Elternhaus großwerden, in dem mir von früh auf beigebracht wurde, dass meine Grenzen wichtig und wertvoll sind und ich jedes Recht habe, diese auch einzufordern und zu verteidigen. Ein Elternhaus, in dem ich stark gemacht und aufgeklärt wurde. In dem gegenseitiger Respekt ein Grundwert war. Ich hatte noch nie eine Beziehung, ob fest oder lose, in der ich mich unterdrückt oder als Frau nicht gleichberechtigt gefühlt hätte. Ich habe noch niemals von einem Partner Gewalt erfahren.

Und dennoch sind mir viele Erfahrungen dieser Frauen nicht fremd. Trotz all dieser Privilegien wird mir erst beim genaueren Nachdenken wieder bewusst, wie vielen Einschränkungen sich Frauen (auch ich) im Alltag unterwerfen. Dazu gehören unzählige nächtliche Taxifahrten, um auf dem dunklen Heimweg nicht belästigt/ angesprochen/ vergewaltigt zu werden. Das sorgfältige Auswählen eines „sicheren Sitzplatzes“ in der nächtlichen S-Bahn. Der große Bogen um die Gruppe alkoholisierter Männer, um nicht angepöbelt/belästigt zu werden. Das bewusste Wählen der Kleidung bei der Arbeit, um keine „falschen Signale“ zu senden.

Und deshalb- weil es mich betroffen macht, betrifft und als Mutter einer Tochter wieder einmal zum Grübeln bringt –  gebe auch ich meinen Senf zu diesem Thema ab.
Die Erinnerungen, die dieser Hashtag in mir hochspült, sind sicherlich nicht traumatisch wie die vieler anderer Twitterinnen. Da habe ich wohl Glück gehabt. Und ich habe auch generell kein Problem damit, auf einen sexistischen Kommentar eine entsprechende Antwort zu geben. Nur: dass ich mich grundsätzlich wehren kann bedeutet nicht, dass ich gezwungen sein möchte, es auch zu tun. Die Antwort auf Belästigung und Sexismus kann nicht ein simples „nun wehrt euch aber mal, Mädels“ sein. Wie jetzt, wehren? Achso! Hey, schön dass wir darüber gesprochen haben! Und schwuppdiwupp haben wir den schwarzen Peter mal wieder den Frauen zugeschoben.

Wie wär´s denn einfach damit: Habt verdammt noch mal Respekt!

Verhaltet euch doch der Frau, die da neben euch in der Bahn sitzt, gegenüber mal so, wie ihr es bei eurer Schwester tätet. Oder so, wie ihr euch wünscht, dass andere eure Frauen, Mütter, Töchter, Schwestern behandeln sollen. Auch wenn sie zufällig große Brüste haben. Oder einen kurzen Rock tragen. Oder so eindeutig nicht in eurer Liga spielen, dass es euch einschüchtert und den Wunsch weckt, es „der da mal zu zeigen“.

Und für alle Männer, die nun erschrocken innehalten und sich beschämt und betroffenm fragen, ob auch ihr Verhalten als sexistisch oder belästigend einzuordnen sei: ich persönlich kenne keine Frau, die je ein Trauma davongetragen hat, weil ihr irgendwer mal auf die Brust geschaut hat. Kann mal passieren, meine ich. Minutenlang draufzuglotzen und dabei anzügliche Geräusche zu machen, aber nicht. Und ja, es ist völlig ok, eine Frau in einem Club anzusprechen. Nicht ok ist, ihr „kein Interesse“ zu ignorieren und ihr penetrant nachzustellen. Es ist völlig in Ordnung,  einer Frau nachzublicken, die man attraktiv findet. Dass es jedoch absolut inakzeptabel ist, ihr ein „geile Titten“ hinterherzubrüllen und sie auf die entsprechende Antwort hin als „Nutte“ zu beschimpfen, erwähne ich jetzt nicht. Ihr kennt den Unterschied. Alle. Er liegt im Respekt und der Wertschätzung, die wir unserem Gegenüber zeigen. Er liegt darin, niemandem Intelligenz, Entscheidungskraft oder Selbstbestimmung aufgrund seines Geschlechts, seiner Haut- oder Haafarbe abzusprechen.

Ich möchte zufällig nicht, dass meine Tochter später von ihrem Lateinlehrer ein „die Klassenarbeit zeigt es mal wieder: Herren sind herrlich, Damen sind dämlich!“ an den Kopf geknallt bekommt. Ich möchte nicht, dass mein Kind überlegen muss, ob es die Unterführung nachmittags mit dem Fahrrad durchfahren kann, weil dort Jugendliche Blow-Job-Bewegungen nachahmen und sie verfolgen. Dass sie nachts aus der S-Bahn einen Freund anrufen muss, um sich vom Bahnhof abholen zu lassen, weil sie Angst hat, von der aufdringlichen Männergruppe, die sie während der Fahrt ungehindert belästigt, ohne dass sich irgendein anderer Fahrgast einmischt, draußen weiter belästigt oder schlimmeres zu werden. Alles selbstverständlich frei erfundene Beispiele, man kann es sich denken.

Ich möchte, dass über diese Probleme geredet wird. Dass wir uns alle etwas bewusster machen, wie alltäglich Belästigung und Sexismus leider immer noch sind. Nicht wegsehen, wenn so etwas passiert, sondern uns auch mal solidarisch zeigen. Über den doofen Witz eben mal nicht lachen. Der Kollegin zur Seite stehen, auch wenn wir sie vielleicht nicht mögen.

Schlimmer als die männlich-chauvinistischen Reaktionen auf die #Aufschrei-Tweets (die ja nun nicht überraschen dürften,  denn ohne Männer dieser Art wäre das Problem schlicht nicht existent), fand ich übrigens die Reaktionen anderer Frauen. In denen von „Wichtigtuerei“ die Rede war. Oder davon, dass Aussagen wie „Holz vor der Hütten“/… ja nun nicht schlimm seien. Nee, sind sie auch nicht. Es kommt eben immer darauf an, wer so etwas sagt. Freundin, Freund, Mann- ok. Geschäftspartner- urgs. Sex ist übrigens auch überhaupt  nicht „schlimm“. 😉 Und trotzdem will ich weder mit meinem Chef, noch einem meiner Kollegen oder gar irgendeinem Fremden schlafen. Und ich möchte gerne die Wahl haben, bittedanke.

Das heißt nicht, dass jeder Blick, jedes freundliche Ansprechen, jedes „Hallo“ auf die Goldwaage gelegt werden muss. Flirten, Aufmerksamkeiten, Blickkontakt, all das ist okay. Manchmal auch schön, aufregend oder auch nervig. Aber: ok. Alles, was Respekt verletzt und Grenzen überschreitet- nicht ok.

Eigentlich ganz einfach, oder?

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… tönt es hier von morgens bis abends. Du siehst alles, hörst alles und kommentierst alles- es ist einfach wahnsinnig goldig! Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, will ich bei jedem Bagger „Schau mal!“ rufen, bis mir einfällt, dass du ja längst mit deinen kleinen Kita-Freunden beim Frühstück sitzt.

Überhaupt, das Autofahren mit dir ist wirklich ein Erlebnis. Dich von der Kita abzuholen, pure Unterhaltung. Es gibt kaum etwas, das du nicht siehst und du berichtest darüber so akribisch wie ein Fernsehreporter:  „Sau mal, Mama! Wauwau! Sau mal, Lullelum! Mama! Maaamaa! Sue aus! Ocken aus! Sau mal, Bagger!“ Mit dir sehe ich Dinge, die ich früher nicht beinmal wahrgenommen habe. Ich kann mich wieder für Traktoren und Bagger begeistern. Baustellen finde ich richtig spannend, seitdem ich miterleben darf, wie sehr du dich an ihnen freust. Wenn wir mittags zuhause ankommen, du ohne Schuhe und Socken, ein wenig k.o. vom Vormittag, aber voller Mitteilungs- und Tatendrang, dann freue ich mich schon auf die Zeiten, wenn du mir beim gemeinsamen Jogu-Essen von deinem Tag in der Kita erzählen kannst.

Schauen wir mittags gemeinsam ein Wimmelbuch an, dann zeigst du mir die Babyenten, Beine (weinendes Mädchen), Heee! Handtuch! (ein Junge, der zum Anderen „Hey, das ist mein Handtuch!“ sagt) und Krieggich (Fangen spielende Kinder, die „Ich krieg dich“ sagen).

Abends singst du derzeit noch ein wenig im Bett, ehe du einschläfst. Und ich sitze vorm Babyphone, grinse in mich hinein und möchte am Liebsten jedem auf der Welt zeigen, was für ein wundervoller kleiner Mensch hier in meiner Wohnung lebt.

Du liebst es, Enten zu füttern und wirfst ihnen mit Schwung und „Bitte! Appetit!“ trockenes Brot zu. BobbyCar (Bukaki!)fähst du wie eine Wilde und schaffst es, mit deiner Fahrweise ein neues Paar Schuhe („Für die 15 Minuten brauchen wir doch die Schoner nicht!“) innerhalb kürzester Zeit zu ruinieren.

Du kannst sagenhaft wütend werden und weißt manchmal kaum, wohin mit all den Gefühlen, die dich da gerade umtreiben. Dann trittst du um dich, kneifst dich selbst in die Wange und schreist wie eine wilde Katze. Wenn wir beide Glück haben, lässt du dich durch ein Lied, ein Spielzeug oder die Bitte, mir bei etwas zu helfen, von deinem Zorn ablenken. Aber leider klappt das nicht immer.

Mittlerweile verstehst du nahezu alles, was man dir sagt und freust dich riesig, wenn man dich in alles Mögliche einbezieht. Du kannst deine Socken in deinen Schrank räumen, wenn ich dich dazu auffordere, wirfst deine Windel selbst weg und bringst manchmal sogar unaufgefordert frische Windeln mit ins Bad. Außerdem liebst du es, Müll wegzuwerfen, den Tisch zu decken und dir oder mir die Haare zu kämmen.

Du reihst selbstverständlich zwei, manchmal auch drei Wörter aneinander und kannst ganz genau sagen, was du willst. „Couch sitzen! Sandia! (Sandmann)“ ist nur ein Beispiel dafür.

Heute wurde mir zum ersten Mal seit ganz langer Zeit gesagt, du sähest mir ähnlich, was mich unendlich stolz machte.Du bist nämlich der hübscheste Mensch, den ich kenne. Aber besonders objektiv bin ich da wohl nicht 😉

Wenn ich dir abends beim Schlafen zusehe, werde ich oft so von Liebe überwältigt, dass mir Tränen in die Augen steigen. Wir zwei. Eine Familie. Pure Liebe.

Mein kleines, großes Wunder du. Mein Mädchen. Ich liebe dich.

Deine Mama

 

 

 

 

 

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Mäuschen, nächste Woche bist du sage und schreibe 21 Monate alt. So viel Zeit, gefüllt mit Glück, ersten Malen, Angst, Spaß, Ärger- mit LEBEN!!

Und dieses Leben mit dir ist vor allem eines nie: langweilig. Die letzten Wochen haben wir unheimlich Vieles miteinander unternommen und den Sommer in vollen Zügen genossen.

Wir waren tagelang im Schwimmbad, wo du aus dem Kleinkinderbecken einfach nicht mehr herauszubekommen warst. Die ersten Tage konnte ich meinen Kaffee im Becken trinken und vor mich hin träumen, während du quietschzufrieden und von den doch etwas frischen Wassertemperaturen völlig unbeeindruckt mit deiner Gieskanne Wasser in dein Lieblingsförmchen fülltest. Gut, nicht NUR ins Förmchen- oft genug bekam auch ich eine Dusche mit dem Gießkännchen verpasst, was dich jedes Mal schelmisch grinsen ließ. Wegen dir hätten wir den kompletten Nachmittag im Becken verbringen können und ich konnte dich in der Tat nur für wenige Minuten an unseren Platz lotsen, wo du innerhalb von Sekunden eine Schüssel Obst inhaliertest und dann sofort wieder mit dem Wort „Bajer“ auf den Lippen in Richtung Wasser ranntest. Leider wurde das Babybecken nach ein paar Tagen etwas langweilig für dich, so dass du riskante Spielplatzexperimente und ausgedehnte Touren durch das gesamte Freibadgelände unternehmen musstest, was bei den tropischen Temperaturen nicht gerade die pure Freude für deine alte Mama war.

Die nächsten heißen Tage verbrachten wir deshalb bei Oma und Opa im Garten, wo du im Planschbecken schwimmen, Blumen gießen und vor allem mit ausgeklügelten Tricks alle Anwesenden nacheinander mit Wasser übergießen konntest, was nicht bei allen auf Begeisterung stieß 😉

Wir haben uns mit deinen PEKiP-Freunden getroffen, wo ihr miteinander gespielt und auch mal geschubst, gekratzt und geweint habt, während wir Mamas aus dem Staunen über unsere großen Kinder nicht mehr herauskamen. Mit P.´s Mama war ich sogar im Geburtsvorbereitungskurs und der Gedanke an unsere dicken Bäuche in diesem kalten Herbst, an die Abende, an denen wir uns im Raum schräg gegenüber saßen, war einfach unbeschreiblich für mich. Da rennt, erzählt, lacht ihr. Unsere Kinder. Damals wart ihr uns zwar unendlich nah und dennoch schien es so wenig glaubhaft wie ein Traum zu sein, dass wir euch wenige Wochen später in den Armen halten würden.

Wir waren im Streichelzoo, wo du zuerst vor Begeisterung ganz baff warst. Leider hatte ich den Foto nicht schnell genug parat, denn das Bild, wie du inmitten der kleinen Ziegen auf dem Weg standest und dich fasziniert umsahst, wäre Gold wert gewesen. Wie du da standst und jeder Ziege auf ihr Mäh ein ganz empörtes Määääääh zurückgabst, das war einfach bezaubernd. Leider schüchterten dich die vielen Tiere ein wenig ein, so dass du für den kompletten Nachmittag nicht von Omas oder meinem Arm weichen wolltest. Aber auch vom sicheren Hafen aus konntest du unzählige neue Eindrücke sammeln. Zahme, wunderschöne Rehe, riesige Schweine, Erdmännchen, Zebras und Affen wurden mit riesigen Augen bestaunt. Aber das Schönste am ganzen Ausflug, war dein begeistertes „`Nau mal, Mama!“, sobald du etwas Neues entdecktest. Immer wieder. Und mir ging das Herz auf, während ich schaute, worauf du mich so unbedingt aufmerksam machen wolltest.

Sowieso sprichst du mit jedem Tag mehr. Die Aufgabe, deinen Wortschatz noch einmal zusammenzufassen, flösst mir bereits jetzt einen Heidenrespekt ein, denn du saugst neue Begriffe auf wie ein Schwamm. Eine kleine Auswahl meiner derzeitigen Lieblingswörter:

Guigoite – Schildkröte

(Oi)Bibia – du selbst

Nenny – die Mama deines besten Freundes

Minani – deine Bezugserzieherin

Gaukel – Schaukel

Mäne munen – Zähne putzen

Nau mal – schau mal

Sand – Sandmännchen

Kabi – Kaffee

beine – weinen

ginkungung – trinken (besonders kurios, da du das Wort „trinken“ durchaus kennst und korrekt anwenden kannst)

Kex – Keks

Teilweise bildest du bereits kleine Sätze, vor allem wenn du dich über irgendewtas ärgern musst. Als Oma dir neulich deinen Eimer wegnahm, brach eine wahre Schimpftirade los, in der wir immer wieder die Worte Oma, Oibibia und Eimel hörten. ❤ Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass du mir morgens aus deinen Träumen erzählen möchtest. Denn warum sonst solltest du mich frühmorgens um halb sechs wecken, um mir aufgeregt von den „Bande“ (Elefanten) zu erzählen?
Zum Glück warst du nach meinem nachdrücklichen Hinweis auf die Uhrzeit bereit, noch eine Runde zu schlafen, ehe du dann zwei Stunden später deinen Bobbi einfordertest.

Du bist ein kleiner Wirbelwind. Stürmisch, sonnig und sprühend in deinem ganzen Wesen. Temperamentvoll und mitreißend. Du kannst furchtbar wütend auf mich werden und streckst doch nur kurze Zeit später wieder die Arme aus, um dich von mit trösten zu lassen. Ich kann dir nie lange böse sein und du weißt schon jetzt genau, mit welchen Tricks du mich herumbekommst. Wenn ich wegen irgendetwas schimpfe, dann schielst du meist an mir vorbei, schaust dann grinsend und mit bezauberndem Aufgenaufschlag zu mir auf und schneidest Grimasen, um mich zum Lachen zu bringen. Du testest deine -und auch meine Grenzen – aus, was für uns beide oft nicht einfach ist. Du sitzt ungerne still, sondern tobst, kletterst, entdeckst lieber. Zurufe kannst du so gut ignorieren, dass deine Betreuerinnen im Kindergarten bereits einen Hörtest (!!) mit dir durchführten, weil du in der Gruppe nahezu nie auf deinen Namen reagierst, während du spielst. Diese Fähigkeit wird dir im Teenageralter sicher treue Dienste leisten… Wenn du durch die Wohnung stürmst, komme ich an manchen Tagen aus dem „Nein“ sagen gar nicht mehr heraus, weil du zielsicher genau die Dinge tun willst, bei denen ich mit Platzwunden, ausgeschlagenen Zähnen oder ähnlichem rechne. Du bist unheimlich verschmust, auch wenn du deine Schmuseeinheiten eher im Vorbeigehen abholst. Langsam hast du zu meiner großen Freude Puzzles für dich entdeckt, bei denen du zumindest eine gewisse Zeit auf der Stelle sitzen bleibst. Und auch „manen“ ist heißbeliebt. Jeder Kugelschreiber versetzt dich in Entzücken. Auch Bilderbücher liebst du heiß und innig, wenn du während des Lesens ganz stolz alle Dinge benennst, deren Namen du schon kennst. Jedes Buch hat einen eigenen Namen, benannt nach dem Inhalt oder deiner Lieblingsstelle:

„beine“ – Wimmelbuch, in dem ein Mädchen weint

„Miau“ – Ich bin die kleine Katze

„Muuuh“ – Wimmelbuch mit den Tieren

Du liebst es zu kochen und ich freue mich schon jetzt auf dein Gesicht, wenn du an deinem Geburtstag deine Spielküche auspacken wirst. Vor allem Eis wird mit Inbrunst von dir serviert, wobei es mir mein Mamaherz schon schmerzlich zusammenzog, als du einem fremden Kind ein liebevoll zubereitetes „AAaaaais???“ anbotst und als Antwort nur ein gemotztes: „Is mag kein Sandeis, is mag nur Schokoladeneis!“ erntetest. Nur mit geballten Fäusten und einem betont fröhlichen: „Machst du MIR eines, Schatz? Ich lieeeeebe Sandeis nämlich!“ konnte ich mich selbst davon abhalten, dem blöden Gör ein „Iss es gefälligst, du Blödmann!“ zuzubrüllen. So etwas tut man schließlich nicht, auch wenn das Mamaherz noch so sehr ächzt und wehtut. Vor allem, wenn ich an die Zeit denke, in der du diese Kämpfe ohne mich ausfechten musst. Auch wenn ich weiß, dass du wilde kleine Kämpferin solche Situationen vermutlich viel besser wegsteckst, als ich das jemals könnte.

Mein Mädchen, meine Große, mein „Mäushein“ – danke, dass du mich die Welt jeden Tag mit deinen Augen neu entdecken lässt. Dass du mir auf so viele Arten dein Vertrauen zeigst. Dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich so sehr.

Deine Mama

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Du kannst schon…

♥ Mit dem Puppenwagen ganz lässig über sämtliche Hürden hinwegfahren, indem du cool das Vorderrad anhebst und den Wagen dann mit dem typischen Blick der gestressten jungen Mama weiterschiebst.

♥ Deine Turnschuhe unter allen anderen erkennen und mir bringen, wenn wir aus der Kita nach Hause gehen.

♥ Deine Windel ganz alleine ins Kinderzimmer tragen und dort in den Windeleimer werfen.

♥ Kleine Krümelchen vom Boden aufheben, in die Küche gehen, den Mülleimer öffnen und sie hineinwerfen (finde ich suuuper, aber WO hast du das bitte gesehen??) – einziges Problem: wenn mir etwas Kleines herunterfällt, kann es gut sein, dass du es für Müll hältst und es wegwirfst, wie neulich den Ersatzknopf meiner Bluse, mein Haargummi…

♥ Mir deine Weste entgegenstrecken, „andieeeehn“ rufen und versuchen, deinen Arm in den Ärmel zu wurschteln. Hach!

♥ Nach links oder rechts schielen, um mich nicht ansehen zu müssen, wenn du etwas „angestellt“ hast- Trinkflasche oder Brot absichtlich auf den Boden werfen, hauen…

♥ Die Namen deiner Lieblingserzieherinnen in der Kita ziemlich gut aussprechen „Juja“ und „Minani“.

♥ Filmreife Wutausbrüche mit Bodenwälzen und Schreien veranstalten, um gleich darauf loszuprusten, wenn ich anfange, Grimassen zu schneiden oder dir einen Bauchkuss gebe.

♥ Wild lostanzen und über beide Ohren strahlen, sobald Musik ertönt.

♥ BUMM sagen, sobald etwas (oder manchmal auch du) umfäll(s)t

♥ Auf die Aufforderung „Bring mir mal bitte…“ oder „Geh mal bitte ins…“ reagieren. Oft. Nicht immer, aber immer öfter.

♥ Deine Pubba mit dem Schoppenfläschchen oder Brei füttern und ihr den Schnulli geben. (auch wenn er manchmal im Puppenauge landet- gut, dass du keine kleineren Geschwister hast…)

…mich zum Lachen bringen und mir den Tag versüßen. Jeden Tag. Herzkind du. ♥

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… um mal ganz ehrlich zu sein… 😉

Als ich noch nicht deine Mama war,

… da wusste ich auch noch nicht, dass es Tage gibt, an denen ist man so müde, dass die Beine wehtun und man beim Aufstehen schon die ersten Tränen vergießt.

… da wusste ich genauso wenig, dass auch winzige Babymädchen ihre Mamas in hohem Bogen anpinkeln können.

… da hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie sehr ständiges mit-Gegenständen-irgendwo-dagegen-schlagen an meinen Nerven zerren kann.

… da hätte ich nie gedacht, dass Mamasein auch bedeuten kann, monatelang nicht einmal abends eine Stunde für mich alleine zu haben, weil das Baby tagsüber fast nie und abends immer nur ganz kurz am Stück schläft.

… da hatte ich zum Glück keine Ahnung davon, dass es auch Babys gibt, die schreien, sobald sie abgelegt werden und dass es deshalb passieren kann, dass Mama schon morgens um halb 11 nur noch am Heulen ist, weil das Baby das komplette Duschen, Anziehen, Zähne putzen usw. hindurch nur geschrien hat.

… da hatte ich keinerlei Vorstellung davon, wie grausam es manchmal sein kann, auf nüchternen Magen Windeln des Grauens zu wechseln (und sich drei zusätzliche Hände zum Füße halten, Feuchttücher reichen, Kind davon abhalten seine Legotiere in die Windel zu werfen (…) zu wünschen)

… da wurde ich NIE davon geweckt, dass ein anderer Mensch an meinen Haaren (und nur an ganz wenigen, damit es auch richtig wehtut) zog oder mich ganz laut anbrüllte.

… da konnte ich mir nicht vorstellen, dass deine Schmerzen mir mehr als meine eigenen wehtun könnten.

… da wusste ich nicht, wie schrecklich es sich anfühlt, monatelang NIE von selbst aufzuwachen, sondern immer und zu den unmöglichsten Zeiten von einem anderen Menschen aus dem Schlaf gerissen zu werden. (Wie Folter. Meine Meinung.)

… da hatte ich auch keine Vorstellung davon, wie frustrierend es manchmal ist, deine Trotzphasen mitzuerleben.

Mein Schatz, als ich noch nicht deine Mama war, da war ich ausgeschlafener und erholter. Ich ging öfter zum Frisör und viel öfter abends aus. Ich arbeitete mehr und hatte mehr Geld zur Verfügung. Ich hatte bessere Nerven und nahm mir Zeit für die Dinge, die mir Spaß machten. Ich las mehr, unternahm mehr und lackierte mir öfter die Nägel. Mein Bett, meine Wohnung, meine Freizeit und mein Bücherregal gehörten mir ganz allein. Ich konnte lange liegen bleiben, sonntags den ganzen Tag fernsehen, morgens ungestört frühstücken und stundenlang telefonieren.

Mein Schatz, als ich noch nicht deine Mama war, da war mein Leben nicht mal halb so schön wie heute. Ganz ehrlich.

Ich liebe dich! Deine Mama.

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1 Jahr, 6  Monate, 1 Woche und einen Tag alt

…und du steckst mitten in einem ganz gewaltigen (Sprach-)Entwicklungsschub.

Das ist einerseits ganz toll, denn dein Wortschatz wächst nahezu täglich und du kannst immer besser sagen oder zeigen, was du möchtest und was dir gerade wichtig ist.  Andererseits bleiben natürlich auch die Nebenwirkungen dieser Entwicklung nicht aus. Kein Licht ohne Schatten und so…

Dein Schlafpensum ist mal wieder aufs absolute Minimum zusammengeschrumpft. Aktuell sind wir bei etwa dreißig Minuten Mittagsschlaf; und dies auch an Tagen, an denen du um 6 Uhr mit mir aufstehen musstest und einen actionreichen Vormittag in der Kita hinter dich brachtest. Ich wundere mich wirklich, wie du das durchhältst. (Und bete darum und hoffe sehr, dass dies bitte, bitte, bitte nur eine vorübergehende Phase sein möge, ja?. Ja? JA???) Leider äußert sich dieser Schlafmangel an manchen Tagen in schlechter Quengellaune (wen wundert´s??) und Klettigkeit allerersten Grades. Dagegen ist nun wirklich nichts einzuwenden. Leider ist dein Nähebedürfnis jedoch meist dann am Größten, wenn Mama gerade heiße Marmelade in Gläser abfüllen, Abendessen kochen oder schnell (HA!!) ein paar Sachen zusammensuchen muss. Genau DAS ist dann der Augenblick, in dem du NUR auf dem Arm sein kannst und dich bei Nichterfüllung dieses Wunschs schreiend und weinend und strampelnd auf dem Boden windest. Und genau DAS sind die Momente, da ahne ich, wie sich so ein Nervenzusammenbruch anfühlen muss. Aber zum Glück sind das nur einige Momente. Und in der restlichen Zeit freuen wir uns gemeinsam daran, was du schon alles kannst. Und das ist so einiges!

Was du seit neuestem kannst und magst:

  • Ganz plötzlich sprichst du neue Wörter, die man (oder zumindest ich) dir nicht bewusst vorgesprochen hat, sondern die du beim Erzählen, Zeigen oder Vorlesen aufgeschnappt haben musst. Heute zeigtest du im Drogeriemarkt auf die Kinderzahnbürsten und sagtest „Beaa“, was mich etwas verwirrte : „Bea“ als Wort für „Zahnbürste“?? Meintest du vielleicht Biiäää?? „Da ist doch keine Brille“, sagte ich und wunderte mich ein bisschen, was du dort wohl gesehen haben könntest. Bis mich die Bekannte, die wir getroffen hatten, darauf aufmerksam machte, dass eine der Zahnbürsten eine Bärenform hat. Waaaah, mein Kind kann „Bär“ sagen! Hach!
  • Mit deiner „Pubba/ dem „Bebi“ spielst du deine Lieblingsspiele nach. Dabei lässt du die Pubba in die Hände klatschen und rufst „Bagge Bagge“. Und auch „Hobbe Hobbe“ wird hier seit neuestem gespielt, wobei Pubba bei „…dann macht der Reiter pluuuuuuuums“ auch wirklich hintenüber gekippt wird. ♥
  • Du liebst Musik. Läuft im Auto deine KinderliederCD, dann klatschst du im Rhythmus mit und hast gleich vieeel bessere Laune. Lieblingslieder der CD: Was müssen das für Berge sein, Rommel Bommel und Wer will fleißige Handwerker seh´n. Wenn du mal wieder wütest, weil ich dir das Gesicht waschen/die Windel wechseln/ das Oberteil ausziehen (…) muss, dann hilft es oft, leise Was müssen das für Berge sein anzustimmen, damit du ruhiger wirst. Läuft das Pippi Langstrumpf- Lied, dann fängst du sofort an zu wippen, willst an die Hände genommen werden und im Takt zur Musik hüpfen.
  • Aller-, aller-, allerliebstes Lieblingsspielzeug?? Der neue Puppenbuggy! Wenn du ihn loslassen musst, weil er leider nicht mit auf die Wickelkommode/in die Dusche/ in den Hochstuhl passt, schreist du sofort los. Das erste, was du siehst und worauf du dich stürzst, sobald wir die Wohnung betreten? Genau, der Buggy! Der wird dann geschäftig durch die Wohnung geschoben, die Legokatze unten im Körbchen liegend, Pubba und Stoffeselchen einträchtig in der Babyschale sitzend. Und du bist glücklich. Ein echtes Mädchen eben 😉
  • Ganz neu hast du den Zug mit den Bauklötzchen für dich entdeckt. Für deine Verhältnisse richtig lange und konzentriert kannst du bei deinem „Auddo“ sitzen, die Bauklötze darauf stapeln und es mit lautem „Brummm brumm brumm“ durch die Gegend schieben. So verlockend ist der Zug für dich, dass du am Samstag sogar mit lautem „Dangee dangee“ darum batest, in den Laufstall zu dürfen, weil der Zug darin stand. Zeichen und Wunder…
  • Bälle und Wawas siehst du überall, egal wie klein und versteckt sie sind. Schon so manches Mal musste ich erst lange suchen, bis ich das mit „Bajjj BAjjjjj, BAJJJJJJJ!!!!“ berufene Objekt schließlich als kleine Glaskugel im Fenster eines Hauses, an dem wir vorbeigingen identifizieren konnte.
  • Du erkennst dich selbst im Spiegel. Als ich dir vorige Woche einen Cremetupfen auf die Nase machte und dich vor den Spiegel stellte, fand dein kleiner Zeigefinger ruckzuck die cremige Stelle an der Nase und rieb die Creme weg.
  • Mama? Mama?? MAMA!!!! tönt es hier drölfzig Mal jeden Tag. Und ich gebe zu, ich genieße es jedes einzelne Mal. Du variierst deine „Mama“s nach Lautstärke, Tonfall und Eindringlichkeit und bringst die Leute um uns herum oft zum Schmunzeln, weil du mal wieder nachdrücklich „Mammmaaaaa“ rufst, als wolltest du dich bei allem, was du tust vergewissern, dass deine Mama auch bei dir ist. ♥
  • Du isst dein Essen immer geschickter ganz alleine mit Hilfe von Löffel oder Gabel. Zu beobachten, wie konzentriert und gekonnt du kleinste Essensfitzelchen auf die Gabel aufspießt und dann zufrieden zum Mund führst, macht mich unendlich stolz auf mein großes Kind.

Kleine große Maus, immer deutlicher zeigst du mir, dass du ein kleines Mädchen und schon längst kein Baby mehr bist. Ein Mädchen mit Pferdeschwanz, eigenem Willen und riesiger Lebensfreude. Ein Mädchen, das gerne Fußball spielt und Auddos liebt. Das von anderen Kindern fasziniert ist und das am liebsten den ganzen Tag mit ihrem Puppenbuggy durch die Weltgeschichte fahren möchte. Ein manchmal zorniges Mädchen, das sich nicht entscheiden kann, ob Mama gerade doof ist oder nicht und deshalb zwischen in den Arm nehmen und wegschubsen wechselt. Ein ganz oft gut gelauntes und vor Freude quietschendes Mädchen, das mit seiner Freude an allen Dingen jeden drumherum ansteckt. Ein manchmal unendlich müdes Mädchen, das den ganzen Nachmittag die Augen reibt und sich an den Haaren zieht, aber dennoch nicht die Augen schließen kann (man könnte ja etwas verpassen!!). Ein Mädchen, das am liebsten den ganzen Tag nur essen würde. Das im Moment mal wieder eine ganz ausgeprägte Mama-Phase hat.

Mein Mädchen. Mein Glück. Ich liebe dich. So sehr.

Deine Mama

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